Aktuelles
Zürich/Ostermundingen BE – Die Kablan AG hat auf ihren Kabeltrommeln Tracker der Zürcher Firma truvami angebracht. Das ermöglicht dem Kabel- und LAN-Handelsunternehmen aus Ostermundingen die digitale Übersicht über den Verbleib seiner Bobinen sowie deren die vollständige Wiederverwendung.
(CONNECT) Kablan hat die Logistik seiner Kabelbobinen mithilfe der truvami GmbH digitalisiert. Dafür wurden sie laut einer Mitteilung mit dem truvami Tag XL Tracker ausgestattet. Dieser lokalisiert die Kabeltrommeln laufend. Das optimiert die Rückläufe, reduziert die Verluste und fördert deren Wiederverwendung.
Durch die stets aktualisierten Standortdaten erhält der Anbieter von Kabel- und Verbindungslösungen für Energie-, Industrie- und Infrastrukturprojekte jederzeit einen Überblick darüber, wo sich seine Bobinen befinden, wie lang sie im Einsatz sind und wann sie zurückgeführt werden. So können sie nach ihrem Einsatz erneut für die Auslieferung neuer Kabel verwendet werden. Je schneller sie in diesen Kreislauf zurückkehren, desto weniger zusätzliche Bobinen werden benötigt.
„Unsere Kunden erwarten zuverlässige Lieferprozesse und eine hohe Verfügbarkeit unserer Produkte”, wird Tom Frey, Leiter Marketing und Verkauf bei Kablan, zitiert. „Gleichzeitig ist uns ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen wichtig. Deshalb investieren wir gezielt in digitale Lösungen, die unsere Abläufe transparenter und effizienter gestalten.”
Gemeinsam mit Kablan zeige truvami, „wie sich bestehende Prozesse mit vernetzter Technologie pragmatisch weiterentwickeln lassen”, so Chiara Koopmans, Managing Director des auf Tracking-Lösungen spezialisierten Geschäftsbereichs von Swisscom Broadcast. „Transparente Standortdaten schaffen im Alltag eine bessere Planbarkeit und helfen dabei, Ressourcen gezielter einzusetzen.” ce/mm

Kablan kann mit dem truvami Tag XL Tracker seine Kabeltrommeln laufend lokalisieren. Bild: zVg/truvami GmbH
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Zürich/Tel Aviv-Jaffa – Wonderful hat in einer Serie-C-Investitionsrunde 550 Millionen Dollar eingenommen. Damit wird das 2025 gegründete Unternehmen nun auf einen Wert von 5 Milliarden Dollar taxiert. Jetzt will es sein auf Künstlicher Intelligenz basierendes Betriebssystem für Unternehmen weiter skalieren.
(CONNECT) Wonderful hat den Abschluss einer Serie-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 550 Millionen Dollar bekanntgegeben. Die Runde wurde von Insight Partners aus New York angeführt. Beteiligt haben sich darüber hinaus Salesforce und die bestehenden Investoren Index Ventures und IVP (alle San Francisco) sowie Vine Ventures (New York), 9Yards Capital (Los Angeles) und Bessemer Venture Partners (Menlo Park).
Damit beläuft sich die Gesamtfinanzierung des israelisch-niederländischen Unternehmens mit Niederlassung in Zürich innerhalb der 14 Monate seit seiner Gründung 2025 auf etwa 834 Millionen Dollar. Nach seiner Serie-B-Finanzierungsrunde im März 2026 in Höhe von 150 Millionen Dollar hat Wonderful seine Geschäftstätigkeit laut einer Mitteilung auf mehr als 35 Märkte ausgedehnt, ist weltweit auf 650 Mitarbeitende gewachsen und hat seine Plattform zum vollständigen Künstliche-Intelligenz (KI)-Betriebssystem namens Wonderful AI OS weiterentwickelt.
