Aktuelles
Zürich – Die Standortförderung des Kantons Zürich hat die STEAM Challenge ausgeschrieben. Sie sucht sechs wegweisende und verblüffende Projekte, die Technik, Kreativität und Innovationsgeist vereinen. Die Challenge soll beim Publikum die Begeisterung für die MINT+ Welt wecken.
(CONNECT) Die STEAM Challenge sucht sechs wegweisende und verblüffende Projekte, die Technik, Kreativität und Innovationsgeist vereinen. Die sechs ausgewählten Einzelpersonen, Teams, Unternehmen oder Organisationen stellen sich am 3. März 2026 auf der Bühne im Spirgarten Zürich dem Urteil der Jury, des Publikums und der eingeladenen Comedians Gülsha Adilji, Reena Krishnaraja und Zukkihund.
Das Anagramm STEAM im Namen der Challenge steht für Science, Technology, Engineering, Arts und Mathematics und ist eine andere Kurzform für MINT+, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik plus Kunst und unternehmerisches Denken. „Ziel ist, sechs möglichst tolle Projekte auf der Bühne zu haben“, so das Projektteam von der Standortförderung beim Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich in einer Mitteilung. „Es geht uns darum, MINT+ Kompetenzen zu fördern, sichtbar zu machen und auf unterhaltsame Art und Weise beim Publikum Begeisterung für die MINT+ Welt zu wecken.“
Das Projekt soll also einen klaren MINT+ beziehungsweise STEAM-Bezug aufweisen. Es soll ein relevantes gesellschaftliches Problem adressieren, in der breiten Öffentlichkeit noch wenig bekannt sein und wenigstens das Stadium eines Prototypen erreicht haben. Jury-Kriterien sind gesellschaftlicher und sozialer Mehrwert, Originalität, Umsetzbarkeit, Potenzial für den Standort Zürich sowie Teamdynamik und Kooperationsfähigkeit.
Zu gewinnen gibt es neben Ruhm und Ehre mediale Sichtbarkeit vor und nach der Veranstaltung sowie ein professionelles Pitch-Training. Bewerbungen samt eines zweiminütigen Videos müssen laut der Ausschreibung bis 5. Januar 2026, 12 Uhr an standort@vd.zh eingereicht werden. Die Finalisten werden am 16. Januar bekanntgegeben. Projektpartner sind Innovation Zurich, die Informatiktage und das Future Lab Zürich. ce/mm

Aktuelles
Euresearch wird in Zusammenarbeit mit dem European Innovation Council (EIC) den EIC-Infotag in der Schweiz am 4. Februar 2026 im Kursaal in Bern ausrichten.
Mit einem Budget von 1,4 Milliarden Euro für das Jahr 2026 bietet das EIC-Programm, das Teil von Horizon Europe ist, Forschern und Innovatoren mit Sitz in der Schweiz grossartige Möglichkeiten, Zugang zu Europas ehrgeizigsten Finanzierungsinstrumenten für die Entwicklung wissenschaftlicher und technologischer Durchbrüche, Deep-Tech-Innovationen und Scale-up-Finanzierung zu erhalten.
Diese ganztägige Veranstaltung deckt das gesamte EIC-Portfolio ab - von bahnbrechender Forschung in der Frühphase bis hin zu marktreifen Deep-Tech-Innovationen und Scale-up-Unterstützung - und bietet Einblicke direkt von den Experten des European Innovation Council.
Seien Sie dabei, wenn Sie strategische Anleitung und praktische Ratschläge erhalten, von bewährten Erfolgsgeschichten lernen und an thematischen Networking-Sitzungen teilnehmen.
Die Veranstaltung wird in englischer Sprache abgehalten. Im Folgenden finden Sie eine vorläufige Tagesordnung, deren Einzelheiten in Kürze bestätigt werden.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an eic@euresearch.ch

Aktuelles
Winterthur – Die Cluster-Initiative Winterthur hat sich als zentrale Drehscheibe für Innovation und Wachstum in der Region etabliert. Das ist das Fazit für 2025 der Initianten Handelskammer Winterthur, Technopark Winterthur und House of Winterthur.
