Aktuelles
Forschenden der ETH Zürich ist es gelungen, Gewitter mit Starkniederschlag direkt mit GPS-Daten zu messen. Die Ergebnisse ihrer Studie könnten die meteorologische Beobachtung und Vorhersage signifikant verbessern.
Am 13. Juli 2021, kurz vor 2 Uhr morgens, zog ein aussergewöhnlich heftiges Unwetter über Zürich: Heulende Sturmböen, pausenloses Blitzgeflacker und sintflutartiger Regen schreckte die Menschen aus dem Schlaf. Auch Benedikt Soja, Professor für Weltraumgeodäsie, schlief in jener Nacht schlecht. «Es war eines der stärksten Unwetter, das ich je erlebt habe. Ich wachte mitten in der Nacht auf und sah aus dem Fenster, wie der Sturm wütete», erinnert er sich.
Das Ausmass des Unwetters offenbarte sich am nächsten Morgen: Umgestürzte Bäume auf Strassen und in Pärken, abgedeckte Hausdächer und heruntergerissene Tram-Fahrleitungen in verschiedenen Teilen Zürichs. Auch rund um den Hönggerberg lagen Äste und ganze Bäume am Boden. «Der Sturm muss genau über die ETH gezogen sein», sagt Soja.
Auf dem Dach des Instituts für Geodäsie und Photogrammetrie auf dem Campus Hönggerberg zeichnet eine Messstation rund um die Uhr die Signale verschiedener Satellitensysteme auf. Soja und seine Institutskolleg:innen staunten nicht schlecht, als sie die Daten der Sturmnacht näher betrachteten. «Es gab Ausfälle in der GPS-Auswertung. Wir konnten uns aber zunächst nicht erklären, woran das lag», sagt Matthias Aichinger-Rosenberger, ehemals Postdoc in Sojas Gruppe und heute Dozent an der ETH Zürich. Als auch andere Messstationen für jene Nacht Ausfälle bei der Datenmessung von GPS und anderen Satellitennavigationssystemen meldeten, begannen die Forschenden die Rohdaten der Antenne auf dem Hönggerberg auszuwerten.
In der Studie, die in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht wurde, konnten sie zeigen, dass extreme Wetterereignisse die Qualität der GPS-Signale beeinflussen und sich diese Signale somit auch zur Messung von Unwettern eignen. Dereinst könnte man sie sogar zur Früherkennung und Prognose von Gewittern verwenden.
Ihre Schlüsse zogen die Wissenschaftler aus der Analyse der Daten des Unwetters vom 13. Juli sowie eines weiteren Sturms im Sommer 2021. Dabei zeigte sich, dass die extremen Wetterereignisse einen Einfluss auf das Signal-Rausch-Verhältnis hatten. Dieses gibt an, wie stark die Satelliten-Signale sind, die uns auf der Erde erreichen. Je höher das Verhältnis ist, desto besser ist die Signalqualität.
«Normalerweise ändert sich die Signalstärke, die wir mit unserer Antenne auf dem Dach messen, nur minimal», sagt Aichinger-Rosenberger. Anders jedoch an den beiden Sturmtagen: «Zum Zeitpunkt des Unwetters nahm das Signal-Rausch-Verhältnis in den GPS-Daten signifikant ab. Sobald das Gewitter weitergezogen war, sahen wir, dass es wieder im normalen Bereich war.»
Um den genauen Zeitpunkt des Gewitterüberzugs zu bestimmen und zu prüfen, ob dieser mit jenem Zeitpunkt übereinstimmt, an dem das Signal-Rausch-Verhältnis absackte, verglichen die Forschenden ihre Daten mit Radardaten der Uni Bern. «Dies hat unsere Vermutung bestätigt, dass es einen direkten Zusammenhang gibt», so Aichinger-Rosenberger.
Die Forschenden sind sich sicher, dass starker Niederschlag für die plötzliche Abnahme des Signal-Rausch-Verhältnisses verantwortlich ist. Noch ist nicht klar, welche Form von Niederschlag – Regen oder Hagel – einen grösseren Einfluss hat und weshalb. Das möchten die Wissenschaftler künftig herausfinden.
So simpel das Resultat der Studie ist, es ist ein Durchbruch für die Weltraumgeodäsie-Forschung. «Es wurde noch nie nachgewiesen, dass schwere Gewitter oder andere Wetterereignisse mit starkem Niederschlag das Signal-Rausch-Verhältnis signifikant beeinflussen», sagt Aichinger-Rosenberger. Bisher ging man davon aus, dass GPS ein wetterunabhängiges System ist. Nun zeigt sich, dass GPS-Daten empfindlich genug sind, um atmosphärische Störungen zu erfassen.
