Aktuelles
Dietikon ZH – Ex Libris ist für den Sales Award 2023 nominiert worden. Ob die Medienhändlerin für ihre Kampagne „Plakatwände werden zu Bücherregalen“ ausgezeichnet wird, entscheidet sich am 21. März auf der Leipziger Buchmesse.
Die in Dietikon ansässige Medienhändlerin Ex Libris ist laut Medienmitteilung für den vom BuchmarktFORUM veranstalteten Sales Award 2023 nominiert worden. Ausgezeichnet werden soll die Kampagne von Ex Libris zum Umbau von Plakatwänden zu Bücherregalen aus dem vergangenen Herbst. Dabei waren 12‘000 Bücher zum Verschenken ausgelegt worden.
Die diesjährige Sales Award-Jury hat in München beim Landesverband Bayern des Börsenvereins getagt und über die eingereichten Bewerbungen abgestimmt. Je drei Bewerber aus den Bereichen Sortiment und Verlag wurden als Kandidaten für den Hauptpreis nominiert. Der Sieger wird am Donnerstag, 21. März, um 12 Uhr auf der Leipziger Buchmesse bekannt gegeben.
Ziel des Sales Awards ist es, herausragende Verkaufsstrategien in der Buchbranche zu prämieren, die sich auf die Wirkung bei Leserinnen und Lesern und Endkunden beziehen, und weniger auf den quantitativ messbaren Erfolg im Buchverkauf. Der Preis wird vom BuchmarktFORUM veranstaltet und unterstützt von der Leipziger Buchmesse und dem Hamburger Buchhändler Libri. BuchmarktFORUM ist eine Kooperation des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Landesverband Bayern, und der Buchhändlergenossenschaft eBuch e.G. in Heidelberg.
Bei der Aktion Ex Libris verschenkt Bücher wurden im Oktober und November 2023 an 61 Plätzen in Orten der Deutschschweiz besondere Plakatständer aufgebaut. Daran hingen speziell angefertigte Bücherregale mit neuesten Krimis, Romanen, Kinder- und Sachbüchern zum Mitnehmen. Online wurde die Aktion, bei der 12‘000 Bücher verschenkt wurden, begleitet von einer Ankündigungskampagne und Clips, die in Erinnerung riefen, wozu Bücher eigentlich da sind – zum Lesen, hiess es dazu in der Medienmitteilung der Dietiker Medienhändlerin. So wecke Ex Libris die Lesefreude. ce/gba

Die Kampagne von Ex Libris zum Umbau von Plakatwänden zu Bücherregalen ist für den Sales Award nominiert. Bild: Ex Libris
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Zürich – Das Zürcher Proptech Benetics hat eine Software für die Koordination von Bauprojekten entwickelt. Vier Monate nach Lancierung wird die digitale Anwendung bereits von 25 Firmen für die effiziente Arbeit auf den Baustellen genutzt.
Benetics hat eine Software entwickelt, mit der Arbeiten auf Baustellen effizient koordiniert werden können. Seit Markteintritt im Oktober 2023 kann das Zürcher Proptech starkes Wachstum verbuchen. Bereits 25 Unternehmen, hauptsächlich aus der Elektrobranche, nutzen die digitale Anwendung von Benetics, informiert ein Beitrag auf startupticker.ch. Die meisten davon sind Firmen mit 10 bis 15 Mitarbeitenden, beim grössten Kunden wird die Software von über 100 Mitarbeitenden genutzt.
„Unser App-basiertes Tool braucht kaum Zeit fürs Onboarding, macht Baupläne digital nutzbar und verfügte neben weiteren Funktionen über eine Fotodokumentation der geleisteten Arbeit und einen integrierten intelligenten Übersetzungsservice“, wird Benetics-Mitgründer und -CEO Ferdinand Metzler im Beitrag zitiert. Nutzende können Texte und Sprachnachrichten in ihrer Muttersprache eingeben. Sie werden dann automatisch in die von den anderen Beteiligten genutzten Sprachen übersetzt.
Benetics wird aktuell von 13 Personen getragen, neun von ihnen kommen aus der Entwicklungsbranche. Viele von ihnen, darunter auch die beiden anderen Mitgründer Aaron Shon und Johan Tibell, haben zuvor bei Google gearbeitet, heisst es im Beitrag. „Mit unserem Entwicklungsteam sind wir schnell in der Umsetzung von Kunden-Inputs“, meint Metzler. Zudem verfüge das Unternehmen über grosses Fachwissen für Big Data und Künstliche Intelligenz. ce/hs

