Aktuelles
Zürich – Der Kanton Zürich trotzt der schwierigen Export-Situation besser als die Gesamtschweiz. Das zeigt das neue Konjunkturboard Zürich, das von nun an halbjährlich kantonale Wirtschaftsindikatoren aufbereitet. Hierfür kooperieren das Amt für Wirtschaft, die Zürcher Kantonalbank und die Zürcher Handelskammer.
(CONNECT) Das neue Konjunkturboard Zürich positioniert sich als neues Instrument, um die wirtschaftliche Lage im Kanton Zürich fundiert und aktuell einschätzen zu können. Am 4. Februar wurde laut einer Mitteilung die erste Konjunkturanalyse vorgestellt, die von nun an halbjährlich aktualisiert werden soll. Sie bezieht sich unter anderem auf die regelmässigen Konjunkturumfragen der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Dabei bündelt sie auch noch weitere Konjunkturindikatoren, deren Daten sonst nur schwer zugänglich und kaum aufbereitet sind. Hinter dem Konjunkturboard stehen das kantonale Amt für Wirtschaft, die Zürcher Kantonalbank (ZKB) und die Zürcher Handelskammer (ZHK).
Die Konjunkturanalyse für das erste Quartal 2026 zeichnet ein robustes Bild. Im gesamtschweizerischen Vergleich zeigt sich der Kanton Zürich in Bezug auf wichtige Indikatoren leicht, aber konsequent positiver als die Gesamtschweiz. So war die Zürcher Wirtschaft auch weniger von den Turbulenzen rund um die US-Zölle betroffen. Als Grund wird ihre breit gefächerte Branchen- und Exportstruktur aufgeführt. Ein Einbruch der Exporte in die USA konnte durch andere Exportdestinationen weitgehend ausgeglichen werden.
Die Geschäftslage zeigt laut der Analysen eine Aufwärtsbewegung. Insbesondere die Baubranche und Finanzdienstleistungen beweisen Stabilität, während die Lage in der Industrie als angespannt beschrieben wird. Mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in den vergangenen zwölf Monaten auch in manchen Bereichen der Fachkräftemangel leicht zurückgegangen. Die Fachleute rechnen damit, dass sich die Konjunktur sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt 2026 stabilisieren wird. Für 2026 wird von einem moderaten Wachstum des Bruttoinlandprodukts von real 1 bis 1,5 Prozent im Kanton ausgegangen.
„Das Konjunkturboard ist ein neues und wertvolles Instrument für den Standort Zürich, mit dem wir einen noch aktuelleren Überblick über konjunkturelle Entwicklungen erhalten“, wird Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh zitiert. Für Unternehmen des Kantons bietet es gemäss ZHK-Direktor Raphaël Tschanz verständliche und kompakte Orientierung: „Das Konjunkturboard übersetzt zentrale Indikatoren in klare Botschaften und stärkt so die Planbarkeit. Damit lassen sich Trends und Handlungsoptionen frühzeitig erkennen“, so Tschanz.
Von der ZKB wird zudem der Netzwerk-Gedanke hervorgehoben, denn das Konjunkturboard Zürich bringe wichtige Akteure im Kanton Zürich zusammen. „Das Konjunkturboard schafft damit Transparenz und erleichtert den Dialog zwischen Realwirtschaft und Finanzwelt“, ist von ZKB-Chefökonom Martin Weder zu lesen. ce/yvh

Das neue Konjunkturboard zeigt die robuste Wirtschaftslage im Kanton Zürich. Symbolbild: Henrique Ferreira/Unpslash
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Luzern/Schlieren ZH/Risch ZG – Das Risikokapital für Schweizer Start-ups ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 23,9 Prozent gewachsen. Das zeigt der Swiss Venture Capital Report. Er wird von der Startupticker Foundation, der Swiss Private Equity & Corporate Finance Association und Venturelab herausgegeben.
(CONNECT) Erstmals seit 2022 ist wieder mehr Geld in Schweizer Start-ups geflossen als im Jahr zuvor. Laut dem jetzt veröffentlichten Swiss Venture Capital Report nahm die Gesamthöhe des Risikokapitals um 23,9 Prozent zu. Risikokapitalfonds aus dem In- und Ausland beteiligten sich an 354 Finanzierungsrunden (Vorjahr: 357) mit knapp 3 Milliarden Franken. Im ersten Halbjahr 2025 hatte der Report sogar einen Zuwachs von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet.