Diese Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die Nutzung von Satellitennavigations-Daten in der Meteorologie. «Wir möchten nun mehr Messungen sammeln, um die Vorhersage von Niederschlag in Wettermodellen zu verbessern», sagt Soja. Denn Niederschlag verlässlich vorauszusagen ist immer noch eine grosse Herausforderung. «Viele andere meteorologische Parameter wie zum Beispiel die Temperatur kann man mittlerweile recht gut mit numerischen Wettermodellen vorherbestimmen. Aber beim Niederschlag sind solche Modelle leider oft nicht gut genug»
Um die Erkenntnisse der ETH-Forschenden dereinst für die Vorhersage zu nutzen, müssen sie in Bezug zu einem Wettermodell gebracht werden. «Um unsere Beobachtungen auf gewisse Parameter wie den Wasser- oder Eisgehalt in der Luft oder die Zugrichtung des Unwetters übertragen zu können, müssen wir weitere Daten sammeln und auswerten. Diese Erkenntnisse könnten dann in ein computergestütztes Wettermodell einfliessen, was die Vorhersage von Niederschlägen verbessern könnte», sagt Aichinger-Rosenberger.
Noch müssen Unwetter die Messstation für GPS-Signale direkt überqueren, um erkannt zu werden. Weil das Netz an Messstationen nicht engmaschig genug ist, taugt die Methode noch nicht zur Früherkennung von Gewittern. «Wenn man zum Beispiel rund um Zürich dreissig, vierzig stationäre Empfänger hätte, könnte man über der Stadt ein Extremwetterereignis genau und auch sehr kostengünstig erfassen», erklärt Soja. «Mit einem dichten Netz an Stationen liesse sich dann auch bestimmen, wo es sich hinbewegt und wie schnell.»
Eingesetzt werden könnte ein solches Früherkennungs-System künftig zum Beispiel für einen sichereren Flugbetrieb, sagt Soja. «Mit einem dichten Netz von GPS-Stationen rund um den Flughafen liesse sich ein Unwetter in Echtzeit lokalisieren und es könnte dementsprechend Warnungen geben.»
Neben der Verfeinerung der Methode planen die Wissenschaftler, ihre Forschungsarbeit schweizweit und auch auf europäischer Ebene auszuweiten und ihr Netzwerk entsprechend zu erweitern. Das heftige Unwetter vom Juli 2021 hat zwar lokal viel Zerstörung gebracht, aber auch Wissen, das dereinst global angewendet werden könnte.¨
Autorin: Corinne Landolt

Die Messstation auf dem Dach des Instituts für Geodäsie und Photogrammetrie empfängt rund um die Uhr Daten von GPS und anderen Satellitennavigationssystemen. (Bild: ETH Zürich / Benedikt Soja)
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Das ETH-Spin-off dAIgnose hat einen Algorithmus entwickelt, mit dem sich Ultraschallaufnahmen der Gebärmutter automatisiert auswerten lassen. Dieser soll es Ärzten ermöglichen, Endometriose in Zukunft schneller zu diagnostizieren.
Endometriose ist weit verbreitet. Weltweit leiden etwa zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter daran. Wobei «leiden» wörtlich zu nehmen ist. Dauert es doch im Schnitt acht bis zwölf Jahre bis diese gutartigen Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) im Bauchraum diagnostiziert werden. Jahre, in denen die Frauen meist schon vor und bei jeder Monatsblutung starke Schmerzen ertragen müssen.
Um Endometriose zuverlässig zu diagnostizieren, setzen viele Gynäkologinnen und Gynäkologen bis heute auf eine Bauchspiegelung unter Vollnarkose. Dieser Eingriff ist jedoch nicht nur aufwendig und belastend für die Patientinnen, sondern auch relativ kostenintensiv. Bei den meisten Patientinnen liesse sich Endometriose auch mit Ultraschallaufnahmen diagnostizieren. Dies erfordert allerdings eine gewisse Erfahrung, da die sogenannten Endometriose-Herde leicht übersehen werden können.
Der KI-Experte Fabian Laumer und der Gynäkologen Michael Bajka haben deshalb im Sommer 2023 das Spin-off dAIgnose gegründet. Ihr Ziel: Ein Algorithmus soll künftig Ärztinnen und Ärzten dabei unterstützen, die Ultraschalldaten der Gebärmutter während der ersten Untersuchung zu interpretieren und so Endometriose deutlich zuverlässiger und schneller zu diagnostizieren. Fachliche Unterstützung erhalten sie vom ETH AI Center sowie ihren zwei Mitbegründern, ETH-Informatikprofessor Joachim Buhmann und Julian Metzler, Endometriose-Spezialist am Universitätsspital Zürich.
Dass Fabian Laumer heute medizinische Lösungen entwickelt, hat er gleich doppelt dem Zufall zu verdanken. Denn obwohl ihn Medizin und Biologie schon als Kind faszinierten, hat er zunächst Elektrotechnik und Informationstechnologie studiert. Erst bei seinem Master konnte er Künstliche Intelligenz (KI) und Medizin miteinander verbinden. «Durch Zufall erfuhr ich, dass die Forschungsgruppe von Joachim Buhmann eine Masterarbeit über die KI-basierte Analyse von Ultraschalldaten des Herzens ausgeschrieben hatte», erzählt Laumer. Sofort bewarb er sich – mit Erfolg.
