Aktuelles
Otelfingen ZH/Wettingen AG/Zürich – Hitachi Energy wird seinen neuen Schweizer Hauptsitz in Otelfingen errichten. Dort bezieht die Energiesparte des Technologiekonzerns das ehemalige Verteilzentrum von Jelmoli und angrenzende Areale. Auch Wettingen hatte sich um den Zuschlag beworben.
(CONNECT) Hitachi Energy wird sich mit seinem Schweizer Hauptsitz in Otelfingen ansiedeln. Das hat die in Zürich ansässige Schweizer Tochter des international tätigen japanischen Industriekonzerns am 11. Juni 2026 entschieden. Der Gemeinderat zeigte sich laut einer offiziellen Mitteilung „hocherfreut über diesen Entscheid“. Hitachi sei ein Konzern, „der hervorragend zur erarbeiteten Industriestrategie und zum Narrativ ,Energy und Materials Hub' passt“. Dessen Ansiedlung stärke den Wirtschaftsstandort Otelfingen, aber auch die gesamte Region. „Sie schafft neue Chancen und unterstreicht die positive Entwicklung unserer Gemeinde. Hitachi hatte in Aussicht gestellt, 1000 bestehende Arbeitsplätze zu sichern und 2000 neue schaffen zu wollen.
In ihrem 2025 veröffentlichten Analysebericht zur Standortstrategie der Gemeinde hatten die Autorinnen und Autoren festgehalten, dass sich für das „hochdominante Jelmoli-Gebäude“ und die industrielle Weiterentwicklung des Standorts Chancen auftun könnten, wenn es mit dem angrenzenden gemeindeeigenen Grundstück Weberwis angeboten werde. Dies erlaube „in Verbindung mit dem S-Bahnknoten Otelfingen Golfpark sowie einer gezielten Entwicklung des Jelmoli-Gebäudes eine Neuausrichtung des Standorts Otelfingen“. Dieser Plan ist demnach aufgegangen.
Denn nun ist klar, dass das Unternehmen das Gelände des ehemaligen Jelmoli-Verteilzentrums und angrenzende Parzellen übernehmen wird, insgesamt 11 Hektare. Der Bau steht teilweise unter Denkmalschutz. Doch weder dies noch die im Vergleich zum Mitbewerber Wettingen im Aargau höheren Unternehmenssteuern haben Hitachi von der Entscheidung pro Otelfingen abgehalten.
Noch an ihrer Sitzung vom 26. Mai 2026 hatten die Mitglieder der grossrätlichen Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung des Kantons Aargau mit 13 zu 1 Stimmen bei einer Enthaltung für die Anpassung des Richtplans auf dem Gebiet Tägerhardächer gestimmt. Damit waren die planerischen Voraussetzungen für eine Ansiedlung von Hitachi Energy in Wettingen geschaffen worden. ce/mm

Hitachi hat sich für das Gelände des ehemaligen Jelmoli-Verteilzentrums entschieden; es steht zum Teil unter Denkmalschutz. Bild: Gemeinde Otelfingen
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Schlieren/Dübendorf ZH – Venture Kick unterstützt das im Mai 2026 gegründete Start-up calmea bei der Kommerzialisierung seine Schlaftechnologie. Hersteller von Premium-Betten können ein Sensormodul am Bett installieren, das Erwachsenen dabei hilft, die Qualität ihres Schlafs zu verbessern.
(CONNECT) Das Dübendorfer Start-up calmea erhält laut einer Mitteilung 150'000 Franken von Venture Kick aus Schlieren. Die Initiative begleitet das im Mai 2026 gegründete Jungunternehmen bereits seit einiger Zeit auf dem Weg zur Kommerzialisierung seines Produkts, eines Sensormoduls. Dieses können Hersteller von Premium-Betten zwischen Bettpfosten und Bettrahmen einbauen. Damit will calmea gewöhnliche Betten in intelligente Schlafsysteme verwandeln und deren Käuferinnen und Käufern den Weg zu tieferem und erholsamerem Schlaf weisen.