Die Software von Benetics zur Koordination von Arbeiten auf der Baustelle wird aktuell hauptsächlich von Firmen aus der Elektrobranche genutzt. Symbolbild: Michal Jarmoluk/Pixabay
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Urdorf/Wädenswil ZH- Securecell bietet einen virtuellen Rundgang durch das digitalisierte Labor für Bioprozesse an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) an. Das Biotech-Unternehmen hat dort seine Software Lucullus installiert.
Das Biotech-Unternehmen Securecell aus Urdorf und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben ein gemeinsames Forschungsprojekt am Labor für Bioprozesse an der ZHAW abgeschlossen. Nach der Installation der Software Lucullus von Securecell kann das Labor laut Medienmitteilung nun in einem virtuellen Rundgang besichtigt werden. Das Bioprozesslabor unter Leitung von Lukas Neutsch, dem Leiter der Fachgruppe Bioprozesstechnologie an der ZHAW, wird seit 2020 sukzessiv digitalisiert.
Die Entwicklung der technischen Rahmenbedingungen für die Intensivierung von Bioprozessen durch innovative Digitalisierungs- und Automatisierungskonzepte war das Ziel des Projekts zwischen der ZHAW und der Securecell AG. Das Projekt wurde von Innosuisse, Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, unterstützt. Untersucht wurde laut Mitteilung von Securecell das Potenzial einheitlicher und automatisierter Überwachungs-, Steuerungs- und Auswertungsroutinen über ein breites Spektrum biotechnologischer Wertschöpfungsketten von Bakterien- über Säugetier- bis zu Mikroalgenkulturen.
Geschaffen wurde ein vollständig integriertes Entwicklungs- und Prototyping-System für digital erweiterte Arbeitsabläufe in der Biotechnologie, das i2BPLab (Intelligent and Integrated BioProcessing Lab). Herzstück der Bioprozessdigitalisierung ist die Softwarelösung Lucullus der Securecell AG, mit der Prozessketten digitalisiert werden können.
In Zukunft können sowohl Studierende als auch Forschungsgruppen an der ZHAW von den digitalen Technologien profitieren. Das Labor eröffne auch Securecell neue Möglichkeiten, heisst es in der Mitteilung weiter. Produkte können ausgiebig und effizient in realen Anwendungen getestet sowie in Zusammenarbeit mit der ZHAW verbessert und potenziellen Kunden vorgeführt werden.
Securecell ist Mitglied im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. ce/gba

