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Ziele der Ausbildung
– Verschaffen Sie sich einen Überblick über die regulatorische Landschaft und die regulatorischen Akteure im MedTech-Bereich
– Verstehen Sie die wichtigsten Prinzipien, Konzepte und Prozesse
– Lernen Sie die Reihenfolge der notwendigen Schritte und das Bewusstsein für mögliche Fallstricke, wenn Sie ein MedTech-Produkt auf den Markt bringen
– Wissen, wo und wie Sie die benötigten Informationen finden
Zielpublikum
– Forschende auf dem Gebiet der translationalen Medizin
– Mitarbeitende von Spin-offs, Start-ups und KMU, die ein Produkt auf den Markt bringen wollen
– Mitarbeitende von Unternehmen, die sich einen Überblick über regulatorische Angelegenheiten verschaffen möchten
– Investorinnen und Investoren im Bereich Medizintechnik, die die Risiken und Chancen der sich entwickelnden regulatorischen Rahmenbedingungen in der EU und den USA verstehen möchten
Voraussetzungen
– Affinität zu oder Beteiligung an MedTech oder Life Sciences
– Grundlegendes Verständnis für bewährte Praktiken in der Produktentwicklung und Innovation
– Technischer / wissenschaftlicher Hintergrund oder kommerzieller Hintergrund im Zusammenhang mit Life Sciences Produkten
Programm – 20. Januar 2026
09.00 Willkommen
Danielle Spichiger, Leiterin Life Sciences, Standortförderung, Kanton Zürich
Dr. Urs Zuber, Leiter Industriebeziehungen, ETH Zürich
Dietmar Schaffarczyk, Abteilung Wissenschaftliche Integrität und Forschungsethik & D-HEST, ETH Zürich
09.20 – 10.45 Einführung EU/US-Rechtsrahmen
– Gesetzgebung zu Medizinprodukten
– Stakeholder
– Wege zum Markt
10.45 – 11.00 Kaffeepause
11.00 – 12.00 Business Case – Zeit bis zur Markteinführung
– Gruppenarbeit / Präsentation
12.00 – 13.00 Mittagspause
13.00 – 14.45 Design & Entwicklung
– Designverifizierung und präklinische Verifizierung
– Von den Benutzeranforderungen zur klinischen Validierung
14.45 – 15.00 Kaffeepause
15.00 – 16.00 Business Case – Klinische Evidenz
– Gruppenarbeit / Präsentation
16.00 – 16.45 Start-up & Regulierung – Vermeidung von Fallstricken
– Meilensteine eines Innovationsprojekts für Medizinprodukte, eine andere Sichtweise
16.45 – 17.00 Nachbereitung & Schlusswort
Veranstalter
Standortförderung (AWI), Kanton Zürich
ETH Zürich Industriebeziehungen
Life Science Zurich Business Network
Partner
Lucendra | Medtech Beratung
Lucendra ist ein in der Schweiz ansässiges Full-Service-MedTech-Beratungsunternehmen, das Start-ups, KMUs und strategischen Unternehmen agile und pragmatische Unterstützung bietet. Wir bieten massgeschneiderte Qualitäts-, Regulierungs-, klinische und wissenschaftliche Dienstleistungen für Medizinprodukte, einschliesslich In-vitro-Diagnostika, Kombinationsprodukte, implantierbare, substanzbasierte Produkte, Software, digitale Gesundheitsprodukte und Wearables für alle Risikostufen. Unser Fachwissen deckt jede Phase des Lebenszyklus eines Produkts ab: Design, Entwicklung, Verifizierung, Validierung, behördliche Zulassung, Herstellung und Markteinführung.
Rednerinnen und Redner
Jurjen Zoethout ist ein erfahrener MedTech-Experte mit über 25 Jahren Erfahrung in der Medizintechnikbranche. Als Senior Partner bei Lucendra konzentriert er sich darauf, Kunden bei komplexen regulatorischen Fragen zu beraten,
Qualität und klinische Landschaften. Seine profunde Kenntnis der EU- und US-Vorschriften ermöglicht es Unternehmen, sich effizient auf dem Weg der Einhaltung von Vorschriften zu bewegen und ihre innovativen Technologien auf den Markt zu bringen.
Linda Ahnen ist Physikerin mit einem Doktortitel in Biomedizintechnik und RAC (Devices) Zertifizierung. Als Principal Consultant bei Lucendra verfügt er über mehr als fünf Jahre Erfahrung in den Bereichen Regulierung und klinische Angelegenheiten,
Linda ist spezialisiert auf klinische Strategien, regulatorische Pfade und technische Dokumentation für CE- und FDA-Anträge. Sie unterstützt innovative MedTech-Projekte von der frühen Entwicklung bis zur Einhaltung der Vorschriften.

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Innovationen vorantreiben: mit KI, nachhaltigen Produkten und menschlichen Fähigkeiten
Der Zürcher KMU Innovationstag 2025 machte deutlich: Technologische Werkzeuge wie KI entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn Unternehmen bereit sind, sich grundlegend zu hinterfragen. Im Zentrum bleibt aber der Mensch – mit Kreativität, emotionaler Intelligenz und Neugier.
Künstliche Intelligenz verändert, wie Unternehmerinnen und Unternehmer denken, entscheiden und führen. Prozesse müssen neu aufgesetzt werden, nicht einfach digitalisiert. Das war eine der zentralen Botschaften am Zürcher KMU Innovationstag 2025 der Standortförderung des Kantons Zürich. Neben zwei Plenumsvorträgen wurden in der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) vertiefende Workshops zu zahlreichen Themen angeboten.
Emotionale Intelligenz stärken
Christina Kehl, Gründerin des Innovationsverbands Schweizer Arbeitsmarkt, sieht Führungskräfte in der Pflicht. «Wenn es um Future Skills geht, kommt man an KI nicht vorbei. Aber man darf sie nicht einfach über bestehende Abläufe stülpen.» Besser sei es, Prozesse von Grund auf neu zu denken. Zudem müssten Leaderinnen und Leader ihre Mitarbeitenden über den Strukturwandel aufklären. Schulungen zur «Human-AI-Collaboration», also der Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI, seien essenziell.
Wer KI effizient nutzt, schafft Raum für das, was Menschen einzigartig macht: ihre sozioemotionalen Fähigkeiten. «Emotionale Intelligenz ist die USP des Menschen», sagte Florence Bernays vom Center for Leadership in the Future of Work der Universität Zürich. «Agilität, Neugier und Empathie werden immer wichtiger. Unternehmen investieren noch zu wenig darin, ihre Mitarbeitenden dahingehend zu stärken.»
Ohne strukturierte Daten geht nichts
Wie der Einstieg in KI gelingt, erklärte Alexej Ziegler, CEO des Softwareentwicklers Octotronic. Ziegler betonte, dass der Schlüssel zu jeder erfolgreichen KI-Anwendung in der Strukturierung von Daten liege. «Die Datengrundlage ist das Wichtigste, und das können Unternehmen nicht outsourcen», sagte er.
Auch Stephan Kaltenbach von Bystronic, einem Technologieunternehmen im Bereich Blechbearbeitung, sagte: «Ein geeigneter Einstiegspunkt in die digitale Transformation sind Projekte, bei denen man bereits sehr gut strukturierte Daten hat.» Weitere Erfolgsfaktoren seien die richtige Infrastruktur und der Aufbau von Wissen innerhalb der Firma.
Workshops mit praktischem Nutzen
Dass Digitalisierung nicht immer High-Tech bedeuten muss, zeigte André Meyer von Flowlabs, einem Spin-off-Projekt des Human Aspects of Software Engineering Lab der Universität Zürich. In seinem Workshop ging es um Konzentration im Alltag. «Im Schnitt werden wir alle 13 Minuten unterbrochen», sagte Meyer. Push-Mitteilungen blockieren, feste Fokuszeiten im Kalender eintragen, Kommunikationskanäle im Team definieren: Das seien kleine Schritte mit grosser Wirkung.
Wie digitale Sichtbarkeit gelingt, erklärte Dominik Lämmler, Co-Founder der Social-Media-Marketing Agentur Furthur, im Social-Media-Workshop. Sein wichtigster Punkt: Ohne bezahlte Reichweite läuft wenig. Zudem liege die Aufmerksamkeitsspanne beim Scrollen auf Instagram, Tiktok und Co. bei nur 1,7 Sekunden. «Deshalb müssen Botschaften schnell, klar und auch ohne Ton verständlich sein», so Lämmler.
Im Workshop zu Finanzierungsalternativen zeigten die Unternehmen Crowdify, Oomnium und Swisspeers, wie KMU neue Projekte über digitale Kanäle finanzieren können. Ob Crowdfunding (Crowdify), Crowdinvesting (Oomnium) oder Crowdlending (Swisspeers) – immer geht es darum, viele kleine statt einen grossen Geldgeber im Rücken zu haben. Die Modelle bieten Flexibilität, Reichweite und direkte Kundennähe.
Zirkuläre Kleidung und kühlende Unterstände
Neben der Digitalisierung war auch die nachhaltige Transformation ein zentrales Thema. Nicholas Hänny will mit seinem etablierten Modelabel Nikin bis 2030 vollständig zirkuläre Kleidung anbieten – also Shirts, die sich recyceln oder biologisch abbauen lassen. Seine Strategie: Basic-Produkte, die viele erreichen, sowie Rückgabeanreize, die das Konsumverhalten verändern.
Ein weiteres Beispiel kam aus der ZHdK: Das Projekt Bloc° von Andrín Stocker und Luc Schweizer setzt auf modulare, solarbetriebene Kühlsysteme für urbane Hitzezonen wie Haltestellen. Entwickelt als Bachelorarbeit, sollen die Prototypen mit finanzieller und technischer Unterstützung aus der Wirtschaft vorangetrieben werden.
Ebenfalls im Rahmen einer ZHdK-Bachelorarbeit entstanden ist das Projekt von Narada Zürcher. Der Gründer von Neunoi setzt auf vollständig reparaturfähige Kinderschuhe im Abo- oder Cashbackmodell.
Innovation braucht Freiraum
Samuel Mösle, Co-Leiter der Standortförderung des Kantons Zürich, rief dazu auf, aktiv in Innovation zu investieren: «Wir sind auf Innovation angewiesen, um unseren Wohlstand zu sichern. Dafür müssen Unternehmen Ressourcen freischaufeln.» Wer die eigenen Prozesse neu denkt, kann sich strategisch positionieren und bleibt wettbewerbsfähig.
Workshop-Präsentationen:

Projektleiterin Anita Martinecz Fehér von der Standortförderung des Kantons Zürich eröffnete gemeinsam mit Moderator Stephan Lendi den Zürcher KMU Innovationstag 2025. Bild: Alessandro Della Bella

Gründer von NEUNOI Sneaker Narada Zürrer stand auf der Bühne. Bild: Alessandro Della Bella

Co-Leiter der Standortförderung des Kantons Zürich, Samuel Mösle, hielt eine kurze Rede. Bild: Alessandro Della Bella

Zwischendurch gab es immer wieder Networking-Möglichkeiten. Bild: Alessandro Della Bella

Am Zürcher KMU Innovationstag 2025 gab es verschiedene Workshops, die besucht werden konnten, wie hier einer der Ergon Informatik AG von Expert User Experience Designer Julien Silva, «Kreislaufwirtschaft: Welche reellen Hebel gibt es in meinem KMU?». Bild: Alessandro Della Bella

Partnerin bei der Companymarket AG, Carla Jane Kaufmann, leitete den Workshop «Erfolgsstrategie für die Nachfolge im Unternehmens-Life-Cycle». Bild: Alessandro Della Bella

Im Workshop des Co-Founders der Furthur AG, Dominik Lämmler, ging es um «Die häufigsten Fehler im Social Media Marketing». Bild: Alessandro Della Bella

Founder von FlowLabs, André Meyer-Baron, leitete den Workshop «Mit Selbstreflexion und digitalen Mitteln die Zusammenarbeit optimieren». Bild: Alessandro Della Bella

Im Brückenbauworkshop ging es ums Thema «Innovationen im eigenen Unternehmen anstossen.» Bild: Alessandro Della Bella

In einzelnen Sessions wurden vertieft verschiedene Themen besprochen. Bild: Alessandro Della Bella

Natürlich wurden die Besuchenden auch noch kulinarisch versorgt. Bild: Alessandro Della Bella
Open Calls
Der 4. Zürcher KMU Innovationstag sucht Ihre Programmideen – gestalten Sie den Tag aktiv mit: durch einen Workshop, ein 1:1-Vertiefungsgespräch oder einen Infostand.
Zeit für frische Ideen und neue Begegnungen / Impulse
Der Zürcher KMU Innovationstag lädt Unternehmerinnen und Unternehmer ein, einen Tag lang aus dem Arbeitsalltag auszubrechen, um Inspiration, Austausch und konkrete Lösungsansätze zu gewinnen. Er bietet Gelegenheit, über den Tellerrand zu blicken, neue Ideen zu entwickeln, von den Erfahrungen anderer zu lernen und frische Impulse für den eigenen Betrieb mitzunehmen.
Im Plenum, in Workshops und in Vertiefungsgesprächen werden folgende Themen praxisnah behandelt:
Der Innovationstag bietet Inspiration, Austausch und die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu knüpfen, Ideen weiterzudenken und Mut zum Experimentieren zu entwickeln.
Mitgestalten erwünscht!
Organisationen, Institutionen und Fachstellen sind eingeladen, den Zürcher KMU Innovationstag aktiv mitzugestalten – mit einem Workshop (jeweils 55 Min.), einem 1:1-Vertiefungsgespräch (15 oder 25 Min.) oder einem Infostand. Bringen Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen ein und treten Sie mit den Teilnehmenden in den Austausch.
Ziel des Innovationstages ist es, den teilnehmenden Unternehmen handfestes, anwendbares Wissen und praktische Erfahrungen zu vermitteln, sie zu inspirieren und aufzuzeigen, wie andere Unternehmen die jeweiligen Herausforderungen erfolgreich gemeistert haben.
Willkommen sind auch Vorschläge von privatwirtschaftlichen Anbietern, insbesondere wenn diese gemeinsam ein Programmangebot mit anderen Organisationen, Bildungsinstitutionen oder Fachstellen durchführen. Beiträge, die ausschliesslich der Eigenwerbung dienen, können nicht berücksichtigt werden. Die Mitwirkung wird nicht entschädigt.
Einsendeschluss Bewerbungen: 12. Dezember 2025. Mehr Informationen unter diesem Link.

