Aktuelles
Zürich – Circunis hat die Finanzierung für den Aufbau eines Online-Marktplatzes gesichert, über den überschüssige Lebensmittel und Nebenströme gehandelt werden können. Nach dem Migros-Pionierfonds hat nun auch die Seedling Foundation ihre Unterstützung bis 2026 zugesagt.
Circunis hat einen weiteren Förderpartner gewonnen. Die auf die Nachhaltigkeit des Food-Sektors fokussierte Seedling Foundation wird das Projekt zur Vermeidung von Lebensmittelabfall bis ins Jahr 2026 mitfinanzieren. Der Migros-Pionierfonds war bereits an Bord. Damit, so heisst es in einer Mitteilung von Circunis, stehe nun die vollständige Finanzierung für die Aufbauphase des Projekts.
Circunis baut einen B2B-Online-Marktplatz auf, der überschüssige Lebensmittel im Verarbeitungskreislauf hält, heisst es auf der Projektseite der Seedling Foundation. Dort können Betriebe ihre Überschüsse anbieten und sich auf diese Weise Lager- und Entsorgungskosten sparen. Sie können aber auch Waren nachfragen und ihre Beschaffungskette auf diese Weise nachhaltiger gestalten. Dabei unterstützt Circunis die teilnehmenden Betriebe beim Aufbau und Prozessen.
Nach Ablauf der Förderzeit soll das Projekt Circunis selbsttragend sein. Dabei gehen die Projektverantwortlichen die Aufbauzeit bewusst mit Fördergelden statt mit Investorinnen und Investoren an: „Wir wollen die DNA und die Wirkung des Projekts zwar dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit, aber nicht dem von Kapitalrendite unterordnen“, heisst es in der Mitteilung. „Wir sind sehr froh und glücklich, dass wir mit diesen beiden Förderpartner*innen zwei Organisationen an Bord haben, die so wirkungsorientiert, wertschätzend und auf Augenhöhe mit uns zusammenarbeiten.“ ce/mm

Das Team hinter Circunis v.l.n.r: Fiona Wicki, Olivia Menzi, Corina Koster, Micha Krautwasser und Karin Friedli. Bild: Circunis
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London – Die Schweiz wird in der QS-Rangliste 2024 bei der Zahl ihrer Studienfächer, die sich weltweit in den Top 10 befinden, nur von den USA und Grossbritannien übertroffen. Zudem ist sie führend bei Ausbildungen im Gastgewerbe. Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich liegt in drei Fächern auf Rang 1.
Die aktuelle Ausgabe der QS World University Rankings by Subjects des internationalen Hochschulanalysten Quacquarelli Symonds (QS) bescheinigt der Schweiz abermals, dass sie bei der akademischen Ausbildung im internationalen Vergleich herausragt. Die für 2024 erhobenen Daten zu den Leistungen von 220 Fächern an 27 Schweizer Hochschulen zeigen, dass fast die Hälfte der Schweizer Studienfächer (107) in den Top 100 der Welt vertreten sind. Davon finden sich 31 Fächer in den Top 10. Das wird nur von den USA und Grossbritannien übertroffen.
Darüber hinaus weist die Schweiz 30 Einträge in den fünf weit gefassten Disziplinen Kunst & Geisteswissenschaften, Ingenieurwesen & Technologie, Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften sowie Sozialwissenschaften & Management auf. Zum Vergleich: Deutschland hat hier 138 Einträge, Österreich 21. „Die Erfolge der Schweiz in diesem Ranking sind die Folge der internationalen Zusammenarbeit und der Betonung der Beziehung zwischen Bildung, Industrie und Unternehmertum“, wird Ben Sowter, Senior Vice President von QS, in einer Medienmitteilung zitiert.
Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ist mit 29 Fächern die stärkste Institution der Schweiz: 27 davon sind in den Top 100 und 17 in den Top 10 der Welt platziert. Wie auch in den vergangenen Jahren belegen die Fächer Erd- und Meereswissenschaften, Geologie und Geophysik weltweit Rang 1.