Das Bioprozesslabor befindet sich auf dem Campus Grüental der ZHAW in Wädenswil. Bild: ZHAW
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Zürich – Ein Team der Universität Zürich (UZH) hat ein innovatives Zellkulturmodell für Nervenzellen entwickelt. Es zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen einem fehlregulierten Protein und dem Absterben von Nervenzellen bei zwei neurodegenerativen Erkrankungen gibt.
Forschende der UZH haben ein innovatives 2D-Zellkulturmodell namens iNets entwickelt, das die Eigenschaften des menschlichen Gehirns widerspiegelt und komplexe Mechanismen der Neurodegeneration aufschlüsselt. Dabei wurden sie von den hochdichten Mikroelektroden-Arrays (HD-MEAs) von MaxWell Biosystems unterstützt, einer Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.
Damit gelang es ihnen laut einem Bericht der Universität, einen Ansatzpunkt zur Behandlung der Frontotemporalen Demenz (FTD) und der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) zu identifizieren. Diese bahnbrechende Arbeit wurde von Dr. Marian Hruska-Plochan (Erstautor) in der Gruppe von Prof. Dr. Magdalini Polymenidou (Letztautorin) am UZH-Departement für Quantitative Biomedizin geleitet und im Fachmagazin „Nature" veröffentlicht.
Bei ALS sterben Neuronen in der motorischen Hirnrinde und im Rückenmark ab, was Lähmungen hervorruft. Bei FTD sind hingegen Hirnregionen betroffen, die für Kognition, Sprache und Persönlichkeit zuständig sind. Beides sind Krankheiten, die unaufhaltsam fortschreiten und für die es noch keine wirksamen Behandlungsmethoden gibt.
Bekannt war, dass es bei beiden Krankheiten in den Neuronen des zentralen Nervensystems eine abnorme Anhäufung des Proteins TDP-43 gibt. Die UZH-Studie konnte mithilfe dieses Zellkulturmodells nun aufschlüsseln, dass eine toxische Anhäufung eines weiteren Proteins namens NPTX2 für das Fehlverhalten von TDP-43 verantwortlich ist, was wiederum zum Absterben der Nervenzellen führt.
Das Team überprüfte diese experimentellen Erkenntnisse an Hirngewebe von Personen, die an ALS oder FTD gestorben waren. Und tatsächlich stellten sie fest, dass sich NPTX2 auch hier in Zellen anreichert, die eine abnorme Anhäufung von TDP-43 enthalten. Das iNets-Zellkulturmodell konnte die Pathologie von ALS- und FTD-Betroffenen also genau vorhersagen.
„Die Entdeckung von NPTX2 gibt uns eine klare Chance, ein Therapeutikum zu entwickeln, das beim Kern der Krankheit ansetzt“, so Magdalini Polymenidou. In Verbindung mit zwei weiteren Zielmolekülen, die kürzlich von anderen Forschungsteams identifiziert wurden, wäre also eine Kombinationstherapie für ALS und FTD denkbar. ce/mm

Ein Team der UZH hat die Ursache für ein fehlreguliertes Protein identifiziert, das für das Absterben von Nervenzellen bei Demenz und ALS verantwortlich ist. Symbolbild: geralt/Pixabay
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Zürich/Olkiluoto – Der autonome vierbeinige Inspektionsroboter ANYmal von ANYbotics wird im finnischen nuklearen Endlager ONKALO eingesetzt. Der Roboter soll Menschen vor möglichen Kontaminationen schützen.
ANYmal von ANYbotics soll die nukleare Sicherheit in den unterirdischen Anlagen von Olkiluoto überwachen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, ist dies von der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission und der Gemeinsamen Forschungsstelle in Zusammenarbeit mit Posiva Oy initiiert worden. Der Schwerpunkt der Arbeit der automatisierten Roboter liegt in einer ständigen Sicht- und Strahlungsüberwachung des weltweit ersten Langzeitlagers für abgebrannte atomare Brennelemente, ONKALO.
ANYmal patrouilliert in dem auf unterschiedlichem Terrain angebrachten Tunnelsystem. In einer Tiefe von mehr als 400 Metern, in einem Netz von mehr als 100 Ablagerungstunneln, die über einen spiralförmigen, 5 Kilometer langen Haupttunnel zugänglich sind, führt ANYmal wesentliche und sich wiederholende Aufgaben effizient und autonom aus, heisst es in der Mitteilung. Mobilität, autonome Navigation sowie eine hohe Wartungsfreundlichkeit zeichnen den Überwachungsroboter aus. ANYmal konnte bislang bereits erfolgreich in der Öl-, Gas- und Chemieindustrie sowie in einer deutschen Müllverbrennungsanlage getestet werden
Erhöhte Sicherheit ist der Schlüssel zu Fortschritten bei der robotergestützten Inspektion und Wartung von kerntechnischen Anlagen. ANYbotics, eine Ausgründung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), will hierbei eine führende Rolle spielen, heisst es von Seiten des Unternehmens. ce/ww