Nach seinem Masterabschluss setze er die Forschungsarbeit im Rahmen einer Doktorarbeit fort. Und erneut kam ihm der Zufall zur Hilfe. Michael Bajka kontaktierte seine Forschungsgruppe mit der Frage, ob KI bei der Erkennung von Endometriose eingesetzt werden könnte. Mit seiner Anfrage war der auf Endometriose spezialisierte Gynäkologe bei Fabian Laumer genau richtig. Der ETH-Forscher entwickelte im Rahmen seiner Doktorarbeit einen Algorithmus, mit dem Ultraschalldaten des Herzens besser interpretiert werden können. Diesen Ansatz übertrugen sie nun auf die Gebärmutter.
Laumer und Bajka entwickelten einen Algorithmus, der Pathologien auf den Ultraschallbildern der Gebärmutter erkennt, die für das menschliche Auge oft schwer oder gar nicht zu sehen sind. Dafür trainierte Laumer den Algorithmus mit Ultraschallbildern und Daten von Patientinnen. «Die Anzahl Schwangerschaften und Kaiserschnitte, das Alter oder die Zyklusphase - all das hat natürlich einen Einfluss auf das Aussehen der Gebärmutter», erklärt er.
Aktuell zeigt der Algorithmus die Endometriose-Herde bereits durch farbige Markierungen bei 2D-Ultraschallaufnahmen an. Läuft die Entwicklungsarbeit wie gewünscht, hofft Fabian Laumer bis Ende des Jahres ein 3D-Modell der Gebärmutter zu generieren, auf dem alle Wucherungen und Verwachsungen deutlich markiert sind. So könnten Gynäkologinnen und Gynäkologen die Endometriose-Herde genau lokalisieren und die Schwere der Erkrankung besser einschätzen.
Damit die KI-Lösung von dAIgnose möglichst zuverlässige Resultate liefert, möchten Bajka und Laumer zudem festgelegte Standards für die Ultraschalluntersuchung auf Endometriose definieren. Eine Software mit integrierter KI soll darum künftig aktiv durch die Untersuchung führen. «So erreichen wir eine Standardisierung und zugleich stellt das Programm sicher, dass die gesamte Gebärmutter abgebildet wird.»
Um die Forschung voranbringen zu können, ist das Spin-off aktuell auf der Suche nach weiteren Investoren und führt erste Gespräche mit Herstellern von Medizingeräten. Läuft alles nach Plan, ist ein Markteintritt Ende 2025 denkbar. Wobei dann noch verschiedene Zertifizierungen anstehen, damit die intelligente Software in Medizingeräten eingesetzt werden darf. Für Laumer steht fest: «Mein Ziel ist es, dass Frauen künftig innerhalb eines Jahres eine verlässliche Diagnose erhalten».
Autorin: Inken De Wit

ETH-Forscher Fabian Laumer (links) und der Gynäkologe Michael Bajka wollen mit dem ETH-Spin-off dAIgnose die Diagnose von Endometriose mittels Ultraschall erleichtern. (Bild: Fabian Laumer und Michael Bajka)

Ein Ultraschallbild mit farblich markierter Endometriose. (Bild: Fabian Laumer und Michael Bajka)
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Zürich – Die DeepTech-Start-ups Avelo, Decentriq und Stimit stehen im Finale für den Pionierpreis Technopark der Zürcher Kantonalbank. Er wird am 7. Mai im Technopark in Zürich verliehen. Der Innovationspreis ist mit 100’000 Franken dotiert.
Die Jury des ZKB Pionierpreises Technopark hat laut einer Mitteilung die DeepTech-Start-ups Avelo, Decentriq und Stimit für das Finale ausgewählt. Der Preis in Höhe von 100'000 Franken wird am 7. Mai im Technopark Zürich vergeben. Die anderen beiden Finalisten erhalten ein Preisgeld von 10'000 Franken.
Avelo ist ein von Melanie Aregger (CEO) und Tobias Broger (CTO) gegründetes Unternehmen in Schlieren ZH. Ihr Breath Aerosol Collector soll mittels Atemluft eine schnelle Diagnose über Labortests von Atemwegserkrankungen ermöglichen, was etwa die Diagnose von Tuberkulose erleichtern kann. „Die erwarteten Auswirkungen der Avelo-Technologie auf die menschliche Gesundheit, auch im globalen Süden, spielten für uns eine zentrale Rolle bei der Entscheidungsfindung“, wird Jurymitglied Andreas Plückthun in der Mitteilung zitiert.
Hinter Decentriq aus Zürich stehen Maximilian Groth (CEO) und Stefan Deml (CTO). Sie haben eine Software as a Service (SaaS)-Plattform mit Datenschutztechnologien und fortschrittlichen Künstliche Intelligenz-Lösungen entwickelt. „Wir als Jury glauben, dass das einzigartige Know-how des Start-ups Confidential Computing auf einfache und sichere Art nutzbar machen wird“, wird Jurymitglied Christof Bühler zitiert.