Das System der Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich soll dabei helfen, den eigenen Schlaf zu verstehen sowie Gewohnheiten und Muster zu identifizieren, die ihn beeinträchtigen. Dabei sind weder Tracker oder Kabel noch am Körper zu tragende oder neben dem Bett aufzustellende Geräte vonnöten. Stattdessen erfolgen die Messungen auf Basis eigens entwickelter Elektronik und maschineller Lernalgorithmen.
Die daraus resultierenden Daten werden in eine Begleit-App eingespeist. Sie erfasst und erklärt die kausalen Zusammenhänge zwischen Umweltfaktoren und den physiologischen Prozessen, die den Schlaf beeinflussen. Die Integration in Smart Homes ermöglicht Automatisierungen wie das Öffnen von Vorhängen oder das Einschalten von Licht, wenn die Schlafenden in eine leichte Schlafphase übergehen.
Calmea will die 150'000 Franken von Venture Kick für die Kommerzialisierung verwenden, insbesondere für die Installation von Prototypen im Vorfeld von Pilotserien mit bereits involvierten Fertigungspartnern. „Venture Kick hat uns in jeder Phase dazu angeregt, noch grösser und fokussierter zu denken“, wird CEO Alexander Breuss zitiert. „Über die Finanzierung hinaus waren der Zugang zu einem Netzwerk erfahrener Investoren und Gründer sowie das ehrliche Feedback, das wir während der Kickers Camps erhalten haben, von unschätzbarem Wert.“ ce/mm

Das calmea-Team erhält 150'000 Franken von Venture Kick. Bild: zVg/Venturelab Ltd.
Aktuelles
Zürich/Bern – Das Forschungsprojekt AUKZIA der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) zur Optimierung der Immobilienvermittlung erhält eine Förderung von Innosuisse. Die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung würdigt damit die Position der privaten HWZ als praxisnahe Forschungsinstitution.
(CONNECT) Das studentische Projekt AUKZIA der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) wird mit einer Förderung von Innosuisse bedacht. Wie es in einer Mitteilung heisst, hat die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung mit Sitz in Bern damit die Position der HWZ als praxisnahe Forschungsinstitution anerkannt. Diese Förderungszusage sei auch ein wichtiges Signal für die Forschungsinitiativen privater Fachhochschulen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Das aktuelle Forschungsprojekt AUKZIA wird als Start-up weiterentwickelt. Das Projekt hat das Ziel, die Immobilienvermittlung zu optimieren. Unterstützt von Künstlicher Intelligenz sollen Kaufende und Verkaufende auf einer Plattform schneller zueinander gebracht werden. Informationen sollen dabei transparent und für alle nachvollziehbar erstellt werden. Mit der Förderung von Innosuisse soll ein marktfähiger Prototyp entwickelt werden. Das Projekt startet im Spätsommer 2026 und soll für 18 Monate geführt werden.
„Mich freut es ungemein, dass wir einen ehemaligen HWZ-Studenten und sein Start-up mit unserem Knowhow unterstützen können“, wird Claude Meier, Leiter Center for Research & Methods der HWZ, in der Mitteilung zitiert. „Es zeigt, dass die Wege sehr kurz sein können, Praxis und Wissenschaft effektiv und effizient zusammenzubringen. Es freut mich ausserordentlich, dass unser Projekt von Innosuisse unterstützt wird.“ ce/ww

Das studentische Projekt AUKZIA der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) wird mit einer Förderung von Innosuisse bedacht. Symbolbild: Campaign Creators/Unsplash
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Zürich/Davos GR – Am World Biodiversity Forum treffen sich vom 14. bis 19. Juni in Davos mehr als 1100 Teilnehmende aus über 70 Ländern. Im Zentrum steht die Frage, wie der weltweite Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 gestoppt und umgekehrt werden kann. Die Universität Zürich (UZH) veranstaltet das Forum.