Der Inspektionsroboter ANYmal von ANYbotics wird im finnischen nuklearen Endlager ONKALO eingesetzt. Bild: ANYbotics
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Zürich/Zollikon ZH – Squirro und Adnovum spannen für die nächste Generation von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammen. Mit der Technologie von Squirro will Adnovum seine digitalen Lösungen verbessern. Kunden unterschiedlicher Branchen sollen eine Spitzenposition bei generativer KI einnehmen.
Squirro hat laut einer Medienmitteilung eine Partnerschaft mit Adnovum geschlossen. Der Zürcher IT-Dienstleister will demnach die Technologie von Squirro in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Natural Language Processing und Retrieval Augmented Generation für eine Verbesserung der eigenen digitalen Lösungen einsetzen. Die Zusammenarbeit richte sich an Kunden aus den Bereichen Banken, Versicherungen, Transport, Logistik sowie aus dem öffentlichen Sektor.
Adnovum bietet verschiedene IT-Dienstleistungen an und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung. Mit der technischen Expertise beider Unternehmen sollen Kunden in der Schweiz und in Singapur bei der nächsten Generation von KI und bei Fortschritten der generativen KI an die Spitze geführt werden, wird Thomas Zangerl, CEO von Adnovum, zitiert.
Die von Squirro geschaffene KI-basierte Technologielösung für Datenrecherche, Einblicke und Automatisierung verknüpft menschliche Intelligenz mit leistungsfähiger KI. Sie erlaube es Unternehmen weltweit, Kundenbeziehungen und Betriebsabläufe zu optimieren.
„Durch die Integration der massgeschneiderten digitalen Lösungen von Adnovum mit der modernen generativen KI-Technologie von Squirro transformieren wir nicht nur die Geschäftsabläufe – wir leisten Pionierarbeit für eine Zukunft, in der sich unsere Kunden durch eine intelligente Datennutzung und verbesserte Entscheidungsfindung auszeichnen“, wird Dr. Dorian Selz, CEO und Mitbegründer von Squirro, zitiert. Und weiter: Durch die Partnerschaft werden „beispiellose Fortschritte im Servicemanagement und bei der Kundenbindung“ gemacht. ce/heg

Dorian Selz, CEO und Mitgründer von Squirro, (links) und Thomas Zangerl, CEO von Adnovum, (rechts). Bild: Squirro und Adnovum
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Zürich – Zürcher Forschende haben mit einem internationalen Team herausgefunden, dass Neuroprothesen über natürliche Signale besser mit dem Gehirn kommunizieren als mit der bisher verwendeten starren Stimulation des Ischiasnervs. Dies vermittelt etwa Trägern von Beinprothesen mehr Sicherheit.
Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ist es gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Serbien und Russland gelungen, Signale, die Neuroprothesen aussenden, so zu verändern, dass sie jenen des fehlenden Körperteils ähneln. Die Ergebnisse dieser vom menschlichen Körper inspirierten neurowissenschaftlichen Technologie könnten laut einer soeben veröffentlichten Studie „ein Modell für die Entwicklung neuartiger unterstützender Neurotechnologien sein“. Das wäre etwa für Arm- und Beinprothesen, aber auch für Wirbelsäulenimplantate oder Elektroden zur Hirnstimulation relevant.
Das Forschungsteam um Stanisa Raspopovic vom Neuroengineering Lab der ETH hat vor einigen Jahren Beinprothesen entwickelt, die es Amputierten erstmals erlaubten, das Ersatzkörperteil zu spüren. Ihre Neuroprothesen waren mittels implantierter Elektroden mit dem Ischiasnerv im Oberschenkelstumpf verbunden. Jedoch waren sie „noch nicht in der Lage, ein natürliches Gefühl zu erzeugen“, erklärt Raspopovic in einem Bericht der ETH.
Daher setzten er und sein Team auf biomimetische Stimulation, also natürliche Signale, die in der Lage sind, physiologisch plausible Informationen in das restliche gesunde Nervensystem „zurückzuschreiben“. Dafür entwickelte die Doktorandin Natalija Katic ein Computermodell namens FootSim. Es stützt sich auf Daten einer kanadischen Studie, in der die Aktivität sogenannter Mechanorezeptoren in den Fusssohlen gesunder Probanden aufgezeichnet worden war.
Diese Daten wurden in biomimetische Impulse „übersetzt“. Dass die biomimetische der starren Stimulation überlegen ist und das Gehirn weniger belastet, wiesen die Forschenden zunächst in Katzenexperimenten und schliesslich in einer klinischen Studie mit Beinamputierten nach. ce/mm

