UZH forscht an Resilienz gegen Stress

Zürich – Die Universität Zürich (UZH) untersucht im Rahmen des Projekts STRESS die Auswirkungen von Stressbelastungen auf die Gesundheit. Die Forschenden haben Selbstregulation als zentralen Faktor für Stressresilienz erkannt. Zwei Ausgründungen wollen Werkzeuge für Selbstregulation zur Marktreife bringen.

(CONNECT) Ein interdisziplinäres Team an der UZH ist den biologischen, neurologischen und psychischen Mechanismen von Stress auf der Spur. Ziel des Projekts STRESS ist es dabei auch, zu erforschen, wie sich die Stressresilienz erhöhen lässt, erläutert die UZH in einer Mitteilung zum Projekt. „Chronischer Stress kann unseren ganzen Körper negativ beeinflussen – Gehirn, Immunsystem, Herz-Kreislauf, Blutbild, Knochenqualität und Mikrobiom“, wird Neurobiologin Isabelle Mansuy dort zitiert.

Mansuy und ihre Mitforschenden haben Selbstregulation als einen zentralen Faktor für einen positiven Umgang mit Stress erkannt. „Resiliente Menschen zeichnen sich durch kognitive und emotionale Flexibilität aus“, erklärt Neurowissenschaftler Christian Ruff. „Also durch das Vermögen, sich in Stressmomenten situativ optimal anzupassen und sich danach möglichst rasch wieder ins Lot zu bringen.“

Die Erkenntnisse der Forschenden aus dem Labor haben bereits Ansätze für praktisches Training zur Stärkung der Stressresilienz geliefert. Über die Veränderung der Pupillen lasse sich beispielsweise von aussen ablesen, „wie stark das Erregungssystem in unserem Hirn aktiviert ist“, erläutert Psychologin Birgit Klein. Das kann für ein Neufofeedback-Training genutzt werden. Das Projekt STRESS hat hier bereits zwei Ausgründungen hervorgebracht, die entsprechende Trainingswerkzeuge zur Marktreife bringen wollen. ce/hs

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