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Die Arbeitgeber:innen verlangen zunehmend digitale Kompetenzen für Führungspositionen in der Schweiz. Ein neues Whitepaper von Advance in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich und dem Kanton Zürich zeigt, dass das digitale Kompetenzgefälle zwischen Frauen und Männern besonders bei komplexeren digitalen Fähigkeiten deutlich wird. Was bedeutet dies für die Zukunft von Führungspositionen in der Schweiz?
Erfahren Sie, was ein Jahrzehnt an Schweizer Stellenanzeigen darüber aussagt, wie sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Nachfrage nach digitalen Kompetenzen im Laufe der Zeit entwickelt haben und nach wie vor bestehen – und das zu einer Zeit, in der KI-Technologien die Nachfrage nach digitaler Arbeit möglicherweise neu gestalten. Erfahren Sie, wie strukturelle Hindernisse den beruflichen Aufstieg von Frauen nach wie vor einschränken – und finden Sie heraus, was Sie – als Organisationen, Pädagogen, politische Entscheidungsträger:innen und Frauen – tun können, um den Wandel zu beschleunigen und die digitale Kompetenzlücke zu schliessen. Lassen Sie uns gemeinsam Chancen schaffen und ausbauen, die alle Talente einbeziehen.
Veröffentlicht im Juni 2026 von Advance – Gender Equality in Business in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich und mit Unterstützung des Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich
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Dieser Report fasst die Ergebnisse der zweiten Umsetzungsphase (2024–2026) der Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz (KI) zusammen. Aufbauend auf den Erkenntnissen der ersten Phase entwickelte die Standortförderung im Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich die Sandbox gezielt weiter und etablierte sie als zentrales Instrument zur Befähigung des KI-Ökosystems.
In der zweiten Phase setzte das Sandbox-Team fünf KI-Anwendungsfälle erfolgreich um: KI in der medizinischen Dokumentation, digitale Augenklinik, KI bei Baubewilligungen, sensorbasierte Brückenüberwachung sowie autonome Inspektionsroboter. Mit zwei Anwendungsfällen realisierte die Sandbox erstmals konkrete Mehrwerte im Gesundheitssektor. Ein weiteres Projekt unterstützte zudem Robotikfirmen beim Markteintritt im EU-Raum. Während der Fokus in der ersten Phase (2022–2024) auf KI-Anwendungen im Bereich der Bilderkennung lag, testete
die Sandbox in der zweiten Phase vor allem generative KI. Die Ergebnisse der zweiten Phase bestätigen die KI-Sandbox als wirksames Lern- und Umsetzungsinstrument, das regulatorische Unsicherheiten abbaut, Best Practices auf Basis realer Anwendungsfälle entwickelt und so das KI-Ökosystem gezielt stärkt. Auf Policy-Ebene dienten die gewonnenen Erkenntnisse als zentrale Grundlage für den Regierungsratsbeschluss zur Stärkung des KI-Standorts für die Periode 2026–2029 und für die Etablierung von Sandboxes als Instrument zur KI-Innovationsförderung auf nationaler Ebene.
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Der neue Report präsentiert die Erkenntnisse der «Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz (KI)». Das Programm hat 2021 begonnen und bringt verschiedene Akteure aus der öffentlichen Verwaltung, der Privatwirtschaft und der Forschung zusammen, um den Metropolitanraum Zürich als führenden KI-Standort zu etablieren.
Wichtige Ziele der "Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz" sind der Aufbau von regulatorischem Know-how, die Förderung von KI-Innovation, die Stärkung des Wissenstransfers und das Generieren von Impulsen für die künftige KI-Regulierung. Die Sandbox dient als neuartige Umgebung zum Testen und Entwickeln von KI-Technologien.
