Aktuelles
Adliswil ZH/Amsterdam/Rotterdam – Die Innovationsagentur der Niederlande fördert das e-SAF-Projekt von Metafuels mit 1,92 Millionen Euro. Im Hafen von Rotterdam wird das Unternehmen aus Adliswil ab 2028 aus grünem Methanol seinen synthetischen Flugtreibstoff Aerobrew herstellen.
(CONNECT) Metafuels kann die Entwicklung seines Turbe-Projekts im Hafen von Rotterdam mit einem Zuschuss von 1,92 Millionen Euro fortsetzen. Diesen stellt die staatliche niederländische Innovationsagentur Rijksdienst voor Ondernemend Nederland laut einer Mitteilung des in Adliswil ansässigen Unternehmen für die Errichtung einer Anlage für Aerobrew, den synthetischen nachhaltigen Flugkraftstoff (e-SAF) von Metafuel, zur Verfügung. Die Anlage entsteht im Hafen von Rotterdam auf dem Gelände des auf die Lagerung von flüssigen Energieträgern und Chemikalien spezialisierten Amsterdamer Unternehmens Evos.
Turbe wird der erste kommerzielle Einsatz der proprietären Methanol-zu-Jet-Technologie von Metafuels sein und ist als Blaupause für zukünftige Grossanlagen konzipiert. In Phase 1 soll diese Anlage ab 2028 täglich aus grünem Methanol 10 Tonnen synthetisches Flugbenzin produzieren. Phase 2 startet drei Jahre später. Dann soll die Produktion auf mindestens 100 Tonnen täglich hochgefahren werden.
„Das Projekt profitiert von Rotterdams erstklassiger Infrastruktur und steht im Einklang mit Europas Ziel, kohlenstoffarme Kraftstoffe im Rahmen von Initiativen wie ReFuelEU Aviation zu skalieren“, so Metafuels in der Mitteilung. „Diese Förderung unterstützt wichtige Entwicklungsaktivitäten auf unserem skalierbaren, kostengünstigen Weg zur Dekarbonisierung der Luftfahrt.“
Das neuartige katalytische System basiert auf Fortschritten in der Nanotechnologie und bildet das Herzstück von Aerobrew. Die Technologie wurde von Metafuels gemeinsam mit dem Paul Scherrer Institut in einer 2025 in Betrieb genommenen Pilotanlage auf dessen Gelände in Villigen AG validiert. Das Bundesamt für Energie fördert das Projekt mit 4,4 Millionen Franken.
Im Februar 2026 hat Metafuels in einer Finanzierungsrunde 24 Millionen Dollar erhalten. Damals sagte CEO Saurabh Kapoor: „Mit Aerobrew schaffen wir einen Weg, der es Fluggesellschaften ermöglicht, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren, ohne ihre Betriebsabläufe zu ändern. Er hat das Potenzial, die Zukunft des Flugverkehrs grundlegend zu verändern." ce/mm

Metafuels will im Hafen von Rotterdam ab 2028 aus grünem Methanol seinen synthetischen Flugtreibstoff Aerobrew herstellen; im Bild der Euromax-Terminal in Rotterdam. Bild: Eric Bakker/Port of Rotterdam
Aktuelles
Zürich/Schlieren ZH – Forschende der Universität Zürich haben gezeigt, dass eine Transplantation von Darmbakterien bei Krebserkrankten eine Immunantwort auslösen kann. Dabei ist nicht die Zusammensetzung des übertragenen Darmbioms entscheidend, sondern auf welches Immunsystem es trifft.
(CONNECT) Ein Team von Gastroenterologen der Universität Zürich (UZH) hat laut einer Mitteilung einen Weg gefunden, um bei Patientinnen und Patienten, bei denen eine Krebs-Immuntherapie bisher erfolglos war, eine Immunantwort auszulösen. Der Weg zeigte sich im Rahmen des Zürcher Microbiom-Projekts, das von 2022 bis Ende 2025 vom Comprehensive Cancer Center Zurich mit 1,65 Millionen Franken gefördert wurde. Dabei untersuchte ein interdisziplinäres Team am Universitätsspital Zürich und an der UZH, ob das Darmmikrobiom, also die Gesamtheit der Bakterien im Darm, für die Immunantwort eine Rolle spielt. Denn in den vergangenen Jahren war in Studien weltweit beobachtet worden, dass Darmbakterien das Immunsystem weit stärker beeinflussen, als bisher angenommen.