(CONNECT) Das vierte World Biodiversity Forum bringt vom 14. bis 19. Juni Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur im Kongresszentrum Davos zusammen. Organisiert wird die Veranstaltung von der Universität Zürich (UZH).
Unter dem Motto „Leading Transformation Together“ diskutieren die Teilnehmenden laut einer Mitteilung über Wege zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmenwerks von Kunming-Montreal. Dieses sieht vor, den Verlust der Biodiversität bis 2030 zu stoppen und umzukehren.
Das Forum umfasst zehn Themenbereiche. Dazu gehören die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen, die Verflechtungen von Biodiversität mit Klima, Wasser, Ernährung und Gesundheit, wirtschaftliche Risiken des Biodiversitätsverlusts, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie die Rolle von Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur. „Wir decken jedes denkbare Thema rund um Biodiversität ab”, so die UZH-Erdsystemwissenschaftlerin und Organisatorin Gabriela Schaepman-Strub.
Um die globalen Ziele zu erreichen, brauche es eine stärkere Zusammenarbeit über Fach- und Sektorengrenzen hinweg. Eine wichtige Rolle misst die Wissenschaftlerin dabei der Wirtschaft und dem Finanzsektor bei. Unternehmen sind zunehmend mit ihrer Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen konfrontiert – Biodiversität bildet die Grundlage für zahlreiche wirtschaftliche Leistungen, von fruchtbaren Böden über sauberes Wasser bis zur Regulierung des Klimas.
Das Forum widmet deshalb einen Schwerpunkt der Frage, wie Biodiversität gemessen und die Wirkung von Investitionen auf den Erhalt der Artenvielfalt vergleichbar bewertet werden kann. ce/as

Beim World Biodiversity Forum diskutieren Fachleute über den Schutz der biologischen Vielfalt und die Bedeutung der Natur für Klima, Wasser, Ernährung und Wirtschaft. Symbolbild: Nina Elise Reiter/Unsplash
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Dübendorf ZH – Die FRZ Flughafenregion will mithilfe ihrer neuen Strategie New Zurich stärker als einheitliche Wirtschaftsregion auftreten und weiter an Attraktivität gewinnen. Die Veröffentlichung eines Readers, der den Rahmen auf dem Weg zur Weiterentwicklung neben der Stadt Zürich absteckt, markiert hierfür den Startschuss.
(CONNECT) Die FRZ Flughafenregion hat die Entwicklungsstrategie New Zurich lanciert. Sie soll den nördlich und östlich an die Stadt Zürich grenzenden Raum zu einem Magneten für die Wirtschaft weitertreiben.
In diesem Zusammenhang bündelt ein nun vorgestellter Reader die Ergebnisse eines vierjährigen Strategieprozesses. Er soll die Diskussion in Handeln überführen – als Denkanstoss und mit konkreten Ideen in fünf Fokusbereichen. Für einen davon stellte Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard bei der Lancierung in Dübendorf bereits einen Ankerpartner vor: Zürich Tourismus unterstützt den Bereich Kongresse und Events; die Organisation wurde bei der Präsentation vertreten durch Direktor Thomas Wüthrich.
Die FRZ verantwortet als Wirtschaftsnetzwerk die Standortentwicklung von 14 Städten und Gemeinden rund um den Flughafen Zürich. Die Region hat sich laut Rahel Kindermann Leuthard in den vergangenen Jahren zu einer der wirtschaftlich dynamischsten Regionen der Schweiz entwickelt. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, an dem sie die Rolle einer transitgeprägten Peripherie endgültig ablege und zu einem hochperformanten, urbanen Ökosystem werde, sagte die FRZ-Geschäftsführerin in Anlehnung an den Reader und betonte: „Diesen Prozess wollen wir nicht geschehen lassen, sondern gestalten.“
Der Stadt- und Regionalstratege Thomas Sevcik sieht für diesen funktionalen Raum als prägend an, dass er sich zwar im Zusammenspiel mit Flughafen und Kernstadt entwickle, aber als Stadtlandschaft im Grünen eine ganz eigene Dynamik besitze. Sevcik hat das New-Zurich-Konzept als Denkansatz entwickelt. Weiterführend wurden die Struktur und die standortstrategische Basis von Unternehmer und Netzwerk-Standort-Schweiz-Präsidenten Remo Daguati mit den Städten und Gemeinden der FRZ erarbeitet.