Die Universitäten Bern und Zürich zeichnen sich mit den Plätzen 6 und 8 besonders in der Zahnmedizin aus. Die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne ist mit den Fächern Ingenieurswesen – Elektrotechnik und Elektronik (7), Chemie (9), Ingenieurwesen – Chemie (10) und Werkstoffkunde (10) unter den Top 10 vertreten.
Bei der Ausbildung im Hotel- und Freizeitmanagement bleibt die Schweiz unangefochten führend: mit der Lausanner EHL Hospitality Business School auf Platz 1, der SHMS – Schweizerische Hotelfachschule (2), den Cesar-Ritz-Hochschulen (3), der Les Roches Global Hospitality Management Education (5), dem Hotel-Institut Montreux (6), der Kulinarischen Akademie Schweiz (7) und dem Glion-Institut für Hochschulbildung (8).
Insgesamt wurden für diese 14. Ausgabe der QS World University Rankings by Subjects 16'400 Hochschulprogramme bewertet, die von Studierenden an mehr als 1500 Universitäten an 96 Standorten weltweit in 55 akademischen Disziplinen und fünf breit gefächerten Fakultätsbereichen absolviert wurden. ce/mm

Die Hälfte der Schweizer Studienfächer ist in den weltweiten Top 100 der QS-Rangliste 2024. Die ETH liegt in drei Fächern auf Rang 1. Bild: ETH Zürich / Alessandro Della Bella
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St.Gallen/Zürich – Kaspar& und die acrevis Bank haben eine Anlage- und Spar-App geschaffen. Damit erhält die Kundschaft der St.Galler Bank direkten Zugriff auf die Möglichkeit, bei Kartenzahlungen Einkaufsbeträge automatisch aufzurunden und die Differenz in ein Portfolio aus ETFs und Indexfonds zu investieren.
Die St.Galler acrevis Bank und das in St.Gallen und im Technopark Zürich ansässige Fintech-Unternehmen Kaspar& sind laut einer Medienmitteilung eine strategische Kooperation eingegangen. In deren Rahmen haben sie die gemeinsame Anlage- und Spar-App Kaspar&acrevis lanciert. Kundinnen und Kunden der Regionalbank können seit Mitte März 2024 ihr bestehendes Bankkonto und ihre acrevis Debit Mastercard mit der App verbinden.
Je nach persönlichen Vorlieben wird ab dann bei jeder Kartenzahlung der Einkaufsbetrag automatisch auf den nächsten Franken oder höher aufgerundet. Der so entstehende Differenzbetrag wird in der App automatisch und laufend in ein Portfolio aus ETFs und Indexfonds investiert. Darüber hinaus können die Bankkundinnen und -kunden mithilfe der App selbstständig weitere Spar- und Anlagepläne eröffnen.
„Indem die App das Investieren mit ,digitalem Wechselgeld' und damit bereits ab Kleinstbeträgen ermöglicht, eröffnet sich für Kundinnen und Kunden, die sich bislang noch nicht mit dem Thema Anlegen befasst haben, ein einfacher, niederschwelliger und spielerischer Einstieg“, wird Kornelius Birrer, Leiter Strategie und Vertriebssteuerung bei acrevis, zitiert.
Die technologische Grundlage für die Zusammenarbeit bietet die Open Finance-Plattform bLink der Schweizer Börse SIX. Sie erlaubt einen vereinfachten Datenaustausch zwischen Banken und Fintech-Firmen. „Mit der bLink-Plattform können wir in Zukunft ganz einfach und ohne grossen Aufwand nebst acrevis weitere Banken anbinden“, erklärt Kaspar&-Mitgründer Jan-Philip Schade. Das bringe die 2020 gegründete Ausgliederung aus der Universität St.Gallen und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ihrer Vision von einer Demokratisierung des Anlegens und Investierens näher. ce/mm

Kaspar& und die acrevis Bank haben eine Anlage- und Spar-App geschaffen. Bild: Kaspar&
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Winterthur/Lausanne/Zürich – Höhere Preise und Intransparenz stellen für Verbrauchende die Hauptbarrieren für nachhaltiges Verhalten dar. Dass viele nicht wissen, was Nachhaltigkeit bei Kleidung und Elektronik bedeutet, zeigt eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).