Von dem Zürcher Team erhielten Patientinnen und Patienten, deren Tumor unter einer laufenden Immun-Checkpoint-Blockade nicht reagiert hatte, zusätzlich einen fäkalen Mikrobiota-Transfer (FMT). Dabei wurde ihnen per Darmspiegelung das Mikrobiom einer Person übertragen, bei der diese Immuntherapie erfolgreich verlaufen war. Das Ergebnis: die Krebstherapie zeigte bei jeder zweiten bis dahin therapieresistenten Person plötzlich Wirkung.
Zunächst glaubten die Forschenden, dass die exakte Zusammensetzung des Mikrobioms den Unterschied macht. Stattdessen ist den neuen Daten zufolge entscheidend, auf welches Immunsystem das Transplantat trifft. Krebspatientinnen und -patienten mit einer bestimmten Population an Monozyten im Darm sowie einer hohen Diversität der T-Zell-Rezeptoren profitierten deutlich häufiger.
„Der Transfer veränderte die immunologischen und metabolischen Gegebenheiten so, dass die bestehende Therapie wirksam werden konnte“, wird Michael Scharl zitiert. Er ist UZH-Professor für Translationale Mikrobiomforschung und Gastroenterologe am Universitätsspital Zürich. Ein FMT schafft demnach keine neuen immunologischen Fähigkeiten – er mobilisiert vorhandene.
Um bisher therapieresistenten Personen eine zweite Chance zu geben, wurde laut UZH die nächste klinische Studie bereits eingeleitet: Gemeinsam mit der in Schlieren ansässigen ZüriPharm AG, Mitglied des Bio-Technoparks Schlieren-Zürich, sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, den FMT perspektivisch in die klinische Routine zu überführen. ce/mm

Eine Transplantation von Darmbakterien kann bei Krebserkrankten eine Immunantwort auslösen. Symbolbild: silviarita/Pixabay
Aktuelles
Zürich/London – Die Connectome GmbH hat sich in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 2 Millionen Dollar gesichert. Das Unternehmen will seine Plattform zum Messen kognitiver Leistungsfähigkeit weiter ausbauen. Mit den erweiterten Erkenntnissen soll die kognitive Gesundheit geschützt werden.
(CONNECT) Die in Zürich und London ansässige Connectome GmbH hat sich in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 2 Millionen Dollar sichern können, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Mit dem Geld will das NeuroTech-Start-up seine Plattform zum Messen kognitiver Leistungsfähigkeit weiter ausbauen. Die Finanzierung wurde von Redstone angeführt. Es beteiligten sich weiter Concept Ventures, Octopus, Node Ventures, The Players Fund sowie weitere Investoren und erfahrene Business Angels aus verschiedenen Ländern.
Connectome wurde 2024 von den Neurowissenschaftlern Lucas Scherdel und Rufus Mitchell-Heggs gegründet. Ziel des Unternehmens ist die Untersuchung kognitiver Leistungsfähigkeit. Dabei sollen Einblicke in die Unterschiede der Gehirnaktivität innerhalb von Individuen und deren Veränderungen in Abhängigkeit von Lebensstil, Umwelt und Gesundheit gewonnen werden. In der Folge wollen die Beteiligten kognitive Funktionen verstehen, überwachen und verbessern, um eine Krankheitsprophylaxe vornehmen zu können und somit die kognitive Gesundheit zu schützen.