(CONNECT) Die Träger der Cluster-Initiative Winterthur blicken auf ein „äusserst erfolgreiches Jahr 2025“ zurück, heisst es in ihrer Mitteilung. In einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld habe sich die Initiative „als zentrale Drehscheibe für Innovation und Wachstum in der Region etabliert“. Die Initianten – Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW), Technopark Winterthur und House of Winterthur – äussern sich erfreut über die stabilen Netzwerke und die konsequente Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Bildungsinstituten und Forschungseinrichtungen. Dies habe sich bei Veranstaltungen und gemeinsamen Projekten in „wertvollen Synergien“ widergespiegelt.
Die Cluster-Initiative wurde 2020 lanciert und umfasst drei Sektoren: Energie, Gesundheit und Maschinen. Sie sollen die Innovationstätigkeit der beteiligten Unternehmen durch aktiven Wissens- und Erfahrungsaustausch und zielgerichtete Entwicklungsprojekte stärken und damit den Wohlstand in der Region sichern.
Bei verschiedenen gut besuchten Anlässen gehörten 2025 die emissionsfreie Luftfahrt, der digitale Produktpass und grüner Wasserstoff zu den diskutierten Themen. Ausserdem wurden im Rahmen der Startup Nights „bahnbrechende Fortschritte“ bei Axialflussmotoren und das Potenzial von Festkörperbatterien für die Elektromobilität präsentiert.
Als ein Höhepunkt des Jahres wird die fünfte Verleihung des mit 10'000 Franken dotierten Preises für die beste studentische Arbeit des Jahres bezeichnet. Er wird von der Johann Jacob Rieter-Stiftung der Winterthurer Spinnereitechnologiefirma Rieter und der HAW vergeben.
Im Jahr 2026 planen die Verantwortlichen der drei Cluster eine noch engere Abstimmung ihrer Programme. So sollen Schnittstellen optimal genutzt und themenübergreifende Innovationen gefördert werden. ce/mm

Die Cluster-Initiative Winterthur zeichnete 2025 erneut die beste studentische Arbeit aus, unter anderem jene von Alan Lützelschwab (links) und Kevin Gertsch. Bild: Handelskammer Winterthur
Aktuelles
Zürich – Der Cybersecurity-Spezialist Exeon Analytics lanciert die neue Exeon.UEBA-Lösung. Diese erkennt interne und identitätsgetriebene Bedrohungen durch die Verhaltensanalyse von Nutzern, Anwendungen und Firmenressourcen.
(CONNECT) Exeon Analytics präsentiert mit Exeon.UEBA eine Lösung zur Analyse von Nutzer-, Entitäten- und Anwendungsverhalten, die laut einer Mitteilung Organisationen vor identitätsgetriebenen Bedrohungen schützt. Die UEBA (User and Entity Behavior Analytics)-Lösung ergänzt die etablierte Network Detection & Response Lösung Exeon.NDR um eine weitere Sicherheitsebene.
Exeon.UEBA fokussiert auf verdächtiges Verhalten innerhalb legitim genutzter Systeme, indem sie Logdaten aus Benutzer- und Administratoridentitäten, Unternehmensanwendungen und Dienstkonten analysiert. Die Lösung bewertet Ereignisse als zusammenhängendes Verhaltensmuster und verarbeitet mittels stream-basierter Analyse grosse Log-Datenmengen in Echtzeit.
Der zentrale Vorteil der UEBA-Lösung ist die Entlastung von Security Operations Teams, heisst es in der Mitteilung. Die intelligente Korrelation reduziert sogenannte False Positives und senkt das Risiko von False Negatives, da auch komplexe, mehrstufige Angriffsmuster erkannt werden. Exeon.UEBA reduziere mittels intelligentem Datenhandling ausserdem SIEM-Kosten (Security Information & Event Management), indem nur sicherheitsrelevante Ergebnisse an nachgelagerte SIEM- oder SOAR-Systeme (Security Orchestration, Automation and Response) weitergegeben werden.
