Nanoflex Robotics erhält 12,5 Millionen Euro aus EU-Fonds

Opfikon ZH – Nanoflex Robotics ist vom Europäischen Innovationsrat für eine Förderung durch dessen Fonds ausgewählt worden. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich erhält für ihre elektromagnetisch ferngesteuerten Instrumente für endovaskuläre Eingriffe 12,5 Millionen Euro.

(CONNECT) Nanoflex Robotics kommt als eines von 1000 Unternehmen aus ganz Europa, die sich beworben hatten, in den Genuss einer Förderung durch den Europäischen Innovationsrat (EIC). Wie das in Opfikon ansässige Unternehmen jetzt mitteilt, sind ihm aus dessen Förderprogramm namens EIC Accelerator 12,5 Millionen Euro zuerkannt worden. Davon sind 10 Millionen Euro Risikokapital, weitere 2,5 Millionen Euro erhält Nanoflex als Zuschuss.

Der EIC hat bekanntgegeben, dass insgesamt 38 Start-ups und KMU aus 16 EU- und assoziierten Ländern für eine Förderung aus seinem Fonds ausgewählt wurden. Er ist Teil des EU-Forschungs- und Innovationsförderprogramms Horizon Europe.

Nanoflex Robotics entwickelt eine Roboterplattform für endovaskuläre Operationen. Mithilfe magnetischer Navigation steuert seine Plattform hochflexible Führungsdrähte durch die Blutgefässe. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage für eine spezialisierte Patientenversorgung. Laut Unternehmensangaben kann Nanoflex Robotics mithilfe dieser Finanzierung die klinische Validierung für die CE-Kennzeichnung in Europa abschliessen und die erste kommerzielle Version seiner Plattform auf den Markt zu bringen.

„Unsere einzigartige, elektromagnetisch gesteuerte Roboterplattform navigiert Blutgefässe schneller und präziser an als bisherige Geräte“, wird CEO Matt Curran darin zitiert. „Die Unterstützung des EIC ehrt uns und ist eine starke Bestätigung unserer Mission, die Versorgungslücke zwischen ländlichen und städtischen Gebieten zu schliessen.“

Neben Nanoflex Robotics haben es drei weitere Jungfirmen aus der Schweiz unter die 38 ausgewählten Unternehmen geschafft: BTRY aus Dübendorf ZH, eine 2023 gegründete Ausgliederung von Eidgenössischer Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich (ETH), treibt die industrielle Produktion von ultraschmalen Dünnfilm-Festkörperbatterien in Europa voran.

Das 2022 gegründete ETH-Spin-off 8inks aus Winterthur entwickelt mittels hochpräziser mehrlagiger Vorhangbeschichtung eine neue Produktionsform für Lithium-Ionen-Batterien, die eine um das Zehnfache schnellere Elektrodenproduktion ermöglicht. Und Perovskia Solar aus Aubonne VD – 2020 aus der Empa ausgegliedert – hat sich auf ultradünne digital gedruckte und massgeschneiderte Perowskit-Solarzellen spezialisiert, die Umgebungslicht effizient zur Stromversorgung von Geräten im Internet der Dinge (IOT) nutzen. ce/mm

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