Die Strategie bezieht sich auf eine Region mit 300'000 Einwohnenden und über 200'000 Arbeitsplätzen, die auch nicht zur FRZ gehörige Gemeinden miteinbezieht – etwa Uster als drittgrösste Stadt des Kantons Zürich. „Funktional ist die Region längst in vielen Aspekten zusammengewachsen und bietet enormes Potenzial für abgestimmte Standortentwicklung“, sagte FRZ-Präsident und Dübendorfs Stadtpräsident André Ingold. Dabei brauche es keine neuen politischen Strukturen. Das bestätigte auch der scheidende Stadtpräsident von Wallisellen, Peter Spörri. „Aber eine Gemeinde allein hat kaum Möglichkeiten, ein internationales Unternehmen anzusprechen oder umfangreiche Flächen zur weiteren Expansion zur Verfügung zu stellen“, so Spörri.
New Zurich zieht laut der Strategie Vorteile aus seiner Lage. Diese schlage sich in ausgezeichneter Konnektivität nieder und werde mit verfügbarem Land und bestehenden Wirtschaftsflächen zum schlagenden Argument. Zudem werde gepunktet durch Grossinfrastrukturen wie Hotels, die Präsenz von Unternehmen wie Microsoft und ABB sowie Einrichtungen wie dem Innovation Park Zurich mit dem Flugplatz Dübendorf oder der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Darauf bauen auch die fünf Fokusbereiche auf. Ausser Kongresse und Events sind das Digitalisierung und ICT, Luftfahrt und Space Economy, Headquarter und internationale Unternehmensfunktionen sowie Gesundheit und Life Sciences. ce/yvh

Bei der Präsentation von New Zurich (v.l.n.r.): Stadt- und Regionalstratege Thomas Sevcik, Ex-Stadtpräsident von Wallisellen Peter Spörri, FRZ-Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard sowie FRZ-Präsident sowie Dübendorfer Stadtpräsident André Ingold. Bild: zVg/FRZ
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Volketswil ZH – Die nnexd GmbH von Gründerin Irene D’Aurelio ist mit ihrer Künstliche-Intelligenz-Plattform mmesh.ai seit Anfang Juni 2026 online. Diese erfasst im Dialog die Erfordernisse eines Marketingprojekts und schlägt anhand gewichteter Kriterien die inhaltlich passendsten Agenturen oder Freelancer vor.
(CONNECT) nnexd hat seine Plattform mmesh.ai online gestellt. Sie bringt Marketingdienstleisterinnen und -dienstleister datenbasiert mit Marketing-Fachleuten zusammen, die einen Auftrag zu vergeben haben. Wie es in einer Mitteilung heisst, versteht sich mmesh.ai nicht als Suchportal, sondern als „Matching-Infrastruktur für einen Markt im Umbruch“. Im Zentrum steht die Künstliche-Intelligenz-Assistentin Rea, die jedes Projekt im Dialog erfasst und auf der Basis gewichteter Kriterien in Echtzeit die fachlich passendsten Dienstleisterinnen und Dienstleister vorschlägt.