Die Hauptbarriere für nachhaltigen Konsum bei Lebensmitteln liegt im Preis. Das gibt fast die Hälfte aller Befragten einer Studie der ZHAW an, die von einem interdisziplinären Team in Zusammenarbeit mit der Universität Lausanne und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich realisiert wurde.
Dafür wurden dreimal im Abstand von je rund neun Monaten jeweils etwa 1200 Personen in allen grossen Sprachregionen der Schweiz befragt. Die Studie sollte untersuchen, wie sich Verbraucherinnen und Verbraucher in jenen drei Konsumbereichen verhalten, die für die Umweltauswirkungen besonders relevant sind: Lebensmittel, Unterhaltungselektronik und Textilien.
Ein Drittel der Befragten nannte auch bei nachhaltiger Kleidung die höheren Preise als grösstes Hindernis für eine nachhaltige Kaufentscheidung. Viele gäben auch an, dass sie Schwierigkeiten hätten, nachhaltige von nicht nachhaltigen Produkten zu unterscheiden. Bei Mobilgeräten äusserten sogar 45 Prozent diese Unsicherheit. Ausserdem nennen die Teilnehmenden in allen drei Konsumbereichen das mangelnde Vertrauen in Labels als wichtige Barriere.
„Während bei Lebensmitteln viele Konsument:innen wissen, wie sie nachhaltiger agieren können, ist vielen nicht bewusst, was Nachhaltigkeit bei Kleidung und Elektronik konkret bedeutet“, resümiert Swen Kühne vom ZHAW-Department Angewandte Psychologie in einer Mitteilung der Hochschule. Hier könnten Politik und Unternehmen durch einheitliche Informationen und Labels Transparenz schaffen. ce/mm

Die Hauptbarriere für nachhaltigen Konsum bei Lebensmitteln liegt im Preis, zeigt eine ZHAW-Studie. Symbolbild: TaWiPoP/Pixabay
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Zürich – LEDCity hat in einer zusätzlichen Finanzierungsrunde 2 Millionen Franken erhalten. Das Unternehmen will mit dem frisch akquirierten Kapital von nun insgesamt 5 Millionen Franken die Entwicklung seiner stromsparenden Beleuchtungsmodule weiter vorantreiben.
LEDCity, Zürcher Start-up im Cleantech-Bereich, hat sich im Rahmen einer weiteren Finanzierungsrunde 2 Millionen Franken gesichert. Laut einer Medienmitteilung konnte das Unternehmen innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten insgesamt 5 Millionen Franken an Finanzmitteln sichern. Mit der gesicherten Series-A-Finanzierung kann LEDCity seine Rolle als führender Innovator im Cleantech-Sektor weiter festigen, heisst es in der Mitteilung. „Mit der neuen Finanzierung unserer Investoren sind wir gut aufgestellt, um auf die wachsende Nachfrage zu reagieren und unsere Mission voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen durch eine Neudefinition der Beleuchtung zu verringern", wird Patrik Deuss, CEO und Gründer von LEDCity, in der Mitteilung zitiert.
LEDCity hat eine Beleuchtungslösung entwickelt, die den Elektrizitätsverbrauch um bis zu 80 Prozent reduzieren soll. Damit will das Unternehmen klassische Bewegungsmelder in Geschäftsgebäuden ersetzen. Das neuartige System steuert vor Ort mittels Sensoren und Algorithmen direkt in der Lichtquelle die Beleuchtung. Dadurch kann jeder Bereich eines Gebäudes genau nach Bedarf beleuchtet werden. Mit der zusätzlichen Finanzierung will das Unternehmen der Nachfrage nach diesen intelligenten und energieeffizienten Systemen auf dem nationalen und internationalem Markt gerecht werden, heisst es in der Mitteilung. ce/eb

Symbolbild. Quelle: Canva
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Zürich/Luxemburg – Obligate gibt die Emission einer neuen digitalen Anleihe durch die Luxemburger Mikro Kapital bekannt. Auf der Blockchain will Obligate Kapitalgeber und kleine Kreditnehmerinnen und -nehmer effizienter zusammenbringen und so das Wachstum der lokalen Wirtschaft in Schwellenländern fördern.