Damals lag die Unternehmensbewertung noch bei 2 Milliarden Dollar. Sechs Monate später wird Wonderful bereits auf 5 Milliarden Dollar taxiert. Mit dem frischen Kapital will Wonderful in weitere Märkte expandieren.
CEO und Mitgründer Bar Winkler glaubt, dass „KI-Betriebssysteme zum Fundament jedes Unternehmens werden“. Denn „Unternehmen benötigen ein gemeinsames KI-Fundament, dessen Wert mit zunehmender Nutzung im gesamten Betrieb wächst, und genau das bauen wir auf“.
Wie es in der Mitteilung weiter heisst, ist das modulare und offen konzipierte Wonderful AI OS die gemeinsame Betriebsschicht, die Agenten, Arbeitsabläufe, KI-native Anwendungen, den Unternehmenskontext, Integrationen und eine kontrollierte Ausführung im gesamten Unternehmen koordiniert und skaliert. Jeff Horing, Mitgründer und Managing Director beim Hauptinvestor Insight Partners, äussert sich überzeugt, dass Wonderful damit „eine der grössten Chancen im Bereich Enterprise KI“ verfolgt. ce/mm

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Zürich – CSEM Zürich und Miromico haben einen kompakten Funkknoten entwickelt, der industrielle Sensordaten direkt an der Quelle analysiert. Die extrem stromsparende Plattform aktiviert ihre Verbindung im Internet der Dinge (IoT) nur dann, wenn relevante Informationen übertragen werden müssen.
(CONNECT) Das Schweizerische Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM) in Zürich und der Zürcher IoT-Spezialist Miromico haben einen kompakten, batteriebetriebenen Knoten für das industrielle IoT entwickelt. Er kombiniert den extrem stromsparenden Fibonacci-Künstliche Intelligenz (KI)-Chip von CSEM mit dem drahtlosen Kommunikationsmodul von Miromico.
Durch die sogenannte On-Device-KI werden industrielle Sensordaten direkt an der Quelle analysiert, etwa an Mikrofonen, Beschleunigungsmessern und kleinen Kameras. Die Plattform aktiviert ihre LoRa- oder Mioty-Funkverbindung laut einer Mitteilung von CSEM nur dann, wenn relevante Audio-, Bewegungs- oder Bilddaten auf dem Chip als Anomalien erkannt werden. Nur diese werden übertragen, was den Datenverkehr reduziert und sowohl Energie als auch Bandbreite spart.
„Fibonacci bringt nützliche KI direkt in industrielle Sensoren, wo jedes Milliwatt und jedes übertragene Byte zählt“, wird Stéphane Emery, Gruppenleiter für integrierte und drahtlose Systeme bei CSEM, zitiert. „Durch die lokale Datenverarbeitung kann der Knoten relevante Ereignisse erkennen, ohne kontinuierlich Rohdaten zu senden. Dies ebnet den Weg für autonomere Überwachungssysteme.“
Dabei übernimmt Miromicos modulares Funkmodul die Kommunikation zwischen Gerät und Gateway. Dieselbe Hardwareplattform kann für LoRa oder Mioty konfiguriert werden. Dadurch kann die Konnektivität angepasst werden, ohne den Knoten neu entwickeln zu müssen.
„Industriekunden benötigen Sensorlösungen, die effizient, anpassungsfähig und einfach zu implementieren sind“, so Miromicos CEO Schekeb Fateh. „Die Kombination von lokaler KI und einer Auswahl an Funktechnologien mit grosser Reichweite bietet Herstellern eine praktische Möglichkeit, Anlagen an Orten mit begrenzter Stromversorgung und Bandbreite zu überwachen.“ ce/mm

Der batteriebetriebene Knoten kombiniert den extrem stromsparenden Fibonacci-KI-Chip von CSEM mit dem drahtlosen Kommunikationsmodul von Miromico. Bild: CSEM
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Schlieren ZH/Freienbach SZ – Die Neurimmune AG führt gemeinsam mit Pureos Bioventures eine Finanzierungsrunde über 30 Millionen Dollar für die NovaGo Therapeutics AG an. Das Unternehmen will mit seinem Antikörper NG004 eine klinische Studie mit 120 Patientinnen und Patienten mit akuter Rückenmarksverletzung durchführen.