Das Projektteam hat in den Jahren 2022 bis 2024 fünf Projekte in den Bereichen Smart Parking, autonome Systeme, automatisierte Infrastrukturwartung, maschinelle Übersetzung und KI in der Bildung erfolgreich umgesetzt. Die Sandbox hat in diesem Zeitraum eine positive Wirkung auf das KI-Ökosystem entfaltet. Eines ihrer Schlüsselelemente ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Partnern aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Alle Akteure des KI-Standorts sollen von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren und diese für ihre eigenen KI-Aktivitäten nutzen. Aufgrund der positiven Resultate und Erfahrungen werden in einer zweiten Umsetzungsphase zwischen 2024 und 2026 neue Sandbox-Projekte durchgeführt.
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Das Baubewilligungsverfahren ist ein komplexer Verwaltungsprozess. Die Anwendung zahlreicher baurechtlicher Vorgaben ist anspruchsvoll, wobei unvollständige oder fehlerhafte Baueingaben den Aufwand zusätzlich erhöhen. Dies stellt Gemeinden, Fachstellen und Gesuchstellende vor erhebliche Herausforderungen.
Das vorliegende Sandbox-Projekt hat den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zur Optimierung des Baubewilligungsprozesses und zur gezielten Entlastung der Beteiligten untersucht. Gemeinsam mit Praxis- und Technologiepartnern testete das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich konkrete KI-Anwendungsfälle und führte eine systematische KI-Analyse durch.
Die Analyse fokussierte auf die Evaluation der heutigen Fähigkeiten verschiedener KI-Modelle und zeigte erhebliche Unterschiede in Konsistenz und Qualität der Resultate, insbesondere bei der Interpretation von Plandarstellungen. Bei der Entwicklung des Prototyps für KI im Meldeverfahren (z.B. bei Solaranlagen, Wärmepumpen oder Ladestationen) zeigte sich, dass regelbasierte Systeme hohe Effizienzgewinne erzielen, während KI-gestützte Vorabchecks zusätzlichen Mehrwert liefern.
Der Bericht leistet einen Beitrag zum künftigen Einsatz von KI bei Baubewilligungen. Er zeigt auf, wo KI heute konkret unterstützen kann, wo regelbasierte Lösungen vorzuziehen sind und wo derzeit praktische Grenzen bestehen. Zugleich macht er deutlich, weshalb technologische Innovation stets im Kontext rechtlicher, organisatorischer und institutioneller Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden muss.
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Der zunehmende Verkehr und der alternde Bestand erhöhen den Aufwand für die Überwachung und Wartung von Brücken. In der Innovation-Sandbox für KI testeten die Schweizerische Südostbahn AG und irmos technologies, ob eine datenbasierte Überwachung bessere Entscheidungsgrundlagen schaffen kann.
An der Eisenbahnbrücke Reidholz in Wädenswil (ZH) erfassten Sensoren den Zugverkehr und lieferten ein präziseres Bild der Belastungen und des strukturellen Zustands. Auf dieser Basis entstanden Szenarien zur Restlebensdauer, die Unterhalts- und Investitionsentscheide unterstützten. Parallel klärte das Sandbox-Team rechtliche Fragen zu Haftung, Datenschutz und Betrieb. Das Pilotprojekt zeigt, wie datenbasierte Ansätze die Infrastrukturwartung im Metropolitanraum Zürich sicherer, effizienter und nachhaltiger gestalten können.
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Produktionsanlagen in Bereichen wie Energie, Öl, Gas, Nukleartechnologie oder Stromversorgung sind essenziell für Wirtschaft und Gesellschaft. Technische Ausfälle können gravierende Folgen haben – für Sicherheit, Umwelt und Versorgung. Regelmässige Inspektionen sind daher zentral, aber oft zeitintensiv und gefährlich. Zudem stehen immer weniger Fachkräfte dafür zur Verfügung.
Autonome Inspektionsroboter bieten eine vielversprechende Lösung: Sie erfassen rund um die Uhr grosse Datenmengen, analysieren diese mittels künstlicher Intelligenz (KI) und übernehmen zahlreiche Aufgaben selbstständig. So lassen sich Fachkräfte entlasten, gefährliche Einsätze vermeiden und die Betriebssicherheit erhöhen.