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Der «Zürcher KMU Innovationstag» fand am 4. Juli auf dem Toni-Areal der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in Zürich statt. Grundlage der Veranstaltung war das Förderangebot «KMU und Innovation» des Netzwerks Standortförderung Kanton Zürich. Diesem gehören die Standortförderung im Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich sowie die regionalen Standortförderungen an.
«Out-of-the-box-thinking» und Networking: Beides stand im Zentrum des Zürcher KMU Innovationstags. Unternehmer:innen aus diversen Branchen präsentierten und konzipierten gemeinsam in Workshops innovative Lösungsansätze, von denen der Wirtschaftsstandort Zürich profitieren soll.
Die Frisur dank einem «unsichtbaren» Lockenwickler aufpeppen? Persönliche Passwörter per digitale Urne vererben? Alles kein Problem! Dass solche Unterfangen längst nicht mehr utopisch sind, zeigte sich am zweiten Zürcher KMU Innovationstag. Rund 150 Teilnehmer:innen bekamen zu sehen und zu hören, wie Unternehmen aus dem Kanton mit geballter Innovationskraft den Wirtschaftsstandort Zürich fit für die Zukunft machen.
Das Start-up Maelle zum Beispiel, gegründet von der ZHdK-Absolventin Sandra Seb, hat ein einfaches, recyclebares Accessoire für Menschen mit langen Haaren kreiert. Maelles sogenannte «Curls-in» lassen sich ohne grossen Aufwand in die Haare einflechten und bilden in kurzer Zeit voluminöse Locken. Möglich machen dies spezielle metallische Werkstoffe, die auch von der NASA in der Raumfahrt benutzt werden: die Formgedächtnislegierungen. Hinzu kommt: Im Gegensatz zu herkömmlichen «Heatless Curls» fallen jene von Maelle niemandem auf – sie verstecken sich geradezu unter der Haarpracht.
Maelle ist eines von vielen Start-up-Unternehmen, das derzeit nach Investoren sucht. Hier kommt der KMU Innovationstag ins Spiel: Er bietet Unternehmer:innen und potenziellen Geldgebern eine Plattform, um zueinanderzufinden und Kontakte zu knüpfen. «Viele der Fördermöglichkeiten sind den KMU nicht richtig bekannt und werden nur mässig in Anspruch genommen», sagte Anita Martinecz Fehér vom Organisationsteam zur Begrüssung. «Heute bieten wir Ihnen die Möglichkeit, ein Netzwerk aufzubauen, sodass Sie aus dem Vollen schöpfen können.»
Gleichwohl wurden am Innovationstag bereits länger bestehende, etablierte KMU ermutigt, neue oder unkonventionelle Wege zu beschreiten und Innovation voranzutreiben – wobei natürlich auch die Start-ups als Inspiration dienen sollen. «Innovation muss ein ureigenes Interesse sein», sagte denn auch Oliver Schärli von der Zürcher Kantonalbank, die Jungunternehmen fördert und das Angebot KMU und Innovation mittträgt, in seinem Referat. «Ohne Innovation entwickeln wir uns nicht weiter. Wir stagnieren.»
Um jegliche Art der Stagnation zu verhindern, dürfen KMU auch auf den Support vom Netzwerk Ressourceneffizienz Schweiz (Reffnet) zählen. Wie der Name verrät, berät und unterstützt es Unternehmen beim effizienten und umweltschonenden Umgang mit deren Betriebsmitteln. Der Verbund aus Beratungsfirmen, Forschungsstätten und Umweltorganisationen hilft den KMU somit, all ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Apropos Stagnation: Damit die Schweiz eine «Innovationsnation» bleibt, seien alle Akteure aus Politik, Wirtschaft und Forschung gefordert. Zu diesem Fazit kommt Peter Seitz von der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW). Er hat festgestellt, dass sich Investitionen in Forschung und Entwicklung für einige Branchen immer weniger lohnen. «Da müssen wir wachsam sein», warnt Seitz die Gäste in seinem Referat. «Unsere Wirtschaft lebt vom Export; er macht 50 Prozent unseres BIP aus. Ohne Innovation wären wir verloren!»
Ein weiteres vielversprechendes Projekt, das im Plenumsblock «Kreativität trifft Technologie» vorgestellt wurde, heisst «Final Backup». Die ZHdK-Absolventen Jonathan Bischof und Elias Diehl haben sich in ihrer Bachelor-Arbeit mit der Frage befasst, was mit persönlichen digitalen Daten nach dem Tod einer Person geschieht. Ihre Antwort: digitale Urnen.
In diesen werden Fotos, Passwörter, Chatverläufe oder Song-Playlists der verstorbenen Person an die Hinterbliebenen vererbt – an welche konkret und für wie lange, lässt sich genaustens bestimmen. Alle anderen privaten Daten können mittels einfachem Datenhandhabungsverfahren herausgefiltert und dauerhaft gelöscht werden. Dies ist nicht nur praktisch, sondern auch umweltfreundlich: Denn der Speicher der Daten verzehrt ohne Löschung auch nach dem Ableben einer Person Energie.
Wie es ist, tot zu sein, werden wir wohl nie erfahren. Wie es sich als Fledermaus lebt hingegen schon: Das Designstudio «Somebodyelse» macht das vermeintlich Unvorstellbare möglich, und zwar mittels der «Virtual Reality»-Technik. Setzt man eine solche Brille auf, befindet man sich bereits in vollständiger Dunkelheit und «lebt» als Fledermaus – man erhält die «Batvision». Das gleichnamige Pilotprodukt von «Somebodyelse» wurde ebenfalls von ZHdK-Absolventen kreiert.
Bleiben wir bei den Tieren: Im Plenumsblock «Nachhaltigkeit trifft Technologie» erklärte Umweltingenieur Andreas Zaugg, wie er mit seiner Firma «Lucky Shrimp» eine qualitativ hochwertige Crevetten-Zucht in Winterthur geschaffen hat. Mittels der sogenannten «Biofloc»-Technologie gelingt eine umweltschonende Nachahmung des natürlichen Ökosystems der Crevetten – diese müssen von lokalen Gastro-Betrieben folglich nicht mehr importiert werden.
Nebst der Präsentation solch spannender Projekte und Geschäftsideen hatten die Teilnehmenden am Innovationstag die Möglichkeit, diverse Infostände zu besuchen und mehr über einzelne Unternehmen, Institutionen und Branchen zu lernen. Zudem fanden insgesamt dreizehn Workshops mit Fachexpert:innen statt. In einzelnen Modulen und bilateralen Sprechstunden wurde aktiv an zukunftsorientierten Ansätzen gearbeitet und getüftelt. Die Kernthemen: Innovation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Arbeitgeber-Attraktivität.
Der Verband für nachhaltiges Wirtschaften «öbu» nahm in seinem Workshop gemeinsam mit den Teilnehmenden die Kreislaufwirtschaft unter die Lupe – samt ihren Chancen und Herausforderungen. Wie schaffen es Unternehmen in Zukunft, entlang ihrer Wertschöpfungs- und Lieferketten profitabel zu sein, ohne ihre Nachhaltigkeitsziele zu vernachlässigen? In der Gruppe entwickelten Vertreter:innen unterschiedlicher Branchen spannende Lösungen.
Im Modul «Produktinnovation: Dem Ideenmangel kreativ begegnen» stellten Julien Silva und Stefan Bebié vom Zürcher IT-Unternehmen Ergon ein kreatives Vorgehen vor, um im Team Ideen aller Art zu sammeln: die 6-3-5 Methode. Sechs Teilnehmende notieren sich dabei je drei Ideen, wofür sie fünf Minuten Zeit haben. Dieser Vorgang wird dann fünf Mal wiederholt. Heisst: Innert 30 Minuten können so bis zu 108 Ideen entstehen!
Ideen sammeln war auch im Modul «Arbeitgeber-Attraktivität in Zeiten des Fachkräftemangels» angesagt. Markus Renevey, Coach des Kompetenzzentrums Swiss Resilience Hub, wollte von den Anwesenden wissen, wie ein Arbeitgeber überzeugen kann. Eine wichtige Erkenntnis aus knapp 60 Minuten Diskutieren und Brainstormen: An die Bedürfnisse des einzelnen Angestellten angepasste Lösungen sind wichtiger denn je. Und: Der Arbeitsplatz muss nicht zwingend ein zweites Zuhause werden – obschon Unternehmen wie etwa Google mittels toller Benefits genau dies beabsichtigen.
Weitere Module befassten sich unter anderem damit, wie sich KMU besser gegen Cyber-Attacken schützen oder mehr für den Umweltschutz leisten können. Zum Abschluss des Innovationstags bot sich allen Teilnehmenden noch die Möglichkeit, sich am Netzwerk-Apéro besser kennenzulernen.
Den KMU Innovationstag mitgestaltet haben folgende Organisationen und Verbände: Arbeitgeber Zürich VH, B Lab Switzerland, DIZH, Empa/NEST, Ergon Informatik AG, ERNI Schweiz AG, Euresearch, Fachstelle Betrieblicher Gesundheitsschutz, Forum BGM Zürich, Industrie 2025, Impact Hub Zürich, Innosuisse, Institut für geistiges Eigentum, Kantonales Zentrum für Cybersicherheit, KMU und Gewerbeverband Zürich KGV, Netzwerk Standortförderung Kanton Zürich, ÖBU, SATW, Swiss Resilience Hub, Topsoft, ZHAW, ZHdK und Zühlke Schweiz.













































































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Das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich will in Zusammenarbeit mit dem Swiss Data Science Center (SDSC) die Innovationskapazität des Kantons stärken, indem es kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Einführung von künstlicher Intelligenz (KI) unterstützt. Um den Einsatz von KI-Technologien zu erleichtern und gemeinsame Innovationen in dieser wichtigen Zielgruppe zu fördern, hat das SDSC ein Dreistufenprogramm entwickelt, das Theorie und Praxis miteinander verbindet und aktiv mehrere KMU im gesamten Kanton einbindet.
Die Standortförderung im Amt für Wirtschaft, Kanton Zürich und das Swiss Data Science Center (SDSC) haben ein Pilotprogramm gestartet, um die Zusammenarbeit und Innovation im Bereich KI bei KMU im Kanton Zürich zu fördern.

Seit diesem Monat läuft ein einjähriges Programm mit dem Ziel, die Einführung von KI-Technologien für KMU zu erleichtern, den Wissensaustausch zu fördern und eine Community aufzubauen.
Mehr: https://www.datascience.ch/innovation/canton-zurich-sme-program
Warum teilnehmen?
Das Programm ermöglicht Ihnen, innovative KI-Konzepte unter fachkundiger Anleitung und ohne finanzielles oder betriebliches Risiko zu testen. Die Vorteile im Überblick:
Online-Informationsveranstaltung am 14. August, 14:00-14:45
Erfahren Sie, wie Ihr Unternehmen von der Teilnahme profitieren kann - und wie Sie sich bewerben können.
So melden Sie sich an
Um Ihr Interesse zu bekunden, füllen Sie bitte unsere Online-Umfrage bis zum 25. August 2025 aus.

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Für Start-ups, die aus der Wissenschaft kommen, wird es ab diesem Jahr einfacher an Geld zu kommen für die Unternehmensgründung. Grund ist das revidierte Bundesgesetz über die Förderung der Forschung und der Innovation.
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More InformationDie FIFG-Revision erhöht den Handlungsspielraum und die Flexibilität von Innosuisse. Das ist für unsere Fördertätigkeiten wichtig. So werden nationale und internationale Innovationsprojekte beispielsweise noch attraktiver. Davon profitieren insbesondere Schweizer KMU. Die Revision stellt auch eine Grundlage für gezielte neue Förderangebote dar.
Es gibt Änderungen bei verschiedenen Angeboten. Erstens wird bei Innovationsprojekten, dem Kernstück unserer Förderung, die Aufteilung zwischen Eigenleistung der beteiligten Unternehmen und dem Förderbeitrag von Innosuisse flexibler. Zweitens ändern sich die Förderbedingungen bei internationalen Innovationsprojekten. Drittens passen wir den Prozess beim Start-up Coaching leicht an. Und nicht zuletzt gibt es ein neues Förderangebot für Start-ups: Die Start-up Innovationsprojekte.
Lassen Sie mich kurz ausholen: Innovative Unternehmen – wie KMU, Grossunternehmen, Start-ups – oder andere private oder öffentliche Organisationen entwickeln im Rahmen von Innovationsprojekten gemeinsam mit Schweizer Hochschulen und Forschungsinstitutionen neuartige Dienstleistungen und Produkte. Heute müssen beteiligte Unternehmen als Umsetzungspartner 50 Prozent der direkten Projektkosten selbst tragen. Innosuisse übernimmt die andere Hälfte und deckt damit die Kosten der Schweizer Forschungsinstitute. Ab Januar 2023 kann diese Eigenbeteiligung der Unternehmen für neue Innovationsprojekte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Die Projektpartner werden die Aufteilung der Beiträge gemeinsam festlegen. Dabei wird Innosuisse weiterhin nur die direkten Projektkosten decken, die bei den Schweizer Forschungseinrichtungen anfallen.
Zudem vereinfacht Innosuisse die Berechnung der verschiedenen Beiträge im Projektbudget. Der Overhead-Beitrag des Forschungspartners wird neu als Prozentsatz des gesamten Projektbeitrags von Innosuisse bemessen und nicht mehr nur auf dem Beitrag an die Personalkosten des Forschungspartners. Eine Hilfestellung zur Aufteilung und Berechnung im Projektgesuch veröffentlichen wir im Spätherbst.
Nein, Innosuisse fördert Projekte in allen Themenbereichen. Das ist bereits heute so. Die neue Beitragsverordnung erwähnt allerdings explizit sowohl technische als auch soziale Innovationen. Das ist ein wichtiges Signal für den Stellenwert von nichttechnischen Innovationen. Die revidierte Beitragsverordnung stärkt auch das Thema Nachhaltigkeit bei der Förderung von Innosuisse.
Ab 2023 werden im Rahmen internationaler Innovationsprojekte Schweizer Umsetzungspartner, also beispielsweise KMU oder Start-ups, direkte Fördermittel erhalten können, auch wenn die internationale Projektzusammenarbeit nicht im Rahmen von Eurostars oder den thematischen EU-Partnerschaften stattfindet.
Dies ist im Ausland gängige Praxis. Ohne diese Möglichkeit der direkten finanziellen Förderung waren Schweizer Unternehmen bisher gegenüber ihren ausländischen Projektpartnern etwas im Nachteil. Die Neuerung bedeutet, dass Innosuisse auch mit Partnerorganisationen in Ländern wie den USA, Brasilien, Südkorea, Israel oder Schweden bilaterale Kooperationen eingehen und in gemeinsam finanzierten Projekten ab 2023 Beiträge an direkte Projektkosten von Schweizer Unternehmen ausrichten kann. Weitere Informationen zu den Beiträgen werden wir im Spätherst kommunizieren und in den Ausschreibungen 2023 genauer aufführen.
Um den Prozess zu vereinfachen und die Qualität des Coachings weiter zu steigern, müssen sich Start-ups ab 2023 für die Teilnahme im Core Coaching zuerst für das Initial Coaching bewerben. Erst nach erfolgreichem Abschluss dieser ersten Phase können sich Jungunternehmen für das Core Coaching bewerben. Bei letzterem erhalten die Jungunternehmen während maximal drei Jahren Unterstützung von Coaches, einerseits in genereller Hinsicht, andererseits bei Fachfragen in wichtigen Bereichen wie geistiges Eigentum, Finanzplanung, rechtliche Aspekte oder Kapitalbeschaffung, um das Unternehmen weiterzuentwickeln. Neu dürfen nicht nur Gründerinnen und Gründer als Personen, sondern auch die Jungunternehmen als Organisationen ein Gesuch einreichen. Somit stehen die Coaching-Leistungen für das ganze Team zur Verfügung.
Bislang hatten Start-ups, die wissenschaftsbasierte Innovationen entwickeln und ihre Innovationen auf den Markt bringen wollen, keinen Anspruch auf direkte finanzielle Unterstützung. Das revidierte FIFG erlaubt es Innosuisse aber ab 2023, wissenschaftsbasierte Innovationsprojekte von Start-ups direkt zu fördern. Solche Projekte mit bedeutendem Innovationspotenzial müssen den erstmaligen Markteintritt der Jungunternehmen vorbereiten. Bei den Projekten braucht es keinen Forschungspartner. Innosuisse deckt maximal 70 Prozent der anrechenbaren Projektkosten der Start-ups. Ziel ist es, Jungunternehmen in der schwierigen Phase bis zum Markteintritt zu unterstützen und diesen zu beschleunigen.
Die Start-up Innovationsprojekte werden nicht über das Budget für übliche Innovationsprojekte gedeckt, sondern es steht ein zusätzliches Förderbudget zur Verfügung. Weitere Informationen zum Förderinstrument werden wir im Spätherst kommunizieren, die Details zu den Start-up Innovationsprojekten werden im Januar 2023 veröffentlicht.
Der Swiss Accelerator für Schweizer KMU und Start-ups, den wir bereits im Frühling 2022 lancieren konnten, ist eine Übergangsmassnahme für Horizon Europe. Diese Massnahme basiert auf einer Notfallklausel im revidierten FIFG. Dabei fördert Innosuisse sehr innovative Projekte mit direkten Beiträgen an Schweizer Start-ups und KMU.
Ab 2023 steht der Swiss Accelerator nur Unternehmen offen, die bereits am Markt etabliert sind. Vor dem Markteintritt können Jungunternehmen ein Start-up Innovationsprojekt einreichen. Innosuisse wird Projektausschreibungen für den Swiss Accelerator wahrscheinlich durchführen, bis die Schweiz wieder mit dem Rahmenforschungsprogramm der Europäischen Union assoziiert ist. Sobald Schweizer KMU und Start-ups sich wieder auf die EIC Grants der EU bewerben können, wird der Swiss Accelerator eingestellt.