(CONNECT) Neurimmune hat gemeinsam mit Pureos Bioventures (Pureos Partners AG) mit Sitz in Freienbach SZ die im August abgeschlossene Series-B-Finanzierung von NovaGo Therapeutics angeführt. NovaGo Therapeutics gehört zur Neurimmune-Gruppe und nahm bei der Runde insgesamt 30 Millionen Dollar auf. Weitere bestehende und neue Investoren steuerten gemäss einer Mitteilung ebenfalls Kapital bei. Hinzu kommen nicht verwässernde Fördermittel der Schweizer Paraplegiker-Stiftung und der Wings for Life – Spinal Cord Research Privatstiftung.
Die Mittel sollen die klinische Entwicklung von NG004 zur Behandlung akuter Rückenmarksverletzungen vorantreiben. Der vollständig humane Antikörper richtet sich gegen das Protein Nogo-A, das die Regeneration von Nervenfasern und die Neuroplastizität im zentralen Nervensystem hemmt. Ziel ist es, nach einer Rückenmarksverletzung die funktionelle Erholung zu fördern.
Mit SPROUT II wurde dazu eine randomisierte und doppelblinde klinische Studie mit 120 Teilnehmenden an Standorten in Deutschland, Spanien und der Schweiz initiiert. Der Abschluss wird laut einer Mitteilung von NovaGo Therapeutics für Anfang 2029 erwartet. Eine offene Phase-1-Studie wurde bereits abgeschlossen. „Die vielversprechenden Ergebnisse der Phase-1-Studie mit NG004 stimmen uns zuversichtlich“, so Roger M. Nitsch, Präsident und Chief Executive Officer von Neurimmune sowie Mitglied des Verwaltungsrats von NovaGo Therapeutics.
NovaGo Therapeutics wurde 2015 aus der Forschungsgruppe von Martin Schwab an der Universität Zürich ausgegliedert, der heute als Chief Scientific Officer des Unternehmens tätig ist. Das Start-up ist Mitglied des Bio-Technoparks Schlieren-Zürich, wo auch Neurimmune ansässig ist. NG004 wurde mithilfe der Neurimmune-Technologieplattform Reverse Translational Medicine (RTM) entwickelt. ce/as

NovaGo Therapeutics ist Mitglied des Bio-Technoparks Schlieren. Symbolbild: zVg/Limmatstadt AG
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Zürich/Mountain View – Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) und das kalifornische SETI-Institut werden gemeinsam erforschen, wie Leben entsteht und ob es ausserhalb der Erde existiert. Für eine entsprechende ETH-Professur stellt das SETI-Institut insgesamt 8,5 Millionen Dollar zur Verfügung.
(CONNECT) Die ETH und das im kalifornischen Mountain View ansässige Institut Search for Extraterrestrial Intelligence (SETI) haben eine Partnerschaft vereinbart. In deren Zentrum steht laut einer Mitteilung der ETH eine neue Assistenzprofessur, die sich Earth and Planetary Evolution nennt. Sie wird im ETH-Departement Erd- und Planetenwissenschaften angesiedelt. Die Professur wird eine zentrale Rolle am Centre for Origin and Prevalence of Life der ETH einnehmen.
Das SETI-Institut wird über die ersten zehn Jahre die dafür anfallenden Kosten von insgesamt 8,5 Millionen Dollar übernehmen. Darin eingeschlossen sind die damit verbundenen Forschungsaktivitäten, zu denen auch die Besetzung einer wissenschaftlichen Stelle und Postdoktoranden zählen.