Die Nutzung solcher Systeme wirft jedoch komplexe Regulierungsfragen auf. Seit dem Inkrafttreten der EU-KI-Verordnung stehen viele Schweizer Robotikfirmen vor der Frage, wie sie diese Verordnung und weitere relevante EU-Vorgaben wie die Maschinenverordnung einhalten können.
Im Rahmen der Innovation-Sandbox für KI haben das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich und das Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der Universität Zürich basierend auf einem Anwendungsfall der Firma ANYbotics Strategien zum Umgang mit regulatorischen Vorgaben für autonome Inspektionssysteme entwickelt.
Die Erkenntnisse sollen weitere Robotikunternehmen unterstützen und den Zugang zum EU-Markt erleichtern.
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Die diabetische Retinopathie ist eine der häufigsten Augenerkrankungen und stellt aufgrund zunehmender Patientenzahlen, wegen des Personalmangels und steigender Gesundheitskosten eine wachsende Herausforderung dar. Durch die Automatisierung routinemässiger Screeningprozesse mit künstlicher Intelligenz (KI) kann die Arbeitsbelastung von medizinischen Fachpersonen reduziert und die Effizienz gesteigert werden, ohne die Qualität der Versorgung zu beeinträchtigen.
Das Projekt «Digitale Augenklinik» des Stadtspitals Zürich und der Spross Stiftung zur Förderung der Augenheilkunde war Teil der Innovation-Sandbox für KI des Kantons Zürich. Untersucht wurden dabei die medizinischen, technologischen, regulatorischen und ethischen Voraussetzungen für die Integration der KI-Diagnostik in klinische Arbeitsabläufe.
Das Projekt evaluierte bestehende Diagnostikanbieter und -plattformen innerhalb der aktuellen rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen der Stadt Zürich. Da kein kommerzieller Anbieter die wichtigsten Kriterien der Klinik erfüllte, entwickelte und validierte das Team eigene KI-Modelle auf der Basis von Open-Source-Forschungsframeworks. Neben der technologischen Validierung wurden kritische Fragestellungen in den Bereichen Regulierung, Datenschutz und Medizinethik untersucht.
Die Ergebnisse liefern praktische Erkenntnisse und Best Practices für Spitäler und Gesundheitsdienstleister, die eine KI-gestützte Diagnostik in Betracht ziehen. Sie betonen die Notwendigkeit strukturierter Auswahl- und Implementierungsprozesse, offener und interoperabler Architekturen, einer frühzeitigen Einbindung der Klinik und einer sorgfältigen Abwägung, ob Open-Source-Modelle verwendet oder externe Anbieter eingebunden werden sollen. Die Ergebnisse bieten über die Augenheilkunde hinaus übertragbare Erkenntnisse für den sicheren und effektiven Einsatz von KI in anderen Bereichen der klinischen Praxis.
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Die steigenden administrativen Anforderungen belasten medizinisches Fachpersonal erheblich. Die Erstellung von Medizinberichten bindet besonders viel Zeit, da Fachpersonal Sprachaufnahmen oft manuell transkribiert oder Berichte teilweise noch handschriftlich verfasst.
Künstliche Intelligenz (KI) bietet grosses Potenzial: Moderne Spracherkennungssysteme und Large Language Models (LLMs) können Berichte effizient transkribieren, strukturieren und qualitativ verbessern.
Doch der Einsatz KI-gestützter Lösungen wirft zentrale Datenschutzfragen auf – insbesondere im Hinblick auf das Berufsgeheimnis und die Nutzung von Cloud-Diensten. Zudem ist es für viele KI-Anbieter schwierig, abzuschätzen, ab wann solche Systeme als Medizinprodukte gelten und welche regulatorischen Anforderungen damit verbunden sind.