Obligate hat durch Mikro Kapital eine neue digitale Anleihe emittiert. Dieser Schritt markiert laut einer Medienmitteilung das erste Engagement des 2019 gegründeten Zürcher Start-ups Obligate auf der Plattform Base, einem Ethereum Layer 2, das von Coinbase entwickelt wurde.
Die Luxemburger Firma Mikro Kapital konzentriert sich auf Mikrofinanzierungen zur Unterstützung der Realwirtschaft in Schwellenländern. Ihr Verbriefungsfonds ALTERNATIVE wird die Erlöse aus dieser Anleihe für die Bereitstellung von Mikrokrediten und Darlehen für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen sowie für die Unterstützung von Sharing-Economy-Diensten verwenden.
Mit der Obligate-Plattform können Unternehmen Blockchain-Anleihen und Commercial Paper ausgeben, um sich bei einer Vielzahl von Investoren zu finanzieren. Bei den Instrumenten handelt es sich um weltweit durchsetzbare, regulierte Schuldtitel. Gleichzeitig erhalten Anleger Zugang zu einem breiten Spektrum von regulierten digitalen Schuldtiteln. Durch den Einsatz von Smart Contracts und Tokenisierung anstelle von Zwischenhändlern ist Obligate eigenen Angaben zufolge in der Lage, die mit einer Anleiheemission verbundenen Kosten um 80 Prozent zu senken und die Zeit dafür von Wochen auf Stunden zu verkürzen.
„Die Emission durch Mikro Kapital über Obligate und das BASE-Netzwerk ist ein Beispiel für die Skalierung unserer Plattform und ein Präzedenzfall dafür, wie wir uns künftige Kooperationen und die Ausweitung unserer Dienstleistungen vorstellen“, so Obligates Head of Origination, Tobias Wolfarth. „Indem wir diesen Emissionsprozess in die Blockchain einbringen, können wir Kapitalgeber und Kreditnehmer effizienter zusammenbringen.“ Das fördere das Wachstum der lokalen Wirtschaft. ce/mm

Obligate gibt die Emission einer neuen digitalen Anleihe durch Mikro Kapital bekannt. Symbolbild: geralt/Pixabay
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Baden AG/Zürich – Der Energiekonzern Axpo hat LINIA akquiriert. Der Zürcher Dienstleister für die automatisierte Inspektion von Stromnetzen wird in Axpos Tochtergesellschaft Axpo Grid integriert. Die Marke LINIA soll erhalten bleiben.
Der im Technopark Zürich ansässige Software-Spezialist LINIA ist seit dem 1. April Teil des Energiekonzerns Axpo. Er integriert das 2018 gegründete Zürcher Start-up laut einer Medienmitteilung in den kommenden Monaten in seine Tochtergesellschaft Axpo Grid. Die Marke LINIA soll erhalten bleiben und werde nach aussen weiterverwendet. Über finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurde nichts bekannt.
„Mit der Übernahme von LINIA als ausgewiesene Spezialistin in der automatisierten Stromnetzinspektion erweitern wir unseren Lieferumfang und erreichen eine einzigartige Produkttiefe“, wird Keyvan Shokoofh, Head of Sales & Market bei Axpo Grid, zitiert. Wie es in der Mitteilung heisst, ermögliche das LINIA-Angebot einen digitalisierten Inspektionsprozess, der die Inspektionsqualität, -geschwindigkeit- und -sicherheit „bedeutend erhöht und dabei die Kosten und CO2-Emissionen reduziert“.