„Unsere Umwelt und die Technologien stellen heute beispiellose Anforderungen an das Gehirn, doch uns fehlen alltägliche Möglichkeiten, Veränderungen frühzeitig zu erkennen oder die kognitive Gesundheit langfristig zu schützen“, wird Lucas Scherdel, CEO von Connectome, in einem Artikel von EU-Startups zitiert. „Connectome wurde entwickelt, um diese Lücke zu schliessen. Durch die langfristige Messung der Hirnfunktion gehen wir über isolierte Momentaufnahmen hinaus und erstellen personalisierte Modelle der Hirnfunktion, die das Potenzial haben, die zukünftige klinische Versorgung und den Krankheitsverlauf zu verbessern. Das Verständnis des Gehirns ist kein Nischenthema mehr – es ist essenziell für das menschliche Wohlbefinden und die Resilienz der Gesellschaft.“ ce/ww

Die Connectome GmbH will mit frischem Kapital seine Plattform zum Messen kognitiver Leistungsfähigkeit weiter ausbauen. Symbolbild: jarmoluk/Pixabay
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Winterthur – Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben ein digitales Werkzeug für nachhaltiges Bauen entwickelt. Auf dkon.ch können Nutzende überprüfen, welche Auswirkungen einzelne Entscheidungen bezüglich der Konstruktion auf Umwelt, Kosten und Bauweise haben.
(CONNECT) Die ZHAW hat ihre Plattform dkon.ch online gestellt. Damit können Studierende, Fachpersonen und Interessierte Baukonstruktionen analysieren, vergleichen und selbst entwickeln. Dieses digitale Werkzeug gibt ihnen laut einer Mitteilung der Hochschule Informationen darüber, welche Auswirkungen einzelne Konstruktionsentscheidungen auf Umwelt, Kosten und Bauweise haben. Nutzende können Bauteile im virtuellen Raum zerlegen, drehen und neu zusammensetzen.
Dabei wird sichtbar, aus welchen Materialien eine Konstruktion besteht und wie diese zusammenwirken. Durch die Verknüpfung mit ökologischen Bewertungsdaten lassen sich Varianten gezielt miteinander vergleichen. Das, so die ZHAW, eröffne neue Möglichkeiten in der Planung: „Wer etwa den Einsatz von Beton reduzieren oder alternative Materialien prüfen möchte, kann unterschiedliche Lösungen direkt vergleichen. Veränderungen in der Konstruktion werden unmittelbar sichtbar und in ihren Auswirkungen verständlich.“
Eine Besonderheit dieser Plattform liegt den Angaben zufolge in der Integration realer Referenzbauten. Deren Konstruktionen, Materialien und Bauabläufe können detailliert analysiert werden. „Durch dkon.ch entsteht ein direkter Bezug zwischen Lehre und Anwendung“, wird Andri Gerber, Projektleiter und Co-Leiter des ZHAW-Instituts für konstruktives Entwerfen, zitiert. „Wissen wird nicht isoliert vermittelt, sondern im Kontext realer und konkreter Bauprojekte erfahrbar gemacht.“
Die Plattform sei auch für Fachpersonen hilfreich, die komplexe Anforderungen integrieren und nachhaltige Lösungen entwickeln müssen, so Gerber weiter. Deshalb sei dkon.ch „ein Werkzeug, das sowohl in der Ausbildung als auch in der beruflichen Praxis eingesetzt werden kann“. ce/mm

Mit dkon.ch können Nutzende die Auswirkungen ihrer Entscheidungen bezüglich der Konstruktion von Gebäuden auf Umwelt, Kosten und Bauweise überprüfen. Symbolbild: Nikguy/Pixabay
Aktuelles
Zürich – Covalo hat sich in einer Finanzierungsrunde 3,5 Millionen Euro sichern können. Mit dem akquirierten Kapital will das Unternehmen für Schönheits- und Körperpflege seine Plattform zu einem von Künstlicher Intelligenz unterstützten Daten-Rückgrat der gesamten Körperpflegebranche skalieren.
(CONNECT) Das Start-up Covalo mit Sitz in Zürich hat sich in einer Finanzierungsrunde eine Summe von 3,5 Millionen Euro sichern können. Laut einer Mitteilung will das Unternehmen seine Plattform für Inhaltsstoffe in der Schönheits- und Körperpflege mit dem frischen Kapital zu einem Daten-Rückgrat in der Branche skalieren. Die Finanzierungsrunde wurde von Hi inov angeführt, weiterhin beteiligten sich die Bestandsinvestoren HTGF und seed + speed Ventures.