Der Swiss Venture Capital Report wird halbjährlich von der Luzerner Startupticker Foundation und ihrer Plattform startupticker.ch sowie von Venturelab aus Schlieren und seiner Plattform startup.ch herausgegeben. Dafür kooperieren sie mit der Swiss Private Equity & Corporate Finance Association, dem Dachverband für Schweizer Risikokapitalfirmen.
Auch die Risikobereitschaft nahm zu: Die Investitionen in junge und sehr junge Unternehmen stiegen von 864 Millionen auf über 1,4 Milliarden Franken. Die Mittelzuflüsse nahmen vor allem in den Sektoren ICT und Biotech stark zu. Weniger Geld floss in Cleantech-Start-ups. Doch ein Drittel des in diesem Bereich insgesamt generierten Volumens von 386 Millionen Franken ging auf das Konto von Climeworks. Die Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich verbuchte mit 128 Millionen Franken die zweitgrösste Finanzierungsrunde des Jahres.
Positiv entwickelten sich auch die Unternehmensbewertungen: Bei zwei Übernahmen betrug das Transaktionsvolumen über 1 Milliarde Franken, bei weiteren sieben mehr als über 100 Millionen Franken. Zwei Schweizer Start-ups wagten den Gang an die Börse: BioVersys und MindMaze Therapeutics.
Zürich führt die Kantonsrangliste sowohl nach Zahl als auch nach Volumen der Finanzierungsrunden an, gefolgt von Waadt und Basel-Stadt. Dem Report zufolge plant die Mehrzahl der Fonds, ihre Investitionen in den kommenden Monaten und Jahren weiter zu steigern. ce/mm

Die Investitionen in Schweizer Start-ups sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fast 24 Prozent auf rund 3 Milliarden Franken gestiegen. Symbolbild: Yashowardhan Singh/Unsplash
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Kloten/Adliswil ZH – Die LOXY Schweiz AG hat tracker.ch akquiriert. Mit dessen Kompetenzen bei GPS-Ortung, Geräteanbindung und Datenübermittlung im Internet der Dinge (IoT) für KMU stärkt LOXY gezielt den IoT-Bereich seiner auf Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen gestützten Cloud-Business-Plattform.
(CONNECT) Die LOXY Schweiz AG übernimmt laut ihrer Mitteilung die tracker.ch AG aus Adliswil, inklusive der operativen Vermögenswerte und des Teams. LOXY Schweiz gehört zur ebenfalls in Kloten ansässigen LOXY International AG. Das 2025 gegründete 100-prozentige Tochterunternehmen entwickelt eine auf Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen gestützte Cloud-Business-Plattform mit integrierter IoT-Architektur.
LOXY Schweiz versteht sich laut Selbstbeschrieb als digitalen Co-Piloten für Geschäftsführung und Schlüsselpersonen von KMU. Unter anderem arbeitet LOXY mit dem Transport- und Logistikunternehmen Sieber und dem Recycling-Unternehmen REMONDIS zusammen. „Für uns bietet LOXY die einzigartige Möglichkeit, Fahrzeuge aller Marken und Typen auf einer einzigen Plattform zu integrieren und effizient zu verwalten“, wird Sieber auf der Internetseite von LOXY zitiert. REMONDIS schätzt diesen Angaben zufolge, dass durch den Einsatz von LOXY 4.0 und der LOXY 4Drivers App „die internen Prozesse optimiert und verbessert“ werden konnten. „LOXY ermöglichte zudem, dass der äusserst komplexe Prozess der Sammlung und Entsorgung von Sonderabfällen effizienter und einfacher wurde.“
Mit der 2010 gegründeten Firma tracker.ch baut LOXY Schweiz gezielt seinen IoT-Bereich aus, insbesondere hinsichtlich GPS-Ortung, Geräteanbindung und IoT-Datenübermittlung. In diesen Bereich will LOXY den Angaben zufolge gezielt weiter investieren. Für die Kundschaft von tracker.ch soll sich bezüglich Unterstützung und Dienstleistungen nichts ändern. ce/mm

Die LOXY Schweiz AG übernimmt die tracker.ch AG aus Adliswil, inklusive der operativen Vermögenswerte und des Teams. Symbolbild: Radission US/Unsplash
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Zürich – Die Universität Zürich (UZH) hat besondere Forschungsleistungen gefeiert. Bei einer Gala sind zahlreiche Auszeichnungen vergeben worden.