Im Rahmen der Innovation-Sandbox für KI haben das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich und das Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der Universität Zürich gemeinsam mit einer Vielzahl von Fachleuten Empfehlungen für den sicheren Einsatz von KI-Technologien in der medizinischen Dokumentation entwickelt.
Die Resultate sollen dabei helfen, den administrativen Aufwand im Gesundheitswesen zu reduzieren und gleichzeitig höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards zu berücksichtigen.
Der Leitfaden richtet sich insbesondere an Anbieter von KI-Lösungen, kann aber auch Spitälern, Praxen und weiteren Gesundheitsdienstleistern wichtige Hinweise liefern.
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Grossraum Zürich: Antrieb der KI-Revolution Die Schweiz entwickelt sich zu einem leistungsstarken KI-Zentrum, das auf seiner Exzellenz in der Präzisionsmechanik und den fortschrittlichen Industrien beruht. Mit ihren Weltklasse-Universitäten und der führenden Position in globalen Innovationsrankings ist die Schweiz, und insbesondere die Greater Zurich Area, ein Vorreiter in Sachen künstliche Intelligenz.
Exzellenz in Innovation & Forschung
Die Schweiz ist seit über einem Jahrzehnt der globale Innovationsführer. Die Greater Zurich Area mit ihren Spitzenuniversitäten und KI-Forschungsinstituten ist ein führendes Zentrum für KI-Forschung und -Entwicklung in einer Vielzahl von Bereichen und Anwendungsfällen.
Blühendes KI-Ökosystem
Die Greater Zurich Area verfügt über eine pulsierende Technologielandschaft mit erstklassiger Infrastruktur und außergewöhnlichen Talenten, was Tech-Giganten wie Google, Meta, Microsoft, IBM, NVIDIA und Apple dazu veranlasst hat, in der Region KI-Labore einzurichten.
Startrampe zum Erfolg
Das kollaborative Umfeld im Großraum Zürich ermöglicht dynamische Partnerschaften und ein hohes Maß an innovativen Leistungen. Das robuste Netzwerk von Peer-Unternehmen und die KI-freundliche Regulierung bieten die perfekten Voraussetzungen, um KI-Initiativen voranzutreiben.
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Das Zurich Centre for Creative Economies (ZCCE) hat in Zusammenarbeit mit Fuelarts, USA, den Swiss Creative Tech Startups Report 2024 veröffentlicht. Eine gemeinsame Initiative, die den aufstrebenden Creative-Tech-Sektor in der Schweiz beleuchtet.
Der sorgfältig erarbeitete 100-seitige Bericht bietet einen umfassenden Einblick in das Creative-Tech-Ökosystem Ökosystem und beleuchtet Bildungsinitiativen, Venture-Support und verschiedene Möglichkeiten für Partnerschaften, die das Wachstum in diesem dynamischen Sektor fördern. Neben seinem akademischen Beitrag bietet der Bericht wichtige Grundlage für Creative-Tech-Start-ups, die ihre Aktivitäten in den verschiedenen Kantonen der Schweiz etablieren und ausbauen wollen sich zu informieren.
Der Swiss Creative Tech Startup Report 2024 schließt eine bedeutende Lücke: Obwohl die Schnittstellen von Technologie mit Sektoren wie Finanzen, Gesundheit und Biologie ausgiebig erforscht und strategisch entwickelt sind, wurden die Verbindungen mit der Kreativwirtschaft bisher übersehen. Dieser gemeinsame Bericht zeigt ein erhebliches Potenzial für die Schweiz auf, welches in den kommenden Jahren weiter entwickelt werden sollte.