Beide Unternehmen arbeiten bereits seit mehreren Jahren bei der automatisierten Befliegung von Stromleitungen und der Datenauswertung zusammen. Nach den Worten von LINIA-Mitgründer und -Geschäftsführer Lorenzo Arizzoli-Bulato bietet die nun noch engere Zusammenarbeit „ideale Voraussetzungen, die LINIA-Software und -Dienstleistungen weiterzuentwickeln und zu vermarkten“. ce/mm

LINIA ist auf die automatisierte Inspektion von Stromnetzen spezialisiert. Symbolbild: Couleur/Pixabay
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Dietikon ZH – Die Initiative ReclaimTheFacts startet eine Kampagne zur Finanzierung eines Handbuchs zur Bekämpfung von Desinformation. ReclaimTheFacts-Initiator Peter Metzinger will manipulative Strategien und Techniken der Desinformation aufdecken.
ReclaimTheFacts hat eine Schwarmfinanzierungskampagne gestartet, um die Erstellung und Promotion eines wegweisenden Handbuchs zu finanzieren. Dieses deckt laut Medienmitteilung die manipulativen Strategien und Techniken der Desinformation auf und soll zur Steigerung der Medienkompetenz beitragen. Darüber hinaus hat die zunächst als Initiative von Peter Metzinger gegründete und seit 2023 als Verein eingetragene Aktion zum Ziel, „eine Community von aktiven Unterstützern aufzubauen, die sich in ihrem Umfeld für die Stärkung der Medien- und Informationskompetenz einsetzen“, heisst es weiter. Metzinger leitet die Beratungsfirma Mr. Campaigning AG mit Sitz in Dietikon.
Das Handbuch der Desinformation werde ausführlich auf manipulative Strategien und Techniken eingehen und Lesern praktische Fähigkeiten an die Hand geben, um Desinformation selbst zu erkennen und sich davor zu schützen. Studien belegten, dass Menschen, die diese Techniken kennen, Manipulation und Falschinformationen schneller und besser erkennen. Der Effekt könne mit einer Impfung gegen ein Virus verglichen werden, heisst es in der Mitteilung.
ReclaimTheFacts lädt Einzelpersonen und ausdrücklich auch Unternehmen ein, sich an der Schwarmfinanzierung zu beteiligen oder die Initiative durch Sponsoring zu unterstützen. Die Kampagne hat zum Ziel, 3000 Franken einzusammeln. Diese Summe ermögliche es, das Handbuch und die dazugehörigen Aktivitäten im Kampf gegen Desinformation zu finanzieren. ce/gba

ReclaimTheFacts startet eine Kampagne zur Finanzierung eines Handbuchs zur Bekämpfung von Desinformation. Symbolbild: geralt/Pixabay
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Dübendorf ZH – Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt will in ihrem Forschungsgebäude NEST die komplette Abwärme, auch aus dem Mikrorechenzentrum, zurückgewinnen und in das Heizsystem integrieren. Damit wird das NEST zur Pilotanlage für das EU-Forschungsprojekt HEATWISE.
Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ist Teil des internationalen Konsortiums für das jüngst gestartete und auf drei Jahre angelegte Horizon Europe-Forschungsprojekt HEATWISE. Dabei soll in Gebäuden mit umfangreicher IT-Infrastruktur die Abwärme dieser Systeme vollständig in die Gebäudetechnik integriert werden.
„Das Ziel ist ein Zero-Waste-Prinzip“, erklärt Binod Koirala vom Urban Energy Systems Lab der Empa in einer Medienmitteilung. „Das heisst, wir wollen möglichst die ganze Abwärme zurückgewinnen und in das Heizsystem der Gebäude integrieren.“ In diesem Rahmen kommt dem Team der Empa in einem ersten Schritt die Aufgabe zu, im Empa-Forschungsgebäude NEST das Potenzial für Wärmegewinne zu identifizieren. Dabei sollen neben der Abwärme aus dem Mikrorechenzentrum in dessen Untergeschoss und der Computer in den Büroräumen auch der Einfluss anwesender Personen auf die Raumtemperatur berücksichtigt werden.