(CONNECT) Die Universität Zürich hat eine Galafeier veranstaltet, bei der besondere Leistungen für Forschung und Innovation hervorgehoben wurden. Geehrt wurden gemäss einer Mitteilung Preisträgerinnen und Preisträger der FAN Awards, der UZH 3R Awards sowie Absolvierende des UZH Entrepreneur Fellowship Programms.
„In der schnelllebigen Welt der Forschung hetzen wir oft von einem Meilenstein zum nächsten und vergessen dabei, das Erreichte angemessen zu würdigen“, wird Elisabeth Stark, Prorektorin Forschung, zitiert. In ihrer Rede hob sie „die Rückkehr in kompetitive Forschungsförderungen“ des Europäischen Forschungsrates hervor.
Ein vierköpfiges Forschendenteam aus den Bereichen Spiritual Care, Informatik, Computerlinguistik und Erziehungswissenschaft erhielt den UZH Postdoc Team Award. Die Arbeit sei von besonderer gesellschaftlicher Relevanz und gebe Antworten zu religiösen und spirituellen Fragen auf der Basis von Tausenden von UN-Dokumenten. Der UZH Postdoc Team Award wurde laut Angaben der Hochschule 2022 initiiert und zeichnet interdisziplinäre Postdoc-Teams für eine herausragende und eigenständige wissenschaftliche Leistung aus.
Zoe Marti von der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät, Stephanie Santschi von der Philosophischen Fakultät und Stefano Statunato von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät erhielten den mit 5000 Franken dotierten FAN Award. Damit fördert der Fonds zur Förderung des akademischen Nachwuchses (FAN) der UZH Alumnni herausragende Leistungen in den Bereichen Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin und Naturwissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.
Fabiola Jörger einerseits sowie Markus Seeger und Johannes vom Berg andererseits erhielten zudem den UZH 3R Award. Damit werden UZH-Mitarbeitende ausgezeichnet, die sich für Verfeinerung und Reduktion von Tierversuchen einsetzen (Replace, Reduce, Refine). Mit Celestin Mutuyimana und Thomas Look wurden abschliessend zwei Absolvierende des UZH Entrepreneur Fellowship-Programms gewürdigt. ce/hg

Die Universität Zürich hat eine Galafeier veranstaltet, bei der besondere Leistungen für Forschung und Innovation hervorgehoben wurden. Bild: zVg/Nicolas Jonvi/Universität Zürich
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Dietikon/Winterthur ZH – Planzer und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben das neue Planzer Logistics Research Lab eingeweiht. Das Labor dient der Entwicklung innovativer Logistik- und Mobilitätslösungen sowie der Nachwuchsförderung.
(CONNECT) Planzer und die ZHAW haben das Planzer Logistics Research Lab eingeweiht. Das gemeinsame Labor an der ZHAW in Winterthur soll laut einer Mitteilung Raum für „konkrete Lösungen rund um die zukunftsfähige und nachhaltige Gestaltung der Logistik“ schaffen. Gleichzeitig soll es Wissenschaft, Praxis und Nachwuchsförderung an einem Ort vereinen. Derzeit laufen bereits vier von Innosuisse und der Europäischen Union unterstützte Forschungsprojekte.
Die vier Forschungsprojekte beschäftigen sich mit der Frage, wie städtische Gebiete nachhaltig versorgt werden können, heisst es in einer Mitteilung des Labors. Sie vereinen neue Mobilitätsansätze, moderne Datennutzung und innovative Arbeitsweisen und umfassen sowohl traditionelle als auch zukunftsorientierte neue Verkehrsmittel. Ziel ist unter anderem eine „raumverträgliche, schnelle, zuverlässige und persönliche Lieferung aller Sendungen mit minimalem Fussabdruck für alle belieferten Räume und die Umwelt", heisst es in der Projektbeschreibung des Labors auf der ZHAW-Internetseite.