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Zürich – Der Kanton Zürich und das Swiss Data Science Center (SDSC) unterstützen KMU bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI). Für risikofreies Experimentieren sowie die Entwicklung von Prototypen und Pilotprojekten starten sie ein mehrmonatiges Programm, über das sie am 17. Juli online informieren.
(CONNECT) Speziell für KMU im Kanton Zürich, die eine konkrete geschäftliche Herausforderung oder Chance mithilfe von KI angehen und im grossen Massstab angehen wollen, hat das Swiss Data Science Center (SDSC) das kostenlose KI-Innovationsprogramm entwickelt. Das SDSC ist eine strategische Initiative der Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) sowie des Paul Scherrer Instituts. Es wurde von der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich mit der Durchführung dieses Unterstützungsprogramms für KMU beauftragt.
KMU, die sich dafür interessieren, können sich mittels eines Fragebogens bis zum 25. August für eine Teilnahme bewerben. Voraussetzung ist, dass sie ihren Hauptsitz oder bedeutende Betriebsstätten im Kanton Zürich haben. Ausserdem sollten sie Interesse an der Einführung von KI-Technologien nachweisen können und bereit sein, interne Mitarbeitende für Workshops, Hackathons und verwandte Aktivitäten einzusetzen. Und nicht zuletzt sei die Offenheit hilfreich, sich auf den gegenseitigen Wissensaustausch einzulassen und gemeinsam mit anderen KMU und Forschenden Lösungen zu entwickeln.
Die bewusst begrenzte Zahl der ausgewählten Teilnehmenden beginnt im Oktober 2025 mit Schritt 1 des Programms. Dabei geht es um ein allgemeines Verständnis der KI-Technologie und deren Entmystifizierung. In weiteren drei bis fünf Präsenz-Workshops bis April 2026 steht mit Schritt 2 die Überführung der Theorie in Prototypen an. Dies soll es ermöglichen, KI-Lösungen ohne Vorabinvestitionen oder Risiken zu testen. Und schliesslich soll in Schritt 3 der Übergang zu vielversprechenden KI-Pilotprojekten vollzogen werden.
Weitere Einblicke in dieses KI-Lern- und Innovationsprogramm geben Markus Müller, der Co-Leiter der Standortförderung im Kanton Zürich, und die beiden Principal Data Scientists des SDSC, Anna Fournier und Alessandro Nesti, bei einer Online-Informationsveranstaltung. Sie findet am 17. Juli von 13 bis 13.45 Uhr statt. ce/mm

Die ETH Zürich und die EPFL bieten gemeinsam mit dem Swiss Data Science Center ein kostenfreies Innovationsprogramm im Bereich Künstliche Intelligenz für KMU im Kanton Zürich an. Bild: ETH Zürich
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Der Regierungsrat will das wirtschaftliche Potenzial des KI-Standorts Kanton Zürich für KMU und Startups besser nutzbar machen. Dafür ergreift er gezielte Massnahmen, etwa um lokalen Startups die Entwicklung innovativer KI-Lösungen oder KMU die Integration von KI-Anwendungen zu erleichtern. Für die Umsetzung der Massnahmen bis 2029 bewilligt der Regierungsrat dem Amt für Wirtschaft 2,9 Mio. Franken.
Der Kanton Zürich hat sich als Standort für künstliche Intelligenz (KI) etabliert, der für internationale Technologiekonzerne und führende KI-Startups attraktiv ist. Die Dichte an KI-Talenten gehört zu den höchsten in Europa. Trotz dieser positiven Ausgangslage gibt es Herausforderungen für das KI-Ökosystem des Kantons Zürich, insbesondere für lokale Startups und KMU. «Der Kanton Zürich ist ein führender KI-Standort. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Deshalb geht der Regierungsrat voran und handelt», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh.
Konkret stellt die Einführung von KI-Technologien und der nötige Kompetenzaufbau für KMU oftmals eine Hürde dar. So bleibt die KI-Nutzung durch KMU im europäischen Vergleich eher unterdurchschnittlich, was langfristig die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Zürich schwächt. Bei lokalen Startups bestehen z.B. Lücken im Bereich des Zugangs zu KI-Netzwerken, der Bereitstellung von Daten oder der regulatorischen Expertise. Das erschwert es, innovative Produkte rasch auf den Markt zu bringen.
Um diese Herausforderungen anzugehen, hat der Regierungsrat konkrete Massnahmen beschlossen. Um einen praktischen Mehrwert für KMU zu schaffen, werden z. B. Netzwerke für den Wissensaustausch aufgebaut oder Fachveranstaltungen durchgeführt. Dadurch können die nötigen Kompetenzen schneller aufgebaut werden
Auch bei den lokalen Startups schliesst der Regierungsrat die obengenannten Lücken. Dazu werden die bestehenden Synergien mit den physischen KI-Hubs im Kanton Zürich genutzt. Durch den Aufbau dynamischer KI-Startup-Netzwerke soll die Entwicklung marktfähiger Lösungen beschleunigt werden.
Der Regierungsrat führt auch die erfolgreichen Massnahmen zur Stärkung des KI-Standorts Kanton Zürich weiter, die er in den vergangenen Jahren ergriffen hat. So wird die «KI-Sandbox» als Testumgebung für die reale Erprobung von Anwendungen weiterentwickelt. Ein erfolgreiches KI-Ökosystem erfordert den Einbezug der Bevölkerung. Dazu hat das Amt für Wirtschaft bereits offene KI-Dialogplattformen etabliert. Sie ermöglichen unterschiedliche Perspektiven und erlauben Diskussionen zu Themen wie Transparenz, Diskriminierung und Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Parallel dazu wird die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Stiftungen und weiteren Institutionen intensiviert, um ethische Grund-sätze und Wertvorstellungen für den verantwortungsvollen Einsatz von KI weiterzuentwickeln.
Die vier Massnahmenpakete werden in drei Phasen bis Ende 2029 durch das Amt für Wirtschaft umgesetzt. Dazu bewilligt der Regierungsrat 2,9 Mio. Franken. Wo sinnvoll, werden Public-Private-Partnerships genutzt, um Synergien zwischen Hochschulen, Verwaltung und Wirtschaft optimal zu fördern.

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Bern – Das Swiss Institute for Translational and Entrepreneurial Medicine (sitem-insel) hat die ersten Innovationsgutscheine vergeben. Gemeinsam mit der Berner Kantonalbank werden damit sieben Medtech-KMU gefördert: aiEndoscopic, Balmo und Piomic aus Zürich, DAAV und Rhovica Neuroimaging aus Bern sowie Raylution und Spirecut aus dem Baselbiet.
(CONNECT) Die ersten sieben Medizintechnik-KMU sind für den sitem-insel Innovationsgutschein ausgewählt worden. Mit dieser Initiative fördert sitem-insel gemeinsam mit der KMU-Förderstiftung der Berner Kantonalbank Innovationen im Medtech-Sektor. Das Ziel ist, kleine und mittlere Unternehmen dabei zu unterstützen, zum Nutzen der Gesellschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Dazu gehören unter anderem der Zugang zu Kliniken und Infrastruktur, zu klinischen Studien, Forschung und Entwicklung sowie Produktvalidierung und Hilfe bei regulatorischen Angelegenheiten. Jeweils passende Fachleute bringen die Projekte zum nächsten Meilenstein. Zwei Projekte werden für die nächste Phase ausgewählt und erhalten je 70'000 Franken.
Aus Zürich stammen aiEndoscopic, Oral Care Solutions mit der Marke Balmo und Piomic Medical. AiEndoscopic nutzt Künstliche Intelligenz und Robotik, um komplexe endoskopische Verfahren durchzuführen oder sogar zu automatisieren. Balmo hat ein Gel entwickelt, das einen krankhaft trockenen Mund befeuchtet. Und Piomic hat ein tragbares Handgerät gebaut, das Technologien zur optischen und magnetischen Stimulation integriert und die Wundheilung bei chronischen Bein- und Fussgeschwüren fördern soll.
Aus Bern stammt Rhovica Neuroimaging. Dessen Kerntechnologie SoNa ist ein ultraschallgeführtes Kathetersystem, das die Notfallbehandlung von Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Hirndruck optimiert. Ebenfalls aus dem Kanton Bern stammt DAAV. Das Bieler Start-up will die Unabhängigkeit von Reisenden mit eingeschränkter Mobilität an Flughäfen gewährleisten und ihnen seinen selbstfahrenden Roboterrollstuhl DAAV-air zur Verfügung stellen.
Raylution und SPIRECUT sind im Kanton Basel-Landschaft beheimatet. Raylution aus Sissach entwickelt ein automatisiertes, auf laserinduzierter Breakdown-Spektroskopie basierendes System zur sofortigen Diagnose von Hautkrebs. Und SPIRECUTs Sono-Instrumente sind ultraschallgeführte, schnittfreie Geräte, mit denen unter anderem das Karaltunnelsyndrom und der Schnappfinger behandelt werden. ce/mm

Das Swiss Institute for Translational and Entrepreneurial Medicine (sitem-insel) und die Berner Kantonalbank fördern sieben Medtech-KMU. Symbolbild: Mohamed_hassan/Pixabay
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Ahead – das neue Gründungs- und Innovationszentrum Zürich hat am 1. Juli seinen Betrieb aufgenommen.
Entstanden aus dem Zusammenschluss von Startzentrum Zürich, GO! Mikrokredite, KMU und INNOVATION und gruenden.ch, bündelt Ahead langjährige Erfahrung, bewährte Angebote und starke Partnerschaften unter einem Dach. Als gemeinnützige Genossenschaft mit öffentlicher Trägerschaft – bestehend aus der Stadt Zürich, dem Kanton Zürich und der Zürcher Kantonalbank – arbeitet Ahead unabhängig, praxisnah und lösungsorientiert.
Kompetente Begleitung für Gründer:innen und KMU im Wirtschaftsraum Zürich
Ahead begleitet Gründer:innen und KMU im Wirtschaftsraum Zürich auf ihrem unternehmerischen Weg und unterstützt sie dabei, langfristig erfolgreich zu sein.
Die bewährten Angebote persönliche Gründungsberatung, Mikrokredite, Mentoring und Innovationsbegleitung bleiben bestehen und bilden die Basis für weitere Erfolgsgeschichten. Gleichzeitig werden diese Angebote gezielt weiterentwickelt. Ergänzend dazu prüft Ahead neue Leistungen und baut diese dort auf, wo noch Lücken bestehen. Die Träger unterstützen Ahead mit Betriebsbeiträgen und engagieren sich im Rahmen der strategischen Führung aktiv an der Weiterentwicklung der Organisation.
Kurz zusammengefasst unterstützt Ahead – Gründungs- und Innovationszentrum Zürich Gründer:innen und KMU im Wirtschaftsraum Zürich bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Geschäftsideen und Innovationsvorhaben.
Das Angebot umfasst:
- Kostenlose Erstberatung für Gründer:innen
- Mikrokredite bis CHF 40'000
- Innovationsberatung für KMU