„Angriffe nutzen heute Vertrauen statt Schwachstellen. Mit Exeon.UEBA schaffen wir Transparenz über Nutzer- und Anwendungsverhalten und ermöglichen Security-Teams, interne und identitätsbasierte Bedrohungen frühzeitig, effizient und mit deutlich weniger Aufwand zu erkennen“, wird Gregor Erismann zitiert, Co-CEO von Exeon Analytics. ce/ja

Gregor Erismann, Co-CEO von Exeon Analytics, lanciert mit seinem Unternehmen die neue UEBA-Lösung zur Abwehr identitätsbasierter Angriffe. Bild: zVg/Exeon Analytics AG
Aktuelles
Zürich/Baden – Das Z-Forum zu Nachhaltigkeit und Innovation hat an zwei Tagen in Zürich und Baden skalierbare Lösungsansätze für nachhaltige Entwicklung aufgezeigt. Dabei haben nationale und internationale Fachleute einen Fokus auf Resilienz gelegt und die Schweiz auch als Vorbild herangezogen.
(CONNECT) Das Z-Forum hat Forschende und Persönlichkeiten aus der Praxis für zwei Tage in Zürich und Baden versammelt, um einen neuen Ansatz für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen zu diskutieren. Sie haben insbesondere Chancen herausgearbeitet, die in der Verknüpfung mit dem Resilienz-Begriff liegen. Gemeint ist damit die Fähigkeit von Systemen, Stress zu bewältigen. Wird diese beim Design von Lösungen integriert, eröffnet sich grosses Potenzial für nachhaltige, skalierbare und wirtschaftliche Lösungen. Das zeigte sich in den Bereichen Cyber-Security, Energie, Landwirtschaft oder auch Gesundheit.
„Es herrschte ein Konsens unter den Teilnehmenden, dass wir uns von einem rein normativen Verständnis von Nachhaltigkeit verabschieden sollten“, erklärte Philipp Aerni. Er ist Direktor des Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS), das die Konferenz gemeinsam mit dem Switzerland Innovation Park Central in Risch-Rotkreuz ZG, der Stadt Baden sowie der Basler MDPI Sustainability Foundation organisiert hatte. Zudem wurde sie unterstützt durch die Zürcher Handelskammer (ZHK), die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) sowie die Universitäten Zürich, Basel und Luzern. Dieser breite partnerschaftliche Ansatz wurde laut Aerni bewusst gewählt, um Innovationsökosysteme zusammenzubringen und zu stärken.
Resilienz spielt nach Aussagen von ZHK-Direktor Raphael Tschanz für Wirtschaftsräume heute eine immer grössere Rolle. „Beim Z-Forum diskutieren wir diese Fragen genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte er. Dabei standen Praxisbeispiele aus der Schweiz wie etwa Zürich, Zug oder Baden immer wieder im Mittelpunkt, genauso wie internationale Projekte, die auf eine Anwendung in der Schweiz abgeklopft wurden. „Der zweitägige Austausch im Kreis internationaler Experten und Expertinnen war sehr inspirierend, resümierte Thomas Lütolf, der Leiter der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Baden und von Baden 4.0.
Konkret stand etwa die Entwicklung der Landwirtschaft zur Debatte. Louise Fresco, die frühere Präsidentin der Wageningen Universität, forderte Subventionen für Innovationen. Wenn in naher Zukunft fossile Ressourcen inklusive Beiprodukte nicht mehr verfügbar seien, steige zusätzlich die Bedeutung des Agrarsektors. „Seit langem frage ich mich, wo die Blockchain für Nahrungsmittelverschwendung bleibt“, so Fresco.
Dabei ging es auch um den Vergleich von Innovationsansätzen. Autorin Keyu Jin ging darauf ein, wie dezentralisiert das Ökosystem in China bei näherer Betrachtung aufgestellt sei – ein Aspekt der Resilienz der dortigen Wirtschaft. Laut Ian Roberts, dem CTO der Schweizer Bühler Group, tue Europa gut daran, von der chinesischen Perspektive auf Skalierung zu lernen. Wie ABB-Schweiz-Leiterin Nora Teuwsen vertrat er die Schweizer Wirtschaft und stellte vor, wie Resilienz in Unternehmensstrategien verankert wird. „Ein Grundpfeiler ist hierbei: Wir alle müssen lernen, Partnerschaften einzugehen“, erklärte Ian Roberts. ce/yvh

Die Autorin Keyu Jin diskutierte mit dem Publikum digital über Vor- und Nachteile der chinesischen Wirtschaftsförderung. Bild: zVg/Z-Forum
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Zürich – Benetics AI stellt auf der Swissbau die erste automatische Erkennung und Analyse von Bauplänen in E-Mails vor. Der Benetics KI-E-Mail-Assistent analysiert Baupläne in Outlook-Anhängen und weist aktualisierte Planstände automatisch den Ausführenden zu. Veraltete Versionen werden blockiert.