Die Logik von Suchmaschinen, so nnexd, setze in ihren Suchergebnissen Anbieterinnen und Anbieter mit dem grössten Budget für Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder Suchmaschinenwerbung (SEA) ganz nach oben. „AI-Search verschiebt diese Macht weiter weg von Dienstleistern und hin zu KI-Systemen, die niemand kontrolliert“, wird Irene D'Aurelio, die Gründerin der nnexd GmbH, zitiert. „Wir bauen die Gegenarchitektur, eine Plattform, auf der Kompetenz zählt, nicht Werbebudget, Sternebewertungen oder bezahlte Sichtbarkeit. Und auf der der Kunde selbst entscheidet, was Passung für ihn bedeutet.“
Dabei werden Fullservice-Agenturen ebenso berücksichtigt wie etwa ein auf SEO spezialisierter Freelancer, eine Fotografin für das nächste Shooting, ein Texter für die Internetseite oder eine Anwältin für die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. „Marketing ist heute ein Netzwerk aus vielen Disziplinen“, heisst es in der Mitteilung. „mmesh.ai bildet dieses Netzwerk vollständig ab.“
Für die Auftraggebenden ist mmesh.ai gratis. Anbieterinnen und Anbieter können zwischen einem kostenlosen Profil und einem Unlimited-Abonnement für 199 Franken im Monat wählen. Der Algorithmus behandelt den Angaben zufolge alle Modelle gleich. ce/mm

nnexd hat seine Plattform mmesh.ai online gestellt. Bild: zVg/nnexd GmbH
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Zürich – Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich arbeiten an einer neuen Substanz, die den Verlauf der Alzheimer-Krankheit verlangsamen könnte. Experimente an Mäusen mit der Substanz 10 zeigten auch ein Anti-Aging-Potential.
(CONNECT) Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben einen neuen Wirkstoff entwickelt, der den Verlauf der Alzheimer-Demenz verlangsamen könnte. Laut einer Mitteilung soll der Substanz 10 genannte Wirkstoff auch ein Anti-Aging-Potential aufweisen.
Bei seinen Untersuchungen konzentrierte sich das Team um Ursula Quitterer auf die Wirkung des Enzyms GRK2. Dieses Protein reguliert in Zellen Reaktionen auf Signale und Belastungen. Besonders im Bereich des Herzens und des Gehirns ist GRK2 aktiv. Untersuchungen an Hirngewebeproben von Patienten mit und ohne Demenzerkrankungen zeigten, dass bei den Demenzerkrankten häufiger eine inaktive Form des Enzyms zu finden war. Dieses neigte zu Verklumpungen und hinderte Mitochondrien daran, die für Zellen benötigte Energie zu liefern. Experimente an Mäusen zeigten zudem, dass das inaktive Enzym die Bildung von Beta-Amyloid fördert. Dabei handelt es sich um das Proteinfragment, das als Hauptauslöser der Alzheimer-Krankheit gilt.
Der Einsatz der Substanz 10 in Mäuseexperimenten zeigte wiederum, dass der Wirkstoff die Verklumpungen des Proteins auflösen kann. Das Team beobachtete sowohl eine verbesserte Tätigkeit der Mitochondrien als auch geringere Ablagerungen von Beta-Amyloid. Herzfunktion und Alterungsprozesse wurden mit dem Einsatz des Wirkstoffs positiv beeinflusst.
„Alzheimer ist eine sehr komplizierte Krankheit“, wird Ursula Quitterer in der Mitteilung zitiert. Da derzeitige Medikamente die Krankheit nicht heilen, „ist es so wichtig, dass wir nun mit GRK2 ein neues Zielprotein ausgemacht haben und einen Wirkstoff, der über GRK2 und somit über einen anderen Mechanismus wirkt als bisherige Alzheimer-Medikamente“, so Quitterer weiter. Die aktuelle Studie ist jüngst in der Fachzeitschrift „Cell Reports Medicine" veröffentlicht worden. ce/ww

Forschende der ETH haben einen neuen Wirkstoff entwickelt, der den Verlauf der Alzheimer-Demenz verlangsamen könnte. Symbolbild: Anna Shvets /Pexels
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Schlieren ZH/Glasgow – Memo Therapeutics hat am 63. Kongress der Europäischen Nierenvereinigung in Glasgow die positiven Ergebnisse seiner Phase-II-Studie zu Potravitug präsentiert. Zudem sprach der Studienleiter über neue Vergleiche mit einer externen Kontrollgruppe von nierentransplantierten Personen.