Aktuell nutzen 1500 Zulieferer und 6000 Marken aus 145 Ländern die Plattform von Covalo. Die für die Branche notwendigen Daten liegen derzeit in unterschiedlicher Form von und müssen von den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen mühevoll per Hand gesammelt und aktualisiert werden. Das Zürcher Unternehmen will für die gesamte Branche eine zentrale Dateninfrastruktur schaffen. „Im Durchschnitt dauert es drei bis fünf Jahre, ein Produkt auf den Markt zu bringen. Am Ende dieses Prozesses scheitern 50 Prozent der Produkteinführungen, was die Branche jedes Jahr Hunderte von Milliarden kostet“, wird Mitbegründer und Co-CEO Yann Chilvers in der Mitteilung zitiert. „Viele Unternehmen versuchen, interne Lösungen für diese Herausforderungen zu finden, aber was sie wirklich brauchen, ist ein gemeinsames Daten-Rückgrat, das die Branche antreibt und nahtlose Datenflüsse über Teams und Partner hinweg ermöglicht. Covalo ist dieses Rückgrat.“
Mit dem akquirierten Kapital will das Unternehmen sein Angebot für grosse Kunden stärken, von Künstlicher Intelligenz gestützte Techniken einführen sowie die Plattform insgesamt technisch erweitern. Zudem soll die Plattform um Funktionen zur zentralen Verwaltung von Produkt- und Stammdaten ergänzt werden. ce/ww

Covalo will seine Plattform für Inhaltsstoffe in der Schönheits- und Körperpflege mit frischem Kapital zu einem Daten-Rückgrat in der Branche skalieren. Symbolbild: Curious_Collectibles/Pixabay
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Zürich – Sechs Schweizer Banken und die Swiss Stablecoin AG prüfen in einer sicheren, digitalen Live-Umgebung mögliche Anwendungsfälle eines Schweizer Franken-Stablecoins. Damit wollen sie den Aufbau eines nationalen Ökosystems für digitales Geld unterstützen und praxisrelevante Erkenntnisse gewinnen.
(CONNECT) Die Schweiz soll eine digitale Währung bekommen. Zu diesem Zweck haben sich laut einer Mitteilung der UBS sechs Banken des Landes zu einer Initiative zusammengeschlossen. Gemeinsam richten sie eine geschützte digitale Live-Umgebung, eine sogenannte Sandbox, ein, um im zweiten Halbjahr 2026 ausgewählte Anwendungsfälle eines Schweizer Franken-Stablecoins zu testen. Hintergrund ist der Umstand, dass regulierte Stablecoins als sicheres und kostengünstiges Zahlungsmittel weltweit auf dem Vormarsch sind.
Beteiligt sind neben der UBS auch PostFinance aus Bern, Sygnum, Raiffeisen aus St.Gallen, die Zürcher Kantonalbank und die Banque Cantonale Vaudoise aus Lausanne. Die technische Infrastruktur für eine Herausgabe des Digitalfrankens stellt die Berner Swiss Stablecoin AG zur Verfügung. Die Sandbox steht den Angaben zufolge auch weiteren interessierten Banken, Unternehmen und Institutionen offen, die zur Entwicklung eines CHF-Stablecoins beitragen möchten.
In der Mitteilung werden drei übergeordnete Ziele genannt, die die beteiligten Unternehmen verfolgen. Demnach soll ihre Initiative den Aufbau eines Schweizer Ökosystems für digitales Geld unterstützen, neue Fähigkeiten und Erfahrungen im Umgang mit digitalen Zahlungsmitteln aufbauen und praxisrelevante Erkenntnisse gewinnen.
