CLIMADA und Resilens analysieren Hitzestress für 39 Spitäler im Kanton Zürich

Zürich – CLIMADA und Resilens haben die erste Klimarisikoanalyse für das Spitalnetzwerk des Kantons Zürich vorgelegt. Die beiden auf Klimarisiken und Klimaanpassung fokussierten Firmen zeigen, warum Hitze für Spitäler zunehmend zum Systemrisiko wird und wie dem wirtschaftlich vernünftig beizukommen ist.

(CONNECT) CLIMADA Technologies und Resilens haben in der Studie mit dem Titel Spitäler im Hitzestress 39 Standorte mit rund 43'100 Beschäftigten und 13'300 Patientinnen und Patienten analysiert. Das Ziel dieser ersten umfassenden Risikoanalyse ist eine evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage für Investitionen in den Hitzeschutz. „Die eigentliche Herausforderung ist nicht nur die Hitze selbst, sondern die Dynamik dahinter: ein sich verschiebendes Klimasystem, das Belastungen vervielfacht und bestehende Strukturen an ihre Grenzen bringt“, wird Sebastian Glink, Co-CEO und Mitgründer des im Technopark Zürich ansässigen Unternehmens CLIMADA, zitiert. „Unsere Analysen machen diese Entwicklung sichtbar, quantifizieren sie standortspezifisch und zeigen klar, wie sich die Auswirkungen durch gezielte Anpassung begrenzen lassen.”

Die vergleichende Risikoanalyse basiert auf einem Multifaktormodell aus klimatischer Gefährdung, Exposition und struktureller Vulnerabilität. Sie zeigt, dass nicht die heissesten Standorte automatisch diejenigen mit dem dringendsten Handlungsbedarf sind. So weist etwa das Kinderspital Zürich trotz hoher Gefährdung ein vergleichsweise moderates Gesamtrisiko auf, weil der 2025 fertiggestellte Neubau der Analyse zufolge optimale thermische Gebäudeeigenschaften aufweist.

Zu den Standorten mit besonders hohem prioritären Anpassungsbedarf zählt die Studie grosse Akutspitäler wie das Universitätsspital Zürich, das Kantonsspital Winterthur und das Stadtspital Zürich Triemli. Die Analyse vergleicht sieben Anpassungsmassnahmen anhand ihres Fünfjahres-Nutzen-Kosten-Verhältnisses, des erforderlichen Investitionsvolumens, der erwarteten Lebensdauer und des Fehlanpassungsrisikos. Besonders wirtschaftlich schneiden Stadtbäume, Klimaanlagen und Dachbegrünung ab.

„Unsere Studie zeigt standortgenau, wo der Handlungsbedarf am grössten ist und welche Massnahmen pro investiertem Franken am meisten bewirken“, wird Resilens-CEO und -Mitgründer Dr. Oliver Marchand zitiert. „Damit schaffen wir eine belastbare Grundlage für Verantwortliche in Politik, Verwaltung und Spitälern, um Investitionsentscheidungen zu begründen, Fördermittel zu erschliessen und konkrete Anpassungsmassnahmen zu priorisieren.“ ce/mm

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