Aktuelles
Zürich – Die Universität Zürich (UZH) schafft den ersten Lehrstuhl für Gendermedizin in der Schweiz, um geschlechtsspezifische Medizin zu verifizieren. Ziel dieses neuen Forschungszweiges ist die Entwicklung individuellerer Diagnosen und Therapien, basierend auf der Tatsache, dass Frauen und Männer unterschiedlich erkranken.
Die Universität Zürich (UZH) hat einen neuen Lehrstuhl für Gendermedizin geschaffen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, ist das Ziel dieses medizinischen Zweigs, durch individuellere Diagnosen und Therapien die Genesung von Patientinnen und Patienten durch eine massgeschneiderte Medizin zu verbessern. Denn häufige Erkrankungen wie Herzleiden, Schlaganfall, Migräne, Depression oder Krebs zeigen sich bei Frauen und Männern auf unterschiedliche Art. Mit der Einrichtung eines eigenen Lehrstuhls für Gendermedizin will die UZH diesen wichtigen Bestandteil der Forschung als Präzisionsmedizin vorantreiben.
„In vielen Bereichen der Medizin war der Mann der Prototyp, deshalb wurden Krankheiten bei Frauen in der Vergangenheit erst spät oder gar nicht erkannt, weil die Diagnose vor allem auf männlichen Symptome ausgerichtet war“, wird Beatrice Beck Schimmer, UZH-Professorin und Direktorin der Universitären Medizin Zürich (UMZH), in der Mitteilung zitiert. Klinische Studien wurden generell mit Männern durchgeführt. Als Begründung wurden weibliche Hormonschwankungen, die zu inhomogenen Resultaten führen könnten, angegeben.
Nicht nur auf der Ebene der Diagnostik, sondern auch im Bereich der Forschenden und Behandelnden war die Geschlechterverteilung einseitig orientiert, der Arztberuf und die medizinische Wissenschaft der Männerwelt vorbehalten. „Wenn nur ein Geschlecht Forschung macht, engt das den Blick ein“, gibt die Medizinhistorikerin Sarah Scheidmantel an. Dies soll mit der Einführung des neue Lehrstuhls und durch den Wandel der Kultur in den grossen Spitälern und Kliniken nachhaltig geändert werden, heisst es in der Mitteilung. Erste Lehrstuhlinhaberin in Zürich ist Carolin Lerchenmüller, Professorin für Kardiologie. ce/eb

Die UZH schafft den ersten Lehrstuhl für Gendermedizin in der Schweiz, um geschlechtsspezifische Medizin zu verifizieren. Symbolbild: Mohamed_hassan/Pixabay
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Zürich – Die Universität Zürich (UZH) richtet ein Institut für Mathematische Modellierung und Machine Learning ein. Hier sollen mathematische Forschung und Anwendungen der Datenwissenschaften verbunden werden. Ein entsprechendes Studienprogramm wird 2025 lanciert.
Die UZH baut Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Datenwissenschaften aus. Dazu hat die Universität ein Institut für Mathematische Modellierung und Machine Learning (IM3L) eingerichtet. „Das neue Institut verknüpft die mathematische Forschung mit fachspezifischen Anwendungen der Datenwissenschaften“, wird Roland Sigel, Dekan der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät, in einer entsprechenden Mitteilung der UZH zitiert.
Das neue Institut wird vorläufig von Reihard Furrer geleitet. „Erst die mathematische Disziplin ermöglichte die Entwicklung neuer Werkzeuge in den Datenwissenschaften wie beispielsweise das maschinelle Lernen oder das Deep Learning“, erläutert der Direktor IM3L ad interim. Ab Herbst 2025 will das Institut den Studiengang Angewandte Mathematik und Machine Learning anbieten. Studierende sollen die nötigen Kompetenzen zur Mitgestaltung der digitalen Entwicklung der Gesellschaft erwerben. Neben Grundkonzepten von Mathematik und Programmierkenntnissen behandelt der Studiengang auch die Umformung praktischer Probleme in mathematische Modelle und ihre Analyse anhand statistischer Methoden.