ETH-Forschende entwickelten eine Beinprothese, die über natürliche Signale mit dem Gehirn kommuniziert. Symbolbild: Pexels
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St.Gallen/Zürich – Forschende des Kantonsspitals St.Gallen und des Universitätsspitals Zürich haben einen bisher unbekannten Kontrollmechanismus bei Entzündungen des Herzmuskels entdeckt. Daraus könnte eine neue immuntherapeutische Behandlung entwickelt werden.
Forschende des Kantonsspitals St.Gallen und des Universitätsspitals Zürich haben einen Ansatz für eine neue immuntherapeutische Behandlungsmöglichkeit von Myokarditis gefunden. „Die Herzmuskelentzündung tritt bei 20 bis 30 von 100'000 Personen auf und kann bei jüngeren Menschen zum plötzlichen Herztod führen“, wird Burkhard Ludewig, Leiter Medizinisches Forschungszentrum des Kantonsspitals St.Gallen und Leiter Translationale Kardioimmunologie der Klinik für Kardiologie am Universitätsspital Zürich, in einer entsprechenden Mitteilung des Kantonsspitals zitiert. „Die Behandlungsmöglichkeiten der Herzmuskelentzündung sind derzeit begrenzt, da die Mechanismen, die das Zusammenspiel der Zellen im Herzmuskel steuern, noch nicht ausreichend verstanden sind.“
Einem dieser Mechanismen sind die Forschenden jetzt auf die Spur gekommen. Aus hochauflösenden molekularen Analysen von Zellen entzündeten Herzmuskelgewebes ging hervor, dass das zelluläre Gleichgewicht im Herzmuskel über bestimmte Botenstoffe gesteuert wird. Bei Entzündungen des Herzmuskels haben die Forschenden eine Abnahme der Konzentration des Botenstoffs BMP4 registriert.
Verantwortlich dafür sind die BMP-Inhibitoren Gremlin-1 und Gremlin-2. Durch den Einsatz eines immuntherapeutischen Antikörpers gegen die Gremlin-Moleküle konnte das Gleichgewicht der Herzmuskelzellen wieder hergestellt werden, heisst es in der Mitteilung. Im Tiermodel wurde zudem der krankhafte Umbau des Herzgewebes blockiert. An der interdisziplinären Studie waren auch Forschende der Universität Bern, der Medizinischen Universität Graz und der Mayo Clinic in Jacksonville beteiligt. ce/hs