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In den letzten Jahren haben Schweizer Exporteure stark auf China als Wachstumsmarkt gesetzt. Doch angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen ist es notwendig, den Blick auf alternative Märkte zu richten. Eine vielversprechende Option bietet die Golfregion, die sich jenseits von Öl und Gas neu erfindet und spannende Möglichkeiten für internationale Unternehmen bietet. Ein Forschungsprojekt der Berner Fachhochschule (BFH) hat untersucht, wie Schweizer Unternehmen erfolgreich in diesen Markt eintreten können. Die Resultate des Forschungsprojekts bieten praxisnahe Szenarien für den Markteintritt, die Suche nach Vertriebspartnern und die Gründung von Tochtergesellschaften. Zudem werden oft unsichtbare Hürden aus arabischer Perspektive beleuchtet. Die Projektresultate wurden bei Springer-Gabler veröffentlicht.
Dieses Buch zeigt, wie Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den arabischen Golfstaaten erfolgreich Geschäfte machen können. Die Region, insbesondere Saudi-Arabien, erfindet sich derzeit jenseits von Öl und Gas neu – und bietet lukrative Möglichkeiten für viele Branchen. Wie Exportunternehmen diese nutzen können, erklären die Autoren sachlich und pragmatisch. Als profunde Kenner der Golfstaaten analysieren sie ihre Beobachtungen und liefern unverzichtbare Handlungsempfehlungen sowie Insidertipps aus über 30 Interviews mit vorwiegend arabischen Managern. Ethische Fragen, die sich in dieser schwierigen Region stellen, werden nicht ausgeklammert, sondern aus verschiedenen Gesichtspunkten thematisiert. Oft unsichtbare Hürden für europäische Manager werden sichtbar gemacht.
Eine Anleitung für alle, die in der Golfregion Händler suchen, Kunden finden oder Niederlassungen gründen wollen – und die Dinge nicht nur wissen, sondern auch verstehen wollen.
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Die diesjährige Ausgabe des Swiss Startup Radar bietet neue datenbasierte Einblicke in die Leistung des Schweizer Startup-Ökosystems im Vergleich zu anderen Ländern: Die Schweizer Startups erweisen sich in der aktuellen Finanzierungskrise als widerstandsfähig. Zu den stabilisierenden Faktoren gehören der Zufluss von Risikokapital aus dem Ausland und ein hoher Anteil an Deeptech-Startups. Ein Vergleich mit der Finanzkrise 2008 ermöglicht auch die Identifizierung von Frühindikatoren für einen Aufschwung.
Der Start-up-Sektor befindet sich nach dem Ende des durch die Pandemie ausgelösten Digitalisierungsschubs im Krisenmodus. Die Schweiz hat sich in diesem Abschwung bisher gut geschlagen. Das lokale Ökosystem schneidet beispielsweise gut ab, wenn man das im Jahr 2023 in Start-ups investierte Kapital mit den Investitionen aus den Jahren 2018 und 2019 vergleicht. Die Gesamtzahl im Jahr 2023 lag 40% über dem Niveau der beiden Jahre vor dem Coronavirus. Das ist ein Wachstum, mit dem nur wenige andere Länder mithalten können. In führenden Märkten wie den USA oder Grossbritannien lagen die Risikokapitalinvestitionen im Jahr 2023 nur geringfügig über dem Niveau von 2018 und 2019.
Dichotomie zwischen Gewinnern und Verlierern
Ein genauerer Blick zeigt jedoch auch die Grenzen der positiven Nachrichten. Das anhaltende Wachstum ist auf viele kleinere und mittlere Finanzierungsrunden zurückzuführen. Die Schwäche der Schweiz bei Mega-Investitionen von 100 Millionen CHF oder mehr ist in der Krise noch deutlicher geworden. Darüber hinaus profitieren nicht alle Start-ups gleichermassen von der allgemein guten Entwicklung. Es gibt eine Dichotomie zwischen Gewinnern und Verlierern, wie der massive Anstieg der Start-up-Liquidationen im Jahr 2023 zeigt. Einige wenige Länder, wie Dänemark und die Niederlande, schneiden sogar noch besser ab als die Schweiz.
