Innovationskraft aus der Grundlagenforschung

Durch die Forschung der Universität Zürich entstehen innovative Produkte und Anwendungen, die vielen Menschen zu einem besseren Leben verhelfen. Um die Entwicklung von Entscheidungshilfen für Therapien gegen Krebs voranzutreiben, wurde EVIIVE als Spin-off der Universität Zürich ausgegründet.

Eviive hat komplizierte Partikel im Visier: Extrazelluläre Vesikel sind schwierig nachzuweisen, winzig – und zugleich grosse Hoffnungsträger für Menschen, die unter Krebserkrankungen leiden. Sie werden als Botenstoffe von Zellen ausgesandt, um biologische «Nachrichten» zu übermitteln. Für Therapien gegen unterschiedliche Krebs- oder Tumorerkrankungen sind diese Informationen wertvoll, weil sie die Kommunikation zwischen Immunzellen untereinander oder zwischen Immun- und Krebszellen offenlegen können.

Das Team von Fachleuten unter Leitung der Eviive-Gründer und Immunologen Kevin Yim und Richard Chahwan entwickelt ein neues Verfahren, das dieses Vorgehen präzisieren und zugleich beschleunigen soll – auf der Basis von Forschungsarbeiten an der UZH und Erfahrungen, die während jahrelanger Kooperation mit dem Universitätsspital Zürich gesammelt wurden. Die Idee: Die Botschaften zwischen dem Immunsystem und Krebszellen zu entschlüsseln, soll dazu beitragen, die passendste Therapie für jeden Patienten zu finden – oder auch eine Antwort auf die Frage, ob eine einzelne Behandlung oder eine Kombination aus mehreren Therapien die beste Wahl ist.

Als Beispiel nennt Yim eine Studie zu Melanomen, die Anfang 2026 fertiggestellt wurde. Anhand der Blutproben von 125 Betroffenen mit dieser Hautkrebserkrankung zeigten die Entwickler, dass sie den Erfolg von Therapien mit einer Zuverlässigkeit von über 90 Prozent der Erkrankten treffend prognostizieren konnten. Nach diesen und weiteren ermutigenden Erfolgen arbeitet das Team des jungen Spin-offs Eviive nun daran, diese innovative Analytik zu «skalieren». «Wir validieren die Analyse gleichzeitig mit externen klinischen Netzwerken in der EU und den USA und Pharmapartnern», erklärt Yim, «mit den robusten Nachweisen zur Anwendbarkeit, die in der modernen Präzisionsmedizin erforderlich sind.»

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