Forschende am Medizinischen Forschungszentrums des Kantonsspitals St.Gallen und an der Klinik für Kardiologie des Universitätsspitals Zürich (im Bild die Eingangshalle des Universitätsspitals) haben einen bisher unbekannten Kontrollmechanismus der Herzmuskelentzündung entdeckt. Bild: Universitätsspital Zürich
Aktuelles
Die Einrichtung von AWS-Rechenzentren in Zürich hat zu einem verstärkten Bedarf an Fachkräften geführt und den Anstoß für die Entwicklung eines Lehrlingsausbildungsprogramms gegeben.
Mit der Eröffnung eigener Rechenzentren an drei Standorten im Grossraum Zürich im November 2022 stieg auch der Bedarf an lokalen Fachkräften bei Amazon Web Services (AWS). Der Aufbau und Betrieb der AWS-Region Europa (Zürich) unterstützt laut einer Studie durchschnittlich über 2.500 Vollzeitarbeitsplätze pro Jahr bei externen Unternehmen. In diesem Zusammenhang plant AWS Investitionen in Höhe von 5,9 Milliarden Franken bis zum Jahr 2036. Im Rahmen der weltweiten Grow Our Own Talent Initiative und zur Unterstützung der Ausbildung benötigter Fachkräfte, initiiert AWS ein Lehrlingsausbildungsprogramm in seinen Rechenzentren. Der Start ist mit zwei Berufsbildern geplant: Ab Sommer 2024 werden die Ausbildungsgänge zum/zur ICT-Fachmann/-frau EFZ und zum/zur Automatiker/in EFZ in AWS Rechenzentren beginnen. Die ICT-Fachkräfte werden Teil des Data Center Operations (DCO)-Teams, und die Automatiker werden im Data Center Engineering Operations (DCEO)-Team integriert.
Die Basislehrgänge werden in Zusammenarbeit mit unserem Ausbildungspartner Siemens durchgeführt, der in der Schweiz über ein vorbildliches Lehrlingsausbildungszentrum verfügt. AWS und Siemens sind durch eine globale Ausbildungspartnerschaft verbunden, in dem AWS Cloud-Schulungen und Siemens sein Ausbildungs-Know-how zur Verfügung stellen.
«Wir freuen uns sehr über die Ankündigung von Amazon Web Services, jungen Schulabsolventen Lehrstellen in seinen Rechenzentren im Grossraum Zürich für den Einstieg in die ICT-Industrie anzubieten. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels, vor allem bei IT-Fachkräften, ist die Förderung und Ausbildung junger Talente für einen attraktiven Wirtschaftsstandort wichtig und wird vom Kanton Zürich sehr begrüsst.»
Fabian Streiff, Leiter Amt für Wirtschaft Kanton Zürich
Teams in AWS-Rechenzentren spezialisieren sich auf unterschiedliche Aufgabenbereiche und tragen Verantwortung für die Wartung sowie den Ausbau der kritischen Infrastruktur. Sie gewährleisten, dass die umfassende Cloud-Infrastruktur kontinuierlich effizient und sicher betrieben wird, was für Kunden jeder Grössenordnung von höchster Bedeutung ist. An drei Standorten konzentrieren sich die Teams auf folgende Hauptaufgaben:
Die hohe Sicherheit und die Einhaltung strenger Compliance-Standards sind zentral, um den Schutz und die Zuverlässigkeit für Kunden zu garantieren. Die fortlaufende Verbesserung und Wartung der Rechenzentren sichert die Cloud-Infrastruktur und schützt vor Risiken, was diese Teams zu einem unverzichtbaren Bestandteil bei der Bereitstellung von Cloud-Diensten macht.
Eine Übersicht, was es bedeutet in einem AWS Rechenzentrum zu arbeiten, findest du hier.
Die Lehrstellenausschreibungen werden auf den Webseiten des Kantons Zürich (siehe unten) sowie auf der AWS Jobseite (siehe unten) veröffentlicht. Für die 3-jährige Lehre als ICT-Fachmann/-frau können sich gute Sekundarschulabgänger der Niveaus A und B bewerben. Für die 4-jährige Lehre als Automatiker kommen Sekundarschulabgänger Niveau A und Kantonsschüler, die den beruflichen Bildungsweg einschlagen möchten, in Frage. Wichtige Anforderungen für die Bewerber sind neben Interesse an Innovation, IT und Technik gute Englischkenntnisse.
Links zur Bewerbung:
Automatike*in EFZ: Bewerbungsseite von AWS | Berufsberatung.ch
ICT-Fachmann/-frau EFZ: Bewerbungsseite von AWS | Berufsberatung.ch
AWS hat sich im Rahmen der Revision des Lehrplans 21 bei der Konzipierung neuer Cloud Module im Bereich ICT-Berufsbildung engagiert. Hierbei wurden in einer kleinen Arbeitsgruppe drei neue Module entwickelt, die den Schülerinnen und Schülern einen Einstieg in Cloud Technologien vermitteln und seit 2022 im Lehrplan verankert sind (hier ein Beispiel wie diese Module mit AWS umgesetzt werden können). Seit dem Jahr 2022 unterstützt AWS zudem die Schweizer Berufsmeisterschaften für ICT Fachleute, die erstmalig auch im Bereich “Cloud Computing” durchgeführt wurde. Als Vorbereitung hat AWS für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlose Trainings angeboten, sowie während der Durchführung der Berufsmeisterschaften den Betrieb der Wettkampfplattform sichergestellt.
«AWS Schweiz leistet einen wichtigen Beitrag zu den Schweizer ICT-Ausbildungen durch die Bereitstellung moderner Cloud-Services und dem kontinuierlichen Engagment bei der Erstellung von Lehrinhalten. Durch die Schaffung eigener Ausbildungsplätze ab Sommer 2024, leistet AWS einen direkten Beitrag zur Ausbildung von hiesigen Fachkräften, die die Schweizer Wirtschaft dringend für die digitale Transformation braucht. Wir schätzen diesen wichtigen Beitrag sehr und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit AWS.»
Matthias Bauhofer, Leiter Berufliche Grundbildung bei ICT-Berufsbildung Schweiz.
«Als Fachkundelehrer an der Technischen Berufsschule Zürich schätze ich die unkomplizierte und kollegiale Zusammenarbeit mit AWS sehr. Die umfassende Kooperation von AWS erstreckt sich nicht nur auf die technische Ebene, sondern bezieht auch die Weiterbildung von Fachkundelehrpersonen und IT-Lernenden mit ein. Diese engagierte Unterstützung ermöglicht es uns, innovative Lehrmethoden und praxisnahe, aktuelle Schulungsinhalte in den Unterricht zu integrieren. Unsere Lernenden erhalten so eine handlungsorientierte, abwechslungsreiche und topaktuelle Ausbildung. Die Zusammenarbeit mit AWS im IT-Bildungsbereich ist für mich deshalb sehr wichtig.»
Marcello Calisto, Fachlehrer Berufskunde (Informatik), TBZ Technische Berufsschule Zürich