Am IM3L sind bereits seit Januar 2024 vier Professuren für Netzwerkwissenschaft, Risikoanalyse, Statistik und Deep Learning verortet. Eine Übersicht über aktuelle Arbeiten dieser Professuren stellt die UZH in der Mitteilung bereit. Für die Zukunft ist die Ausdehnung auf weitere Professuren geplant. ce/hs

Am Institut für Mathematische Modellierung und Machine Learning der UZH wird mathematische Forschung mit fachspezifischen Anwendungen der Datenwissenschaften verknüpft. Symbolbild: Gerd Altmann/Pixabay
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Zürich – FlexAgility bietet Unternehmen die Möglichkeit, Spezialisten für anspruchsvolle Projekte auf Zeit einzusetzen. Das Start-up ist auf die Einhaltung komplexer Rechtsvorschriften spezialisiert. Im Fokus stehen Branchen mit hoher Regulierungsdichte wie die Finanzindustrie.
Die Arbeitswelt ändert sich rasant. Hochspezialisierte Experten wollen nicht mehr ein Leben lang in einem einzelnen Unternehmen tätig sein. Umgekehrt brauchen Firmen für bestimmte Projekte Expertenwissen, ohne dafür Spezialisten anstellen zu wollen. FlexAgility will beide Seiten zusammenbringen. Das in diesem Frühjahr gegründete Start-up bietet Unternehmen diejenigen Experten, die sie brauchen, und solange, wie dieses Expertenwissen gebraucht wird.
Die beiden Gründer Olivier Maeker und Jan Podokschik bauen dabei auf ihre Jahre bei Beratungsunternehmen und Banken auf. „Wir stellen Talente zur Verfügung statt Personal“, sagt Maeker. Für viele Unternehmen sei es eine Herausforderung, die richtigen Leute für spezielle Projekte zu finden. „Dieser Kostenblock entfällt dank FlexAgility.“
Umgekehrt gebe es viele Experten, die ihr Wissen in verschiedenen Unternehmen einbringen wollten, so Podokschik: ältere Experten in den Jahren vor der Pensionierung, rückkehrwillige Mütter, Studienabgänger auf dem Weg in ihre Karriere. „Wir arbeiten mit Leuten, die ihre Sache lieben.“
FlexAgility konzentriert sich zunächst auf juristische Themen und die Einhaltung komplexer Rechtsvorschriften. Das Start-up hat die Finanzindustrie im Blick, aber auch andere Branchen mit hoher Regulierungsdichte. „Wir bieten Talente sowohl für börsennotierte Unternehmen als auch für Start-ups“, so Podokschik.
FlexAgility arbeitet dabei mit Müller Paparis zusammen. Die Kunden des Start-ups können damit nicht nur auf die Experten selbst zurückgreifen, sondern auch auf das Rechtswissen einer zwei Jahrzehnte alten Kanzlei. Einer der Partner, Rolf Müller, gehört dem Verwaltungsrat von FlexAgility an. Die exelixis capital AG ist an FlexAgility beteiligt. ce/stk

Olivier Maeker (links) und Jan Podokschik bieten Unternehmen die Möglichkeit, Spezialisten für anspruchsvolle Projekte auf Zeit einzusetzen. Bilder: zVg/FlexAgility AG
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Dübendorf ZH – Der Innovationspark Zürich wird noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten für seine ersten sieben Neubauten beginnen. Sie sollen auf dem Vorfeld im Norden des Areals entstehen. Die sieben Projekte wurden in einem global ausgeschriebenen Wettbewerb ausgewählt.
Die erste Entwicklungsetappe des Innovationsparks Zürich auf dem Flugplatzareal in Dübendorf nimmt Gestalt an, informiert der Betreiber in einer Mitteilung. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für insgesamt sieben Neubauten auf dem Vorfeld des Areals beginnen. Die Projekte wurden aus insgesamt 28 eingereichten Vorschlägen ausgewählt, die im vergangenen Jahr bei einem global ausgeschriebenen Architekturwettbewerb eingereicht worden waren.