Aus den so gewonnenen Daten wollen die Forschenden vorausschauende Regelalgorithmen ableiten, die das Energiemanagement der IT-Infrastruktur mit der Gebäudetechnik koppeln. Sie werden dann neben dem NEST in drei weiteren Pilotanlagen installiert: in Gebäuden der dänischen Universität Aalborg, in eine Autofabrik in der Türkei und in ein IT-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Polen.
Im NEST wird zudem die Luftkühlung des Rechenzentrums um die neu entwickelte sogenannte On-Chip-Flüssigkeitskühlung des israelischen Projektpartners ZutaCore ergänzt. Mit der dadurch zurückgewonnenen Wärme von bis zu 70 Grad können etwa die Duschen im Gebäude betrieben werden. ce/mm

Eine neu entwickelte On-Chip-Flüssigkeitskühlung sorgt für eine optimale Wärmerückgewinnung in Rechenzentren. Bild: ZutaCore
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Zürich – Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich arbeiten an Einwegfunktionen, die auf DNA basieren. Damit könnten wertvolle Güter wie Kunstwerke oder Lieferketten vor Fälschungen passwortgeschützt werden. Die Technologie ist bereits zum Patent angemeldet.
Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) setzen Biochemie zur Sicherung von Passwörtern auch vor Quantencomputern ein. Sie haben eine Methode zur Entwicklung kryptograpischer Einwegfunktionen entwickelt, bei der die Daten nicht mit Rechenoperationen verarbeitet, sondern auf DNA-Bausteinen gespeichert werden. Einwegfunktionen für Passwörter errechnen aus einem Eingabewert einen Ausgabewert, mit dessen Hilfe die Korrektheit eines Passworts überprüft werden kann, ohne dass das Passwort selbst übermittelt werden muss.
Die biochemischen Einwegfunktionen der Forschenden wählen aus einem Vorrat von hundert Millionen verschiedenen DNA-Molekülen aus, erläutert die ETH in einer entsprechenden Mitteilung. „Unser System basiert auf echtem Zufall“, wird Robert Grass, Professor am Departement Chemie und angewandte Biowissenschaften der ETH, dort zitiert. „Eingabe- und Ausgabewert sind physisch miteinander verbunden, und man kann nur vom Eingabe- zum Ausgabewert gelangen, nicht umgekehrt.“ Weil die Einwegfunktionen nicht auf digitalen Algorithmen basieren, wären sie auch vor den zukünftigen Rechenleistungen eines Quantencomputers geschützt.
Die ETH hat die neue Technologie schon zum Patent angemeldet. Die Herstellung eines Vorrats zufälliger DNA-Moleküle ist bereits einfach und billig, die Auslesung des Ausgabewerts setzt allerdings den Einsatz derzeit noch teurer DNA-Sequenzierung voraus. Einsatzmöglichkeiten sehen die Forschenden daher zunächst vor allem bei der Sicherung wertvoller Güter wie Kunstwerke oder der Nachverfolgung wichtiger Lieferketten. ce/hs

Die Echtheit von wertvollen Kunstdrucken könnte mit DNA gekennzeichnet werden. Symbolbild: Gerd Altmann/Pixabay
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„Wie kann ein verantwortungsvoller Umgang mit künstlicher Intelligenz in der Bildung gelingen?“ 250 Lehrpersonen, Schulleiter:innen und Bildungsinteressierte aus Politik und Wirtschaft gingen dieser Frage an der 14. Bildungskonferenz der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal nach.
Künstliche Intelligenz (KI) und ihre scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten gibt es bereits seit 70 Jahren. Heute ist das Thema allgegenwärtig: Insgesamt sieben Referate zum Thema der Bildungskonferenz „KI – Chance für die Bildung“ fokussierten auf den verantwortungsvollen Einsatz im Bildungsbereich. Philippe Wampfler und Christian Coenen gaben konkrete Handlungsempfehlungen und Tools, wie ein moderner Schulunterricht mit KI funktioniert.