Stablecoins sind digitale Währungen, deren Wert an stabile Referenzen wie Dollar, Euro oder Gold gebunden ist. Dadurch soll die Volatilität klassischer Krypto-Währungen vermieden werden. Digitalgeld dient als Brücke zwischen traditionellem Geld und dem Krypto-Ökosystem. Es wird oft für Zahlungen, Handel und Wertaufbewahrung genutzt. ce/mm

Sechs Schweizer Banken wollen Anwendungsfälle eines Schweizer Franken-Stablecoins testen. Symbolbild: softcodex/Pixabay
Aktuelles
Zürich/Schlieren ZH – Der Schlieremer Start-up-Förderer Venture Kick unterstützt das Zürcher Proptech Bewy mit 150’000 Franken. Die Mittel dienen der Weiterentwicklung eines auf Künstlicher Intelligenzt basierenden Services der Immobilienverwaltung sowie der schweizweiten Skalierung des Start-ups.
(CONNECT) Bewy erhält laut einer Mitteilung 150'000 Franken an Fördermitteln von Venture Kick. Das Proptech-Start-up aus Zürich entwickelt eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Softwarelösung für die Immobilienverwaltung, die Prozesse effizienter gestaltet und sowohl Eigentümern als auch Mietern einen besseren Service bietet.
Hintergrund sei eine weit verbreitete Ineffizienz in der Immobilienverwaltung im DACH-Raum, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Schlechte Kommunikation, vernachlässigte Instandhaltung, unerwartete Kosten sowie unzureichender Mieterservice führen demnach häufig zu Unzufriedenheit bei Eigentümern und Mietern. Bewy schafft dabei mit automatisierten internen Abläufen, verbesserter Kommunikation und Echtzeit-Transparenz Abhilfe. Dadurch sollen Verwaltungskosten um bis zu 30 Prozent gesenkt und die Nutzererfahrung deutlich verbessert werden. Die frischen Mittel sollen die Weiterentwicklung der Plattform sowie die Skalierung innerhalb der Schweiz vorantreiben. Bei der Expansion verfolgt Bewy eine M&A (Merger & Acquisition)-Strategie, die auf die Übernahme kleiner und mittlerer Immobilienverwaltungen ohne Nachfolgelösung abzielt.
„Als führendes Start-up-Programm der Schweiz ist Venture Kick ein bedeutender Beschleuniger für Bewy. Der Förderungsprozess ist schlank und effizient, eröffnet aber gleichzeitig Zugang zu einem wertvollen Netzwerk und steigert die Glaubwürdigkeit“, wird Mitgründer Luca Serratore in der Mitteilung zitiert.
Aktuell ist Bewy in Zug, Zürich, Aargau und Luzern tätig und betreut eine zweistellige Anzahl an Kunden, darunter Privatpersonen, Single Family Offices sowie Immobilienunternehmen wie Swiss Prime Site. Das Gründerteam um Luca Serratore, Marcandrea Hunkeler, Gilles Baumann und Katrin Leuppi vereint Erfahrung aus den Bereichen Start-ups, Beratung und Immobilienwirtschaft. Der Start-up-Förderer Venture Kick ist eine Initiative der Kick Foundation for Innovation & Entrepreneurship und wird von einem privatwirtschaftlichen Konsortium getragen. ce/ja

Das Proptech-Start-up Bewy aus Zürich entwickelt eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Softwarelösung für die Immobilienverwaltung, die Prozesse effizienter gestaltet und sowohl Eigentümern als auch Mietern einen besseren Service bietet. Symbolbild: Pixabay
Aktuelles
Zürich/Volketswil ZH – Celeroton TurboCell aus Volketswil ist das neueste Unternehmen, das vom Technologiefonds des Bundesamts für Umwelt mit einer Darlehensbürgschaft unterstützt wird. Die ölfreien Kompressor- und Antriebssysteme der Firma kommen in Brennstoffzellen zur Anwendung.
(CONNECT) Der Technologiefonds des Bundesamts für Umwelt hat laut seiner Mitteilung die Celeroton TurboCell AG in sein Portfolio aufgenommen. Der Technologiefonds gewährt innovativen Schweizer Unternehmen Kreditgarantien, deren neuartige Produkte dazu beitragen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die Energieeffizienz zu steigern, erneuerbare Energien zu fördern oder natürliche Ressourcen zu schonen.