(CONNECT) Der Benetics KI-E-Mail-Assistent soll laut einer Mitteilung eine der teuersten Fehlerquellen im Baualltag vermeiden helfen: die falsche Ausführung aufgrund von veralteten Planständen. Entwickelt wurde dieser Assistent von der Benetics AG. Das 2022 gegründete Zürcher Softwareunternehmen stellt ihn als Weltneuheit ab dem 20. Januar auf der Basler Swissbau vor.
Nach dem ebenfalls auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Sprachassistenten für das Handwerk von 2024 „folgt mit dem KI-E-Mail-Assistenten die zweite Weltneuheit von Benetics AI“, wird CEO Ferdinand Metzler zitiert. „Damit kommen wir unserer Vision einen weiteren Schritt näher: Weniger zeitraubende Admin-Arbeiten, mehr Fokus auf das, was das Handwerk stark macht: die produktive Arbeit.“
Der E-Mail-Assistent erkennt Bauplan-PDFs in eingehenden E-Mail-Anhängen und vergleicht diese mit vorhandenen Plänen in allen bestehenden Projekten. Er benachrichtigt automatisch, wenn ein neuer Planstand eingegangen ist. Und er stellt mit einem Knopfdruck sicher, dass niemand mehr auf dem alten Planstand arbeitet.
Der KI-Assistent wird direkt in Microsoft Outlook eingebettet und kann von dort in weitere Systeme wie SharePoint oder andere DMS- und CDE-Lösungen integriert werden. Die offene API von Benetics AI sowie neue Konnektoren auf Make.com und Zapier ermöglichen den Angaben zufolge flexible Integrationen. „So entsteht erstmals ein durchgängiger digitaler Planfluss bis zum Monteur auf der Baustelle,“ heisst es in der Mitteilung.
„Die Outlook-Integration bringt noch mehr Struktur in den Bauablauf“, so Bledar Beqiri. Er ist Leiter der Montage im Anlagenbau bei der Basler Rosenmund Haustechnik AG und Nutzer des KI-E-Mail-Assistenten. „Neue Planstände erreichen unsere Teams schneller und ohne Umwege. Das reduziert Fehlerquellen und gibt unseren Projektleitern mehr Sicherheit in der Ausführung.“ ce/mm

Benetics AI präsentiert auf der Swissbau einen KI-E-Mail-Assistenten, der Baupläne automatisch erkennt, analysiert und veraltete Versionen blockiert. Bild: Benetics AG
Aktuelles
Zürich – Eine internationale Forschungsgruppe unter Leitung der Universität Zürich (UZH) erforscht den Einsatz des Alzheimer-Medikaments Memantin zur Behandlung der Sichelzellenanämie. Es ist sehr preiswert und erweist sich jetzt als wirksam und weitaus besser verträglich als das gängige Präparat Hydroxyurea.
(CONNECT) Forschende unter Leitung der UZH testen derzeit die Wirksamkeit und Sicherheit des Alzheimer-Medikaments Memantin ausserhalb seiner zugelassenen Indikation, nämlich zur Behandlung der Sichelzellanämie. In früheren präklinischen Studien konnte das Team laut einer Mitteilung der UZH bereits zeigen, dass Memantin, das bereits seit rund 20 Jahren gegen Alzheimer eingesetzt wird, eine stabilisierende Wirkung auf die roten Blutkörperchen hat. In der jetzt durchgeführten klinischen Phase-2-Studie sollte geklärt werden, wie sicher und verträglich es ist.