«Mit Ahead bieten wir ein modernes, praxisnahes Angebot für Gründer:innen und KMU. Unser Ziel ist es, Unternehmertum und Innovationskraft in der Region Zürich gezielt zu stärken und Menschen auf ihrem unternehmerischen Weg nachhaltig zu unterstützen.» Chantal Stäuble, CEO Ahead
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Trotz Rückschlägen werden Fintechs ihren Siegeszug fortsetzen. Dafür spricht auch die erfolgreiche Finanzierungsrunde beim Schweizer Fintech Teylor. Vor allem im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen liegt noch viel Potenzial brach.
Fintechs haben mit ihren Innovationen die Art und Weise, wie wir leben, in einem unglaublichen Tempo verändert. In einer zunehmend bargeldlosen Gesellschaft haben sie Apps und Plattformen entwickelt, die dabei helfen, Finanzen besser zu verstehen und zu verwalten. Wenn Konsumenten heute von Fintechs sprechen, denken sie an Kryptowährungen, Startup-Banken, Crowdfunding und vieles mehr.
Wie sehr Fintechs die Welt der Finanzen auf den Kopf stellen, zeigt auch der Erfolg des Zürcher Jungunternehmens Teylor. Es hat einen dreistelligen Millionenbetrag eingesammelt, wie finews.ch am Donnerstag berichtete.
Mit 275 Millionen Euro frischem Kapital kann das Startup sein rasantes Wachstum fortsetzen und die Finanzierungsbedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit einer Vielzahl von Kreditprodukten über die Teylor-Kreditplattform abdecken.
Dynamisch, aber noch vergleichsweise klein
Generell bauen Fintech-Unternehmen ihre Präsenz in allen Ländern weiter aus und eröffnen finanzielle Horizonte in vielen Bereichen. Allerdings macht dieser dynamisch wachsende Sektor derzeit nur 2 Prozent des weltweiten Finanzdienstleistungsumsatzes aus.
Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung hat jedoch nach wie vor keine oder zu wenige Bankdienstleistungen, und die Finanztechnologie erschliesst weiterhin in Sprüngen neue Anwendungsfälle.
Bis 2030 werden Fintechs daher einen geschätzten Jahresumsatz von 1,5 Billionen Dollar erreichen und damit fast 25 Prozent aller weltweiten Bankbewertungen ausmachen, wie die Unternehmensberatung Boston Consulting kürzlich in einer Studie prognostizierte.
Grösseres Stück vom Kuchen
Der 12,5 Billionen Dollar schwere Finanzdienstleistungssektor teilt sich derzeit zu etwa gleichen Teilen auf Banken und Versicherungen auf. Im Jahr 2030 sollen die weltweiten Erträge von Banken und Versicherungen 21,9 Billionen Dollar erreichen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 6 Prozent pro Jahr ab 2021.
Fintechs werden einen bedeutenden und zunehmenden Anteil an diesem Wachstum haben. Ihr jährlicher Umsatz wird sich bis 2030 voraussichtlich mehr als versechsfachen. Die Umsätze von Fintechs im Bankensektor – Kredite, Einlagen, Zahlungsverkehr sowie Handel und Investitionen – dürften voraussichtlich von 4 auf 13 Prozent der Einnahmequellen des Bankensektors steigen. Der Marktanteil von Insuretechs soll von 0,3 auf 2 Prozent wachsen.
«Bitte anschnallen»
Trotz des Rückschlags im vergangenen Jahr bleiben Fintechs eine treibende Kraft, die auch in den kommenden Jahren die Finanzlandschaft umpflügen wird. «Bitte anschnallen – die Reise der Fintechs hat gerade erst begonnen», kommentiert dazu BCG.
Während der Zahlungsverkehr die letzte Fintech-Ära dominierte, gehen die Experten davon aus, dass B2b (für kleine Unternehmen) und B2B2X (B2B für jeden Nutzer) die nächste anführen werden. Vor allem das Segment der Fintechs, die sich wie das Zürcher Unternehmen Teylor an KMU richten, weist ein enormes Wachstumspotenzial auf. Bei weltweit über 400 Millionen KMU ist dies ein unterversorgtes Segment.
Bei den KMU spielt die Musik
Fintechs, die im B2b-Bereich tätig sind, haben viel Raum für Innovationen, zumal der jährliche ungedeckte Kreditbedarf der KMU weltweit auf 5 Billionen Dollar geschätzt wird. Die B2b-Fintech-Umsätze werden laut BCG bis 2030 mit durchschnittlich 32 Prozent auf ein Marktvolumen von 285 Milliarden Dollar wachsen.
Angesichts dieser Aussichten ist es kaum verwunderlich, dass internationale Finanzgrössen wie Barclays und M&G Investments zusammen mit anderen Investoren bei Teylor eine der bis dato grössten Finanzierungen im europäischen Private-Debt-Markt für alternative Finanzierungen und in der Fintech-Branche abgeschlossen haben. finews.ch

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St.Gallen – Das Innovationsnetzwerk Ostschweiz (INOS) erweitert sein Coaching-Angebot für KMU. Neu können bis zu 15’000 Franken statt bisher bis zu 10’000 Franken bewilligt werden. Auch der Bewilligungsprozess und die Kommunikation von Projekten wurden vereinfacht.
INOS will es Ostschweizer KMU noch einfacher machen, neue Geschäftsideen umzusetzen und Innovationen an den Markt zu bringen. Dazu hat das Innovationsnetzwerk sein Coaching-Angebot erweitert, informiert INOS in einer Mitteilung. Dabei wurde die Förderung von bisher maximal 10'000 auf nunmehr maximal 15'000 Franken aufgestockt. Zudem hat INOS den Prozess für die Bewilligung und die Projektkommunikation vereinfacht.
Eine Förderung mit 10'000 Franken entspricht 55 Stunden Beratung, erläutert INOS. Die KMU können die Stunden in einer ersten Stufe flexibel in ihrem Innovationsprojekt einsetzen. Der neue zusätzliche Förderbetrag von bis zu 5000 Franken kann in einer zweiten Stufe beantragt werden. Voraussetzung ist, dass sich das Unternehmen mit mindestens derselben Summe am Beratungsprogramm beteiligt.
„Mit unserem neuen, flexibleren Coaching-Angebot wollen wir noch mehr Ostschweizer KMU dabei unterstützen, ihre Innovationen umzusetzen und nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, wird INOS-Geschäftsführer Lukas Budde in der Mitteilung zitiert. „Unsere Experten freuen sich darauf, viele weitere spannende Projekte begleiten zu dürfen.“ Das Innovationsnetzwerk Ostschweiz wird von den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St.Gallen, Thurgau sowie der Standortförderung Zürioberland und dem Bund getragen. ce/hs

Auch das Zürcher Oberland gehört zum Innovationsnetzwerk Ostschweiz (INOS); im Bild die Ustermer Aa in Wetzikon. Bild: Wikimedia/Roland zh/Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported
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Zürich – Das Future Symposium meets ETH meets AWS findet mit den AI Future Council Member, Partnern und ETH Studenten statt. An zwei Tagen hatten die Teilnehmer Zeit AI Innovation mit der Brücke von Akademia Institut, Hochschule, Schweizer KMU bis zur internationalen Wirtschaft Lösungen für reale Anwendungsfälle zu entwickeln. An zwei Tagen Future Symposium kamen dabei Community Teamgeist und Künstliche Intelligenz mit Methodik zum Einsatz.
Das AI Future Council am Future Symposium nutzt Künstliche Intelligenz für Community Driven Innovation
Zürich – Das Future Symposium meets ETH meets AWS findet mit den AI Future Council Member, Partnern und ETH Studenten statt. An zwei Tagen hatten die Teilnehmer Zeit AI Innovation mit der Brücke von Akademia Institut, Hochschule, Schweizer KMU bis zur internationalen Wirtschaft Lösungen für reale Anwendungsfälle zu entwickeln. An zwei Tagen Future Symposium kamen dabei Community Teamgeist und Künstliche Intelligenz mit Methodik zum Einsatz.
Tag 1
400 Wirtschaftsexperten, CEOs und Studenten haben sich am Tag 1 von inspirierenden Keynotes aus der Wirtschaft wie Herr Bloch von Camille Bloch, Country Manager Pfizer Schweiz, Swisscom, Partner Baker Mckenzie Zürich, Top 15 ETH Startups als auch einem interdisziplinären Panel aus Pharma, Law, Food, Hochschule und Industrie gestellt. Gekrönt wurde der Tag von einem singenden Abschluss voller Inspiration, wo die menschliche Nähe und der Spirit der Community gefeiert wurde. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass gemeinsames Musizieren die Menschen verbindet und verschiedene positive Prozesse im Körper und Gehirn auslösen, welche sich unweigerlich positiv auf die Gesundheit und Innovationskraft auswirken.
Tag 2
Im rotierenden Innovationcamp arbeiteten interdisziplinäre Teams daran, eines der zentralen Zukunftsfragen von Technologie, Gesellschaft, Geschäftsmodell bis zu AI Ethik und Verantwortlichkeit zu identifizieren und mithilfe von innovativen Methoden, Teamgeist und AI Tools Herausforderungen von KMUs und Lösungsansätze sowie Hypothesen in der Gemeinschaft zu entwickeln. Daraus wurden mögliche Anwendungen abgeleitet. Fragen und ein AI Matching fanden anhand einer Dank Giovanni Crupi, Präsident von Swiss Engineering mit seinen Member sowie AI Future Council Member für das Future Symposium neu entwickelten App statt, wo AI anhand von Nutzerprofilen, Interessen und Hintergründe die Teilnehmer in Gruppen zusammenbrachte. Das Swiss Future Institute kooperiert mit herausragenden Partnern und vereint das Wissen von vier Hochschulen, Instituten, Verein und Wirtschaft, um alle Ebenen der Innovation zu fördern. Nicht nur die technologische.
„Das Future Symposium inspiriert Menschen über alle Fachbereiche und Generationen und zeigt uns, was alles in kürzester Zeit möglich ist“, lautet die Erkenntnis von Katrin J. Yuan, CEO des Swiss Future Institutes und AI Hochschuldozentin.

Swiss Future Institute meets ETH am Future Symposium.
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Autor: Stephan Lendi
Künstliche Intelligenz (KI) ist längst dabei, die Arbeitswelt tiefgreifend zu verändern. Sie beeinflusst nicht nur, wie wir Aufgaben erledigen, sondern stellt auch neue Anforderungen an Kompetenzen, Führung und Unternehmenskultur. Im AI Talk Podcast spricht Patrick Mollet, Unternehmer und Experte für KI-Kompetenzen, ausführlich über seine persönlichen Erfahrungen mit KI, die Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeitende sowie die Chancen und Herausforderungen, die mit diesem Wandel einhergehen.
Der erste Kontakt mit KI: Faszination und Realismus
Patrick Mollet erinnert sich an den Moment, als er zum ersten Mal wirklich spürte, wie KI die Arbeitswelt verändert: Aufgaben, für die früher viel Denkarbeit nötig war, konnten plötzlich automatisiert erledigt werden. „Ich habe das Gefühl, dass sich Aufgaben verändern, dass sich die Zusammensetzung der Tätigkeiten verändert, aber ich glaube nicht, dass im grossen Stil Jobs komplett wegfallen.“ Für ihn steht fest: KI wird die Arbeitswelt nicht ersetzen, sondern sie grundlegend umgestalten. Es verschieben sich die Anforderungen und Tätigkeitsfelder – Routinearbeiten werden automatisiert, während kreative, soziale und komplexe Aufgaben an Bedeutung gewinnen.
Future of Work und New Work: Mehr als nur Homeoffice
Die Begriffe „Future of Work“ und „New Work“ sind für Mollet mehr als Modewörter. Er erklärt, dass New Work vor allem bedeutet, Arbeitsbedingungen und Unternehmenskultur neu zu denken: „Es geht nicht nur um Homeoffice, sondern darum, flexiblere Rahmenbedingungen zu schaffen, die Mitarbeitende motivieren und ihnen mehr Verantwortung übertragen.“ Führungskräfte sollten sich vom klassischen Manager hin zu Coaches entwickeln, die ihre Teams unterstützen und individuelle Potenziale entfalten. „Führung heisst heute, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Mitarbeitende Verantwortung übernehmen und sich weiterentwickeln können.“
Wandel der Aufgaben: Automatisierung kognitiver Tätigkeiten
Mollet betont, dass die Angst vor Jobverlust durch KI übertrieben ist. Vielmehr verändert sich die Art der Arbeit:
Er sieht die Zukunft nicht in einer Welt ohne Arbeit, sondern in einer Welt, in der sich die Zusammensetzung der Tätigkeiten wandelt und neue Chancen entstehen.
Herausforderungen für KMU: Kompetenzen und Kulturwandel
Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor besonderen Herausforderungen. Viele sind im produzierenden Gewerbe tätig und verfügen oft über wenig technologische Affinität im Management. Zudem fehlen häufig personelle Ressourcen, um sich intensiv mit KI auseinanderzusetzen. Mollet empfiehlt, Mitarbeitenden Freiräume zu geben, neue Tools auszuprobieren, und eine Kultur des Experimentierens zu fördern: „Wir wissen alle nicht genau, was auf uns zukommt – deshalb ist Ausprobieren umso wichtiger.“ Er plädiert dafür, dass Unternehmen nicht sofort eine umfassende KI-Strategie brauchen, sondern zunächst offen für Experimente und kleine Schritte sein sollten.
KI-Tools im Alltag: Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit
KI-gestützte Tools wie Notion AI oder Fireflies AI bieten laut Mollet grosse Chancen, die Produktivität zu steigern und gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen:
„Wenn wir mühsame, repetitive Tätigkeiten automatisieren, ist das sehr positiv. Kürzere, effizientere Meetings und weniger monotone Aufgaben steigern die Motivation.“ Er warnt jedoch davor, dass Produktivitätssteigerungen nicht zu Überforderung führen dürfen. Die Diskussion um die Vier-Tage-Woche findet er spannend, sieht sie aber nicht als universelle Lösung: „Wir müssen aufpassen, dass wir die Menschen nicht verheizen. Die Balance zwischen Effizienz und Wohlbefinden ist entscheidend.“
Führung im Wandel: Soft Skills und Coaching-Mindset
Die Rolle der Führungskraft verändert sich grundlegend. „Führungskräfte sollten motivieren, Potenziale entfalten und nicht nur Macht ausüben. Soft Skills und ein Coaching-Mindset werden immer wichtiger.“ Mollet beobachtet, dass insbesondere jüngere Führungskräfte Verantwortung teilen und auf Augenhöhe mit ihren Teams arbeiten wollen. Der Wandel ist jedoch ein Prozess, der Zeit und einen Generationenwechsel braucht.
Transformation in der Schweiz: Zwischen Tradition und Fortschritt
Mollet sieht in der Schweiz sehr unterschiedliche Tendenzen:
Transformation gelingt meist dann, wenn der Druck gross genug ist – sei es durch den Arbeitsmarkt, die Erwartungen der Mitarbeitenden oder den Wunsch nach mehr Sinn und Motivation in der Arbeit.
Persönlicher Umgang mit KI: Offenheit und Integration
Mollet selbst nutzt KI-Tools im Alltag, wenn auch nicht exzessiv. „Ich glaube, die Zukunft liegt darin, dass KI nahtlos in unsere Arbeitsprozesse integriert wird, ohne dass wir ständig bewusst einzelne Tools bedienen.“ Für ihn sind Offenheit, Experimentierfreude und lebenslanges Lernen die Schlüssel, um die Chancen der KI bestmöglich zu nutzen.
Patrick Mollet macht deutlich: KI verändert die Arbeitswelt tiefgreifend, schafft aber vor allem neue Chancen. Die Zukunft der Arbeit wird von veränderten Aufgaben, neuen Kompetenzen und einer menschzentrierten Führung geprägt sein. Wer bereit ist, sich weiterzuentwickeln, KI als Werkzeug versteht und eine Kultur des Lernens und Experimentierens fördert, wird erfolgreich sein.
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Über den Podcast AI Talk
AI Talk ist der Podcast über Künstliche Intelligenz in der Schweiz – mit echten Macher:innen, Expert:innen und Entscheidern aus Tech, Forschung, Politik und Wirtschaft. Moderiert von Stephan Lendi und Dalith Steiger-Gablinger beleuchtet der Podcast in jeder Folge neue Perspektiven rund um Innovation, Verantwortung und die konkrete Anwendung von KI-Technologien. Ob Ethik, Regulation, Talententwicklung oder Deep Tech – AI Talk verbindet persönliche Einblicke mit strategischem Weitblick.
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Bülach ZH – Standort Zürcher Unterland nimmt bis am 30. Juni Bewerbungen für den Innovationspreis Zürcher Unterland 2025 entgegen. Interessierte Unternehmen müssen ihren Sitz oder eine Niederlassung im Zürcher Unterland haben. Der Gewinnerfirma winkt ein Preisgeld von 5000 Franken.
(CONNECT) Standort Zürcher Unterland schreibt bereits zum fünften Mal seinen Innovationspreis aus. Gesucht für den Innovationspreis Zürcher Unterland 2025 sind Unternehmen mit innovativen Produkten, Dienstleistungen, Prozessen, Geschäftsmodellen oder Organisationsformen, informiert die Standortförderung auf ihrem Internetportal. Entsprechende KMU können sich bis am 30. Juni bewerben. Voraussetzung für eine Teilnahme am Wettbewerb ist der Sitz oder eine Niederlassung im Zürcher Unterland.
Interessierten Unternehmen stellt Standort Zürcher Unterland online ein Formular für die Anmeldung bereit. Hier werden Angaben zum Unternehmen und eine Beschreibung der Innovation abgefragt. Als Bewertungskriterien gelten dabei Innovationsgrad, Auswirkung auf die regionale Wirtschaft, Auswirkung auf das soziale Leben, Auswirkungen auf die Umwelt, Imagewirkung und Strahlkraft für die Region sowie Übertragbarkeit auf andere KMU.
Der als Jury fungierende Wirtschaftsrat von Standort Zürcher Unterland wird aus den Bewerbungen drei Gewinnerfirmen ermitteln. Dem siegreichen Unternehmen winkt ein Preisgeld von 5000 Franken. Für den zweiten und dritten Platz sind jeweils 2500 Franken Preisgeld ausgelobt. Die Preisverleihung soll im Rahmen des Innovationsanlasses der Standortförderung erfolgen. Er findet am 26. August bei der Gewinnerin des Innovationspreises 2024, Localfish AG, in Rafz statt. ce/hs

