Dübendorf ZH – Die Lepto-GmbH will mit ihrem Terahertz-Filter dazu beitragen, dass Satelliten besser miteinander und mit der Erde kommunizieren. Diesem sollen nun weitere Komponenten für Terahertz-Strahlung folgen, etwa Polarisatoren. Anwendungsbereiche sind auch Medizin, Mobilfunk und Sicherheit.
(CONNECT) Die Lepto GmbH aus Dübendorf, eine 2025 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), will ihre Erfindung mithilfe von Investoren auf den Markt bringen. Die beiden Gründer, CEO Elena Mavrona und CTO Erwin Hack, haben laut einem Bericht der Empa in sechsjähriger Forschungsarbeit am Empa-Labor Transport at Nanoscale Interfaces hochwirksame Terahertz-Filter entwickelt und zum Patent angemeldet. Wie die beiden Forschenden auch in einem Video der Empa zeigen, bestehen ihre Terahertz-Filter aus einer dünnen Polymerfolie mit einer mikrostrukturierten Oberfläche aus reinem Gold, die auf einem 3D-gedruckten Rahmen befestigt ist. Dadurch sind sie besonders leicht und individuell anpassbar.
Diese Filter und weitere Komponenten, die das Start-up nun entwickelt wie etwa Polarisatoren, sollen dazu beitragen, die Terahertz-Lücke zu schliessen. Der Terahertz-Bereich war lang kaum erforscht, entsprechend dünn gesät waren Technologien, um Strahlung in diesem elektromagnetischen Spektrum zu erzeugen und zu messen. Sie liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen den kurzwelligen Licht- und Infrarotwellen und den längeren Mikro- oder Gigahertz-Wellen, die für den Grossteil der drahtlosen Kommunikationstechnologien verwendet werden, von Bluetooth bis WLAN.
„Einerseits ist Terahertz-Spektroskopie eine ausgezeichnete Methode, um viele Phänomene in der Astro- und Geophysik zu erforschen“, wird Mavrona zitiert. „Andererseits eignet sich Terahertz aber auch hervorragend für die Kommunikation zwischen Satelliten sowie zwischen einem Satelliten und der Erde.“ Zudem gilt Terahertz als Schlüsseltechnologie für den nächsten Mobilfunk-Standard 6G. Darüber hinaus kann sie oberflächliche Gewebeschichten durchdringen und ist weniger schädlich als Röntgenstrahlung. Daher sind Anwendungen auf der Haut möglich, etwa zur Krebsdiagnose oder zur Untersuchung oberflächlicher Blutgefässe. Weitere Anwendungsmöglichkeiten gibt es in der Sicherheit, etwa bei den Bodyscans am Flughafen.
Lepto wird von glatec, dem Business-Inkubator der Empa, und durch Coaching der Schweizerischen Innovationsagentur Innosuisse unterstützt. Elena Mavrona ist eine von drei Empa-Forschenden, die das einjährige Förderstipendium Empa Entrepreneur Fellowship 2025 erhalten haben. Lepto ist derzeit auf der Suche nach Pre-Seed-Finanzierung. ce/mm
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