Mit dem Labor möchte Planzer nicht nur von der Forschungsexpertise profitieren, sondern auch Nachwuchs fördern. Das Labor soll einen Platz bieten, an dem junge Erwachsene Zugang zur Welt der Logistik erhalten, inspiriert werden und bei ihrer Ausbildung und Karriere unterstützt werden. ce/nta

(v.l.n.r) Björn Lindner (Leiter Innovation bei Planzer), Maike Scherrer (Professorin an der ZHAW School of Engineering), Joel Weingart (Doktorand am Institut für Nachhaltige Entwicklung der ZHAW) und Michael Stoll (Geschäftsführer der Planzer Synergistics AG) haben das Planzer Logistics Research Lab offiziell eingeweiht. Bild: zVg/Planzer Transport AG
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Zürich/Schanghai – Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Universität Shanghai haben ein natürliches Gel-Netz gebaut, das auch schwer heilende Wunden schliesst. Dabei werden durch Infrarotlicht entzündungsfördernde Immunzellen in einen regenerativen Zelltyp umprogrammiert.
(CONNECT) Ein Team um ETH-Professor Raffaele Mezzenga hat gemeinsam mit Forschenden der Universität Shanghai ein Hydrogel entwickelt, das Bakterien in Wunden nicht nur bekämpft, sondern auch die Wundheilung aktiv fördert. Laut einer Mitteilung hat dieses wasserbasierte Gel in präklinischen Tierversuchen die Bakterienlast um 95 Prozent reduziert. Die behandelte Wunde schloss sich innerhalb von 15 Tagen, was bei unbehandelten Kontrollwunden nicht der Fall war. Die Studie wurde jüngst in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.
Das Hydrogel wird direkt auf die Wunde aufgetragen und verbleibt dort während des Heilungsprozesses. Es zieht in das Gewebe ein und baut sich langsam selbst ab. In dem Gel haben die Forschenden netzartige Proteinstrukturen nachgeahmt, die Immunzellen freisetzen, um Krankheitserreger einzufangen und unschädlich zu machen. „Im Gegensatz zu vielen synthetischen Ansätzen setzen wir auf ein natürliches, proteinbasiertes System“, wird Mezzenga zitiert.
Es besteht aus einem dichten Geflecht winziger Proteinfasern aus dem noch inaktiven antibakteriellen Enzym Lysozym. Aktiviert wird es durch Bestrahlung mit Nahinfrarotlicht. Dadurch werden einzelne Lysozym-Moleküle freigesetzt, die dann Bakterien töten. Zudem setzt das Gel unter diesem Licht Magnesiumionen frei. Sie bewirken, dass entzündungsfördernde Immunzellen in einen regenerativen Zelltyp umprogrammiert werden. Das Immunsystem beruhigt sich, die Wunde heilt. Wird das Licht abgeschaltet, kehrt das Gel in seine Netzform zurück.
„Unsere Technologie kombiniert antibakterielle Wirkung, Entzündungshemmung und Wundheilung“, erklärt Qize Xuan von der Universität Shanghai die Innovation. Er ist Erstautor der Studie und ehemaliger Gastdoktorand in Mezzengas Labor. „Insbesondere für diabetische Patient:innen mit chronischen Wunden oder solche mit Antibiotikaresistenzen könnte dies dereinst neue Möglichkeiten eröffnen.“ Für klinische Studien sucht das Team jetzt industrielle Partner. ce/mm

Ein ETH-Team hat gemeinsam mit Forschenden der Universität Schanghai ein Hydrogel entwickelt, das Bakterien in Wunden nicht nur bekämpft, sondern auch die Wundheilung aktiv fördert. Symbolbild: Dmytro Vynohradov/Unsplash
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Zürich – UNISERS hat sein erstes vollautomatisches und serienreifes Fabriksystem an einen grossen Hersteller von Halbleitern ausgeliefert. Damit geht die junge Firma einen grossen Schritt in Richtung Massenproduktion. Ihre Lösung kontrolliert die Kontamination auf Wafern und in Prozessflüssigkeiten.
(CONNECT) Die UNISERS AG hat ein erstes Fabrikwerkwerkzeug zur Kontaminationskontrolle in der Halbleiterfertigung Unternehmensangaben zufolge an einen „führenden Halbleiterhersteller“ verkauft. Wie die 2019 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in ihrer Mitteilung weiter ausführt, handelt es sich dabei um ein vollautomatisches, serienreifes System, das die Kontaminationskontrolle für optimierte Chip-Produktionserträge revolutionieren soll. Dafür setzt UNISERS seine beiden proprietären Technologien Surface Enhances Particle Sizing und Surface Enhanced Raman Spectroscopy ein. Sie sollen die durch Kontaminationen auf Wafern und in Prozessflüssigkeiten verursachten kostspieligen Ertragsschwankungen vermeiden.