„Im besten Fall stünde mit Memantin ein nicht mehr patentgeschütztes, gut verträgliches, einfach zu lagerndes und sehr kostengünstiges Medikament zur Verfügung“, fast Studienleiter Max Gassmann die Hoffnungen des Teams zusammen. „Das wäre insbesondere für Länder mit einer hohen Krankheitslast und sehr begrenzten Ressourcen – etwa in Afrika oder auch in Indien – von grosser Bedeutung.“ Ausserdem könnte es Hydroxyurea bei jenen Sichelzellenanämie-Erkrankten ersetzen, die dieses gängige Medikament zur Behandlung dieser häufigsten genetischen Krankheit der Welt nicht gut vertragen.
In der Studie hat sich gezeigt, dass die Behandlung gut vertragen wird. Über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren bestätigten mehr als 25 Laborparameter die Sicherheit des Medikaments. Zudem ist der klinische Nutzen hoch: Anzahl und Dauer von Spitalaufenthalten gingen signifikant zurück. Vor allem bei Kindern traten weniger schmerzhafte Krankheitsschübe auf. Schwerwiegende Nebenwirkungen oder therapiebedingte Studienabbrüche wurden nicht beobachtet. Nun plant das Forschungsteam eine Folgestudie, um Kombinationstherapien systematisch zu analysieren. ce/mm

UZH-Forschende zeigen unter dem Lichtmikroskop das Blut eines Sichelzellpatienten, wobei die Sichelung der sonst runden roten Blutkörperchen gut erkennbar ist. Bild: UZH
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Zürich – Mit ihrer Förderlinie TRANSFORM ermöglicht die Universität Zürich (UZH) die Anschubfinanzierung für zwei neue interdisziplinäre Projekte. Sie heissen CrimeLab und Responsible AI und bündeln jeweils die verschiedenen themenbezogenen Forschungen an der Hochschule und bauen sie aus.
(CONNECT) Zwei neue Projekte erhalten finanzielle Unterstützung aus dem universitären Förderprogramm TRANSFORM der UZH. Laut ihrer Mitteilung wird das Projekt CrimeLab in den nächsten vier Jahren mit 1,5 Millionen Franken unterstützt. Mit dem CrimeLab soll künftig ein transdisziplinäres Zentrum für Kriminalitätsforschung realisiert werden. Es soll die seit Längerem an verschiedenen Fakultäten der UZH, aber auch in ausseruniversitären Institutionen wie dem Forensischen Institut Zürich, im Zürcher Justizvollzug oder der Stadt- und Kantonspolizei betriebene Forschung bündeln.
„Oftmals war es aber eher dem Zufall überlassen, ob die verschiedenen Forschungsgruppen voneinander wussten und ob sie ihre Ressourcen in interdisziplinären Projekten zusammenführten“, wird Rechtsprofessor Thierry Urwyler zitiert. Er gehört dem Direktorium des CrimeLab an. Damit solche Verknüpfungen entstehen können, braucht es nach Urwylers Überzeugung eine gemeinsame Plattform und einen gemeinsamen Datenpool. Einer der vier Forschungsschwerpunkte befasst sich mit neuen Formen der Kriminalität, etwa mit Strafrecht und autonomer Mobilität oder mit neuartigen Delikten mit Künstlicher Intelligenz (KI) wie Phishing und Ransomware-Attacken.
Dass KI verantwortungsvoll eingesetzt wird, ist die Zielsetzung Projekts Responsible AI, also Verantwortungsvolle KI. Es erhält vom Förderprogramm TRANSFORM 1,7 Millionen Franken. Auch dieses Projekt soll die in vielen universitären Bereichen vorhandenen Kompetenzen bündeln, besser vernetzen und sichtbar machen. Es setzt seinen Fokus auf transparente, faire und gesellschaftlich verantwortbare KI-Systeme und die damit zusammenhängenden ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen.