„Viele der grossen wissenschaftlichen Fragen lassen sich heute nur gemeinsam beantworten", wird ETH-Präsident Joël Mesot zitiert. „Mit dem SETI-Institut gewinnen wir einen renommierten Partner, der unsere fachlichen Stärken ergänzt und neue Verbindungen über Disziplinen und Kontinente hinweg ermöglicht.“ Die ETH suche gezielt nach herausragenden Partnern, „und das SETI-Institut ist ein solcher.“
Für das SETI ist dies die erste internationale Forschungspartnerschaft dieser Art. „Die Zusammenarbeit mit der ETH Zürich bedeutet für uns den Beginn eines neuen Kapitels – eines, in dem die Suche nach Leben ausserhalb der Erde als weltweites Bestreben anerkannt wird“, so SETI-Geschäftsführer Bill Diamond. „Indem wir die Forschungskapazitäten an einer der führenden technischen Hochschulen Europas fördern, erweitern wir nicht nur unsere Forschung auf internationaler Ebene, sondern tragen auch dazu bei, ein neues Modell für die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit zu schaffen.“ ce/mm

Die ETH und das kalifornische SETI-Institut wollen gemeinsam erforschen, wie Leben entsteht und ob es ausserhalb der Erde existiert; Blick mit dem Hubble-Teleskop in die Grosse Magellansche Wolke. Symbolbild: ESA/Hubble & NASA, D. Gouliermis, CC BY 4.0 INT
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Thalwil/Schlieren ZH – Das Medizintechnikunternehmen Hemetron bezieht mehr als 200 Quadratmeter Fläche im Healthtechpark Zürich-Schlieren. Das Unternehmen entwickelt einen Bluttest zur Überwachung von Entzündungen zu Hause und bereitet sich auf eine weitere Finanzierungsrunde vor.
(CONNECT) Die Hemetron AG ist neue Mieterin im Healthtechpark Zürich-Schlieren. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat dort Räumlichkeiten mit einer Fläche von mehr als 200 Quadratmetern übernommen, informiert der Healthtechpark in einem Beitrag. Die neuen Räume sollen Platz für das weitere Wachstum des Unternehmens bieten.
Hemetron entwickelt eine Biosensor-Plattform zur Fernüberwachung chronischer Erkrankungen und startet mit Anwendungen in der Rheumatologie. Im Zentrum steht ein quantitativer Selbsttest für das C-reaktive Protein (CRP), einen Entzündungsmarker im Blut. Mit 2 Mikrolitern Blut aus einem Fingerstich soll der CRP-Wert innerhalb weniger Minuten zu Hause bestimmt werden können.
Die Technologie basiert auf zehnjähriger Forschung an der ETH. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bislang 3 Millionen Franken eingeworben, eine weitere Finanzierungsrunde ist laut Healthtechpark geplant.
Der Healthtechpark Zürich-Schlieren geht auf eine Initiative der Stadt Schlieren und des Kantons Zürich zurück. Er fördert die Vernetzung und Zusammenarbeit von Unternehmen und weiteren Akteuren aus dem Gesundheits- und Technologiesektor und stellt unter anderem Büro- und Laborflächen bereit. Zu den Nachbarn von Hemetron gehören GratXray, VirtaMed sowie Dr. Risch. ce/as

Hemetron entwickelt eine Biosensor-Plattform zur Fernüberwachung chronischer Erkrankungen und startet mit Anwendungen in der Rheumatologie. Symbolbild: North_Studio/Pixabay
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Wädenswil ZH – Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen könnte fast das doppelte des Strombedarfs in der Schweiz liefern. Eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zeigt auf, warum es in der Schweiz noch grosses ungenutztes Potenzial gibt.
(CONNECT) Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen, kurz Agri-Photovoltaik genannt, kann sowohl zur Erzeugung erneuerbarer Energien als auch zum Schutz landwirtschaftlicher Kulturen beitragen. Laut einer Mitteilung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt eine aktuelle Studie des ZHAW-Departements Life Sciences und Facility Management in Wädenswil jedoch, dass auf diesem Gebiet noch viel ungenutztes Potential vorhanden ist.