Dieser Meilenstein „spiegelt die jahrelange Arbeit an einem grundlegend neuen Ansatz zur Erkennung und Klassifizierung von Verunreinigungen auf molekularer Ebene wider und baut auf dem Erfolg unserer Laborwerkzeuge auf, die bereits bei Kunden im Einsatz sind“, wird Mitgründer und CTO Ali Altun zitiert. „Mit diesem System, das nun in der Fabrik eingesetzt wird, machen wir einen entscheidenden Schritt in Richtung Massenproduktion.”
Parallel dazu hat UNISERS sein Führungsteam verstärkt. Chuck Milligan ist zum CEO und der langjährige KLA-Manager Oresta Donzella zum strategischen Berater ernannt worden. Mit dem ersten System, das im Werk eines Kunden im Einsatz ist, „bewegt sich UNISERS von der Validierung zur Skalierung“, so Milligan, und damit von Labor- und Pilotumgebungen zum kontinuierlichen, automatisierten Einsatz in der Produktion. Dementsprechend wird sich UNISERS im Jahr 2026 auf die Skalierung seiner Fabrikplattform und deren zunehmendem Einsatz in Produktionsumgebungen von Kunden konzentrieren. ce/mm

Die UNISERS AG hat ein erstes Fabrikwerkwerkzeug zur Kontaminationskontrolle in der Halbleiterfertigung Unternehmensangaben zufolge an einen „führenden Halbleiterhersteller“ verkauft. Symbolbild: zVg/Bermix Studio/Unsplash
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Kemptthal ZH – Haelixa hat sich in einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde 2 Millionen Euro gesichert. Damit will das auf DNA-basierte Technologie zur Rückverfolgung von Textilien und anderen Produkten spezialisierte Unternehmen in die weitere globale Expansion und in Fälschungssicherheit für Luxusmarken investieren.
(CONNECT) Haelixa kann mit frischem Kapital in Höhe von 2 Millionen Euro in die internationale Expansion und das gezielte Teamwachstum investieren. Wie das 2016 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründete Unternehmen mitteilt, werden die Gelder aus einer Pre-Series-A-Finanzierung ausserdem in die Erweiterung des Angebots und die engere Zusammenarbeit mit Textilmarken und Partnern in der Lieferkette fliessen.
Die Finanzierungsrunde wurde von zwei bestehenden Investoren angeführt, dem Risikokapitalunternehmen Verve Capital Partners aus Zug und der Zürcher Kantonalbank. Beteiligt hat sich ausserdem der Luxemburger 212 NexT-Fonds, der sich auf die Förderung von B2B-Tech-Start-ups fokussiert.
Dazu kommt eine Anschubfinanzierung in Höhe von 230'000 Dollar von der Philanthropy Asia Alliance, die sich in ihrem globalen Mentorenprogramm The Amplifier für nachhaltiges und inklusives Wachstum in Asien einsetzt. In diesem Rahmen gehört Haelixa seit Dezember 2025 einer Gruppe von drei Scale-ups an, die für Innovation und Zirkularität in der textilen Wertschöpfungskette stehen. Unterstützt wird The Amplifier von Shein, dem Online-Händler für in China gefertigte Fast Fashion.
Haelixa hat eine DNA-basierte Technologie entwickelt, die physische Nachweise für Herkunft und Authentizität von Textilien und anderen Produkten liefert. Das hilft Marken, angesichts zunehmender regulatorischer Kontrollen und steigender Risiken durch Betrug, nicht deklarierte Beimischungen und Fälschungen Compliance, Markenwert und das Vertrauen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu schützen. Sie wird bereits für Textilien, Edelmetalle und Edelsteine eingesetzt und entspricht den Kriterien des Global Organic Textile Standard (GOTS) und von OEKO-TEX.