Stimit in Biel BE stimuliert mit ihrer Lösung die Atemmuskulatur, die sich bei beatmeten Intensivpatienten innerhalb weniger Tage abbaut. Durch die Aktivierung des Zwerchfells soll die Atemmuskulatur erhalten werden und somit eine von Maschinen unabhängige Atmung gefördert werden. „Stimit strebt einen konzeptionellen Wandel in der künstlichen Beatmung an“, wird Jurymitglied Emanuela Keller zitiert. Die Jury sehe in der Technologie einen entscheidenden Wendepunkt für die Intensivmedizin.
Der ZKB-Pionierpreis wird seit über zwei Jahrzehnten von der Zürcher Kantonalbank und der Stiftung Technopark Zürich vergeben. ce/js

Melanie Aregger ist Mitgründerin und CEO von Avelo. Bild: zVg/Stiftung Technopark Zürich
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Zürich/Paris – Anapaya, Amazon Web Services (AWS) Schweiz und InterCloud erleichtern den SCION-Netzwerkzugang für Sektoren mit kritischem Infrastrukturbedarf. Darunter sind Dienstleistungen im Finanzbereich, Biowissenschaften und der öffentliche Sektor.
Der Zürcher Netzwerkanbieter Anapaya Systems AG hat laut einer Medienmitteilung gemeinsam mit Amazon Web Services (AWS) Schweiz und dem Entwickler von Software für Computervernetzung, InterCloud in Paris, eine Lösung erarbeitet, um den SCION-Netzwerkzugang für Sektoren mit kritischem Infrastrukturbedarf, wie Finanzdienstleistungen, Biowissenschaften und dem öffentlichen Sektor, zu erleichtern.
SCION (Scalability, Control, and Isolation On Next-Generation Networks) wurde an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt. Die Internetarchitektur stellt auf hohe Verfügbarkeit, hohe Sicherheit und effiziente Punkt-zu-Punkt-Netzpaketübertragung ab. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Börsenbetreiberin SIX haben angekündigt, dass das SCION-basierte Secure Swiss Finance Network (SSFN) das bestehende Finance IPNet bis September 2024 ersetzen werde. Die Health Info Net AG (HIN), die über 50‘000 Schweizer Gesundheitsorganisationen und Ärzte verbindet, nutzt SCION seit Anfang 2023, heisst es in der Mitteilung der Anapaya Systems AG.
Anapayas Einführung der virtuellen Appliance Anapaya EDGE im AWS Marketplace ermöglicht AWS-Benutzenden den Zugang zum SCION-Netzwerk. Durch die Zusammenarbeit mit AWS hat Anapaya auch eine Referenzarchitektur entwickelt, die Kunden und Anbieter bei der Einrichtung von SCION-Konnektivität anleitet und eine optimierte Lösung für AWS-Kunden bietet, heisst es weiter.
Durch die Nutzung der Anapaya-Lösung, die auf AWS aufgebaut ist, biete InterCloud seinen AWS-Kunden nun SCION-Konnektivität über Anapaya EDGE an und erhöhe damit die Flexibilität und Zuverlässigkeit kritischer Infrastrukturen, heisst es in der Mitteilung. Anapaya ist eine Ausgliederung der ETH. ce/gba

Martin Bosshardt ist der CEO von Anapaya. Bild: Anapaya Systems AG
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Bachenbülach ZH/Winterthur – Juice stattet seine Ladestation Juice Charge me 3 mit dem Bezahlsystem von Wallee aus. Nutzende von Stromautos können mit Kredit- und Debitkarten sowie Apple Pay, Google Pay und Twint zahlen. Die Ladestation kann auch von gewerblichen Anbietern eingesetzt werden.
Die Juice Technology AG und die Wallee Group AG in Winterthur wollen das Aufladen von Stromautos vereinfachen. Dafür stattet die Herstellerin von Ladestationen und -software mit Sitz in Bachenbülach ihre Ladestation Juice Charger me 3 mit dem Bezahlterminal des Winterthurer Zahlungsdienstleisters aus. Künftig können Nutzende dank dem Wallee-Terminal mit Kredit- und Debitkarten, aber auch kontaktlos mit Apple Pay und Google Pay oder Twint bezahlen. Dies solle andere Ladekarten überflüssig machen und zu faireren Tarifen führen, da weniger Parteien am Verdienst beteiligt seien, heisst es in einer Mitteilung.
„Als Partner, der wie Juice aus dem Kanton Zürich stammt, haben wir die optimale Ergänzung für Juice-Ladestationen im Angebot“, wird Sascha Krüsi, CXO und Mitbegründer von Wallee in der Mitteilung zitiert. Christoph Erni, CEO und Gründer von Juice, sieht in der Kombination von innovativer Technologie und vertrauenswürdigen Zahlungsdienstleistungen die Zukunft der E-Mobilität.