Die nun ausgewählten Projekte wurden von den Architekturbüros E2A, Roger Boltshauser, Mulder Zonderland und TEN aus Zürich sowie von Muoto aus Paris und 3XN aus Kopenhagen entwickelt. Nach jetzigem Planungsstand soll die Gesamtgeschossfläche zu rund 24 Prozent auf Büro- und zu 8 Prozent auf Laborflächen sowie zu 12 Prozent auf Produktionsflächen etwa für die Fertigung von Prototypen aufgeteilt werden. Weitere 36 Prozent sind als flexible Flächen für verschiedenen Nutzungen geplant. Darüber hinaus sollen Bereiche für Versorgung, Dienstleistung und forschungsnahes Wohnen entstehen. Auch Angebote für Gastronomie, Freizeit und Einkauf sind geplant.
Mit der eigenen Bebauung will der Innovationspark Zürich ein Beispiel für innovative urbane Entwicklung und Nachhaltigkeit geben. „Entsprechend werden spezielle Gebäudetypologien entwickelt, die durch ihre Flexibilität und Modularität über lange Zeiträume nachhaltig nutzbar sind und durch den Einsatz neuer Technologien einen deutlich reduzierten ökologischen Fussabdruck aufweisen“, heisst es dazu in der Mitteilung. Dafür sind unter anderem die Einrichtung eines Anergienetzes sowie grosse Solaranlagen auf Dächern und an Fassaden geplant. ce/hs

Der Innovationspark Zürich will noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten für die ersten sieben Neubauten auf dem Vorfeld beginnen. Visualisierung: Switzerland Innovation Park Zurich
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Zürich/Billund – Climeworks und Lego haben eine langfristige Vereinbarung zur Reduzierung von Kohlendioxid beim Spielwarenhersteller geschlossen. Mit dem Auftrag in Höhe von 2,4 Millionen Dollar soll Lego auf dem Weg zur Nettonull-Emission begleitet werden. In die Vereinbarung ist auch die Lego-Mutter KIRKBI eingebunden.
Climeworks und die Lego Gruppe haben eine Vereinbarung zur Reduzierung von Kohlendioxid in der Atmosphäre über einen Zeitraum von neun Jahren abgeschlossen. Laut einer Medienmitteilung hat der Auftrag ein Volumen von 2,4 Millionen Dollar. Climeworks setzt seine Technologie zur Entfernung von Kohlendioxid durch direkte Abscheidung aus der Luft in allen Unternehmensbereichen von Lego ein. Die Vereinbarung ist Teil der Strategie des dänischen Spielwarenherstellers, seine CO2-Emissionen auf netton Null zu reduzieren.
Climeworks hat eine ähnliche Vereinbarung in Höhe von 405‘000 Dollar mit dem Lego-Mutterkonzern KIRKBI geschlossen.
Die mit beiden Unternehmensgruppen geschlossenen Vereinbarungen entsprechen den Zielsetzungen der UN-Klimaorganisation IPCC sowie den Industriezielen zur Unterstützung des Pariser Klimaabkommens von 2015.
„Wir wollen, dass unsere Kinder einen gesunden Planeten erben - und wir sind entschlossen, unseren Teil dazu beizutragen, dass dies gelingt. Um erfolgreich zu sein, müssen wir Massnahmen ergreifen, um einen systemischen Wandel voranzutreiben“, wird Annette Stube, Chief Sustainability Officer der LEGO Gruppe, in der Mitteilung zitiert, „Deshalb arbeiten wir mit Innovatoren wie Climeworks zusammen. Ihre Technologie kann uns und der Gesellschaft als Ganzes helfen, die Netto-Null-Zukunft zu verwirklichen, die notwendig ist, um unseren Planeten für kommende Generationen zu schützen.“ Michael Skou, Leiter der Abteilung Strategie und Nachhaltigkeit bei KIRKBI, verspricht sich von der langfristigen Partnerschaft mit Climeworks die Entwicklung innovativer Technologien zur Bekämpfung des Klimawandels.