Dafür soll am Institut für Informatik und am Institut für Mathematische Modellierung und Machine Learning je eine Professur geschaffen werden. „Angesichts der Dominanz grosser Tech-Konzerne spielen die Hochschulen eine wichtige Rolle als unabhängige Instanzen für eine kritische und verantwortungsvolle KI-Forschung“, so Professor Reinhard Furrer, einer der Projektleiter. ce/mm

Die UZH fördert die Projekte CrimeLab und Responsible AI, um Kriminalitätsforschung und verantwortungsvolle KI zu stärken. Symbolbild: Tara Winstead/Pexels
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Zürich/Dublin – LatticeFlow akquiriert die in Dublin ansässige Firma AI Sonar. Mit deren Plattform führt LatticeFlow die erste umfassende Künstliche Intelligenz (KI)-Governance-Lösung ein. Sie ermöglicht es Unternehmen, Schatten-KI zu erkennen, die ein Risiko für Compliance und Reputation darstellt.
(CONNECT) LatticeFlow kann durch die Übernahme von AI Sonar Unternehmen und Softwareanbietern erstmals KI-Entdeckung zur Unterstützung der Governance offerieren. Denn AI Sonar hat eine Plattform zur Entdeckung sogenannter Schatten-KI entwickelt. Mit dieser Akquise führt LatticeFlow seiner Mitteilung zufolge die erste durchgängige und evidenzbasierte KI-Governance-Lösung ein, die die Erkennung und Bewertung von KI vor Ort sicher mit zentralisierten und als Software-as-a-Service angebotenen Governance-Prozessen verbindet. Sie deckt generative KI ebenso ab wie agentenbasierte und traditionelle KI-Systeme.
Diese spürt nicht genehmigte Nutzung von KI-Werkzeugen oder KI-Anwendungen durch Mitarbeitende oder Endnutzende auf, für die keine formelle Genehmigung durch die interne IT-Abteilung vorliegt. Wenn IT-Teams nicht wissen, dass etwa generative KI wie ChatGPT zur Automatisierung von Aufgaben wie Textbearbeitung und Datenanalyse verwendet werden, besteht die Gefahr, dass dadurch unwissentlich erhebliche Risiken in Bezug auf Datensicherheit, Compliance und den Ruf des Unternehmens entstehen.
LatticeFlow wird die KI-Erkennung künftig unter seinem Namen vertreiben. Ausserdem richtet das Unternehmen am Sitz von AI Sonar in Dublin einen Standort für Forschung und Entwicklung ein. Dort wird das Entwicklungsteam von AI Sonar die KI-Erkennung für Unternehmen weiterentwickeln und vollständig in die Produktlinie von LatticeFlow integrieren. Forschung und Entwicklung betreibt LatticeFlow ausserdem in Zürich und in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.
AI Sonar ist eine erst im September 2025 gegründete hundertprozentige Tochterfirma von CloudSphere Ltd. Die Übernahme von AI Sonar stärkt nach den Worten von CEO und Mitgründer Dr. Petar Tsankov die Führungsposition von LatticeFlow bei evidenzbasierter KI-Governance, „indem sie deutlich macht, dass KI-Governance eine technische Disziplin ist, ähnlich wie Cybersicherheit, und direkt in den Technologie-Stack eingebettet werden muss, anstatt über Papier-Checklisten oder Dashboards verwaltet zu werden“. ce/mm

(v.l.n.r) Petar Tsankov (CEO und Mitgründer von LatticeFlow) und Paul Mansfield (CTO von Cloudsphere, Tochterfirma von AI Sonar) geben bekannt, dass LatticeFlow die irische Firma AI Sonar übernimmt. Bild: zVg/LatticeFlow AG
Aktuelles
St.Gallen/Zürich – Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und von TI Solutions haben neue Polymerkabel entwickelt. Die Kabel mit einer dünnen Titan-Silber-Beschichtung eignen sich für MRT-Untersuchungen.
(CONNECT) Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in St.Gallen und des Industriepartners TI Solutions mit Sitz in Zürich haben für MRT-Untersuchungen ein spezielles Polymerkabel entwickelt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Magnetresonanztomografien (MRT) sind ein wichtiges bildgebendes Diagnoseverfahren. Untersuchungen gehen unter anderem parallel mit Hirnstrommessungen, Elektrokardiogrammen oder einer Stimulation von tiefliegenden Hirnstrukturen durch temporale Interferenz-Stimulation (TI). Aufgrund der hohen angewandten Magnetfelder und eingesetzten Radiowellen dürfen in der Apparatur keine metallischen Objekte verwandt werden, die mechanische Zerstörung oder thermische Erhitzung auslösen könnten.