Die Ladestation kann auch von gewerblichen Anbietern genutzt werden. So könnten beispielsweise Gastronomien, Hotellerie, Einzelhandel oder Unternehmen mit Firmenparkplätzen Anbieter der Stationen werden. Das System von Juice und Wallee wird bereits in Laax GR und im Riedmatt Center in Rümlang ZH eingesetzt.
Der Juice Charger me 3 ist mit allen E-Autos kompatibel. ce/js

Juice stattet seine Ladestation Juice Charge me 3 mit dem Bezahlsystem von Wallee aus. Bild: zVG
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Schlieren ZH – Finanzberater Caveo bietet neu eine App für die Kontrolle sämtlicher Finanzen an. Das umfasst Vorsorge, Versicherungen und Steuern. Es gibt auch eine Erinnerungsfunktion für wichtige Termine und Steuerberatung auf Honorarbasis.
Die Caveo AG lanciert offiziell ihre App. Die in einer Medienmitteilung als erste unabhängige, datengetriebene und automatisierte Vorsorge- und Advisory Tech der Schweiz bezeichnete Finanzberatung, bietet damit ihren Kundeninnen und Kunden eine Lösung, mit der sie kontinuierlich die Kontrolle über ihre Vermögenssituation haben, heisst es weiter. Die Caveo-App biete neben Vorsorge und Versicherungen auch Steuerberatung auf Honorarbasis an.
„Die Herausforderungen im Bereich Versicherungen und Vorsorge sind altbekannt“, wird CEO Philippe Muntwyler zitiert, der Caveo gemeinsam mit Chantal Heinis Hiroz (CFO) gegründet hat. „Zwei Drittel der Bevölkerung können den Lebensstandard nach der Pensionierung nicht halten, viele tragen unbewusst hohe Risiken, andere wiederum sind überversichert und geben Jahr für Jahr unnötig Geld aus.“
Die Wahl der optimalen Versicherungen stelle Caveo mit einem sogenannten Insur-Rating sicher, einem automatisierten und datenbasierten Versicherungsvergleich, der die Risiken überwacht und die Policen fortlaufend optimiere.
Caveo optimiere kontinuierlich den Mix aus Vorsorge, Versicherungen und Anlagen. Dies erreicht die App laut der Mitteilung mit einem automatisierten Beratungsprozess, der innerhalb weniger Minuten die Analyseergebnisse aufzeigt. Nach Erhalt der Finanzanalyse kann direkt über die App ein persönlicher Beratungstermin gebucht werden, um gemeinsam mit einem unabhängigen Finanzexperten die beste Finanz- und Vorsorgelösung zu planen. Damit ausschliesslich die Kundeninteressen bedient werden, arbeite Caveo mit unabhängigen, festangestellten Finanzberatern. Diese erhalten Fixlöhne und arbeiten nicht provisionsbasiert.
Die Caveo AG wurde 2019 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Schlieren. ce/gba

Chantal Heinis Hiroz und Philippe Muntwyler haben Caveo gemeinsam gegründet. Bild: Caveo AG
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Schlieren ZH/Shenzhen – Fixposition und Autocity arbeiten neu zusammen. Der Vision-RTK 2-Positionierungssensor von Fixposition wird in die autonom fahrende Strassenkehrmaschine Guangpo des chinesischen Herstellers eingebaut.
Das auf präzise Navigationssysteme spezialisierte Unternehmen Fixposition in Schlieren hat laut einer Medienmitteilung eine Zusammenarbeit mit Autocity im chinesischen Shenzhen vereinbart. In deren Rahmen wird laut der Mitteilung der hochmoderne Vision-RTK 2-Positionierungssensor von Fixposition in das Kehrfahrzeug Guangpo von Autocity eingebaut. Autocity arbeite mit Fixposition zusammen, um einen neuen Standard in der Branche der autonomen Strassenkehrmaschinen zu setzen.
Autocity Unmanned Driving ist ein nationales Hightech-Unternehmen, das vom Forschungsinstitut der Tsinghua-Universität in Shenzhen gegründet wurde. Es befasst sich mit der Forschung und Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von fahrerlosen Kehrmaschinen und Künstliche Intelligenz-Cloud-Plattformen für Smart-City-Dienste.
„Autocity hat mit der Einführung der autonomen Fahrtechnologie im Bereich der Stadtreinigung einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Fortschritt geleistet. Es hilft nicht nur, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern, sondern befreit auch die Mitarbeiter der Reinigung von der hochintensiven Arbeit im kalten Winter und heissen Sommer“, wird Zhenzhong Su zitiert, Mitbegründer und CEO der Fixposition AG.