„Diese Investition ermöglicht uns eine globale Expansion, da die Erwartungen an die Rückverfolgbarkeit weiter steigen“, wird Haelixa-CEO Patrick Strumpf zitiert. „Ausserdem können wir damit in die Fälschungssicherheit expandieren und Luxusmarken einen starken neuen Mehrwert bieten.“ ce/mm

Das Haelixa-Team kann mit frischem Kapital in Höhe von 2 Millionen Euro in die internationale Expansion und das gezielte Teamwachstum investieren. Bild: zVg/Haelixa AG
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Zürich/Kloten ZH – Eberhard Bau wird ab 2027 Solardiesel von Synhelion einsetzen. Die Unternehmen haben einen langfristigen Abnahmevertrag für den erneuerbaren Treibstoff unterzeichnet. Eberhard Bau will den CO2-Fussabdruck seiner Baumaschinen verringern.
(CONNECT) Das Bauunternehmen Eberhard Bau aus Kloten wird künftig seinen Maschinenpark mit Solardiesel des Zürcher Cleantech-Unternehmens Synhelion betreiben. Der jetzt in einer Mitteilung bekanntgegebene langfristige Abnahmevertrag sieht den Einsatz des erneuerbaren Diesels ab 2027 vor. Wie Synhelion informiert, verringere der Einsatz die Netto-CO2-Emissionen um bis zu 100 Prozent im Vergleich zu fossilen Treibstoffen. Die nachhaltigen Treibstoffe können von sämtlichen bestehenden Verbrennungsmotoren genutzt werden.
Eberhard Bau sei für Synhelion der erste Abnahmekunde aus der Baubranche, welche über wenig Hebel zur Defossilisierung von Baumaschinen und Baustellen verfügt habe. Bisher wurde Solardiesel von Unternehmen aus Luftfahrt, Schifffahrt und Strassenverkehr eingesetzt. Baumaschinen indes seien schwer, kämen in unerschlossenem Gelände zum Einsatz und liessen sich aufgrund eines hohen Leistungsbedarfs schwer elektrifizieren. Solardiesel schaffe dort eine nachhaltige Lösung zur CO2-Reduzierung, „wo es bisher keine praktikable Alternative gab“, wird Silvan Eberhard, Leiter Logistik der Eberhard Unternehmungen, zitiert.
Synhelion betreibt eigenen Angaben zufolge seit 2024 mit der in Deutschland produzierenden DAWN die erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen der Welt. Der Bau der ersten kommerziellen Anlage sei in Planung und soll 2027 in Betrieb gehen.
Neben der Eberhard Bau AG haben Swiss International Air Lines, Pilatus Flugzeugwerke, Flughafen Zürich, AMAG Group und die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees Abnahmeverträge für erneuerbaren Treibstoff mit Synhelion abgeschlossen. ce/heg

(v.l.n.r) Philipp Furler (Co-CEO und Mitgründer von Synhelion) und Silvan Eberhard (Leiter Logistik bei Eberhard Unternehmungen) feiern die Vereinbarung über den Abnahmevertrag für Solardiesel für Baumaschinen. Bild: Synhelion AG
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Wie entsteht Spitzenleistung in der Immobilien und Baubranche bei Menschen, bei Produkten, in Organisationen und in einer ganzen Region wie der Flughafenregion Zürich? Diese Leitfrage stand im Zentrum des ImmoLunch vom 29. Januar 2026 der FRZ Flughafenregion Zürich. Die Veranstaltung bildete den inhaltlichen Auftakt zum ImmoSummit 2026, der am 10. Juni 2026 in The Hall stattfindet.
Die Immobilien und Baubranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Steigende Anforderungen an Qualität, Nachhaltigkeit, Innovation und Effizienz führen dazu, dass reine Grösse, Erfahrung oder Marktmacht nicht mehr ausreichen. Zukunftsfähige Immobilienprojekte entstehen dort, wo Talente gezielt entwickelt, interdisziplinär gebündelt und in konkrete Wertschöpfung übersetzt werden.
Der ImmoLunch brachte 103 Teilnehmende aus der Immobilien, Bau und baunahen Branche zusammen und rückte damit einen zentralen Erfolgsfaktor der Branche in den Fokus. Nicht das einzelne Projekt entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit, sondern die Fähigkeit von Organisationen, Menschen und Ideen langfristig zu Spitzenleistung zu führen.