Gemäss der Studie böten sich in der Schweiz unter Beachtung eines Mindestabstands von 300 Metern zu einem möglichen Einspeisepunkt ins Stromnetz ein theoretisches Potential von 113 Terrawattstunden jährlich. Das entspricht fast dem doppelten Strombedarf der Schweiz in den vergangenen Jahren. In der Realität tragen Agri-PV-Anlagen jedoch nur zu 0,1 Prozent zur Stromproduktion bei. Der Bericht der ZHAW zeigt die Hemmnisse für diese Situation auf. „Die Technologie ist nicht das Problem. Entscheidend ist, ob ein Projekt trotz den hohen Anforderungen bewilligt werden kann, ob der Anschluss ans Stromnetz zu vertretbaren Kosten möglich ist und ob sich die Anlage unter den heutigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich betreiben lässt“, wird Jürg Rohrer, Professor für Erneuerbare Energien an der ZHAW und Co-Autor des Berichts, in der Mitteilung zitiert.
Zu den aufgeführten Hemmnissen zählen eine unsichere Rentabilität, begrenztes Investitionskapital, Planungsunsicherheiten – auch einhergehend mit hohen gesetzlichen Anforderungen – Nutzungseinschränkungen in der Bewirtschaftung sowie fehlende lokale Akzeptanz. Dem gegenüber stehen die sogenannten Treiber. Agri-PV-Anlagen könnten gegen zukünftige Energiepreisschwankungen absichern. Sie könnten als Klimaschutz gegen Wind, Starkregen und Hagel genutzt werden und so den Anbau bedrohter Kulturen fördern. Flächen, die aufgrund von Vorschäden landwirtschaftlich nicht benutzt werden, könnten mit einer PV-Anlage zusätzliche Einnahmen generieren. Als Beitrag zur Energiewende und treibhausgasarmer Nahrungsmittelproduktion könnten die Anlagen ein positives Image und damit eine gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen. Schliesslich könnte mit einem passenden Vermarktungsmodell eine Rendite von 5 Prozent erzielt werden, so die Studie.
Die präsentierten Forschungsergebnisse wurden mit finanzieller Unterstützung des Schweizerischen Bundesamts für Energie BFE im Rahmen des SWEET-Konsortiums EDGE erarbeitet. ce/ww

Photovoltaik auf dem Feld könnte fast das doppelte des in der Schweiz benötigten Stroms liefern. Symbolbild: Neville Hawkins/Pexels
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Zürich – Die Xorlab AG kann mit mehr als 5 Millionen Euro aus einer Serie-A-Finanzierungsrunde seine europaweite E-Mail-Sicherheitsplattform weiter aufbauen und sein Wachstum in Europa beschleunigen. Die Firma verzeichnet eine rasant steigende Nachfrage nach einer souveränen europäischen Lösung.
(CONNECT) Die Zürcher xorlab AG hat von Investoren über 5 Millionen Euro erhalten. Angeführt wurde die Serie-A-Finanzierungsrunde vom bestehenden Investor Spicehaus Partners, der xorlab seit 2015 unterstützt. Darüber hinaus haben sich die Beteiligungsgesellschaft Grapha-Holding aus Hergiswil NW, die Riskokapitalfirma EquityPitcher Ventures aus Zürich und die Start-up Finance der Zürcher Kantonalbank als Partner dieser Runde angeschlossen.
Das frische Kapital soll einer Mitteilung zufolge xorlabs Expansion in Europa beschleunigen. Das Unternehmen baut eine europaweite E-Mail-Sicherheitsplattform auf, zunächst in der DACH-Region, den Benelux-Ländern und in Skandinavien.