(CONNECT) Memo Therapeutics hat an der 63. Jahrestagung der Europäischen Nierenvereinigung in Glasgow weitere Analysen der Ergebnisse aus der Phase-II-Studie seines Wirkstoffs Potravitug präsentiert. Der neuartige therapeutische Antikörper richtet sich gegen BK-Polyomavirus (BKPyV)-Infektionen, die sogenannte BK-Nephropathie, bei Empfängerinnen und Empfängern transplantierter Nieren.
Wie es in einer Mitteilung der im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässigen Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich heisst, wurde die Präsentation von Dr. Abdolreza Haririan gehalten. Er ist Professor für Medizin an der Universität Maryland und Studienleiter. Sie umfasste die Daten der randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Phase-II-Studie „SAFE KIDNEY II“. Zudem wurden ein Vergleich mit einer externen Kontrollgruppe vorgestellt. Demnach gelang die vollständige Tilgung des Virus in der Potravitug-Gruppe bis Woche 20 bei 44,9 Prozent der Personen, in der Vergleichsgruppe nur bei 27,3 Prozent.
„Die BKPyV-Infektion zählt weiterhin zu den bedeutendsten infektiösen Komplikationen nach einer Nierentransplantation, dennoch stehen diesen Patienten derzeit keine zugelassenen Therapien zur Verfügung“, wird Haririan zitiert. „Diese zusätzlichen Analysen untermauern die Ergebnisse der SAFE KIDNEY II-Studie und belegen eine durchweg positive antivirale Wirkung von Potravitug im Vergleich zu entsprechenden Kontrollgruppen.“
Memo Therapeutics-CEO Erik van den Berg unterstreicht das Potenzial von Potravitug, „die erste zielgerichtete Therapie für Nierentransplantatempfänger mit BK-Polyomavirus-Infektion zu werden“.
Im Mai 2023 hatte Memo Therapeutics von der US-Prüfbehörde Food and Drug Administration (FDA) den Fast-Track-Status und im Dezember 2025 in der Europäischen Union den Orphan-Drug-Status erhalten. Die zulassungsrelevante Phase III-Studie soll laut van den Berg noch in diesem Jahr beginnen. ce/mm

Memo Therapeutics hat weitere Analysen der Ergebnisse aus der Phase-II-Studie seines Wirkstoffs Potravitug präsentiert. Symbolbild: Trust "Tru" Katsande/Unsplash
Aktuelles
Der erste KI Escape Room ist eröffnet an der Verena-Conzett-Strasse 7 in Zürich. Der KI Escape Room macht das abstrakte Thema «Künstliche Intelligenz» erlebbar: Teams mit unterschiedlichem Vorwissen lösen gemeinsam Rätsel rund um KI-Grundlagen, spielerisch, immersiv und einprägsam
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt auch im öffentlichen Sektor. Ein kompetenter und kritischer Umgang mit KI sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Aus diesem Grund wurde der KI Escape Room entwickelt.
Seit Kurzem ist dieser an der Verena-Conzett-Strasse 7 in Zürich zu finden. Der KI Escape Room macht das abstrakte Thema "Künstliche Intelligenz" erlebbar: Teams mit unterschiedlichem Vorwissen lösen gemeinsam Rätsel rund um KI-Grundlagen, spielerisch, immersiv und einprägsam. Dabei geht es nicht darum, auf den KI-Hype aufzuspringen. Es werden echte Kompetenzen vermittelt und Ethikfragen bewusst ins Zentrum gestellt. Anschliessend vertiefen die Teilnehmenden das Gelernte in einer moderierten Schulung.
Das Angebot eignet sich besonders für Teams, die gemeinsam ein fundiertes Grundverständnis aufbauen möchten, unabhängig vom technischen Hintergrund der einzelnen Personen.