Die Flughafenregion Zürich bietet dafür hervorragende Voraussetzungen. Innovative Startups, leistungsfähige Bau und Immobilienunternehmen sowie qualifizierte Fachkräfte treffen hier aufeinander. Entscheidend ist jedoch nicht das vorhandene Potenzial allein, sondern wie dieses im Zusammenspiel von Projektentwicklung, Bauausführung, Betrieb und Organisation wirksam gemacht wird. Genau diese Entwicklung vom Talent zur nachhaltigen Leistung bildete den inhaltlichen Kern des Anlasses.
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie Talente in Immobilienunternehmen, in Produkten und Prozessen sowie auf individueller Ebene erkannt, gefördert und gezielt weiterentwickelt werden können. Nach einem kurzen Pitch von Rematter diskutierten Jan Schibli von der Schibli Gruppe, André Burri von SwissSkills und Götz Hilber von Rematter AG diese Themen im moderierten Panel unter der Leitung von Monika Schärer von 1st Unit GmbH.
Jan Schibli, Inhaber Schibli Gruppe, betonte, dass nachhaltige Entwicklung dort entsteht, wo Menschen Freude an der Arbeit und am Leben haben. Diese Freude sei eng mit langfristigem wirtschaftlichem Erfolg verbunden. Er hob hervor, dass Unternehmenswerte und persönliche Werte der Talente deckungsgleich sein müssen, damit Entwicklung möglich wird. Eine zentrale Rolle komme dabei Mentorinnen und Mentoren zu, die Werte authentisch vorleben. Zudem stellte Jan Schibli klar, dass weniger ein Fachkräftemangel bestehe, sondern vielmehr ein Mangel an Unternehmen, die Talente und Fachkräfte richtig ausbilden und begeistern können.
André Burri, Geschäftsführer SwissSkills, stellte die intrinsische Motivation als Schlüsselfaktor der Talentförderung in den Vordergrund. Er erklärte, dass Unternehmen ihre eigenen Werte kennen müssen, Vertrauen schenken sollten und Talente bewusst in ungewohnte Situationen führen können. Viele sehr leistungsfähige Talente seien oft zu bescheiden und trauten sich den nächsten Schritt nicht zu. Besonders wichtig seien für Talente ein starkes Team sowie echte Wertschätzung des eigenen Einsatzes.
Götz Hilber, Mitgründer und CEO Rematter AG, zeigte auf, dass Potenzial häufig unentdeckt bleibt, obwohl es in der Idee, im Material und im Menschen vorhanden ist. Erst das Zusammenspiel dieser Ebenen ermögliche echte Entfaltung. Sinn und Purpose seien dabei leitend und könnten die intrinsische Motivation von Talenten nachhaltig auslösen.
Der ImmoLunch war bewusst als inhaltliche Vorstufe zum ImmoSummit 2026 konzipiert. Er bot Raum für Reflexion, neue Blickwinkel und den Austausch zur eigenen Rolle in der Talententwicklung, bevor diese Themen am ImmoSummit am 10. Juni 2026 in The Hall weiter vertieft und gemeinsam weitergedacht werden.

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Zürich – Forschende der Universität Zürich arbeiten an einem Modell, mit dem personalisierte Therapien für Krebspatienten mit einem Herzinfarkt erstellt werden können. Das Instrument Onco-Acs kombiniert dabei krebsbezogene und kardiovaskuläre Faktoren, die aus einer umfangreichen Datenbank generiert werden.
(CONNECT) Krebspatientinnen und -patienten mit einem Herzinfarkt sind einem deutlich höheren Mortalitätsrisiko ausgesetzt. Um personenspezifische Therapien entwickeln zu können, haben Forschende vom Center for Molecular Cardiology der Universität Zürich gemeinsam mit internationalen Kollegen ein von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstütztes Instrument entwickelt, das symptombezogen eine genauere Prognose ermöglicht. Wie es in einer Mitteilung heisst, haben die Forschenden dazu eine Studie mit mehr als 1 Million Herzinfarktpatientinnen und -patienten aus England, Schweden und der Schweiz untersucht, darunter über 47’000 Personen mit einer Krebserkrankung. Die Studie zeigte, dass die Infarktpatienten eine auffallend schlechte Prognose hatten: Ein Drittel der Untersuchten starb innert sechs Monaten.