„Die Integration von Fixpositions Vision-RTK 2 hat die Anpassungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unserer autonomen Kehrmaschinen unter verschiedenen Bedingungen erheblich verbessert" heisst es von Holly Guo, Co-CEO von Autocity. „Diese Zusammenarbeit stärkt nicht nur die Position von Autocity auf dem Markt, sondern eröffnet Fixposition auch neue Möglichkeiten, sein Anwendungsspektrum zu erweitern.“ ce/gba

Der Vision-RTK 2-Positionierungssensor von Fixposition wird in die autonom fahrende Strassenkehrmaschine Guangpo eingebaut. Bild: Fixposition
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Zürich/Frisco – Keurig Dr Pepper ist eine langfristige Partnerschaft mit der Migros-Tochter Delica eingegangen. Dies berechtigt einen der weltweit grössten Akteure im Getränke- und Kaffeemarkt, die CoffeeB-Technologie für plastik- und aluminiumfreie Kaffeebälle in den USA, Mexiko und Kanada exklusiv zu nutzen.
Der texanische Getränkeproduzent Keurig Dr Pepper wird künftig die innovative Beschichtungstechnologie von CoffeeB für seine plastik- und aluminiumfreien Kaffeepads einsetzen. Der führende Hersteller von Einzelportionensystemen in Nordamerika ist dazu laut einer Medienmitteilung mit der Migros-Tochter Delica aus Buchs SG eine langfristige Partnerschaft eingegangen.
CoffeeB ist das weltweit erste Kaffeekapselsystem ohne Kapsel. Möglich macht das der Coffee Ball, der einzig durch eine von Delica in einem mehrjährigen Verfahren entwickelten Alginat-Schutzschicht ummantelt wird. In Europa ist sie als kompostierbar zertifiziert. Keurig Dr Pepper wird diese Technologie künftig für seine K-Rounds verwenden. Die Partnerschaft mit Delica gewährt dem Unternehmen dafür in den USA, Mexiko und Kanada die Exklusivrechte.
„Dass einer der weltgrössten Player im Kaffeemarkt auf unsere Alginatbeschichtung setzt, ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir eine revolutionäre Technologie entwickelt haben, die das Potenzial hat, den Kaffeemarkt radikal und nachhaltig zu verändern“, wird CoffeeB-Chef Frank Wilde zitiert. Dass künftig mehr als 130 Millionen Haushalte Zugang zu nachhaltig verpacktem Portionenkaffee erhalten, „ist natürlich ganz im Sinne von CoffeeB“, sagt er. „Schliesslich ist es unsere Mission, die Welt von Kapselabfall zu befreien.“
Seit der Lancierung von CoffeeB hat Delica der Migros zufolge aktiv und weltweit Partnerschaften mit Industrieunternehmen aufgebaut, nicht nur für die Coffee Balls, sondern auch für die maximale Skalierung der Alginat-Technologie. Weitere Partnerschaften seien in Planung. ce/mm

Keurig Dr Pepper setzt künftig auf die CoffeeB-Technologie der Migros-Tochter Delica. Bild: Keurig Dr Pepper
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Zürich – Das IT-Unternehmen Axelra wird von der „Financial Times» zu den führenden Start-up Hubs in Europa gezählt. Nach einer Rangliste der Zeitung belegt das auch als Projektförderer tätige Unternehmen in den Alpenstaaten Schweiz und Österreich den ersten Rang. Für Gesamteuropa rangiert Axelra auf Platz 32.
Axelra, Zürcher Unternehmen in der IT-Branche und Firmenförderung, gehört nach einer Rangliste der „Financial Times" zu den führenden Start-up Hubs in Europa. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, belegt Axelra in dem von der Wirtschaftszeitung initiierten und nach Methoden von Statista ermittelten Ranking in den Alpenländern Schweiz und Österreich den ersten Rang. In Gesamteuropa belegt das Unternehmen den Platz 32.
Als Bewertungskriterien zur Ermittlung führender Start-up Hubs wurden über 2000 Unternehmen und Organisationen eingeladen. Bewertungen von 2600 Jungunternehmen sind in die Gesamtnote mit einer Gewichtung von 85 Prozent eingeflossen. Statista und die „Financial Times" zeichneten schliesslich 125 Hubs aus 21 Staaten mit der höchsten Punktzahl als Europas führende Start-up Hub 2024 aus.
In der Bewertung für Axelra hiess es, dass das Konzept des Zürcher Unternehmens von der Ideenfindung bis zur Skalierung eng an das jeweilige Start-up gebunden ist. Eine hälftige Kapitalteilung lässt das Jungunternehmen von Anfang an am Gewinn beteiligt sein und dessen Weg zur Serie-A-Finanzierung beschleunigen, heisst es in der Mitteilung. ce/ww

Axelra wird von der „Financial Times" zu den führenden Start-up Hubs in Europa gezählt. Symbolbild: StartupStockPhotos/Pixabay
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Im neuen Studienprogramm «DSI Minor Digital Skills» setzen sich Studierende aller Disziplinen mit Chancen und Risiken der digitalen Transformation auseinander. Mit interdisziplinären und teamorientierten Lernsettings bietet es einen reflektierten Zugang zu einer Thematik, die Bildungs- und Arbeitswelt vor massive Herausforderungen stellt.