Lehrlinge an der Berufsmeisterschaften am Lösen der Cloud Computing Challenge

Lehrlinge an der Berufsmeisterschaften am Lösen der Cloud Computing Challenge

Cloud Enablement Day für Informatik-Fachlehrer (Schweizer Berufsschulen)

Techniker in einem Data Center
Aktuelles
Zürich/Lausanne – Das Roboterlabor des SwissCat+-Hubs der beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne findet Katalysatoren für die Herstellung des Energieträgers Methanol aus CO2. Für dieses Experiment benötigte es anstelle vieler Jahren nur sechs Wochen.
Forschende der Technologieplattform SwissCat+ an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben eine durchgängig digitalisierte und automatisierte Methode entwickelt, mit der sie „massiv schneller als bisher“ neue und bessere Metallkatalysatoren für die Herstellung des Energieträgers Methanol aus CO2 finden können. Wie es in einer Mitteilung der ETH heisst, kombinierten sie dafür Künstliche Intelligenz (KI) zur Berechnung von erfolgversprechenden Katalysator-Zusammensetzungen mit dem automatisierten Synthese- und Testlabor des SwissCat+-Hubs.
Mit dieser Infrastruktur gelang es dem Team innerhalb von sechs Wochen rund 150 Katalysatoren für die Herstellung von Methanol aus CO2 zu entwickeln. „Der Zeitgewinn durch die neue Methode ist enorm“, wird der Leiter des Hubs an der ETH, Paco Laveille, zitiert. „Mit einem traditionellen Vorgehen hätten unsere Experimente viele Jahre gedauert.“
Methanol gilt als eines der Schlüsselelemente für eine nachhaltige Kohlenwasserstoffwirtschaft. Es kann sowohl als nachhaltiger Brennstoff wie auch als Grundstoff für die Herstellung organischer Verbindungen wie Medikamente, Kunststoffe oder Farben genutzt werden.
Diese Forschung werde das Wissen über Katalysatoren zur Herstellung nachhaltiger Brennstoffe anreichern, erläutert der Mitinitiator von SwissCat+, ETH-Professor Christophe Copéret. Denn bislang beruhten die Kenntnisse über Katalysatoren zur Herstellung von Brennstoffen „noch grösstenteils auf dem Know-how aus der Erdölindustrie“. Verlässliche Daten zu den Reaktionen der nachhaltigen Energiewirtschaft „liefert jetzt unser KI-gestütztes Roboterlabor“, so Laveille. „Sie werden die ganze Katalysatorforschung ein gutes Stück voranbringen.“ ce/mm