Standort Zürcher Unterland vergibt bereits zum fünften Mal seinen Innovationspreis Zürcher Unterland. Im vergangenen Jahr haben den Preis Localfish, Swiss Drone Services und Scinora gewonnen. Bild: Andrea Lobsiger/zVg/Standort Zürcher Unterland
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Der Kanton Zürich ist aufgrund seiner optimalen Standortbedingungen als Hochschulstandort, Finanzplatz und Sitz zahlreicher Gesundheits-, Technologie- und Versicherungsunternehmen ein wichtiger Wachstumsmotor für Digital Health Unternehmen. Dies ergab eine gemeinsame Analyse der Standortförderung des Kantons Zürich und Health-Trends, ein Schweizer Think Tank für Digital Health. Die Ergebnisse daraus wurden in der «Zurich Digital Health Map» zusammengefasst, welche nach 2021 nun bereits zum zweiten Mal publiziert wurde.
Zürich als attraktiver Standort für Digital Health
Die Schweizer Digital Health Szene entwickelt sich seit einiger Zeit rasant. Wie Daten von Health-Trends sowie eine gemeinsame Studie der ZHAW und Health-Trends aus dem Jahr 2020 aufzeigen, gilt dabei der Kanton Zürich neben weiteren Regionen wie der Genfersee-Region oder dem Grossraum Basel als einer der wichtigsten Hotspots für Digital Health1. Zahlen von Health-Trends, dem Healthtech Cluster in Schlieren sowie dem digital health center in Bülach zeigen, dass in Zürich gegenwärtig mindestens 121 Unternehmen im Bereich Digital Health aktiv sind. Sie bieten Produkte und Dienstleistungen für Patienten, Ärzte, Spitäler sowie verschiedene Gesundheitsunternehmen an und treiben damit die Innovation im Gesundheitswesen auch über die Landesgrenzen hinaus massgeblich voran. Damit sind im Kanton Zürich rund 30-40% aller Digital Health Unternehmen in der Schweiz angesiedelt. Schätzungen von Health-Trends gehen davon aus, dass schweizweit rund 350-400 Digital Health Unternehmen aktiv sind.
Die Gründe für die hohe Dichte an Digital Health Unternehmen in Zürich liegen in den attraktiven Standortbedingungen des Grossraums Zürich: So sind in Zürich mit der ETH Zürich, der Universität Zürich, der ZHAW sowie verschiedenen weiteren Bildungsinstitutionen wichtige Hochschulen angesiedelt, welche die Region mit hochkarätigen Talenten im Bereich Technologie und Gesundheit versorgen. Zudem führt die Kombination aus Finanzplatz, Sitz von zahlreichen Versicherungs- und Technologieunternehmen und einem dynamischen Life Sciences Cluster zu einem leistungsfähigen Ökosystem im Gesundheitswesen. Dazu gehören unter anderem auch die Universitären Spitäler Zürich, welche eine wichtige Rolle in der medizinischen Spitzenforschung einnehmen und Innovationen im Digital Health Bereich massgeblich vorantreiben.
Die «Zurich Digital Health Map 2024» zeigt die Verteilung von Zürcher Startups und weiteren Digital Health Unternehmen auf die verschiedenen Digital Health Segmente auf. Massgeblich für eine Abbildung des Unternehmenslogos auf der Map war, dass das jeweilige Unternehmen zum Zeitpunkt der Betrachtung Ende Mai 2024 seinen Hauptsitz im Kanton Zürich hatte und sein Geschäftsmodell auf Digital Health Produkte und Dienstleistungen ausgerichtet hat.
Was ist Digital Health?
Digital Health ist ein Überbegriff für das Thema digitale Transformation im Gesundheitswesen und kann gemäss dem Ordnungsmodell2 des Winterthurer Instituts für Gesundheitsökonomie (WIG) in vier Segmente unterteilt werden: Trend Health (Lifestyle orientiert), E-Health (Medizin orientiert), Tech Health (Hardware orientiert) und Data Health (Daten orientiert).
Das Segment Trend Health beschreibt vor allem Lifestyle-Themen im Bereich der digitalen Gesundheit wie z.B. das Tracking des Schlafs, der Ernährung oder sportlicher Aktivitäten. In diesen Themenfeldern wird eine grosse Menge an persönlichen Informationen generiert, die jedoch oft nur eine sekundäre medizinische Relevanz haben.
Im Segment E-Health hingegen steht der medizinische Nutzen und insbesondere die Vernetzung zwischen Patienten und Medizinern im Vordergrund. Auf Basis verschiedener E-Health Dienstleistungen können medizinisch relevante Daten in digitalisierter Form ausgetauscht, dokumentiert und über die Zeit verfolgt werden. Ziel ist es, die Prozesse im Gesundheitswesen weiterzuentwickeln und zu vereinfachen.
Das Segment Tech Health ist geprägt von Technologie mit spezifischem Fokus auf Hardware-Themen. Innerhalb dieses Segments spielen medizintechnische Produkte eine zentrale Rolle. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie digital vernetzt oder gesteuert werden können. Der Fokus liegt dabei auf Produkten der Spitzentechnologie, beispielsweise Sensoren, Robotik oder 3D-Druck.
Das Segment Data Health befasst sich mit der Generierung und Analyse von gesundheitsbezogenen Daten. Data Health nutzt und interpretiert in der Regel die in den anderen drei Segmenten generierten Daten und ist somit eng mit den anderen Digital Health Segmenten verknüpft. In diesem Segment kommen oft datenbasierte Technologien wie z.B. künstliche Intelligenz zum Einsatz.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die beiden Segmente Data Health und Tech Health stark geprägt sind von technologischen Aspekten, während in den Segmenten Trend Health und E-Health vor allem Management-orientierte Aspekte wie Prozesse, Qualität und Marketing im Gesundheitswesen im Vordergrund stehen. Der Übergang zwischen den Segmenten ist fliessend.
Zürich als wichtiger Digital Health Sektor
Wie die «Zurich Digital Health Map» verdeutlicht, existieren im Raum Zürich gegenwärtig mindestens 121 Digital Health Unternehmen. Im Vergleich zur Map von 2021 mit total 70 Unternehmen ist dies eine starke Zunahme, welche sich aber vor allem dadurch erklären lässt, dass 2021 ausschliesslich Digital Health Startups abgebildet wurden. Für die Map 2024 wurden zusätzlich auch kleine und mittelgrosse Unternehmen (KMU) mit einer Belegschaft bis 250 Mitarbeitenden berücksichtigt.
Insgesamt wurden 2024 63 neue Unternehmen auf der Map aufgenommen, während 58 Unternehmen bereits 2021 auf der Map waren und auch 2024 vertreten sind. Zudem wurden 11 Unternehmen entfernt, die 2021 auf der Map verzeichnet waren, aber für die Map aus verschiedenen Gründen – etwa der Umstellung des Serviceangebots, Einstellung des Betriebs oder Wegzug aus dem Kanton Zürich – nicht mehr relevant sind. Die prozentuale Verteilung der Unternehmen auf die vier Digital Health Segmente im gesamten Kanton Zürich sieht wie folgt aus:
Diese Zahlen verdeutlichen eine nahezu gleichmässige Verteilung zwischen den Bereichen Data Health und E-Health, während Tech Health und Trend Health kleinere, aber dennoch bedeutende Anteile ausmachen. Nachfolgend werden die vier Segmente und deren Relevanz für den Kanton Zürich im Detail beschrieben.
Im Bereich E-Health gibt es insgesamt 37 Unternehmen, was 30,6 % der gesamten Unternehmen in der Datenbank ausmacht. Die Unternehmen in dieser Kategorie decken verschiedene digitale Gesundheitsdienste ab, darunter:
Der Schwerpunkt sämtlicher dieser Unternehmen liegt auf der Verbesserung der Kommunikation zwischen Patienten und Gesundheitseinrichtungen, der Gesundheitsüberwachung und der digitalen Integration von Gesundheitsdiensten.
Im Bereich Data Health gibt es ebenfalls 37 Unternehmen (30,6%). Unternehmen in dieser Kategorie bieten eine breite Palette an Dienstleistungen und Technologien an, darunter:
Die genaue Anzahl der Unternehmen in den jeweiligen Fokusbereichen variiert, aber der Grossteil konzentriert sich auf die Analyse und Nutzung von Gesundheitsdaten für diagnostische und organisatorische Verbesserungen im Gesundheitswesen.
In der Kategorie Tech Health gibt es insgesamt 28 Unternehmen, was 23,1 % der gesamten Unternehmen in der Datenbank ausmacht. Diese Unternehmen decken verschiedene innovative Bereiche ab:
Der Fokus der Unternehmen im Bereich Tech Health liegt insgesamt stark auf der Verbesserung von Diagnose-, Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten durch innovative technische Lösungen.
In der Kategorie Trend Health konnten total 19 Unternehmen (15,7 %) identifiziert werden. Diese Unternehmen konzentrieren sich auf innovative Ansätze zur Gesundheitsförderung und Wellbeing, darunter:
Die Unternehmen in dieser Kategorie befassen sich stark mit der Nutzung von Technologie zur Förderung von Wohlbefinden, der Verbesserung der Sicherheit und der Verwaltung chronischer Erkrankungen.
Regionale Cluster im Raum Zürich
In der dynamischen Landschaft der digitalen Gesundheitswirtschaft des Kantons Zürich stechen vier Regionen besonders hervor: die Stadt Zürich, Schlieren, Winterthur sowie Bülach. Diese Standorte entwickeln sich zu wichtigen Knotenpunkten für Digital Health. Dabei spielen die enge Vernetzung mit renommierten Hochschulen, die Präsenz von Forschungs- und Innovationsparks sowie der Zugang zu internationalem Fachwissen eine zentrale Rolle.
Stadt Zürich: Das Zentrum der digitalen Gesundheit
Die Stadt Zürich ist zweifellos das Herzstück der Digital Health-Branche im Kanton und bietet mit ihren 77 Unternehmen das grösste Cluster. Innerhalb dieses Clusters dominiert der E-Health-Bereich, der knapp 38 % der Unternehmen ausmacht. Auch der Bereich Data Health ist mit 26 % stark vertreten.
Gleichzeitig hat die Stadt Zürich schweizweit die grösste Konzentration von Digital Health Unternehmen an einem Standort. Diese Konzentration ist kein Zufall. Zürich überzeugt durch seine exzellente Infrastruktur, die Nähe zu angesehenen Hochschulen wie der ETH Zürich und der Universität Zürich sowie durch einen ausgeprägten Talentpool an Fachkräften. Die Kombination aus Forschung, Innovation und Wirtschaft macht die Stadt zu einem hochattraktiven Standort für Unternehmen im Digital Health-Sektor. Hinzu kommen eine ausgeprägte Innovationsstruktur (insbesondere zahlreiche Coworking-Spaces, Accelerators und Inkubatoren) sowie regelmässige Veranstaltungen, die den Austausch und die Kollaboration zwischen Unternehmen, Forschern und Fachkräften fördern. Diese Faktoren schaffen ein florierendes Ökosystem, welches das Wachstum und die Entwicklung neuer digitaler Gesundheitstechnologien unterstützt.
Schlieren: Ein aufstrebender Cluster für Data Health und Tech Health
Schlieren, nur einen Steinwurf von der Stadt Zürich entfernt, etabliert sich zunehmend als wichtiger Standort für Data Health und Tech Health. Mit insgesamt 10 Unternehmen in diesen Sektoren entwickelt sich die Stadt zu einem starken Mitspieler in der Region.
Hier dominiert der Data Health-Bereich mit einem Anteil von 50 %, während Tech Health 40 % der Unternehmen ausmacht. Schlieren profitiert von seinem Ruf als Innovations-Hub, besonders für Startups aus den Bereichen MedTech und BioTech. Die Stadt beherbergt einige bedeutende Innovations- und Forschungsparks wie z.B. der Bio-Technopark Schlieren-Zürich oder der HealthTechpark Zürich-Schlieren, die junge Unternehmen anziehen und ihnen die nötige Infrastruktur und Unterstützung bieten.
Ein weiterer Vorteil Schlierens ist seine unmittelbare Nähe zu Zürich verbunden mit exzellenten Verkehrsanbindungen, die den Zugang zu wichtigen Akteuren und Märkten erleichtern. Dies macht die Stadt zu einer attraktiven Alternative für Unternehmen, die einerseits von der Nähe zu Zürich profitieren möchten, andererseits aber die spezifischen Vorteile eines kleineren, fokussierten Innovationsstandorts schätzen.
Winterthur: Ein technologischer Hotspot für Gesundheitsinnovationen
Auch Winterthur zeigt eine aufstrebende Dynamik im Bereich der digitalen Gesundheit. Mit insgesamt 9 Unternehmen, die hier ansässig sind, liegt der Fokus besonders stark auf dem Tech Health-Bereich, der gut 44 % der Unternehmen umfasst. Darüber hinaus spielen auch Trend Health und E-Health eine Rolle, die jeweils gut 22 % der Unternehmen ausmachen. Winterthur kann insbesondere von der Nähe zu der sehr praxisorientierten Hochschule ZHAW und einem unterstützenden Innovationsumfeld profitieren, das junge Startups fördert und technologischen Fortschritt vorantreibt. Durch gezielte Initiativen (z.B. Digital Winterthur, ZHAW Digital Health Lab) und den Aufbau eines Netzwerks von Akteuren im Gesundheitssektor schafft die Stadt ein günstiges Umfeld für die Entwicklung und Ansiedlung von Unternehmen im Bereich Digital Health.
Bülach: Ein bald aufstrebender Digital Health Cluster im Norden Zürichs
Zusätzlich erwähnenswert ist auch Bülach respektive das dort ansässige digital health center Bülach (dhc). Unterstützt durch die Stadt Bülach, die Standortförderung des Kantons Zürich sowie weiteren Partnern wie beispielsweise Spitäler und Krankenversicherungen wurde das dhc vor rund zwei Jahren initiiert. Auch wenn sich in Bülach gegenwärtig erst ein Digital Health Unternehmen mit Fokus auf Data Health niedergelassen hat, betreibt das dhc bereits viel Community Building im Bereich Digital Health und lockt Digital Health Firmen mit Büroräumlichkeiten und guter Infrastruktur in den Norden Zürichs. Das dhc hat zudem kürzlich zusammen mit dem Startup-Inkubator Tenity ein Digital Health Accelerator-Programm lanciert, welches bis Ende 2028 insgesamt acht Durchführungen vorsieht. Die teilnehmenden Startups werden im Programm gezielt gecoacht und es findet viel Vernetzung mit potenziellen Investoren und Pilotierungspartnern statt. Es ist somit davon auszugehen, dass sich künftig verschiedene, auf der «Zurich Digital Health Map» abgebildete Unternehmen, auch im dhc ansiedeln werden.
Positive Vorzeichen für Digital Health in Zürich
Die «Zurich Digital Health Map» für das Jahr 2024 verdeutlicht das rasante Wachstum und die zunehmende Bedeutung des Digital Health Sektors im Kanton Zürich. Mit einer klaren Konzentration auf E-Health und Data Health in der Stadt Zürich, Tech Health in Winterthur, Data Health sowie Tech Health in Schlieren sowie einem generellen Digital Health-Fokus in Bülach bietet der Kanton ein vielfältiges und innovatives Umfeld für Digital Health Unternehmen. Die Nähe zu führenden Forschungsinstitutionen, die hervorragende Infrastruktur sowie verschiedene institutionelle, regional angesiedelte Digital Health Initiativen machen diese Regionen zu idealen Standorten für Unternehmen, die in der digitalen Gesundheitsbranche tätig sind. Organisationen wie der HealthTechpark Zürich-Schlieren und das digital health center in Bülach spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Trotz der positiven Entwicklung und der vielversprechenden Zukunftsaussichten im Kanton Zürich gibt es im internationalen Vergleich noch Verbesserungspotenzial. Zwar konnte die Schweiz im relativen Vergleich mit dem Ausland im Bereich der Gesundheits- und MedTech-Investitionen in den letzten Jahren Fortschritte verzeichnen, doch bleibt der Anteil der Investitionen im Digital Health Sektor im internationalen Vergleich noch gering. Besonders im Bereich der frühen Finanzierungsrunden, wie z.B. Seed- und Pre-Seed-Stages, besteht Handlungsbedarf. Ergänzend dazu bestehen aktuell auch noch wenig transparente Möglichkeiten zur Monetarisierung digitaler Gesundheitslösungen im bestehenden Schweizer Gesundheitssystem. Hier bedarf es zukünftig einem klaren Pfad (z.B. analog zur Finanzierung von Digital Health-Anwendungen mittels DiGAs in Deutschland), vorgegeben durch die Politik und Gesundheitsbehörden, um die Monetarisierung von Digital Health über bestehende Tarifkonstrukte im Gesundheitswesen zu fördern und zu etablieren.
Trotz dieser Herausforderungen wird erwartet, dass Zürich dank ausgeprägter Innovationsstrukturen, der nähe zu Wirtschaft und Forschung, wachsender Investitionen in Forschung und Entwicklung und der steigenden Nachfrage nach digitalen Gesundheitslösungen auch in Zukunft ein zentraler Innovationsstandort im Gesundheitswesen bleibt. Auch schweizweit ist zu erwarten, dass insbesondere im Bereich der Digital Health Startups durch neue Finanzierungsquellen zum Beispiel durch private und institutionelle Investoren und industrieübergreifenden Initiativen die Dynamik des Digital Health Sektors weiter zunehmen wird.
1 Siehe hierzu unter anderem die Swiss Digital Health Startup Story: https://www.health-trends.ch/produkt/swiss-digital-health-startup-story-factsheet/
2 Weitere Informationen zum Digital Health Ordnungsmodell nach Alfred Angerer et. al (2017) finden sich hier: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1458