Climeworks ist eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und hat seinen Sitz in Zürich. ce/ww

Climeworks zieht mit seiner Technologie CO2 aus der Luft; das CO2 kann danach als Rohstoff genutzt oder dauerhaft im Boden gespeichert werden. Bild: Climeworks
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Dübendorf ZH – Hanmin Cai von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) arbeitet daran, ausgediente Smartphones für die Steuerung von Gebäudesystemen einzusetzen. Auf diese Weise kann auf die CO2-intensive Produktion neuer Computerchips für diese Aufgaben verzichtet werden.
Die Automation von Gebäudesystemen kann den Energiebedarf für Gebäude deutlich senken. Für ihre Steuerung sind allerdings Computerchips erforderlich, deren Herstellung mit CO2-Emissionen verbunden ist. Hier will Hanmin Cai, Forscher im Bereich urbane Energiesysteme an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) Abhilfe schaffen. Statt neuer Hardware will der Empa-Forscher ausgediente Smartphones verwenden.
„Diese Systeme sollen ja Energieverbrauch und CO2-Ausstoss vermindern“, wird Cai in einer entsprechenden Mitteilung der Empa zitiert. „Wenn wir dazu aber neue Hardware herstellen müssen, deren Produktion und Transport wertvolle Ressourcen benötigen und grosse Mengen CO2 verursachen, dann verschieben wir einen Teil der Emissionen einfach auf andere Sektoren.“ Smartphones, die aufgrund eines beschädigten Bildschirms oder schwach gewordener Akkus ausgemustert werden, verfügen meist über noch einwandfrei funktionierende Speicher und Prozessoren. Cai hat untersucht, inwieweit diese sich zur Steuerung von Kontroll- und Kommunikationsaufgaben in Gebäudesystemen eignen.
Erste Versuche haben gezeigt, dass die Smartphone-Controller eine ausreichende Genauigkeit und Kommunikationsgeschwindigkeit für die Gebäudesteuerung aufbringen. Bis zur marktreifen Umsetzung des Ansatzes ist es den Angaben zufolge aber noch ein weiter Weg. Zuvor müssten noch Fragen etwa zur Sicherheit oder der Lebensdauer der gebrauchten Speicher und Prozessoren geklärt werden. ce/hs

Auch ein oberflächlich beschädigtes Smartphone (links) kann problemlos die gleichen Aufgaben erfüllen, wie eine neuwertige Kontrolleinheit (rechts). Bild: Hanmin Cai
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Schlieren ZH – Hemotune hat in einer Serie-B2-Finanzierung 14 Millionen Franken akquiriert. Mit dem frischen Kapital will das Medtech-Unternehmen das Blutreinigungssystem HemoSystem in die klinische Phase überführen.
Hemotune, ein in Schlieren ansässiges Medtech-Unternehmen, hat eine Serie-B2-Finanzierung in Höhe von 14 Millionen Franken abgeschlossen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, wurde die Investition von Belmondo angeführt. Unterstützt wurde sie von VP Venture Partners, HEMEX, Occident, der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sowie der Genfer Beteiligungsgesellschaft EFI. Die Investition soll es hemotune ermöglichen, sein Blutreinigungssystem HemoSystem in die klinische Phase zu überführen.
Hemotune, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), ist es mit dem System gelungen, grosse Biomoleküle direkt aus dem Blut von Patienten zu entfernen. Der Einsatz von HemoSystem konzentriert sich zunächst auf die Behandlung der von Sepsis verursachten Immundepression. Eine weitere Anwendung ist später nicht ausgeschlossen. Angesichts von jährlich 11 Millionen Toten als Auswirkungen schwerwiegender Sepsis ist die von hemotune entwickelte Technologie sowohl für Patienten als auch für Gesundheitssysteme von Bedeutung.