Dieser Roboterarm transferiert Glasfläschchen in eine Zentrifuge. Er ist Teil einer Robotereinheit, die Katalysatoren vollständig autonom nach den Vorgaben von Berechnungen eines AI-Modells herstellt. Bild: ETH Zürich / Michel Büchel
Aktuelles
Ganz im Zeichen der Planetary Health stehen die drei Summer Schools 2024, die ZHAW Entrepreneurship initiiert hat. Studierende entwickeln in interdisziplinären Teams Geschäfts- oder Produktideen für Unternehmen oder lancieren Startups in den Bereichen Gesundheit, Ernährung oder Kreislaufwirtschaft. Sie tragen dadurch aktiv bei zur Lösung aktueller Herausforderungen.
Welche Geschäfts- oder Produktideen können einen Beitrag zu einem nachhaltigeren und regenerativeren Lebensmittelsystem leisten? Diesen Fragen gehen beispielsweise Studierende in der Food Tech Summer School von ZHAW Entrepreneurship nach und tauchen dabei tief in die Welt der Proteine ein.
Der Proteinsektor steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die sich auf verschiedene Aspekte der Produktion, Nachhaltigkeit, Verbraucherverhalten und Technologieentwicklung auswirken. Die teilnehmenden Studierenden werden durch den Besuch verschiedener Akteure aus dem Lebensmittelsystem in die Lage versetzt, die wichtigsten Herausforderungen des Proteinsektors zu identifizieren. «Bei der Vernetzung mit wichtigen Industriepartnern der Proteinlieferkette wie Migros, Emmi oder Planted gewinnen die Studierenden wertvolle Einblicke in deren Strategien und ihr Tagesgeschäft», sagt Carmen Burri, welche die Food Tech Summer School organisiert. Aufbauend auf diesen Inspirationen entwickeln sie in interdisziplinären Teams Lösungen und präsentieren diese einer Expertenjury.
Für interessierte Studierende stehen drei Summer Schools zu den Themen Food Tech, Health Tech sowie Circular Tech zur Auswahl. Bei der Health Tech Summer School geht es um die Entwicklung neuartiger digitaler Gesundheits- und Medizingerätelösungen, während bei der Cirular Tech Summer School zirkuläre Geschäftsmodelle im Immobilien- und Bausektor im Fokus stehen. Die zwei- bis zweieinhalbwöchigen Programme der Summer Schools 2024 finden zwischen dem 8. bis 31. Juli statt und führen zu 6 ECTS-Punkten. Die Anmeldung ist bis am 1. März möglich.

Aktuelles
Entdecken Sie die wichtigsten Akteure, die Schweizer HealthTech-Startups unterstützen und erfahren Sie mehr über das Finanzierungsumfeld.
Der kürzlich veröffentlichte Swiss HealthTech Report von KAPSLY Ventures bietet wertvolle Einblicke in die sich rasch entwickelnde Landschaft des Schweizer HealthTech-Sektors. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse:
Insgesamt unterstreicht der Swiss HealthTech Report die Dynamik und das Potenzial des Sektors und bietet wertvolle Einblicke für die Akteure der gesamten Branche.
Die Ökosystemkarte und der vollständige Bericht können hier heruntergeladen werden.

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