Aktuelles
Zürich/Spreitenbach AG – Studierende mehrerer Hochschulen nehmen an einem Nachwuchswettbewerb für Marketingkommunikation teil. Auftraggeber des diesjährigen Wettbewerbs ist die Zweifel Chips & Snacks AG. Das Finale findet am 16. Juni statt.
(CONNECT) Studierende der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) nehmen in diesem Jahr erstmalig an einem Nachwuchswettbewerb für Marketingkommunikation teil. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist die Zweifel Chips & Snacks AG mit Sitz in Spreitenbach Auftraggeber des diesjährigen Wettbewerbs. Um den von dem in Zürich ansässigen Verband Leading Swiss Agency (LSA) ausgeschriebenen Junior Agency Award bewerben sich insgesamt 35 Teams. Neben der HWZ sind auch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) aus Winterthur, die Hochschule Luzern (HSLU), die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sowie die Berner Fachhochschule (BFH) vertreten. Von Seiten der HWZ gehen drei Teams aus dem Bachelor Business Communications HWZ an den Start.
In Teams von fünf bis sechs Studierenden werden gemäss der Vorgaben von Zweifel Kommunikationskampagnen ausgearbeitet. Dabei werden sie von Coaches der LSA und der jeweiligen Hochschule unterstützt. Im Mai und Anfang Juni gab es Vorentscheidungen, die Siegerteams arbeiten bis zur Preisverleihung am 16. Juni 2026 an ihren Präsentationen.
„Der Junior Agency Award bietet die Möglichkeit, aus der eigenen Bubble herauszutreten und sich mit anderen Hochschulen zu messen“, wird Bernhard Schweizer, Studiengangsleitung Bachelor Business Communications der HWZ, in der Mitteilung zitiert. „Für uns ist interessant zu beobachten, was unsere Studierenden daraus mitnehmen: fachlich, persönlich und auch im Umgang mit einer echten Wettbewerbssituation. Diese Erfahrungen werden sicher auch für die Weiterentwicklung unseres Studiengangs wertvoll sein.“ ce/ww

Studierende der HWZ entwickeln im Rahmen des Junior Agency Awards Marketingkampagnen für Zweifel Chips. Bild: Zweifel Chips & Snacks AG
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Interlaken/Spiez BE/Schlieren ZH/Baar ZG – Die drei jungen Unternehmen Lightium aus Schlieren sowie enshift aus Baar und Swiss Cluster aus Spiez sind mit dem Swiss Economic Award 2026 ausgezeichnet worden. Sie sind in Photonik, Ökoenergie und industrieller Beschichtung innovativ tätig.
(CONNECT) Lightium, enshift und Swiss Cluster sind die Sieger des diesjährigen Swiss Economic Award. Mit dem Wettbewerb fördern das Swiss Economic Forum (SEF) und die Award-Partner Helbling, Swisscom und UBS junge Wirtschaftstalente in der Schweiz. Im Rahmen des SEF, das am 4. und 5. Juni in Interlaken stattfand, präsentierten neun Finalisten ihre Geschäftsmodelle vor der Hauptjury und dem Publikum. Die Gewinner der drei Kategorien präsentieren die Veranstalter nun auch in einer Mitteilung.
Die Kategorie Deeptech/Life Science entschied Lightium mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich für sich. Das Unternehmen entwickelt photonische Chips auf Basis von Dünnfilm-Lithiumniobat und betreibt dafür eine der bisher wenigen Chip-Fabriken mit offenem Zugang (open access). Die Technologie ermöglicht besonders schnelle und energieeffiziente optische Datenübertragung, etwa für Rechenzentren, Telekommunikation, Quantencomputing und weitere Hochleistungstechnologien. Die Jury lobt Lightium „für die technologische Tiefe und das Potenzial, eine zentrale Infrastruktur für künftige optische Systeme aufzubauen“.