Die in Volketswil ansässige Ausgliederung der Celeroton AG bezeichnet sich als Technologieführer für hochdrehende, ölfreie Turbokompressoren und Antriebssysteme für Anwendungen in Brennstoffzellen. „Unsere patentierten Kompressorsysteme sind einzigartig in Bezug auf Grösse, Effizienz und Zuverlässigkeit und werden alle von uns entworfen und hergestellt“, so das Unternehmen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir über eine hochinnovative Technologie verfügen, die Wasserstoffantriebe unterstützt und somit zur Bekämpfung des Klimawandels beiträgt.“
Der Technologiefonds ist ein klimapolitisches Instrument des Bundes. Die strategische Verantwortung liegt beim Bundesamt für Umwelt, Abteilung Klima. Die Zürcher Geschäftsstelle wird von Emerald Technology Ventures geführt. „Die energiepolitische Unabhängigkeit rückt auch in der Schweiz zunehmend in den Fokus“, wird die Geschäftsstellenleiterin Simone Riedel Riley im aktuellen Newsletter des Technologiefonds zitiert. „Förderinstrumente wie der Technologiefonds leisten dabei einen wichtigen Beitrag, indem sie die Innovationskraft von Schweizer KMU und Start-ups gezielt stärken.“
Dem Newsletter zufolge umfasst das Portfolio des Technologiefonds derzeit 132 innovative Schweizer Unternehmen. Diese verfügen über Bürgschaften in Höhe von insgesamt 268 Millionen Franken. 56 Portfoliofirmen konnten 2025 zusätzliches Eigenkapital in Höhe von insgesamt 268 Millionen Franken einwerben, um ihr Wachstum voranzutreiben. Das entspricht dem 5,3-Fachen der Bürgschaftssumme. Der ausgewiesene Umweltnutzen der Portfoliounternehmen beläuft sich per Ende 2024 auf 10,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. ce/mm

Brennstoffzellen leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung etwa im Verkehr; im Bild der Alstom Coradia iLint 554 009 Wasserstoffzug (rechts) sowie Alstom Coradia 648 171 (Lint 41) der EVB in Bremerhaven, Linie RB33. Symbolbild: Olga Ernst/Wikimedia/Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license
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Zürich/San Mateo – Der amerikanische Drohnenhersteller Skydio baut seine internationale Forschung aus und eröffnet ein Entwicklungsbüro in Zürich. Der Standort soll autonome Flugsysteme weiter vorantreiben und nutzt das lokale Robotik-Ökosystem.
(CONNECT) Der amerikanische Drohnenhersteller Skydio hat in Zürich ein Forschungs- und Entwicklungsbüro eröffnet. Die Skydio Switzerland GmbH konzentriert sich auf autonome Drohnentechnologie, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Navigation und Wahrnehmung, wie es in einer Mitteilung heisst.
Am neuen Standort arbeitet ein spezialisiertes Team an zentralen Herausforderungen autonomer Systeme. Dazu gehören die Koordination mehrerer Einheiten, die Navigation ohne GPS-Signal sowie Echtzeitentscheidungen direkt im System. Ausschlaggebend für den Standort waren die Nähe zur Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) sowie zur Universität Zürich und der Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften.
Geleitet wird das Büro von Davide Falanga, Director of Engineering, Autonomy Systems, der zuletzt über vier Jahre am Skydio-Hauptsitz im kalifornischen San Mateo tätig war. „Ich freue mich darauf, in Zürich ein Team aufzubauen, das die Grenzen dessen verschiebt, was Drohnen in der Praxis leisten können”, wird er zitiert. „Es ist erfreulich zu sehen, dass das lokale Ökosystem weiterhin in der Lage ist, Spitzenforschung in konkrete und wirkungsvolle Anwendungen der Luftrobotik zu überführen”, so Davide Scaramuzza, Professor für Robotik und Wahrnehmung an der Universität Zürich, an dessen Institut Falanga promovierte.