Kübra Parmaksiz ist erleichtert: die Präsentation ihres Teams zum Thema «Artificial Digital Imaginations and the Human Body» ist gut gelaufen. Sie steht vor staunenden Gesichtern eines Publikums, das sich von Maturand:innen bis zum Professor für theoretische Physik erstreckt. Einen wissenschaftlichen Vortrag für eine so breite Zuhörerschaft verständlich zu machen, war noch eine der kleineren Hürde für Kübra und ihre Kolleg:innen.
Kübra hat mit ihrem Team an einem Lernangebot teilgenommen, das aktuell an der Universität Zürich (UZH) erprobt wird und ab Herbst 2024 fixer Bestandteil des Lehrangebots sein wird. Darin arbeiten Studierende problemorientiert und kooperativ an interdisziplinären Fragestellungen, die im Zusammenhang mit der digitalen Transformation stehen. Unter der Anleitung von Prof. Dr. Janna Hastings befasste sich Kübra’s Team beispielsweise damit, wie anatomische Fehler in Bildern, die mit generativer künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt wurden, qualitativ und quantitativ ausgewertet werden können. Ergebnis des Teams war ein «Score», mit dessen Hilfe verschiedene Algorithmen objektiv verglichen werden können. Zusätzlich hat das Team einen Algorithmus getestet, der mit gezieltem Training die Ergebnisse der KI-Bildgenerierung verbessern soll. Beispielsweise um Fehler wie einen ungewünschten sechsten Finger oder ein fälschlicherweise schief angesetztes Bein zu verhindern.
Projekte wie dieses verbinden Elemente einer klassischen akademischen Abschlussarbeit mit problemorientierten Herangehensweisen, die sich in der beruflichen Praxis stellen. Dabei setzen die Studierenden digitale Fähigkeiten ein, die sie in anderen Kursen erwerben können — etwa maschinelles Lernen, Open Source Intelligence, oder Blockchain-Technologien. Das beschriebene Teamwork-Setting und die erwähnten Kurse sind Teile eines neuen Studienprogramms «DSI Minor Digital Skills», welches den Masterstudierenden der Universität Zürich in Ergänzung zu ihrem Major offensteht.
Das Studienprogramm «DSI Minor Digital Skills» ist Teil der Antwort der UZH zum Umgang mit der digitalen Transformation, die klassische Bildungsinstitutionen auf allen Ebenen vor Herausforderungen stellt. Zum einen wandeln sich die technischen Möglichkeiten so rasch, dass Curricula viel flexibler anpassbar sein müssen. Weiterhin sind nicht alle Disziplinen und nicht alle Studierenden an einer Volluniversität gleichermassen technikaffin. Und schliesslich gibt es für viele Lerninhalte Ressourcen im Internet, die aktuell und hochwertig sind. Unweigerlich gelangt man zu der Frage, was die Kernaufgabe einer Präsenzuniversität in diesem Umfeld ist, und mit welchen Lehrformaten man Inhalte vermitteln kann, die das Internet nicht ohnehin bereits abdeckt.
Mit Sicherheit gehören das Erlernen von Abstraktionsvermögen, Problemlösungskompetenz, Inter- und Transdisziplinarität und Teamfähigkeit dazu. Darüber hinaus wollen wir unsere Studierenden befähigen, Entwicklungen kritisch zu analysieren und den Blickwinkel zu wechseln: die Computerlinguistin soll ein Grundverständnis von ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von KI entwickeln, der Epidemiologe soll Algorithmen genügend gut verstehen, um deren Ergebnisse korrekt zu interpretieren. All das gelingt mit individuellen Lernpfaden, die Studierende sich entsprechend ihrer Vorbildung und Interessen zusammenstellen können. Das Studienprogramm «DSI Minor Digital Skills» ist also kein verkürztes Informatikstudium, sondern vermittelt den Studierenden umfassende Kompetenzen, welche sie in die Lage versetzt, zukünftige Veränderungen einzuordnen und positiv zu nutzen, anstatt von ihnen verunsichert oder überfordert zu sein. Die Studierenden gewinnen damit das Rüstzeug für ihre zukünftige Arbeits- und Lebensrealität.
Die Integration des Querschnitts-Angebots «DSI Minor Digital Skills» in einer disziplinär orientierten Hochschule war für uns eine Herausforderung. Glücklicherweise hat die UZH dafür zwei strukturelle Voraussetzungen: Einerseits ist die Digital Society Initiative (DSI) eine überfakultäre Lehr- und Forschungseinheit, deren interdisziplinäre Community mehrheitlich die «Digital Skills»-Kurse lehrt. Zum anderen wird das Angebot von der School for Transdisciplinary Studies (STS) organisatorisch begleitet, die genau für solche Zwecke gegründet wurde. Das alles ermöglicht, dass Kübra und ihre Kolleg:innen zu den ersten gehörten, die erfolgreich ihre Teamarbeit abschliessen konnten. Wir hoffen, dass ihnen viele Studierende folgen und sind dabei auch für Projekte mit externen Partnern offen.