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Winterthur – Das von der Startup & Innovation Space AG betriebene Home of Innovation will Büroflächen und personelle Ressourcen erweitern. Unter anderem ist die Einstellung einer Start-up-Förderin geplant. Zudem sollen InvestorInnen und Start-ups vernetzt werden.
Die Startup & Innovation Space AG erweitert das Angebot ihres Start-up-Zentrums Home of Innovation. Geplant sind „mehr Büroflächen und Co-Working-Plätze, mehr Ausbildung für GründerInnen und ein neuer Zugang zu Investoren-Geldern“, informiert Home of Innovation in einer Mitteilung. Das bisher an drei Standorten aktive Zentrum wird aktuell von rund 100 Jungunternehmen, innovativen KMU und Co-Workern sowie von fünf Winterthurer Wirtschaftsverbänden genutzt. Für den Ausbau des Innovationsökosystems von Winterthur hat Home of Innovation eine Strategie mit fünf strategischen Themen erarbeitet.
Danach sollen in Winterthur weitere Büroflächen mit mindestens 2000 Quadratmetern akquiriert werden. Neben der Ansiedlung bereits bestehender Firmen wird ein zweiter Fokus auf Neugründungen gelegt. Sie sollen durch die Einrichtung einer Projektleiter-Position zur Förderung von Start-ups unterstützt werden. Darüber hinaus will Home of Innovation sein bereits erfolgreich durchgeführtes Ausbildungs- und Förderprogramm Launch-Control verstärken. Nicht zuletzt sollen Investoren und Jungunternehmen im Rahmen der Initiative Winti-Ventures zusammengebracht werden.
In Vorbereitung auf die nächste Wachstumsphase nimmt Home of Innovation zudem Änderungen in der Leitung vor. Thomas Giger wird zum Verwaltungsratspräsidenten ernannt, Thomas Breitenmoser wird als Head of Operations das operative Geschäft leiten. Gründer und Initiator des Home of Innovation, Raphael Tobler, gibt den Verwaltungsratsvorsitz ab, bleibt dem Start-up-Zentrum aber als Verwaltungsratsvizepräsident mit einem Fokus auf Launch Control erhalten. ce/hs

In Vorbereitung auf die nächste Wachstumsphase hat Home of Winterthur Thomas Giger (links) zum Verwaltungsratspräsidenten ernannt. Thomas Breitenmoser (Mitte) wird neu das operative Geschäft leiten. Ex-Verwaltungsratspräsident Raphael Tobler (rechts) konzentriert sich als Verwaltungsratsvizepräsident auf Launch Control. Bild: zVg/Home of Innovation
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Der diesjährigen Innovationspreis Zürcher Unterland 2024 geht an die Localfish AG. Den zweiten Platz sichert sich die Swiss Drone Services AG und den dritten Platz belegt die Scinora GmbH. Der Innovationspreis wurde am 11. November 2024 im Rahmen des Innovationsanlasses in Dielsdorf feierlich überreicht. Der Anlass vom Verein Standort Zürcher Unterland bei der Gastgeberin CHROMOS Group AG bot Unternehmen aus dem Unterland ein spannendes Programm zum Thema Innovation.
Der Innovationspreis wurde 2021 vom Wirtschafts- und Gewerberat Standort Zürcher Unterland ins Leben gerufen, um Innovationen aus dem Unterland zu würdigen und sichtbar zu machen. Der mit 5’000 Franken dotierte erste Platz wurde von den Sponsoren Zürcher Kantonalbank, Eberhard Unternehmungen feierlich an die Localfish AG übergeben. Die Firma aus Rafz revolutioniert derzeit die Fischindustrie mit einer kreislauffähigen und CO2 neutralen Fischproduktion. Das Unternehmen hat um seine neue Anlage in Rafz ein einzigartiges Ökosystem aufgebaut, setzt das Tierwohl sowie die Nachhaltigkeit in den Fokus und schliesst regionale Kreisläufe. Durch ihren konsequenten Zero-Waste Ansatz garantieren sie so eine umweltschonende und gesunde Proteinquelle für Mensch und Tier. Den zweiten Platz im Wert von 2’500 Franken belegte die Swiss Drone Services AG aus Niederglatt, welche ein neuartiges Verfahren zur Reinigung von Solarmodulen, Fassaden und Glasflächen mit Drohnen entwickelt hat. Der dritte Platz, ebenfalls mit 2’500 Franken dotiert, geht an die Scinora GmbH aus Rafz. Die Firma setzt sich dafür ein, tierische Bestandteile in biotechnologischen Prozessen durch wirtschaftlichere und nachhaltigere Alternativen zu ersetzen und hat Produkte entwickelt, die das fötale Kälberserum in verschiedenen Zellkulturen ersetzen.
Wir gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinnern herzlich!
Der ausgebuchte Innovationsanlass bei der Gastgeberin Chromos Group AG in Dielsdorf bot den knapp 70 Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm.
In einem spannenden Impulsreferat zeigte Daniel Steingruber, Open Innovation Manager von der AXA auf, wie Unternehmen durch den gezielten Fokus auf Kundenbedürfnisse Innovationen schaffen können. Wichtige Erkenntnisse daraus: Die Zusammenarbeit mit Startups oder weiteren Partnern birgt grosse Chancen für die Entwicklung von gewinnbringenden Innovationen.
Anschliessend boten drei Praxisbeispiele spannende Learnings hinsichtlich der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen:
Der Innovationsanlass wurde unterstützt vom Amt für Wirtschaft Kanton Zürich, von der Gemeinde Dielsdorf und der Chromos Group AG. Der Innovationspreis wurde gesponsort von der Zürcher Kantonalbank, Eberhard Unternehmungen.
ANDREA LOBSIGER hat die Bilder für den Anlass erstellt.





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Eine erfreuliche Anzahl Unternehmen bewarben sich mit ihren Innovationen für den diesjährigen Product Award. Aus allen Bewerbungen wählte die Jury eine Shortlist aus und lernte diese Produkte bei Unternehmensbesuchen kennen. Bewertet wurden der Innovationsgehalt, das Wertschöpfungspotenzial sowie die Qualität des Businessmodells und des Vermarktungskonzepts. Das war die Grundlage für die Wahl der Finalisten.
Das sind die Finalisten des Product Awards 2025 in den Kategorien Startups und KMU:
– in der Kategorie KMU:
New Roots AG – Eine Pionier "vegane Molkerei" aus Oberdiessbach, die pflanzenbasierte Käsealternativen im traditionellen Schweizer Stil aus Lupinen produziert.
RIGITRAC Traktorenbau AG – Ein Schweizer Hersteller von landwirtschaftlichen Spezialfahrzeugen, insbesondere Traktoren und neu auch voll elektrisch, mit Standort in Küssnacht am Rigi.
– in der Kategorie Startups:
Enantios AG – Ein ETH Spin off aus Zürich, das innovative Messtechnologie für die schnelle, nicht destruktive Struktur und Chiralitätsanalyse komplexer Wirkstoffe (z. B. innovative Antikörper-Wirkstoff-Konjugate) entwickelt.
Rhovica Neuroimaging AG – Ein Medtech-Startup aus Bern, das mit dem patentierten SoNav™ System sichere, geführte EVD-Katheterplatzierungen im Gehirn ermöglicht und damit Notfall Patienten mit erhöhtem Hirndruck schneller und effizienter versorgt.
MyNerva AG – Ein ETH-Spin off, das das tragbare, sockenförmige Neurostimulationsgerät „Leia“ entwickelt, das bei diabetischer Neuropathie Schmerz lindert und den Tastsinn nicht invasiv wiederherstellt.