Mit dem Standort in Zürich eröffnet Skydio nach Tampere in Finnland sein zweites Forschungsbüro in Europa. Das amerikanische Unternehmen konzentriert sich auf Anwendungen in den Bereichen Militär, Polizei und Industrie. ce/as

Skydio baut seine internationale Forschung aus und eröffnet ein Entwicklungsbüro in Zürich. Symbolbild: Pok Rie/Pexels
Aktuelles
Uetikon am See ZH – Delta Labs hat eine Frühfinanzierung in Höhe von 4,4 Millionen Euro erhalten. Die Ausgründung der Universität Zürich bietet seit sechs Monaten ihre Plattform Elaiia an. Damit können Unternehmen simulieren, wie Zielgruppen auf Produkte, Strategie und Kommunikation reagieren werden.
(CONNECT) Delta Labs hat in einer Frühfinanzierungsrunde 4,4 Millionen Euro aufgebracht. Investiert haben zwei deutsche Wagniskapitalgesellschaften: Cusp Capital aus Essen und der in Berlin ansässige Auxxo Female Catalyst Fund. Damit will die von CEO Dr. Cindy Candrian und CPO Dr. Anne Scherer 2022 gegründete Ausgliederung der Universität Zürich (UZH) gemäss einer Mitteilung den nächsten Schritt gehen. Scherer ist ehemalige Assistenzprofessorin in Quantitativem Marketing an der UZH Candrian promovierte mit ihrer Dissertation zum Verhältnis zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz (KI). Bereits 2024 wurde Delta Labs in die Forbes 30 Under 30-Liste aufgenommen.
Vor sechs Monaten hat Delta Labs Elaiia eingeführt. Diese „Self-Service-Plattform“ basiert auf einer „strengen Methodik“ für KI-gestützte Kundensimulationen. Mit Elaiia können Teams anhand kalibrierter Kundensegmente, die auf realen und unternehmensspezifischen Daten basieren, simulieren, wie ihre Kundschaft in einem bestimmten Land oder Segment wahrscheinlich reagieren wird, bevor sie kostspielige Massnahmen bezüglich Produkt, Preisgestaltung, Kommunikation und Strategie ergreifen. Damit soll Elaiia zeitaufwändige und ebenfalls kostspielige Verfahren der Sozial- und Marktforschung wie Umfragen und Fokusgruppen ersetzen.
Wie die beiden Gründerinnen ausführen, haben sie Delta Labs auf der Grundlage ihrer Forschungserfahrung ins Leben gerufen. Um zu verstehen und vorherzusehen, wie Kunden auf Entscheidungen reagieren werden, entwickelten sie ihre Methodik, die ihr Fachwissen auf den Feldern von Marktforschung, KI-gestützter Entscheidungsfindung, quantitativer Modellierung sowie die Wissenschaft der Mensch-Technik-Interaktion einbezieht. Dabei will Delta Labs laut UZH die Erkenntnisse aus der akademischen Forschung mit den realen Geschäftsanforderungen in der Industrie verbinden. Menschliche Werte sollen als Teil einer Ethik eine zentrale Rolle beim Einsatz von KI spielen. ce/mm

Delta Labs hat im Rahmen einer Frühfinanzierungsrunde 4,4 Millionen Euro erhalten. Symbolbild: Ketut Subiyanto/Pexels
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Kemptthal ZH – Katadyn stellt seine neue Explorer-Wasserfilter-Serie vor. Diese tragbaren, modularen Geräte sind für Expeditionen und professionelle Feldeinsätze konzipiert. Sie kombinieren Keramikfiltration, Aktivkohle und Virenentfernung.
(CONNECT) Katadyn präsentiert seine neue Generation tragbarer Wasserfilter- und -reinigungsgeräte. Die Explorer-Serie ist laut einer Unternehmensmitteilung für Expeditionen, den Einsatz in unwegsamem Gelände und anspruchsvolle professionelle Feldeinsätze konzipiert. Das modulare System kombiniert Keramikfiltration, Aktivkohle und Virenentfernung. Es wurde im Lindauer Ortsteil Kemptthal, dem heutigen Hauptsitz des 1928 gegründeten Unternehmens, entwickelt und wird dort auch gefertigt.