Wie es in der Mitteilung heisst, besteht dieses Elektrodenkabel aus einem Bündel von Polymerfasern, die mit einer weniger als einen halben Mikrometer starken Titan-Silberschicht bezogen sind. Die neuartigen Kabel gestatten sowohl kardiologische als auch neurologische Messungen sowie temporale Interferenz-Stimulationen tiefer Hirnschichten. „Unser Ziel war es, ein Kabel mit einer sehr geringen, aber genau definierten metallischen Leitfähigkeit zu entwickeln“, wird Dirk Hegemann, Forschungsleiter am Empa-Labor Advanced Fibers, in der Mitteilung zitiert. „Die Leitfähigkeit muss genug gross sein, damit das Signal übertragen werden kann, aber nicht so gross, dass es zu einer Interaktion mit den Radio- oder Magnetwellen kommt“. Sven Kühn, Forschungsleiter bei TI Solutions, ergänzt: „Mit den im Empa-Labor entwickelten MRT-kompatiblen Kabeln haben unsere medizinischen Forschungspartner zum ersten Mal die Möglichkeit, die Wirkung von TI im Hirn mittels MRT sicher und störungsfrei sichtbar zu machen.“ Das Unternehmen ist auf Forschung im Bereich der temporalen Interferenz-Stimulation spezialisiert. Die Entwicklung der neuen Polymerkabel wurden von Innosuisse gefördert. ce/ww

Ein von Empa und TI Solutions entwickeltes Kabel besteht aus gebündelten Polymerfasern mit einer dünnen Metallbeschichtung. Bild: Empa
Aktuelles
Zürich – Insgesamt 13 DeepTech-Start-ups haben es in die nächste Runde des ZKB Pionierpreises Technopark 2026 geschafft. Die Zahl der Bewerbungen ist um etwa 40 Prozent gestiegen, die meisten stammen aus der Region Zürich. 64,5 Prozent aller Einreichungen befassen sich mit Technologien der Künstlichen Intelligenz.
(CONNECT) Der ZKB Pionierpreis Technopark verzeichnet in diesem Jahr mit 76 Bewerbungen so viele wie nie zuvor – rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Die achtköpfige Jury hat nun 13 von ihnen für die nächste Runde ausgewählt. Diese Vorauswahl bildet die Grundlage für die Nominierung der fünf Finalisten. Sie können ihre Projekte bei der Preisverleihung am 12. Mai 2026 im Technopark Zürich vorstellen.
Von den diesjährigen Top 13 entwickelt gut die Hälfte Lösungen für eine ökologischere Zukunft. Drei kommen aus der Biotech-Branche und zwei aus der Robotik. Qualifiziert haben sich für die nächste Runde in alphabetischer Reihenfolge: Aseptuva (Bern), CCRAFT (Neuenburg), Chiral Nano (Dübendorf ZH), FimmCyte (Basel), GlycoEra (Wädenswil ZH), KLARK (Landquart GR), NovaMea (Saint-Sulpice VD), RoBoa (Zürich), RTDT Laboratories (Zürich), Scrimber CSC (Thun BE), SolidWatts (Pully VD), Unbound Potential (Thalwil ZH) und Winduction (Zürich).
In diesem Jahr stammen mit 47 die meisten Bewerbungen aus der Region Zürich. 16 sind aus der Westschweiz eingegangen. 36 Prozent haben eine Verbindung zu den Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich oder Lausanne und je 7 Prozent zur Universität Zürich oder zur Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt. Der weitaus grösste Teil der Start-ups, nämlich 64,5 Prozent, befasst sich mit Künstlicher Intelligenz (KI), Maschinellem Lernen oder anderen KI-Technologien.