In der Kategorie Dienstleistung heisst der Sieger enshift. Das Energytech-Unternehmen aus Baar entwickelt Lösungen für die dezentrale Energieversorgung von Immobilien und Arealen. Das 2022 gegründete Unternehmen plant, finanziert, realisiert und betreibt vor Ort Systeme für Photovoltaik, Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher und Energiemanagement und verkauft die Energie direkt an die Eigentümerinnen und Eigentümer oder Mietparteien der Gebäude. Die Jury würdigt „insbesondere den ganzheitlichen Ansatz, mit dem enshift die Energiewende im Gebäudesektor wirtschaftlich umsetzbar macht“.
Die Kategorie Produktion/Gewerbe gewann Swiss Cluster. Die 2020 gegründete Ausgliederung der Berner Fachhochschule und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Thun bringt hochspezialisierte Dünnschichtbeschichtung in ein flexibles, industrietaugliches Format. Die modularen Anlagen des Spiez ansässigen Unternehmens kombinieren verschiedene Beschichtungstechnologien und lassen sich je nach Anwendung konfigurieren. Damit erhalten Forschungseinrichtungen, Labore und industrielle Entwicklungsabteilungen Zugang zu anspruchsvollen Beschichtungsprozessen, ohne starre Grossanlagen einsetzen zu müssen. Die Jury überzeugten „die technische Präzision, der modulare Ansatz und der konkrete Nutzen für Materialforschung, Nanotechnologie und industrielle Entwicklung“. ce/mm

Lightium (Bild), enshift und Swiss Cluster sind die Sieger des diesjährigen Swiss Economic Award. Bild: zVg/NZZ Connect
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Uster ZH/Marly FR – Revario und iceep haben gemeinsam eine Rücknahmelösung für ungebrauchte Wäsche in der Westschweiz lanciert. In den ersten Wochen wurde die Lösung bereits bei 13 Prozent der Online-Transaktionen von Revario genutzt. Zirkuläre Modelle werden damit Teil des Kundenerlebnisses.
(CONNECT) Iceep ist mit seiner Lösung für die Rücknahme von Textilien nun auch in der Westschweiz präsent. Der Technologieanbieter aus Uster hat zusammen mit dem Bekleidungshersteller Revario mit Sitz in Marly im März ein Rücknahmeprogramm für ungebrauchte Wäsche lanciert. Interessierte können bei einem Online-Kauf bei Revario ihrerseits gebrauchte Wäsche anbieten.
Die ersten Rückmeldungen seien positiv, heisst es in einer Mitteilung. Seit der Lancierung sei bereits bei 12,8 Prozent aller Online-Transaktionen von der Rückgabemöglichkeit Gebrauch gemacht worden.
Iceep will mit seiner Lösung die Rücknahme von Kleidung mit der Bindung der Kundschaft an die Marken verbinden, indem die Rücknahme zum Teil des Kundenerlebnisses wird. Die teilnehmenden Marken erhalten Zugang zu gebrauchtem Material, das wieder Ausgangspunkt für den nächsten Nutzungszyklus werden kann. Sie verbinden damit zugleich ihre eigenen Rückgabeprogramme mit einem umfassenderen zirkulären Ökosystem.
Aus der Sicht von Petros Timotheou ist das Potenzial riesig: „Die kleinen und mittleren Modemarken machen mehr als 90 Prozent des europäischen Modemarktes aus“, so der Gründer und CEO von iceep. Tausende kleinere Marken könnten so gemeinsam die Zukunft der Schweizer und der europäischen Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie mitgestalten. Zu den Schweizer Marken, die bereits die iceep-Lösung einsetzen, gehören auch Muntagnard, Reslides und Rotauf.
Iceep ist eine Marke der 2020 gegründeten INNOVOPOLIS AG. ce/ug

Petros Timotheou, Gründer und CEO von iceep. Bild: zVg/INNOVOPOLIS AG
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