„Explorer baut auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Katadyn-Filtrationstechnologie auf, indem es die stärksten Eigenschaften mehrerer unserer bestehenden Systeme in einer modularen Plattform vereint“, wird der leitende Produktentwickler Thomas Sambeth zitiert. „Ziel war es, ein System zu entwickeln, das sich an unterschiedliche Umgebungen anpassen lässt und gleichzeitig zuverlässig und wartungsfreundlich im Feldeinsatz ist.“
Die Explorer-Serie umfasst zwei Konfigurationen, die auf derselben modularen Plattform basieren: Der Explorer Microfilter kombiniert einen vor Ort reinigbaren Keramikfilter mit Aktivkohle zur Entfernung von Bakterien, Protozoen und Partikeln und verbessert gleichzeitig den Geschmack sowie den Chlor- und Geruchsgehalt. Der Explorer Pro verfügt zusätzlich über eine Hohlfasermembran zur Virenentfernung und bietet so ein komplettes dreistufiges Reinigungssystem für Umgebungen, in denen Viren vorkommen können. Es kann bei Bedarf auf den Explorer Microfilter montiert werden.
Der Keramikfilter filtert bis zu 20'000 Liter Wasser, die im Explorer Pro verwendete Virenmembran bis zu 10'000 Liter und die Aktivkohlepatrone 500 Liter. Dabei werden Geschmack und Chlorgehalt sowie Gerüche reduziert. Katadyn ist weltweit tätig, verfügt über Produktionsstätten in Europa und den USA und beschäftigt über 220 Mitarbeitende. ce/mm

Katadyn präsentiert seine neue Generation tragbarer Wasserfilter- und -reinigungsgeräte. Bild: Katadyn Group AG
Aktuelles
Zürich – Die Standortförderung des Kantons Zürich hat die Bewerbungsphase für die dritte Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet. Die sichere Testumgebung steht Projekten offen, die für ihre Umsetzung von der Klärung regulatorischer Fragen und Daten aus dem Ökosystem der Verwaltung profitieren können.
(CONNECT) Die Standortförderung des Kantons Zürich ist für Phase III seiner KI-Innovation-Sandbox auf der Suche nach den vielversprechendsten KI-Projekten. Start-ups, KMU, Grossunternehmen und Forschungsinstitute mit Sitz in der Schweiz können ihre Bewerbung ab sofort und noch bis zum 24. Mai einreichen. Werden sie in einem mehrstufigen Selektionsprozess ausgewählt, erhalten sie Zugang zu regulatorischer Expertise und zu neuartigen Datenquellen.
Ziel ist es, datenbasierte Entwicklungen zu ermöglichen, mit solchen Innovationen den Metropolitanraum Zürich gezielt zu fördern und ihn als führenden KI-Standort zu stärken. Im Gegensatz zu vielen ausländischen Ansätzen geht die Innovation-Sandbox für KI laut dem Projektbeschrieb einen Schritt weiter: Die ausgewählten Vorhaben werden nicht nur überprüft, sondern auch praktisch umgesetzt.
Durch die gemeinsame Arbeit in der Sandbox wird zudem der Wissenstransfer zwischen den teilnehmenden Organisationen sichergestellt. Alle gewonnenen Erkenntnisse und Resultate werden öffentlich geteilt und sollen wertvolle Impulse für die Ausgestaltung eines künftigen Rechtsrahmens liefern. Bis zum 26. Juni 2026 führen die Projektverantwortlichen ein Bewertungsverfahren durch. Am 1. September beginnt die dritte Phase der Innovation-Sandbox.
Die Standortförderung des Kantons führte die erste KI-Innovation-Sandbox von 2022 bis 2024 durch. In Phase II, die noch im selben Jahr begann, reichten 24 Organisationen ihre KI-Projekte ein. Fünf davon setzte das Projektteam bis Anfang 2026 erfolgreich um. Im Laufe der nächsten Monate wird noch ein Abschlussbericht veröffentlicht. ce/mm

Die dritte Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz (KI) der kantonalen Standortförderung Zürich richtet sich an Projekte offen, die für ihre Umsetzung von der Klärung regulatorischer Fragen und Daten aus dem Ökosystem der Verwaltung profitieren wollen. Symbolbild: tookapic/Pixabay
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