Die Finanzierung erfolgt laut xorlab „vor dem Hintergrund einer rasant wachsenden Nachfrage“ von europäischen Organisationen, die ihre Abhängigkeit von IT-Sicherheitsanbietern aus den USA verringern wollen. Zusätzlich erhöhen neue Regulierungen den Druck auf Finanzinstitute und Betreiber kritischer Infrastrukturen, indem sie diese direkt für die Stabilität ihrer digitalen Lieferketten verantwortlich machen.
„Europa braucht seine eigenen Cybersicherheits-Champions, keine europäischen Kopien etablierter US-Unternehmen, sondern Firmen, die die nächste Generation der Unternehmenssicherheit definieren können“, wird CEO und Mitgründer Antonio Barresi zitiert. „Es gibt keinen besseren Ort, um den europäischen Marktführer für E-Mail-Sicherheit aufzubauen, als im Herzen Mitteleuropas.“
Daniel Andres, Gründungspartner von Spicehaus Partners zeigt sich „fest davon überzeugt, dass die Kombination aus KI-gesteuerten Bedrohungen, zunehmendem Regulierungsdruck und Europas Bestrebungen nach digitaler Souveränität eine einmalige Chance in der Cybersicherheit eröffnet. Xorlab verfügt über die Technologie, das Kundenvertrauen und die Marktposition, um ein führendes Unternehmen in seiner Kategorie in Europa zu werden.“ ce/mm

Die Xorlab AG will mit frischem Kapital das Wachstum seiner europaweiten E-Mail-Sicherheitsplattform in Europa beschleunigen. Symbolbild: MasterTux/Pixabay
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Wädenswil ZH – Das Departement Life Sciences und Facility Management der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat seinen Umzug in die historischen Shedhallen in Wädenswil gefeiert. In den historischen Hallen sind moderne Labore, Arbeitsräume und eine Bibliothek untergebracht.
(CONNECT) Das Departement Life Sciences und Facility Management der ZHAW ist neu in den Shedhallen in Wädenswil untergebracht. Nach abgeschlossenem Umbau der historischen Hallen haben Vertretende des Kantons Zürich, der ZHAW, der Tuwas Immobilien AG und der Hotz Partner AG den neuen Standort am 4. September eingeweiht, informiert die Baudirektion des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Fassaden und die charakteristische Shed-Dachkonstruktion der denkmalgeschützten Hallen wurden beim Umbau erhalten.
Im Inneren sind jetzt aber anstelle der Webmaschinen der ehemaligen Tuchfabrik Wädenwil AG moderne Biotechnologielabore und Arbeitsflächen für das Institut für Chemie und Biotechnologien der ZHAW untergebracht. Im Obergeschoss wurden eine offen gestaltete Bibliothek sowie Unterrichtsräume und Arbeitsplätze für Studierende eingerichtet. Zudem gibt es sogenannte Raum-in-Raum-Kuben, die variabel für Lernen und für Besprechungen genutzt werden können.
„Mit der Gesamterneuerung ist es gelungen, ein bedeutendes Zeugnis der Industriegeschichte zu erhalten und an die Anforderungen eines zeitgemässen Lehr- und Forschungsbetriebs anzupassen“, schreibt die Baudirektion. „Damit konnte ein Abbruch der Gebäude verhindert werden, was Ressourcen schont und graue Energie in bedeutendem Umfang einspart.“ Der Kanton hat die Hallen von der Tuwag Immobilien AG langfristig gemietet, um der ZHAW zusätzliche Flächen für Lehre und Forschung zur Verfügung zu stellen. Der Umbau erfolgte in Abstimmung mit der kommunalen Denkmalpflege. ce/hs

Das kantonale Hochbauamt hat die denkmalgeschützten Shedhallen in Wädenswil instandgesetzt und für die ZHAW weiterentwickelt. Bild: Alexander Gempeler, Bern/Kanton Zürich
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Das Zürcher Proptech maison.work konnte mit seinem Marktplatz für Gewerbeimmobilien über CHF 37 Millionen Leerstand abbauen. Erreicht wurde dieser Meilenstein ohne Venture-Capital-Funding und ohne KI. Jetzt hat das Unternehmen eine KI-Kartensuche lanciert, die zeigen soll, wie viel mehr noch möglich ist.