„Ich bin sehr stolz auf die Leistungen unseres Teams beim Abschluss der präklinischen Entwicklung des HemoSystems“, wird Lukas Langenegger, CEO und Mitgründer der hemotune AG, in der Mitteilung zitiert. „Der Erfolg unserer Serie B2-Finanzierungsrunde unterstreicht nicht nur das Potenzial unserer innovativen Blutreinigungsplattform, sondern auch das Vertrauen unserer Geldgeber in unser Team und unsere Vision, die medizinische Behandlung zu revolutionieren.“ Dr. Darius Madjdpour, Gründer von Belmondo, zeigte sich von der Entwicklung von hemotune in den vergangenen sieben Jahren beeindruckt: „Wir freuen uns, das Team auf seinem weiteren Weg zu unterstützen und sind gespannt darauf, wie sich das Produkt in den kommenden Jahren weltweit verbreiten und vielen Patienten helfen wird.“ ce/ww

Hemotune will sein Blutreinigungssystem in die klinische Phase überführen. Bild: Hemotune
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Zürich – Rrreefs hat sich eine Pre-seed-Finanzierung in Höhe von 420’000 Franken gesichert. Mit dem frischen Kapital will die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) seine Forschungs- und Reparaturarbeiten für Korallenriffe fortsetzen.
Rrreefs, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat sich eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 420'000 Franken sichern können. Wie aus einer Mitteilung von Venture Kick hervorgeht, beteiligten sich die ETH Foundation, Swisspreneur, S2S Ventures sowie weitere Investoren an der Finanzierungsrunde.
Bereits 2022 konnte sich rrreefs eine Finanzierung in Höhe von 50'000 Franken von Venture Kick sichern. Mit dem Geld finanzierte das Unternehmen ein Projekt, in dem mit einem weit angelegten Modulsystem aus Lehmziegeln ein künstliches Riff geschaffen werden sollte. Das künstliche Riff sollte zu mehr Biodiversität und Korallenwachstum führen. Zugleich werde Lebensraum für Millionen von Meerestieren geschaffen, hiess es seitens rrreefs. Das Projekt war auf den 31. März 2024 befristet. Mit dem nun neu akquirierten Kapital will rrreefs das Projekt ausdehnen und etwa 1 Prozent der bedrohten küstennahen Korallenriffe in den kommenden zehn Jahren schützen, heisst es in der Mitteilung.
Neben den aktuellen Projekten an den Küsten der britischen Jungferninseln, Kolumbiens und den Philippinen soll ein neues Projekt vor der Küste von Ecuador im Mai 2024 begonnen werden. ce/ww

Die Gründerinnen von Rrreefs: Ulrike Pfreundt, Hanna Kuhfuss, Marie Griesmar, and Josephine Graf. Bild: Venture Kick
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Zürich/Opfikon ZH – Legartis und Implenia wollen die Prüfzeit von umfassenden Verträgen in der Baubranche beschleunigen. Dafür werden der Spezialist für Vertragsprüfungen mittels Künstlicher Intelligenz (KI) und das international tätige Bauunternehmen ein KI-Modul entwickeln.
Die Legal AI-Technologie von Legartis soll in ein spezialisiertes KI-Modul einfliessen, das sie zusammen mit dem multinationalen Bauunternehmen Implenia aus Opfikon entwickeln wird. Wie aus einer Medienmitteilung von Legartis hervorgeht, ermöglicht dies künftig eine auf die Branche abgestimmte, automatisierte und KI-unterstützte Bauwerkvertragsprüfung.
Dabei fliesse die branchenspezifische Expertise von Implenia in das Training der KI von Legartis ein, wird Legartis-CEO David A. Bloch zitiert. „Das sind optimale Voraussetzungen, um eine leistungsfähige Branchenlösung für die KI-assistierte Bauwerkvertragsprüfung zu entwickeln.“ Die Zusammenarbeit zwischen Legartis, das von Zürich aus in der DACH-Region tätig ist, und Implenia unterstreiche das Engagement beider Unternehmen, die Möglichkeiten von innovativen digitalen Technologien auszuschöpfen und sich als Vorreiter in der juristischen Nutzung von KI in der Bauindustrie zu etablieren.