Das neu entwickelte Instrument Onco-Acs nutzt KI, um aus dem umfangreichen Datensatz krebsbezogene und kardiovaskuläre Faktoren zu kombinieren. Aus den Erkenntnissen wollen die Mediziner dann sowohl Sterblichkeit als auch Ereignisse wie schwere Blutungen oder ischämische Vorfälle prognostizieren. „Abhängig von den Eigenschaften des Tumors können Krebspatientinnen und -patienten ein erhöhtes Blutungsrisiko, eine gesteigerte Neigung zu arteriellen Blutgerinnseln oder beides aufweisen – was eine jeweils unterschiedliche Behandlung erfordert“, wird Florian A. Wenzl vom Center for Molecular Cardiology und dem National Health Service England sowie Erstautor der Studie, in der Mitteilung zitiert. „Für eine gezielte Behandlung ist es daher wichtig, dass wir in der Klinik das individuelle Risikoprofil besser abschätzen können.“
Onco-Acs soll Behandelnden künftig Informationen zum Erarbeiten einer personenbezogenen Therapie mit Abwägung von Nutzen und Risiken bieten. Die aktuelle Studie ist in der Fachzeitschrift The Lancet publiziert. ce/ww

Forschende vom Center for Molecular Cardiology der Universität Zürich arbeiten an einem Modell, mit dem personalisierte Therapien für Krebspatienten mit einem Herzinfarkt erstellt werden können. Symbolbild: César Badilla Miranda/Unsplash
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Dübendorf ZH/Lausanne/La Chaux-de-Fonds NE – Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne untersuchen unter Leitung von Antonia Neels auf der Internationalen Raumstation (ISS) metallische Gläser. Diese werden von der PX Group hergestellt.
(CONNECT) Die Empa führt im Rahmen des Projekts THERMOPROP der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mehrere Versuche mit metallischen Gläsern durch. Neben Forschenden der Empa und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne ist laut einer Mitteilung der Empa auch ein Industriepartner mit an Bord. Das Unternehmen PX Group aus La Chaux-de-Fonds stellt metallische Gläser für die Uhrenindustrie her, die diese harten, biegsamen Materialien für präzise Mechanismen und robuste Gehäuse verwendet.
Diese Gläser entstehen durch das besonders rasche Abkühlen von Metallen. Sie sind hart wie Quarzglas und ihre glatte Oberfläche ist besonders widerstandsfähig gegen Kratzer und Korrosion. Gleichzeitig sind sie aber auch elastisch. Das, so die Empa, macht sie zu einem begehrten Material für Anwendungen in der Medizin und der Weltraumtechnologie.
Noch bessere Herstellungsprozesse benötigen ein genaueres Verständnis der physikalischen Eigenschaften. Deshalb untersucht das Team unter der Ägide von Prof. Dr. Antonia Neels die physikalischen Eigenschaften von metallischen Gläsern in ihrer flüssigen Form. Dies ist nur unter Ausschaltung der Erdanziehungskraft möglich, weil die Gravitation die runden Tröpfchen verformen und dadurch die Messungen verfälschen würde. An der Empa leitet Neels das Zentrum für Röntgenanalytik und bei der ESA das THERMOPROP-Projekt.
Die Wissenschaftlerin betont die konkrete Anwendbarkeit dieser Forschung: „Die Daten aus den Versuchen auf der ISS fliessen in Computersimulationen ein, mit denen sich wiederum industrielle Prozesse entwickeln und optimieren lassen. Unser Partner konnte unsere Erkenntnisse aus dem Projekt bereits in verbesserte Herstellungsprozesse einfliessen lassen.“
Doch auch in Raumschiffen und Satelliten findet dieses Wissen Eingang. In einem zweiten Projekt mit der ESA namens SESAME wurden an der Aussenseite des europäischen Labormoduls Columbus Materialproben den rauen Bedingungen im Weltall ausgesetzt. „Wir wollen wissen, ob ein längerer Aufenthalt unter Weltraumbedingungen die Struktur des Materials verändert. Denn die Struktur definiert die Materialeigenschaften“, so Damien Terebenec, der mit Neels an der Empa an metallischen Gläsern forscht. Beide Versuche werden wohl bis zum Ende der ISS im Jahr 2030 laufen. Die Projekte werden im Rahmen des Programme de Développement d'Expériences Scientifiques (PRODEX) der ESA durchgeführt und auch vom Swiss Space Office unterstützt. ce/mm

Der Zwilling dieser Probe befindet sich auf der Aussenseite der ISS als Teil des SESAME-Experiments. Bild: Empa
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