Über CHF 37 Millionen an Gewerbeleerstand wurden seit Anfang 2024 über den Marktplatz maison.work reduziert. Erreicht wurde dieses Ergebnis, bevor das Unternehmen über eine KI-Suche verfügte, allein durch den konsequenten Fokus auf Gewerbeflächen und die Automatisierung von digitalen Vermarktungsprozessen.
"Das ist keine Zukunftsvision mehr, sondern ein realer Meilenstein", sagt Dominic Frei, Mitgründer von maison.work. Der Erfolg der ersten Phase habe gezeigt, dass ein spezialisierter Marktplatz für Gewerbeimmobilien gegenüber einem generischen Portal Vorteile haben kann, wenn die Suche exakt auf die Bedürfnisse von Firmen zugeschnitten ist.
Von Filtersuche zu Bedürfnissuche mit KI
Die klassische Suche nach Gewerbeflächen hat sich laut D.Frei seit über 15 Jahren kaum verändert: Filtern, klicken, hoffen, dass ein passendes Objekt dabei ist. Genau hier setzt maison.work an. Im Juli 2026 lancierte das Unternehmen offiziell seine KI-Kartensuche unter map.maison.work, mit der Nutzerinnen und Nutzer ihre Anforderungen in natürlicher Sprache beschreiben können, etwa "Ich betreibe einen Beautysalon und suche eine passende Fläche im Raum Zürich".
Die KI wertet solche Anfragen aus, stellt bei Bedarf Rückfragen und schlägt gezielt Flächen vor, die zum jeweiligen Nutzungszweck passen. Damit verschiebt sich die Logik der Suche von starren Filterkriterien hin zu tatsächlichen Bedürfnissen. Laut maison.work zeigen die Zahlen seit dem Launch eine klare Tendenz: steigende Reichweite, konkretere Anfragen und ein spürbar besseres Matching zwischen suchenden Firmen und verfügbaren Flächen.
Ausblick
Für maison.work ist der Meilenstein von CHF 37 Millionen reduziertem Leerstand erst der Startpunkt. Das Ziel ist deutlich grösser: Mit der KI-Suche will das Unternehmen zum zentralen Marktplatz für Gewerbeflächen in der Schweiz werden und den Leerstand bei Schweizer Gewerbeimmobilien bis 2027 um CHF 100 Millionen senken. Langfristig möchte das Zürcher Proptech neu definieren, wie Angebot und Nachfrage im Gewerbemarkt zusammenfinden.

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Bülach/Embrach ZH – Die Stiftung Wisli hat beim Innovationspreis ZüriUnterland 2026 mit ihrem Projekt „Die unsichtbare Last“ den ersten Platz belegt. Zwei begehbare Erfahrungsboxen sollen Depression und schizophrene Wahrnehmung für Aussenstehende nachvollziehbar machen. Der Preis ist mit 5000 Franken dotiert.
(CONNECT) Die Standortförderung ZüriUnterland hat die Stiftung Wisli aus Bülach mit dem ersten Platz des Innovationspreises ZüriUnterland 2026 ausgezeichnet. Mit dem Sieg erhält die Stiftung gemäss einer Mitteilung ein Preisgeld von 5000 Franken. Die Preisverleihung fand am 31. August im Rahmen des Innovationsanlasses bei der Kyburz Switzerland AG in Embrach statt.
Das Projekt „Die unsichtbare Last“ vermittelt in zwei begehbaren Erfahrungsboxen Depression und schizophrene Wahrnehmung mit räumlichen und akustischen Elementen. Die Ausstellung entstand gemeinsam mit Menschen mit eigener Krisenerfahrung und Fachpersonen der Stiftung Wisli. Sie soll für psychische Erkrankungen sensibilisieren und Verständnis schaffen, unter anderem in Unternehmen.