„Die Partnerschaft mit Legartis ist ein Signal für die Baubranche, das KI und Rechtsabteilungen ein guter Match sind“, so Dr. German Grüniger, General Counsel & Chief Compliance Officer von Implenia. „Für uns ist der Einsatz von KI im Rechtswesen ein wichtiger Schritt in unserer Dienstleistungsstrategie und zur Effizienzsteigerung.“ Dr. Michael Burkart, Global Head Legal Operations & Strategy bei Implenia, erwartet dadurch „ein verbessertes Management von Vertragsrisiken, höhere Standardisierung und eine deutliche Entlastung unserer Rechtsexperten.“ ce/mm

Legartis und Implenia wollen die Prüfzeit von umfassenden Verträgen in der Baubranche beschleunigen. Bild: Implenia
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Unterengstringen ZH/Seoul – WEYTEC hat in Zusammenarbeit mit ITS Convergence Lösungen für das Börsenparkett der südkoreanischen Hana Bank bereit gestellt. Die Bank hat einen neuen Infinity Trading Floor in Seoul eröffnet.
Das Unterengstringer IT-Unternehmen WEY Technology (WEYTEC) hat laut Medienmitteilung die Börsenarbeitsplätze der Hana Bank ausgestattet. Die Bank mit Sitz im südkoreanischen Seoul hat einen neuen Infinity Trading Floor eröffnet. Die Bereitstellung erfolgte laut der Mitteilung von WEYTEC in Zusammenarbeit mit dem Softwareentwickler ITS Convergence.
Die Hana Bank ist laut der Mitteilung eine der drei führenden Banken in Korea mit Handelsgeschäften in einem prestigeträchtigen Wirtschaftszentrum. Sie hat in den Aufbau eines Handelszentrums der nächsten Generation investiert, heisst es weiter. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Architekten wie der amerikanischen NBBJ mit Hauptsitz in Boston entworfen. Der Handelsplatz wird nun mit den Trading-Floor-Collaboration-Lösungen von WEYTEC betrieben, heisst es weiter.
Die Hana Bank hiess vormals Korea Exchange Bank. Die Hana Financial Group hat die Korea Exchange Bank im Februar 2012 von der amerikanischen Investmentgesellschaft Lone Star übernommen. Die Bank besteht nach eigenen Angaben aus einem Netzwerk von 134 Auslandsfilialen in 24 Ländern, vorwiegend in Europa, dem Nahen Osten, Nord- und Südamerika und insbesondere im Raum Asien-Pazifik.
Das 1984 von Hubert Wey gegründete Unternehmen WEY Technology ist in Unterengstringen ansässig, operiert aber weltweit. WEYTEC-Lösungen übertragen, steuern, verteilen und stellen Echtzeitdaten in Handelsräumen und Leitstellen weltweit dar. WEYTEC ist spezialisiert auf KVM Produkte (Keyboard, Video, Maus) und Lösungen, die das Schalten und Verteilen sämtlicher Datenquellen in jeglicher Kombination für eine unbeschränkte Anzahl von Arbeitsplätzen, Grossbildanzeigen und Bildschirmen ermöglichen, heisst es in einer Selbstdarstellung. ce/gba

WEYTEC stellt Lösungen für das Börsenparkett der Hana Bank bereit. Symbolbild: Needpix
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Schlieren ZH – Die Initiative Venturelab Biotech 2024 ermöglicht zehn Biotech Start-ups einen Aufenthalt in Boston. Dort sollen sie Kontakte zu potenziellen Partnern und Investoren knüpfen. Die Roadshow in den USA findet vom 13. bis 17. Mai statt.
Venturelab organisiert vom 13. bis 17. Mai eine Reise von Jungunternehmern aus dem Biotech-Sektor nach Boston. Die zehn Start-ups, die von einer Jury aus über 70 Bewerbungen ausgewählt wurden, nehmen laut einer Medienmitteilung des Start-up-Förderers als sogenannte Venture Leaders Biotech an der Roadshow in Boston teil, einem der wichtigsten Life-Science-Zentren der Welt. Sie werden sich und ihre Jungunternehmen bei einer Auftaktveranstaltung am 22. April beim Swiss Biotech Day 2024 in Basel vorstellen.
