Zürich/Dübendorf ZH/Lausanne – Beim ersten IMD KI Update in Zürich haben zahlreiche Führungskräfte aus der Schweizer Wirtschaft Denkmodelle und Strategien zu Künstlicher Intelligenz (KI) dargestellt. Der Anlass wurde von echo originals mit dem Managementinstitut IMD als Wissenspartner ausgerichtet.
(CONNECT) Am ersten IMD KI Update haben in Zürich 350 Führungskräfte aus Wirtschaft und Forschung teilgenommen. Dabei lernten sie am 20. Januar Denkmodelle, Entscheidungsmechanismen und Strategien von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen kennen, die als Redner auftraten. Den Abschluss bildete eine Rede des deutschen Philosophen und Autors Richard David Precht. Ausrichter dieser neuen und jährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe sind echo originals aus Dübendorf und das International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne.
Ihr Fazit des IMD KI Update 2026 lautet: „Die Künstliche Intelligenz muss in den Kopf“. So war sich etwa Neurowissenschaftler und KI-Investor Pascal Kaufmann laut der Mitteilung der Veranstalter sicher, dass „bis 2030 die Wissenschaft den Hirn-Code geknackt“ habe. Dann sitze ein sogenannter Brain Port als Schnittstelle im Gehirn. Was künftig in der KI am meisten zähle, sei das Vertrauen. Dabei sieht er die Schweiz in gewissen Bereichen mit an der Spitze, auch dank der beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne.
Wie bei Accelleron, dem Hersteller von Abgasturboladern für Dieselgrossmotoren aus Baden AG, mittels KI Werte geschaffen werden, stellte CEO Daniel Bischofberger vor: „Wir im Management schaffen den Rahmen, das Team schafft den Return, das Resultat.“ Nun gehe es darum, in Zukunft ganzheitlicher zu denken und KI ins Geschäftsmodell zu integrieren.
Die Veränderungen durch KI seien so entscheidend, dass sie ganz klar CEO-Aufgabe sei, so Nimrod Malinas, Gründer und CEO des Start-ups Robonnement aus Altstätten SG, das Roboter vermietet. Barnaby Skinner von der NZZ Mediengruppe beklagte: Statt via Google-Suche Nutzende auf den eigenen Seiten zu haben, „klaut KI unsere Inhalte“ und mache den Medien die User abspenstig. Nun gehe es darum, „die Daten zurückzuerobern und sie wieder selbst zu vermarkten“. Auch Unternehmerin und Verwaltungsrätin Cornelia Diethelm vom Centre for Digital Responsibility, der Denkfabrik für digitale Ethik, verwies darauf, dass KI nicht objektiv und neutral sei und dass Unternehmensführungen bezüglich der von Mitarbeitenden genehmigungslos genutzten Schatten-KI ihre Verantwortung übernehmen müssten.
Richard David Precht sieht auch weiterhin den Menschen im Vordergrund, weil KI weder emotional noch vorstellungsbegabt sei. Deshalb werde der moralbegabte Mensch noch gebraucht. Doch er warnte: „Wir wissen nicht, welche politische Form wir haben werden. Es könnte zu einem Techno-Feudalismus kommen.“ Das nächste IMD KI Update findet am 2. März 2027 in Zürich statt. Tickets sind zum Vorzugspreis bereits erhältlich. ce/mm
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