Den mit 2500 Franken dotierten zweiten Platz erhielt die Amberg Infra 7D AG aus Regensdorf. Der von ihr entwickelte Sensor misst, wie stark sich Gleise unter der Belastung fahrender Züge bewegen oder absenken. Damit sollen Bahnstrecken flächendeckend überwacht und etwa Unterspülungen oder Verformungen frühzeitig erkannt werden können.
Ebenfalls 2500 Franken gingen an die drittplatzierte Lehrshare GmbH aus Glattfelden. Ihre digitale Plattform bündelt die Lehrstellensuche und den Bewerbungsprozess für Jugendliche, Schulen und Lehrbetriebe.
Am Innovationsanlass nahmen rund 80 Personen teil. Neben Einblicken in den Standort von Kyburz wurden Projekte des Spitals Bülach und des Jungunternehmens GoNiña AG vorgestellt. Der Innovationspreis wurde 2021 vom Wirtschaftsrat der Standortförderung ins Leben gerufen, um Innovationen aus dem Zürcher Unterland sichtbar zu machen. Er wird von der Zürcher Kantonalbank und der Vetropack Holding AG unterstützt. ce/as

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Innovationspreises ZüriUnterland 2026. Bild: zVg/Standortförderung ZüriUnterland
Aktuelles
Zürich/Portage – ZuriMED wird Teil von Stryker. Damit fügt das weltweit tätige Medtech-Unternehmen mit Sitz in den USA das FiberLocker-System von ZuriMED seinem Portfolio hinzu. Die dort bereits zugelassene Technologie verbessert die postoperative Heilung bei Sehnenrissen in der Schulter.
(CONNECT) Stryker hat eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme der ZuriMED Technologies AG unterzeichnet. Mit dem FiberLocker-System von ZuriMED erweitert das in Portage im US-Bundesstaat Michigan ansässige Medtech-Unternehmen sein Angebot in einem der am schnellsten wachsenden Segmente der Sportmedizin. „ZuriMED hat eine innovative Technologie entwickelt, die einen wichtigen klinischen Bedarf in der Schulterbehandlung deckt“, wird Andy Pierce, Group President MedSurg and Neurotechnology bei Stryker, in einer Mitteilung zitiert. „Wir freuen uns, das FiberLocker-System in das Portfolio von Stryker aufzunehmen.“
FiberLocker wurde von ZuriMED entwickelt, um die postoperative Heilung nach Operationen zur Rekonstruktion oder Augmentation von Rotatorenmanschetten zu verbessern. Die 2015 gegründete Ausgliederung von Universität Zürich und Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich mit Sitz auf dem Balgrist Campus, hat diese Technologie dem Filzen von Textilien nachempfunden. Dabei werden die Fasern eines Implantats direkt mit dem nativen Gewebe verwoben. Sehnenrisse in der Rotatorenmanschette gehören zu den häufigsten Schulterverletzungen. Dabei scheitern traditionelle Reparaturtechniken oftmals an der Schnittstelle zwischen Nahtmaterial und Sehnengewebe.
FiberLocker hat im Dezember 2024 in den USA die Zulassung erhalten. Laut dem Jahresbericht 2025 der Universitätsklinik Balgrist, mit der ZuriMED eng zusammenarbeitet, verlief der klinische Marktstart „äusserst erfolgreich und übertraf die Erwartungen deutlich“. Bereits im Jahr des Markteintritts sei das FiberLocker-System in den USA in knapp 1000 operativen Anwendungen eingesetzt worden und habe zahlreiche klinische Daten produziert.
Stryker beschäftigt weltweit rund 56'000 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von 25,1 Milliarden Dollar. Bis zur endgültigen Transaktion führen ZuriMED und Stryker ihre Geschäfte den Angaben zufolge wie gewohnt weiter. ce/mm

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