„Die Vorbereitung auf diese Roadshow, die bereits zum 18. Mal stattfindet, ist ein Tribut an die Qualität der Innovationen und Start-ups, die bereits Teil dieser Reise waren“, wird Venturelab-Mitgründer und CEO Jordi Montserrat zitiert. „Ich kann es kaum erwarten, bei dieser neuen Ausgabe dabei zu sein und dieses neue Team bei seiner internationalen Expansion zu unterstützen."
Diese zehn Biotech-Start-ups sind in diesem Jahr dabei: Adoram Therapeutics aus Genf, das niedermolekulare Therapien zur Behandlung von Krebs, Entzündungen und anderen Krankheiten entwickelt. Das Basler Biopharma-Start-up Allegria Therapeutics baut ein differenziertes Portfolio an therapeutischen Ansätzen rund um biologische Zielmoleküle auf. Eviive aus Zürich arbeitet an neuartigen Biomarkern. inSEIT aus Bern widmet sich der Verbesserung von Enzymen. Kylys Aesthetics aus Genf setzt auf einen biokompatiblen Dermalfüller.
OBaris mit Sitz in Zürich ermöglicht die schmerzfreie Verabreichung von injizierbaren Medikamenten über ein kleines, nadelfreies Pflaster im Mund. Shape Biopharmaceuticals, ebenfalls aus Zürich, verbindet medizinisch-chemisches Fachwissen mit computergestütztem Proteindesign. TissueLabs in Manno TI ist auf fortschrittliche Biofabrikation spezialisiert. Well Science aus Zürich will die Behandlung von Allergien der Atemwege revolutionieren. Und Ymmunobio in Basel konzentriert sich auf gastrointestinale Krebserkrankungen. ce/gba

Venturelab Biotech 2024 ermöglicht zehn Biotech Start-ups einen Aufenthalt in Boston. Bild: Harald Johnsen, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
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Horgen ZH – Rheiazymes hat es in das Finale des Green Alley Awards geschafft. Der Preis zeichnet Projekte zur Ressourcenschonung aus. Rheiazymes rezykliert Mischgewebe aus Sporttextilien mithilfe von Enzymen und baut ein zirkuläres Garn-zu-Garn-Ökosystem auf.
Rheiazymes hat als eines von sechs Jungunternehmen das Finale des Green Alley Awards erreicht. Dieser Wettbewerb sucht bereits im zehnten Jahr europaweit die besten Methoden zur Müllvermeidung und Ressourcenschonung, mit dem Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. In diesem Jahr hatten sich laut Veranstalterin Landbell Group über 300 Start-ups beworben.
Im Finale trifft Rheiazymes als einziges Schweizer Unternehmen auf Mitbewerber aus Grossbritannien, Polen, Spanien und Italien. Die Firma aus Horgen hat eine Methode entwickelt, mit der Mischtextilien mithilfe von biologischen Enzymen in ihre Bestandteile aufgespalten werden können. Zudem baut Rheiazymes ein zirkuläres Garn-zu-Garn-Ökosystem auf.
Beim Finale am 25. April in Berlin werden alle sechs Finalisten ihre Projekte präsentieren, informiert der Veranstalter in einer Mitteilung. AraBat aus Italien stellt seinen Ansatz für die Wiederverwertung von Altbatterien vor. Carbon Cell aus Grossbritannien hat einen kohlenstoffneutralen und biologisch abbaubaren Hartschaumstoff aus Abfällen entwickelt. Ecopolplast aus Polen präsentiert seine Technologie zur Herstellung von Ecoplastomer. Novapedra aus Spanien kann aus organischen Abfällen eine Alternative zu Keramik herstellen. Und PulpaTronics aus Grossbritannien wartet mit nachhaltigen RFID-Etiketten auf. Diese mit einem Transponder versehenen Aufkleber werden zur Identifizierung von Objekten benutzt. „Jedes dieser Start-ups verkörpert Innovation, Unternehmertum und Engagement für Nachhaltigkeit“, wird Jan Patrick Schulz, CEO der Landbell Group und Gründer des Green Alley Awards, in der Mitteilung zitiert. ce/hs

Rheiazymes rezykliert Mischgewebe aus Sporttextilien. Symbolbild: maxmann/Pixabay
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