Ist es beispielsweise noch sinnvoll einen Maturaaufsatz zu schreiben? KI könne dabei helfen, bessere Texte zu verfassen. „Schulprüfungen müssen angepasst werden“, empfiehlt Wampfler. Die Schüler:innen von morgen sollten wissen, wie sie die Tools zu ihrem Nutzen einsetzen können, ohne dabei den eigenen Lerneffekt und Kompetenzaufbau zu vernachlässigen. Für die Lehrpersonen wiederrum bedeutet dies eine bewusste Steuerung und didaktisches Know-how beim Einsatz von KI-Tools.
Keine Angst vor KI
Welche Einflüsse KI auf unsere Arbeitswelt haben wird, zeigte Klementina Pejic am Beispiel von Swisscom auf. Sie sprach offen über die Angst der Mitarbeitenden, eines Tages von einer KI ersetzt zu werden. Ihr Fazit: eine unbegründete Angst! Ted-Talk-Redner Manu Kapur rundete die Konferenz ab, indem er die generelle Zukunft des Lernens in Zeiten von KI illustrierte.
Was in allen Beiträgen der Konferenz deutlich wurde: Es geht nicht um die Frage, ob KI uns ersetzen wird, sondern vielmehr darum, wie wir KI so einsetzen, dass sie für uns ein hilfreiches Werkzeug sein kann.
Sponsoren der 14. Bildungskonferenz: Swisscom AG, u-blox AG, Hasler Stiftung, UBS und ZIS Zurich International School. Die Planung für die 15. Durchführung der Bildungskonferenz am 25. März 2025 hat bereits begonnen. Diese findet erneut im Gottlieb Duttweiler Institute in Rüschlikon statt.




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Dübendorf ZH – Ein Labor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat ein ultraleichtes, biologisch abbaubares und druckbares Aerogel aus Cellulose entwickelt. Es könnte in der Mikroelektronik zur Isolation, zur langsamen Medikamentenabgabe im Körper und als Implantat dienen.
Forschenden des Empa-Labors Building Energy Materials and Components ist die Herstellung eines cellulosebasierten, 3D-druckbaren und biologisch abbaubaren Aerogels aus Cellulose gelungen. Laut einem Bericht der Empa ist dabei in Zusammenarbeit mit den Laboren Cellulose & Wood Materials und Advanced Analytical Technologies sowie dem Zentrum für Röntgenanalytik damit ein „Wundermaterial“ entstanden.
Es ist ausreichend dickflüssig, um vor der Aushärtung eine dreidimensionale Form halten zu können. Zugleich verflüssigt es sich unter Druck kurzzeitig, so dass es durch die Druckerdüse fliessen kann. „Wir konnten die benötigten Eigenschaften allein mit Cellulose erreichen, ohne jegliche Zusätze und Füller“, wird der Gruppenleiter für funktionale Aerogel-Materialien, Shanyu Zhao, zitiert.
Damit aus der Tinte nach dem Drucken ein Aerogel werden kann, so die Empa, ersetzen die Forschenden das Lösungsmittel Wasser in den Poren zuerst durch Ethanol und schliesslich durch Luft, und zwar ohne das gedruckte Objekt zu verformen. Die hohe Porosität macht das Material zu einem äusserst effektiven Wärmeisolator. Zudem ist es anisotrop, was heisst, dass seine Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit richtungsabhängig sind. Solche präzise isolierenden Bauteile könnten etwa in der Mikroelektronik zum Einsatz kommen.
Grosses Potenzial sehen die Forschenden auch in der Medizin, weil dieses Aerogel mit lebendem Gewebe biokompatibel ist. Seine poröse Struktur könnte Medikamente aufnehmen und über längere Zeit abgeben. Formen aus diesem Material könnten als Gerüste für Zellwachstum oder als Implantate dienen. Zudem kann das Aerogel mehrmals rehydriert und wieder getrocknet werden, was seine Lagerung und Anwendung erheblich vereinfacht. ce/mm

Die gedruckten Objekte lassen sich ohne Formverlust mehrfach rehydrieren und trocknen – aber sie können auch hydrophob gemacht werden. Bild: Empa
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