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Relai, die führende Schweizer Bitcoin-Only-Investment-App, hat kürzlich das begehrte SEF.Growth High Potential Label erhalten. Diese Anerkennung unterstreicht das starke Wachstumspotenzial und die Innovationskraft des Unternehmens, das sich in kurzer Zeit als Marktführer in Europa etabliert hat.
Bitcoin-Investitionen leicht gemacht in Europa
Bitcoin zu kaufen sollte so einfach sein wie eine Tasse Kaffee zu bestellen. Das ist die Philosophie hinter Relai, das 2020 von Julian Liniger und Adem Bilican gegründet wurde. Ziel war es, die Komplexität, Hürden und Risiken traditioneller Kryptobörsen zu beseitigen. Statt umständlicher Registrierungsprozesse, komplizierter Handelsoberflächen und Gegenparteirisiken bietet Relai eine selbstverwaltete, regulatorisch konforme und benutzerfreundliche Plattform für Bitcoin-Investitionen.
Mit mehr als 100.000 aktiven Nutzern und einem Handelsvolumen von über 600 Millionen US-Dollar hat sich Relai schnell als die bevorzugte Bitcoin-Brokerage für Privatanleger, Unternehmen und vermögende Einzelpersonen etabliert.
Ein reibungsloser Ansatz für Bitcoin-Investitionen
Die Relai-App wurde mit einem zentralen Prinzip entwickelt: Einfachheit. Während andere Plattformen umfangreiche Verifizierungsprozesse und treuhänderische Konten erfordern, ermöglicht Relai den Kauf von Bitcoin innerhalb weniger Minuten – ohne vorherige Krypto-Erfahrung oder komplizierte technische Einrichtung.
Was Relai besonders macht:
· Bitcoin-Only-Fokus – Im Gegensatz zu den meisten Plattformen, die eine Vielzahl von Kryptowährungen anbieten, konzentriert sich Relai ausschliesslich auf Bitcoin und stärkt damit seine Position als vertrauenswürdiges und dezentrales Anlagegut.
· Selbstverwaltetes Modell – Nutzer haben volle Kontrolle über ihre privaten Schlüssel, wodurch Drittparteirisiken ausgeschlossen und die Sicherheit erhöht wird.
· Schweizer regulatorischer Vorteil – Dank seines Standorts in der Schweiz profitiert Relai von einem stabilen Finanzsystem, strengen Datenschutzgesetzen und regulatorischer Klarheit, was es von vielen globalen Wettbewerbern abhebt.
· Auto-Invest-Funktion – Fördert den langfristigen Vermögensaufbau durch wiederkehrende Bitcoin-Käufe.
Durch diesen Fokus auf Einfachheit, Sicherheit und Zugänglichkeit ist Relai besonders attraktiv für Millennial-Privatanleger, KMUs und vermögende Einzelpersonen (HNWIs), die nach einer einfachen und sicheren Möglichkeit suchen, in Bitcoin zu investieren.
Ein starkes Geschäftsmodell mit Markterkennung
Die Vergabe des SEF.Growth High Potential Labels an Relai erfolgte nach einer eingehenden Prüfung durch Experten, die die starke Skalierbarkeit und wettbewerbsfähige Positionierung des Unternehmens bestätigten. Die Entscheidung, als reine Bitcoin-Selbstverwaltungsplattform zu agieren, wird als zentraler Differenzierungsfaktor gesehen, der langfristiges Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei Investoren schafft. Aus regulatorischer Sicht ist Relai gut positioniert, um sich an die EU-weiten MiCA-Vorschriften anzupassen und so eine reibungslose Marktexpansion in mehreren Ländern zu gewährleisten.
Wachstum und Innovation: Die Zukunft von Relai
Aufbauend auf seiner starken Marktposition tritt Relai in eine neue Expansionsphase ein und konzentriert sich darauf, seine Reichweite zu erweitern und seine Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Mit zunehmender regulatorischer Klarheit in Europa bereitet sich das Unternehmen darauf vor, seine Präsenz in Schlüsselmärkten auszubauen und seine Position als vertrauenswürdiger Anbieter von Bitcoin-Investmentlösungen zu stärken.
Gleichzeitig entwickelt Relai neue Angebote für ein breiteres Spektrum von Investoren, um sicherzustellen, dass sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen nahtlosen und sicheren Zugang zu Bitcoin erhalten. Technologische Fortschritte werden eine Schlüsselrolle in diesem Prozess spielen, indem sie schnellere Transaktionen, verbesserte Sicherheit und eine tiefere Integration in Finanzökosysteme ermöglichen.
Eine Zukunft geprägt von Wachstum und Gemeinschaft
Der schnelle Erfolg von Relai ist das Ergebnis einer klaren Vision, starker Umsetzung und eines Engagements für regulatorische Compliance. SEF.Growth-Experten sehen grosses Potenzial in der Expansionsstrategie des Unternehmens, insbesondere in seinem proaktiven Ansatz zur Sicherung von Lizenzen und Compliance für grenzüberschreitende Geschäfte.
Der Fokus auf Bitcoin und Selbstverwahrung hat Relai eine starke Marktposition gesichert. Doch die sich wandelnde regulatorische Landschaft und die zunehmende Konkurrenz erfordern kontinuierliche Anpassungen.
Mit dem SEF.Growth High Potential Label ist Relai auf dem besten Weg, die Zukunft der Bitcoin-Investitionen in Europa zu gestalten. Indem das Unternehmen seine Kernwerte – Einfachheit, Sicherheit und Zugänglichkeit – beibehält, wird es sich weiter als führender Anbieter im digitalen Vermögenssektor etablieren und mehr Menschen ermöglichen, mit Vertrauen in Bitcoin zu investieren.
«Die Teilnahme am SEF.Growth Programm war eine grosse Bereicherung für mich und das Relai-Führungsteam. Die herausfordernden Rückmeldungen, strategischen Einblicke und wertvollen Networking-Möglichkeiten haben uns geholfen, unsere Equity-Story und unser Pitching zu verfeinern. Das war definitiv ein Augenöffner und ein Türöffner für uns und wird es uns ermöglichen, Relai auf das nächste Level zu heben – mit der Mission, Bitcoin für alle zugänglich zu machen!» – Julian Liniger, Relai
Über SEF.Growth
Das SEF.Growth Programm unterstützt Jungunternehmen und KMU dabei, Wachstumshürden zu überwinden Seit 2012 haben wir mehr als 130 Start-ups mit dem SEF.Growth High Potential Label ausgezeichnet und ihnen geholfen, über 200 Millionen Franken Wachstumskapital zu sichern.
Das Programm bietet eine breite Palette von Dienstleistungen an, die auf die Bedürfnisse von Startups zugeschnitten sind: Von der Validierung über Strategiebeurteilungen bis zur Finanz- und Rechtsberatung durch erfahrene Experten. Nach einer erfolgreichen Evaluierung stärkt die Auszeichnung «SEF.Growth High Potential Label» die Marktposition.
SEF.Growth organisiert regelmässig Best Practice Events in Zusammenarbeit mit Partnern, die exklusive Einblicke, praktische Tipps für den Skalierungsprozess sowie den Austausch mit Experten und anderen Gründerinnen bieten.


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Zürich/Sabadell – Netgen Switzerland und Infinitum Digital bauen ihre Partnerschaft aus. Im Mittelpunkt steht die Positionierung neuer auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierender Technologie auf dem spanischen Markt.
(CONNECT) Die Digitalagentur Netgen Switzerland und die in der Nähe von Barcelona ansässige Open Source-Dienstleisterin Infinitum Digital intensivieren gemäss einer Mitteilung ihre Zusammenarbeit auf dem Weg zu „einer effektiven und zukunftsorientierten Content-Strategie“ für KMU.
Die beiden Anbieter fortschrittlicher KI-Lösungen wollen nach den Worten von Christian Paredes, CEO von Netgen Switzerland, „digitale Innovationen vorantreiben und Unternehmen in Spanien mit individualisierbaren Schweizer Lösungen" unterstützen. Die Kooperation unterstreiche die „Vision, ein dynamisches digitales Ökosystem in Spanien“ zu schaffen. Alex Net, CEO von Infinitum Digital, sieht das Potenzial ihrer Zusammenarbeit für spanische KMU, sie könnten „ihre Content-Erstellung auf ein neues Niveau heben“.
Kern der Zusammenarbeit ist die AI Integration Suite – eine Sammlung intelligenter Werkzeuge und IT-Lösungen. Diese seien imstande, KI nahtlos in die Content-Management-Prozesse zu integrieren und laufen kompatibel mit den meistgenutzten Content-Management-Systemen.
Die Erfahrungen mit der AI Integration Suite in der Schweiz und Deutschland seien erfolgreich gewesen, so die Mitteilung. Zahlreiche Unternehmen hätten damit ihre Workflows verbessert und automatisiert. Durch diesen Mehrwert lassen sich Inhalte verschiedenster Art effizienter erstellen und verwalten. ce/heg

V.l.n.r.: Christian Paredes (CEO Netgen Switzerland) und Alex Net (CEO von Infinitum Digital) unterzeichnen eine Vereinbarung. Bild: zVg/bop Communications
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Zürich – Das Zürcher Fintech Relio hat in einer Finanzierungsrunde 3 Millionen Franken eingesammelt. Als führender Investor agierte TX Ventures von der TX-Gruppe. Die Mittel sollen zur Markteinführung eines digitalen Zahlungskontos für Geschäftskunden verwendet werden.
Die Relio AG hat in einer Finanzierungsrunde insgesamt 3 Millionen Franken von mehreren Investoren eingesammelt, informiert die TX-Gruppe in einer Mitteilung. Ihr Unternehmen für Wagniskapital, TX Ventures, hat in der Finanzierungsrunde als führender Investor agiert. Neben der auf Investitionen in Fintechs spezialisierten TX-Tochter waren in die Finanzierungsrunde unter anderem SIX FinTech Ventures und der High-Tech Gründerfonds involviert.
Relio AG will die Mittel für die Einführung eines digitalen Zahlungskontos für Firmenkunden verwenden. Das Zürcher Fintech habe einen Algorithmus entwickelt, der Compliance-Checks auch für grosse Unternehmen „schnell, präzise und automatisiert durchführt“, heisst es in der Mitteilung. Dies soll Digitalbanken helfen, die Zeit für eine Sorgfaltsprüfung bei der Kontoeröffnung von Firmenkunden zu verringern.
Krzysztof Bialkowski, Managing Partner bei TX Ventures, freut sich über den Einstieg seines Unternehmens bei Relio. Er glaube fest daran, „dass das erfahrene Team von Relio in der Lage ist, die Zukunft des KMU-Banking zu gestalten, indem es das automatisiert und verbessert, was für alle Banken von zentraler Bedeutung ist: die Einhaltung von Compliance“, wird Bialkowski in der Mitteilung zitiert. „Dies wird es dem Startup ermöglichen, eine echte Innovation auf den Markt zu bringen, indem es administrative Prozesse verbessert und selbst die komplexesten KMU-Kunden in der Schweiz und im Ausland unterstützt.“ hs
Autor: hs, Café Europe
Image Source: Relio AG

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Zürich – Der Schweizer Dachverband für Unternehmensnachfolge (CHDU) hat bei seiner Mitgliederversammlung Erfolge der erweiterten Partnerschaftsstrategie präsentiert. Zudem zeigten die Unternehmerinnen Anita und Svenja Stebler, wie Generationenwechsel gelingen kann.
(CONNECT) An der Mitgliederversammlung des Schweizer Dachverbands für Unternehmensnachfolge (CHDU) am 3. September ging es um alte und neue Partnerschaften, durch die das Nachfolgethema noch stärker in der Schweiz positioniert werden soll. Hans Jürg Domenig sah das vergangene und erste Jahr seiner Präsidentschaft im Zeichen des Brückenbaus. So traf sich der CHDU in Räumen des Zürchers Weiterbildungszentrums EXPERTsuisse, das bereits etablierter Partner für Seminare ist. Zudem betonte Geschäftsführerin Dorit Schmidt-Purrmann: „Wir haben Sponsoren sowie Verbandskooperationspartner hinzugewonnen.“
Neue Bande geknüpft wurden mit der Berner Innovationsagentur be-advanced, dem Verband der Print- und Medienindustrie dpsuisse, dem Schweizerischen KMU Verein sowie mit dem Unternehmens-Nachfolgezentrum Deutschland (UNZD). Gefördert wird der CHDU schon lange durch den Kanton Zürich auch mit dem Bestreben, regional weit darüber hinaus wirksam zu werden. Laut CHDU-Finanzvorstand Reto Schoch ist die regionale Ausdehnung etwa in die Kantone Bern oder Basel-Landschaft nun eine der Prioritäten für die kommende Zeit.
Ein neuer Sponsor ist Renaissance, die einzige Anlagestiftung der Schweiz für die Finanzierung nicht kotierter KMU. Renaissance unterstützt mit der Verleihung des Phoenix Awards den wichtigsten Jahresanlass des CHDU. Gemeinsam mit den Swiss Life Wealth Managers wurde neu die Veranstaltungsreihe der After-Work-Impulse mit dem Fokus auf Pensionierung und Vermögensplanung aufgesetzt, die dritte Veranstaltung dieser Art findet am 24. September in Basel statt. „Die Events sind gut besucht, wir scheinen einen Nerv getroffen zu haben“, sagte Schmidt-Purrmann. Diese Hoffnung ist auch mit dem neuen Format des Schweizer M&A-Forums verbunden, das am 7. Mai 2026 im Volkshaus Zürich Premiere haben wird. Die Geschäftsführerin erklärte: „Es soll eine Plattform werden, die die M&A-Szene mit den Personen vernetzt, die ein Unternehmen verkaufen wollen.“
Unter der Moderation von CHDU-Vizepräsidentin Carla Kaufmann diskutierten im zweiten Teil Unternehmerinnen unterschiedliche Ansätze einer gelingenden Unternehmensnachfolge. Anita und Svenja Stebler sind Mutter und Tochter sowie in Leitungsfunktionen der stebler glashaus AG in Oensingen SO. Sie berichteten, welche Vorkehrungen sie für einen sanften Übergang getroffen haben. Zudem zeigten sie Voraussetzungen auf, unter denen eine geschlechterparitätisch besetzte Führung in der männerdominierten Metallverarbeitung funktionieren kann. Ein anderes Nachfolge-Modell vertraten Carmen Alvarez und Nadine Zdych, die vor vier Jahren die Alemania Deutschschule AG in Zürich übernommen haben. Beide sind fachfremd, besitzen aber viele Jahre Erfahrung im Finanzbereich und Unternehmensaufbau – 2026 feiern sie das 20. Jubiläum der Sprachschule mit Standorten in Zürich, Bern und Luzern. ce/yvh

Die Podiumsteilnehmenden der Mitgliederversammlung v.l.n.r.: CHDU-Vize-Präsidentin Carla Kaufmann, Andreas Camenzind (Renaissance), Carmen Alvarez & Nadine Zdych (Alemania Deutschschule), Anita & Svenja Stebler (stebler glashaus). Bild: zVg/CHDU
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Aufgrund des rasanten technologischen Fortschritts sind die Rahmenbedingungen von KI-Technologien für Unternehmen, Forschung und Verwaltung oftmals unklar. Deshalb entstehen bei der Umsetzung von KI-Vorhaben Unsicherheiten, die Innovation hemmen. Das Projekt schafft durch eine Innovation-Sandbox eine Testumgebung, in der Akteure innerhalb eines klar definierten Rahmens KI-Vorhaben umsetzen können.
Verschieden Organisationen wie Startups, KMU, Grossunternehmen oder Forschungsinstitute erhalten durch die Sandbox Zugang zu regulatorischem Know-how und neuartigen Datenquellen. Im Gegenzug werden sämtliche Erkenntnisse und Resultate öffentlich geteilt.
Im Kontrast zu vielen ausländischen Ansätzen geht die Innovation-Sandbox für KI einen Schritt weiter, indem einige der eingereichten Projekte nicht nur überprüft, sondern auch praktisch umgesetzt werden.
Das Ziel ist es verantwortungsvolle Innovation unter Berücksichtigung von rechtlichen und ethischen Kriterien voranzutreiben und die Verbreitung von KI in der Verwaltung, Wirtschaft und Forschung zu unterstützen.
Auf KI spezialisierte Organisationen konnten zwischen März und Juni 2022 konkrete Vorhaben einreichen. Insgesamt sind 21 KI-Vorhaben aus diversen Sektoren eingegangen. Das Projekt-Portfolio widerspiegelt die hohe Relevanz von KI als Querschnittstechnologie, die sämtliche Sektoren transformiert. Die eingereichten Vorhaben wurden basierend auf einheitlichen Kriterien evaluiert. Fünf Projekte wurden ausgewählt und befinden sich aktuell in der Umsetzung.
Immer mehr autonome Systeme wie selbstfahrende Traktoren oder Rasenmäher kommen potenziell mit dem öffentlichen Raum in Kontakt. Den Herstellern sind die regulatorischen Rahmenbedingungen in Bereichen wie Normierung, Zulassung auf öffentlichen Strassen oder Datenschutz oftmals unklar. In diesem Projekt wird ein umfassender Leitfaden erarbeitet, der Herstellern einen Überblick zu den relevantesten Fragestellungen gibt.
Die Wartung von Infrastrukturelementen wie Brücken, Strassen oder Strommasten wird heute oftmals durch menschliches Personal übernommen. Viele dieser Aufgaben sind sehr zeitintensiv und teilweise gefährlich. In diesem Projekt werden hochaufgelöste Drohnenaufnahmen erstellt, um durch Bilderkennung Risse und Beschädigungen auf der Landebahn eines Flughafens zu identifizieren.
Die Bildung wird auch in der Primarschule immer mehr von KI-basierten Tools unterstützt. Für Anbieter, Lehrpersonen, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern sind die Rahmenbedingungen bspw. im Bereich des Datenschutzes teilweise unklar. In diesem Projekt werden die rechtlichen Grundlagen für den Einsatz von Bilderkennung zur automatisierten Korrektur von handgeschriebenen Lerninhalten geklärt.
Das Thema Parkplatzmanagement ist in vielen Städten und Gemeinden hochrelevant. Oftmals fehlen relevante Daten zur Auslastung und Belegung von Parkplätzen, um informierte Entscheidungen in der Verkehrsplanung zu fällen oder Parkleitsysteme einzuführen. KI-basierte Bilderkennung kann diese Datengrundlagen schaffen. In diesem Projekt werden Privacy-by-Design-Massnahmen für den verantwortungsvollen Einsatz von Kamerasystemen im öffentlichen Raum entwickelt.
Viele Verwaltungseinheiten kommen in ihrer täglichen Arbeit mit anderen Sprachen in Kontakt. Das Potenzial für maschinelle Übersetzungen ist gross. Da es sich oftmals um sensitive Informationen handelt und die Verwaltung viele spezifische Fachbegriffe nutzt, stellt sich die Frage, ob generische und öffentlich zugängliche Übersetzungstools eingesetzt werden dürfen und sollen. In diesem Projekt werden Empfehlungen für den Einsatz von maschineller Übersetzung erarbeitet. Die Fallbeispiele stammen aus einem Handelsregisteramt und der Integrationsförderung.
Die aktuelle Pilotphase der Innovation-Sandbox für KI läuft noch bis April 2024. Die gewonnenen Erkenntnisse sämtlicher KI-Projekte werden bis dahin öffentlich zugänglich gemacht. Die Ergebnisse dienen dem Aufbau von Kompetenzen und Know-how-Transfer innerhalb der Verwaltung. Die Innovationskraft von KI-Organisationen soll gefördert werden, indem regulatorische Grundlagen geklärt und neuartige Datenquellen erschlossen werden. Des Weiteren werden basierend auf den konkreten Projekten Handlungsempfehlungen erarbeitet, falls bestehende Gesetzgebungen unzureichend sind.

