Die Standortförderung im Kanton Zürich und die Denkfabrik Food Visionaries vernetzen das kantonale Food-Ökosystem. Bei der ersten grösseren Netzwerk-Veranstaltung wurde eine aktuelle Studie zu den Bedürfnissen der Zürcher FoodTech-Szene vorgestellt und diskutiert.
Das Netzwerk Food Kanton Zürich hat Personen aus dem Zürcher Food-Ökosystem in Wädenswil zu einer ersten grösseren Veranstaltung geladen. Im 2021 hatten zwei virtuelle Round Tables stattgefunden. Nun brachten die Standortförderung des Kantons und die Denkfabrik Food Visionaries das Netzwerk auf die nächste Ebene, um die regionale Innovationskraft im Bereich Food weiter zu stärken. Das Netzwerk kam zusammen am Standort Wädenswil der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), wo unter einem Dach ein Zentrum für das sogenannte Agro-Food-Business vereint ist. Weitere Veranstaltungen sollen folgen, sagte Anne Schmidt, Projektleiterin Food der Standortförderung des Amts für Wirtschaft. Laut Food-Visionaries-Co-Gründerin Bettina Brinkmanns will die Plattform die gesamte Wertschöpfungskette zusammenbringen.
Um eine Grundlage für eine effektive Vernetzung zu schaffen, hat das Innovationsnetzwerk SwissFoodResearch im Auftrag der Standortförderung die Bedürfnisse des Food-Ökosystems analysiert. Die Ergebnisse stellten Lucas Grob und SwissFoodResearch-CEO Peter Braun auf der Veranstaltung vor. Als Ansatzpunkte für Hilfestellungen identifiziert die Studie unter anderem den Mangel an Produktionsstandorten, die regulatorischen Hürden oder die geringe Rate derjenigen, die von Fördermitteln Gebrauch machen. Peter Braun sagte: «Es existiert im Wirtschaftsraum Zürich bereits eine Clusterbetrachtung für Innovationssysteme – das haben nicht viele Regionen.»
Auf den Knackpunkt der regulatorischen Hürden ging Bettina Brinkmann in ihrer Funktion als Präsidentin des Swiss Food-Agro-Tech Association (SFATA) ein. SFATA unterstützt die Entwicklung und Zulassung von Innovationen. Brinkmann verwies auf den Experimentierartikel aus dem Gesundheitsbereich. Gemäss Bundesgesetz über die Krankenversicherung soll dieser unter anderem für Kantone die gesetzliche Grundlage für innovative Pilotversuche schaffen." Investor Daniel M. Böhi von Alphorn Ventures stellte das Projekt The Forge in Thayngen SH vor. In Kooperation mit Unilever Schweiz ist hier ein auf Ernährung spezialisiertes Innovationszentrum auf 40'000 Quadratmetern geplant. Angeboten werden soll Expertenunterstützung, aber etwa auch Zugang zu einem Maschinenpark.
Im Panel diskutierten am Ende fünf Fachleute, was Food-Innovationen beflügeln könnte. Christina Senn-Jakobsen vom Verband Swiss Food Nutrition Valley blickte auf die starke Innovationsförderung anderer Länder. «Das fehlt uns», betonte sie. Geld sei vorhanden, sagte Marina Helm Romaneschi – unter anderem Direktorin der Innovationsgenossenschaft dieCuisine. Doch es sei nicht immer klar, wo und wie man es erhalten könne. Der Kanton könne hier als Wegweiser eine wichtige Rolle übernehmen.
Martijn Sonneveldt sprach sich als Direktor des ETH Zürich World Food System Centers unter anderem für einen institutionellen Dialog im Ökosystem und die Überwindung des Kantonsdenkens aus. Michel Roux, Co-Präsident des Ernährungsforums Zürich, richtete den Blick auf eine intensive Auseinandersetzung mit den Essgewohnheiten. Grundlegend bekräftigte der Geschäftsführer des Zürcher Bauernverbands Ferdi Hodel: «Wir müssen den Nahrungsmittel einen Wert geben, momentan definieren wir sie über den Preis.» Dann könne klarer werden, welche Innovation zukunftsweisend sei. Fabian Streiff schloss als Leiter der kantonalen Standortförderung mit dem Zitat: «Wer schnell gehen will, muss allein gehen. Wer weit gehen will, muss mit anderen zusammen gehen.»
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