Frühindikatoren für einen Aufschwung
Die Analyse der Auswirkungen der Finanzkrise 2008 auf den Start-up-Sektor ermöglicht es uns auch, Frühindikatoren zu identifizieren, die auf ein Ende der derzeitigen schwierigen Situation hinweisen könnten. In den Jahren nach 2008 ging dem Aufschwung des investierten Kapitals eine steigende Zahl von Exits und mehr Auflegungen neuer Fonds voraus. Ausserdem hatten die sehr niedrigen Zinssätze eine belebende Wirkung. Wenn wir uns diese Frühindikatoren heute ansehen, können wir jedoch nicht mit einer schnellen Erholung rechnen. Die Zahl der Exits und neu aufgelegten Fonds bleibt auf einem niedrigen Niveau. Obwohl die Zinssätze gesunken sind, sind sie im Vergleich zu den Jahren unmittelbar nach der Finanzkrise immer noch hoch.
Stabilität dank ausländischer Investoren
Ein Grund für die gute Performance des heimischen Start-up-Ökosystems in der aktuellen Krise ist der traditionell hohe Geldfluss aus dem Ausland in Schweizer Start-ups. In den letzten 10 Jahren haben Schweizer Investoren im Allgemeinen zwischen 20% und 25% des in Schweizer Start-ups investierten Kapitals beigesteuert. Im Jahr 2023 lag der Anteil am unteren Ende dieser Spanne. Von 2022 bis 2023 ging der von Schweizer Anlegern bereitgestellte Betrag stärker zurück als der aus dem Ausland. Vor allem Investoren aus Europa sorgten dafür, dass die Gesamtsumme der Investitionen im Jahr 2023 im Vergleich zu anderen Ländern nur leicht zurückging.
Eines der größten Ökosysteme der OECD-Länder
Die Breite der Schweizer Start-up-Szene lässt sich mit Daten belegen. Nicht nur die Dichte - d.h. die Anzahl der mit Risikokapital finanzierten Neugründungen pro Kopf - ist beeindruckend, sondern auch die absolute Zahl. In diesem Land werden jedes Jahr etwa 250 technologiebasierte Start-ups gegründet, die von Investoren finanziert werden. In Frankreich und Deutschland ist die Zahl nur doppelt so hoch, und in den Niederlanden, die mit 18 Millionen Einwohnern doppelt so groß sind wie die Schweiz, ist die Zahl der Gründungen pro Jahr geringer.
Hoher Anteil an Deep-Tech-Start-ups
Deep-Tech-Startups sind nicht leicht von anderen jungen Technologieunternehmen in Datenbanken zu unterscheiden. Dennoch zeigen mehrere Indikatoren die Stärke der Schweiz in diesem Bereich. So ist der Anteil der Start-ups, bei denen mindestens ein Gründer einen Doktortitel hat, dreimal so hoch wie im OECD-Durchschnitt. Darüber hinaus ist die Dichte der Start-ups mit Patenten etwa doppelt so hoch wie in Schweden und gut fünfmal so hoch wie in Deutschland.
Misserfolgsquote von 20%
Zusätzlich zu den Aussagen über Start-ups haben wir zum ersten Mal eine zuverlässige Analyse des Scheiterns von Schweizer Start-ups durchgeführt, deren Grundlage die auf 5.000 Unternehmen angewachsene Datenbank Startupticker bildet. Diesen Daten zufolge scheitern etwa 20% der Unternehmen nach 10 Jahren. Fünf Jahre nach der Gründung sind knapp 10% gescheitert. Diese Zahlen sind deutlich niedriger als die üblicherweise genannten. Allerdings beziehen sich diese in der Regel auf alle Neugründungen und nicht nur auf technologiebasierte, innovative und ehrgeizige Start-ups. Start-ups im eigentlichen Sinne des Wortes haben daher eine viel geringere Misserfolgsquote als neue Unternehmen im Allgemeinen, von denen 50% nach fünf Jahren scheitern.
Der Schweizer Startup-Radar kann von der Website von Startupticker.ch heruntergeladen werden: https://www.startupticker.ch/index.php/en/swiss-startup-radar
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