Autor: Titus Neupert, Professor für theoretische Physik

Im neuen Studienprogramm DSI Minor Digital Skills lernen die Studiernden auch, zu programmieren – etwa in der Programmiersprache Python. (Bild: Unsplash / Chris Ried)
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Dübendorf ZH/Zug- Forschende der Eidgenössischen Material- und Prüfungsanstalt (Empa) arbeiten an einer Methode, um den CO2-Ausstoss bei industriellen Prozessen im Hochtemperaturbereich zu drosseln. Untersucht wird das Potenzial von synthetischem Methan bei der Dekarbonisierung.
Ein Forschungsteam der Eidgenössischen Material- und Prüfungsanstalt (Empa) entwickelt im Rahmen der neuen Forschungsinitiative Mining the Atmosphere ein Pyrolyseverfahren, um Hochtemperaturprozesswärme zu dekarbonisieren. Ziel ist die Herstellung von effizientem Wasserstoff, heisst es in einer Mitteilung.
Dafür soll der Kohlenstoff im Erdgas vom Wasserstoff abgetrennt werden. Der Wasserstoff soll energetisch genutzt werden. Der abgetrennte Kohlenstoff soll in Pulverform für Anwendungen in der Bau- und Landwirtschaft weiterentwickelt werden, heisst es. Wenn statt Erdgas synthetisches Methan genutzt wird, sind sogar negative Emissionen möglich.
Die Industrie sei nach Gebäudepark und Mobilität der drittgrösste Energieverbraucher. Hohe Werte von jährlich rund 22 Terawattstunden fallen in der Metallverarbeitung und der chemischen Industrie an, die oft mit Erdgas betrieben werden.
Die Forschenden weisen bei eventuell möglichen negativen Emissionen allerdings auf einen steigenden Primärenergieaufwand hin. „Dass wir den gewaltigen Energiebedarf unserer Industrie durch eine inländische Produktion von erneuerbarem Wasserstoff oder synthetischem Methan decken können, ist allerdings nicht realistisch“, wird Christian Bach, Abteilungsleiter Fahrzeugantriebssysteme der Empa, zitiert. Die Lösung sieht er in Wüstenregionen, wo die Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter doppelt so hoch liege.
In den nächsten zwei Jahren soll eine Demonstrationsanlage im Tech Cluster in Zug an den Start gehen, um mit dem Wasserstoff den Emaillierungsofen der V-Zug AG zu betreiben. ce/heg

Im Empa-Labor wird an einem Pyrolyseverfahren gearbeitet, das in einer Demonstrationsanlage im Tech Cluster Zug zum Einsatz kommen soll. Bild: Empa
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Zürich – Die Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) führt einen Studiengang für Führungskräfte in der Immobilienbranche ein. Er soll berufsbegleitend bezüglich datengestützter Wertschöpfung weiterbilden. Das soll dem Sektor helfen, den Rückstand bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) aufzuholen.
Der neue Studiengang MAS Digital Real Estate Management HWZ der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) soll bezüglich der Chancen weiterbilden, die Prozessoptimierungen dem Immobiliensektor bieten. Das berufsbegleitende Weiterbildungsangebot richtet sich an Führungs- und Fachverantwortliche im Immobilienmanagement.
Studienleiter Dr. Peter Staub weist in einer Medienmitteilung darauf hin, dass die Immobilienbranche bis heute bezüglich der Digitalisierung fast allen Branchen „teilweise deutlich“ hinterherhinke. Der ganze Sektor sei „gut beraten, jetzt neue Technologien zu adaptieren und den Rückstand bei der Digitalisierung und KI rasch aufzuholen“. Anders seien relevante Kosten- und Ergebnisoptimierungen und eine deutliche Strategie gegen den Fachkräftemangel „kaum mehr zu bewältigen“.
Künstliche Intelligenz sei der Schlüssel zur Modernisierung der Branche, wird Markus Streckeisen zitiert. Er ist Gesamtverantwortlicher der Immobilienprodukte an der HWZ und Studiengangsleiter des bestehenden MAS in Real Estate Management HWZ. „Datenmanagement, Plattformlösungen und Automatisierungsschritte reduzieren die laufenden Kosten und treiben Innovationen voran“, auch hinsichtlich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.
Der in drei Modulen buchbare Studiengang konzentriert sich auf die Schwerpunkte smarte Geschäftsmodelle, datengestützte Wertschöpfung und nachhaltiges Lifecycle Management. Vorgesehen sind Kooperationen mit Dozierenden von Hochschulen wie der Universität St.Gallen und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Beginn ist im September 2024. ce/mm

Dr. Peter Staub, Studiengangsleiter des MAS Digital Real Estate Management HWZ. Bild: Ausschnitt aus Video/HWZ
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