Der Pionierpreis wird seit über 20 Jahren von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und der Stiftung Technopark Zürich verliehen und gilt als einer der wichtigsten Deeptech-Innovationspreise der Schweiz. Er prämiert Projekte am Übergang von der innovativen Idee zur Marktreife. In dieser Phase sollen 100'000 Franken Preisgeld für den Sieger und je 10'000 Franken für zwei weitere Finalisten die Weiterentwicklung unterstützen. Ausserdem wird ein mit 5000 Franken dotierter Publikumspreis vergeben. ce/mm

Die Finalisten des ZKB Pionierpreises Technopark 2025. Bild: zVg/Technopark Zürich
Aktuelles
Baar ZG/Schlieren ZH/Epalinges VD – Die SWISSFINTECHLADIES haben an ihrer Art and Startup Night beim Weltwirtschaftsforum in Davos den SwissFinTechDiversity Award 2026 verliehen. Drei Preise für herausragende Leistungen von Frauen in der Fintech-Branche gingen an die Schweizer Unternehmen Yainvest, Pregnolia und Undae.
(CONNECT) Drei frauengeführte Unternehmen haben den diesjährigen SwissFinTechDiversity Award erhalten: Yainvest aus Baar, Pregnolia aus Schlieren und Undae Science aus Epalinges. Die Auszeichnung wird von SWISSFINTECHLADIES aus Cham ZG für herausragende Leistungen von Frauen in der Fintech-Branche vergeben. Die Preisverleihung fand am 18. Januar während des Weltwirtschaftsforums in Davos an der Art and Startup Night des Vereins tech-affiner und finanzinteressierter Frauen statt.
Laut seiner Mitteilung ist der SwissFinTechDiversity Award Teil der Swiss Fintech Awards-Initiative und ergänzt die etablierte Zürcher Swiss Fintech Week. Der Preis der SWISSFINTECHLADIES konzentriert sich spezifisch auf weibliches Unternehmertum, Investitionen und Innovationen innerhalb des Schweizer Fintech-Ökosystems. Dabei geht es um „die Repräsentation und Anerkennung von Frauen in der grösseren Schweizer FinTech-Landschaft", heisst es in der Mitteilung. „Unser Ziel ist es, die Schweiz als führenden globalen FinTechStandort zu positionieren – gemeinsam und unabhängig vom Geschlecht."
Yainvest ist ein Anbieter von Wealth- und Investment-Management-Lösungen, die auf Behavioral Finance (BhFS) und Risikomanagement basieren. CEO Yulia Myronova hat das Baarer Unternehmen, eine Tochtergesellschaft der ebenfalls in Baar ansässigen BhFS GmbH, 2023 mitgegründet. Die Kompetenzen in der BhFS-Forschung bringen Mitgründer aus der Forschung an den Universitäten St.Gallen und Zürich mit. Yainvest war bei den Swiss FinTech Awards 2025 Finalist in der Kategorie Early Stage.
Pregnolia hat bei den Femtech World Awards 2025 den Innovationspreis des Jahres für Gynäkologie und Geburtshilfe gewonnen. Die 2016 von Sabrina Badir gegründete Ausgliederung von Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich und Universitätsspital Zürich hat als Weltneuheit ein Gerät zur Verbesserung der Schwangerschaftsvorsorge entwickelt. Mit diesem Instrument können Gynäkologinnen und Gynäkologen die Steifigkeit des Gebärmutterhalses, der Zervix, messen. Ihre Beschaffenheit gilt als wichtiger Indikator zur Bestimmung des Frühgeburtsrisikos.
Undae begegnet Schlafstörungen mit seinem System Noctae und sammelt und verarbeitet auf nicht-invasive Weise und zuhause Daten während des Schlafs. Die Schlafüberwachung des von Dr. Shanaz Diessler gegründeten Start-ups besteht aus einer ultradünnen Matte unter dem Leintuch und einem kleinen Gerät für das Nachtkästchen, dem Noctae Hub. Die zugehörige App ergänzt das Monitoring mit Fragen, Empfehlungen und einem Schlaftagebuch. In den Vanguard Accelerator des Biopôle Lausanne wurde Undae Ende 2025 als eines von drei Healthcare-Start-ups aufgenommen. ce/mm

Karen Wendt, Präsidentin von SWISSFINTECHLADIES (links), übergibt Elena de Weck, Co-Founderin und Chief Client Officer bei Yainvest (rechts), den Preis. Bild: zVg/SwissFinTechLadies
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