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Lebensmittel und Technologie standen im Zentrum der dritten Ausgabe des Innovation Zurich Events. Vertreter*innen aus den Bereichen Foodtech und Materialwissenschaften stellten innovative Lösungsansätze vor, um die Nahrungsmittelbranche fit zu machen für die Zukunft.
Schuhsohlen aus Bananenschalen und Hamburgerbrot aus Sauerteig - die Lebensmittelbranche entwickelt sich laufend weiter. Im Innovationspark in Dübendorf konnten sich die rund 100 Event-Besucher*innen von der Kreativität verschiedener Start-ups aus dem Foodtech-Bereich überzeugen.
Das zwei Jahre junge Unternehmen foodflows etwa stellt Erfrischungsgetränke aus Kaffeekirschen her. Diese werden in Brasilien geerntet; foodflows bezieht sie direkt bei lokalen Farmern. Die Lieferkette ist damit keine Blackbox mehr und Netzwerkeffekte werden genutzt.
Bei sallea hingegen stehen Fleisch und Fisch im Fokus: Das von drei ETH-Absolventinnen gegründete Start-up hat ein Verfahren zur Zucht von Fleisch und Fisch im Labor entwickelt. Damit ermöglichen sie Fleischkonsum, der tier- und umweltfreundlich ist.
Ein weiterer Show-Case war jener vom Zürcher Cleantech-Unternehmen Kuori. Das Start-up rund um Materialdesignerin Sarah Harbarth produziert die eingangs erwähnten Schuhsohlen aus Bananenschalen. Aber auch Uhrenarmbänder aus Nussschalen sind im Angebot. «Wir nutzen Lebensmittelseitenströme und verwerten diese», erklärte die Gründerin Harbarth bei der Vorstellung der Erfolgsstory von Kuori.
«Mittlerweile haben wir über 50 Recycling-Rezepte konzipiert», sagt Harbarth. «So lassen sich aus Lebensmittelabfällen die unterschiedlichsten Alltagsgegenstände produzieren». Die neuen Materialien seien fünf Mal umweltfreundlicher als herkömmliche Kunststoffe – und natürlich selbst recyclebar.
Kuori verkauft die verwerteten Materialien an diverse Abnehmer, wobei das Unternehmen auch auf Grossmarken wie Adidas oder Ikea schielt. Denn diese wollen ihre Produktion in den nächsten Jahren komplett CO2-neutral gestalten. Solche «big player» als Partner zu gewinnen, ist natürlich ein hochgestecktes Ziel – das ist Harbarth bewusst. Trotzdem: «Es gibt mehr als genügend Seitenströme, die recycelt werden können. Dieses Potenzial müssen wir nutzen.»
Das Potenzial von Esswaren nutzen – damit beschäftigt sich auch Michael Kleinert, der Leiter des Instituts für Lebensmittel- und Getränkeinnovation der ZHAW in Wädenswil. «Viele Menschen stellen sich Lebensmittelherstellung als etwas sehr Einfaches vor», führte er aus. «Doch sobald neue Technologien mitspielen, wird es in der Regel kompliziert.» Abhalten lasse er sich davon nicht, im Gegenteil: «Innovation ist ein Prozess, der nie zu Ende geht.»
Für Kleinert bedeutet Innovation konkret, Antworten zu finden auf folgende Fragen: Verpackungen herstellen aus Kartoffelschalen – geht das? Oder: Wie lässt sich mit Sauerteig ein Hamburgerbrot backen – ganz ohne Zusatzstoffe? Ein wichtiger Erfolgsfaktor für Innovationen sei, dass die Konsument*innen die neuen Produkte akzeptieren. Denn Kleinert weiss: «Gentechnisch modifizierte Nahrungsmittel sind bei vielen Leuten verpönt.» Es herrsche ein Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der Lebensmittelbranche.
Umso wichtiger ist laut Kleinert die Förderung von Start-ups und KMU – anders als gewisse Grosskonzerne hätten diese nicht mit einem schlechten Ruf zu kämpfen. Dazu appelliert Kleinert auch an die Politik. Sie soll zurückhaltend regulieren: «Wir dürfen nicht zu Deutsch sein», erlaubte sich der ZHAW-Professor einen Scherz auf Kosten seiner Heimat Deutschland. Die Schweiz sieht er für die «Ernährungszukunft», wie er sie nennt, bestens aufgestellt: Sowohl in der Forschung als auch in der Produktion werden die neuesten Technologien genutzt.
Ein wichtiges Ziel der Veranstaltung ist es, den interdisziplinären Dialog zu fördern. Dies geschah an der Paneldiskussion unter der Moderation von Kathrin Hönegger. Ein Kernthema: Das Potenzial des Wirtschaftsstandorts Zürich für die Foodtech-Branche. Kuori-CEO Sarah Harbarth meinte, es fehle noch an Leuchtturm-Projekten, die dem eigenen Start-up Türen öffnen könnten.
In der Folge bot Erich Schmid, Chief Technology Officer des Industriekomponenten-Herstellers Angst+Pfister, Hand für solche Projekte: «Wir sind grundsätzlich offen für Kooperationen mit Start-ups. Wenn ihr eine gute Idee habt, hören wir sie uns an.» Alban Muret, Geschäftsführer der Stiftung foodward, mahnte indes, dass eine Idee nicht automatisch auf dem Markt reüssiere, nur weil sie gut sei. Gleichzeitig sagte er: «Die Foodtech-Branche ist bereit, den nächsten wichtigen Schritt zu gehen.» Das sei wichtig und bisher leider oft nicht der Fall gewesen. «Häufig fehlte der Mut zur Skalierung».
Lars Sommerhäuser, der an der Empa das Coating Competence Center leitet, betonte derweil die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit: Diese könne auf Konsumentenseite viel bewegen. «Grosskonzerne wie zum Beispiel Nestlé sollten mehr beitragen zum Diskurs über Foodtech oder Foodwaste.» Solche Themen müssten vorgelebt werden – sodass sich auch andere Unternehmen intensiver damit beschäftigen.
Vom Podium an die Stehtische: Zum Abschluss bot sich allen Anwesenden die Möglichkeit, sich am Netzwerkapéro besser kennenzulernen. Bereits am Anfang der Veranstaltung hatte Regierungsrätin Carmen Walker Späh die Wichtigkeit des Miteinanders erwähnt: «Forschung, Wirtschaft und Politik müssen stets aufeinander zugehen. Nur so kann Innovation geschehen.»

Paneldiskussion mit Kathrin Hönegger, Lars Sommerhäuser, Erich Schmid, Alban Muret und Sarah Harbarth (v.l.n.r.); Bild: Tim Love Weber

KUORI-Gründerin Sarah Harbarth; Bild: Tim Love Weber

Die Gründerinnen von Sallea haben ein Verfahren zur Zucht von Fleisch und Fisch im Labor entwickelt. Bild: Tim Love Weber

Protofib verwandelt proteinreiche industrielle Nebenprodukte in nachhaltige Bioplastikfolien. Bild: Tim Love Weber

Kuori nutzt Lebensmittelabfälle wie Bananenschalen zur Herstellung nachhaltiger Produkte wie Schuhsohlen und Uhrenarmbänder. Bild: Tim Love Weber

Prof. Michael Kleinert von der ZHAW präsentierte zum Thema "Future of Food" und beleuchtete innovative Ansätze zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion, wie Verpackungen aus Kartoffelschalen und zusatzstofffreies Hamburgerbrot aus Sauerteig. Bild: Tim Love Weber

Gäste am Innovation Zurich Event 2024; Bild: Tim Love Weber

Gäste am Innovation Zurich Event 2024; Bild: Tim Love Weber

Fruitful AI entwickelt eine Plattform zur Optimierung der Obstproduktion durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Bild: Tim Love Weber

Foodflows stellt Erfrischungsgetränke aus Kaffeekirschen her, die direkt von lokalen Bauern in Brasilien bezogen werden. Bild: Tim Love Weber

Dr. Huanyao Cun von SwissBN präsentierte ihre Forschungsarbeiten zum Thema hochwertige, flache 2D-Bornitrid-Materialien in Wafer-Grösse. Bild: Tim Love Weber

Cultivated Biosciences entwickelt eine innovative, cremige Fettzutat aus fermentierter Hefe, um das Mundgefühl und die Textur von pflanzlichen Milchalternativen wie Käse und Joghurt zu verbessern. Bild: Tim Love Weber

Catchfree entwickelt alternative Meeresfrüchteprodukte, die ökologisch unbedenklich sind und in Geschmack, Textur und Nährwert den echten Meeresfrüchten entsprechen. Bild: Tim Love Weber

Regierungsrätin Carmen Walker Späh betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Forschung, Wirtschaft und Politik zur Förderung von Innovation. Bild: Tim Love Weber
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Die Schweiz gilt als Innovationsstandort mit hoher Dichte an vielversprechenden Scale-ups. Drei von ihnen – Relai, Typewise und Delvitech – haben kürzlich das SEF.Growth High Potential Label erhalten. Dieses Label wird nur an Unternehmen mit aussergewöhnlichem Wachstumspotenzial verliehen. Ein Blick auf ihre Erfolgsgeschichten zeigt, wie sie den Markt umkrempeln.
Relai: Bitcoin-Investments neu gedacht
Relai macht den Kauf von Bitcoin so einfach wie den einer Tasse Kaffee. Ohne umständliche Registrierungsprozesse oder Zwischenhändler ermöglicht die App direkte Bitcoin-Investments. Gegründet wurde Relai 2020 von Julian Liniger und Adem Bilican mit dem Ziel, den Zugang zu Bitcoin für jeden einfach und sicher zu gestalten. Seitdem hat das FinTech über 100.000 Nutzer gewonnen und ein Handelsvolumen von mehr als 600 Millionen US-Dollar erreicht.
Der Fokus auf Selbstverwahrung der Bitcoins und regulatorische Klarheit in der Schweiz gibt Relai einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Mit seiner Auto-Invest-Funktion für wiederkehrende Käufe spricht das Unternehmen gezielt Millennials, KMUs und vermögende Privatpersonen an. CEO Julian Liniger betont, dass Relai sich als führende Plattform für Bitcoin-Investments in Europa etablieren will. Die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells und die steigende Nachfrage nach Bitcoin machen Relai zu einem der spannendsten FinTech-Scale-ups Europas.
Typewise: KI revolutioniert den Kundenservice
Typewise startete als intelligente Smartphone-Tastatur – heute ist es eine KI-gestützte Plattform für Unternehmen. Kunden wie Unilever, Signify und DPD nutzen die Lösung, um Reaktionszeiten im Service um bis zu 50 % zu senken. Die Technologie integriert sich nahtlos in bestehende Systeme und sorgt für effiziente, skalierbare Kundeninteraktionen.
Gegründet wurde Typewise von David Eberle und Janis Berneker. CEO David Eberle erklärt, dass das Unternehmen auf strategische Expansion setzt und nachhaltiges Wachstum verfolgt.
Mit einer Customer Retention von bis anhin 100 % und einer Conversion von 80 % bei Pilotprojekten fokussiert sich Typewise auf langfristige Verträge und eine starke Marktposition in Europa. Die nächsten Schritte? Expansion in die DACH-Region, die Weiterentwicklung der KI-Agenten für noch autonomere Kundeninteraktionen und der gezielte Markteintritt in den USA. KI-gesteuerte Kundenkommunikation wird immer relevanter – Typewise ist bestens positioniert, um diesen Markt zu dominieren.
Delvitech: Fehler in der Produktion verhindern, bevor sie entstehen
In der Elektronikfertigung entscheiden Präzision und Geschwindigkeit über den Erfolg. Delvitech hebt die optische Inspektion mit KI auf ein neues Level: Statt fehlerhafte Bauteile nur zu erkennen, optimiert die selbstlernende Plattform Produktionsprozesse, um Fehler von vornherein zu vermeiden.
Gegründet wurde Delvitech 2018, und unter der Führung von CEO Roberto Gatti hat sich das Unternehmen von einem ambitionierten Start-up zu einem führenden Player in der AOI-Branche entwickelt. Mit Standorten in der Schweiz, Deutschland, Indien und den USA hat Delvitech sich als Technologieführer etabliert. Die Systeme sind flexibel, reduzieren Fehlalarme drastisch und verbessern durch kontinuierliches Lernen die Qualitätssicherung.
Das Unternehmen expandiert gezielt in den asiatischen Halbleitermarkt und setzt auf strategische Partnerschaften, um seine führende Position weiter auszubauen. CEO Roberto Gatti sieht Delvitech auf einem klaren Wachstumskurs: «Die Skalierung eines Deep-Tech-Unternehmens erfordert mehr als Innovation – sie erfordert eine strategische Umsetzung und das richtige Ökosystem. Das SEF.Growth Programm half uns dabei, unseren Ansatz zu verfeinern und unsere Wirkung zu beschleunigen.»
SEF.Growth als Sprungbrett für skalierbare Innovationen
Das SEF.Growth High Potential Label bestätigt das Marktpotenzial dieser Unternehmen und öffnet Türen zu Investoren und strategischen Partnern. Die Schweizer Scale-up-Landschaft zeigt eindrucksvoll, dass gezielte Innovation, strategisches Wachstum und regulatorische Klarheit die Zutaten für nachhaltigen Erfolg sind.
Relai, Typewise und Delvitech stehen exemplarisch für eine neue Generation von Technologieunternehmen, die Märkte transformieren – und die Schweizer Wirtschaft als Innovationsstandort weiter vorantreiben.



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Am Dienstag, 15. April 2025, fand im Event Hangar des Innovationsparks Zürich die 13. Generalversammlung des Vereins FRZ Flughafenregion Zürich – Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung – statt. 270 Personen, darunter 218 stimmberechtigte Mitglieder, nahmen an der Versammlung teil.
Eröffnet wurde die Versammlung durch André Ingold, Stadtpräsident von Dübendorf und Präsident des Vereins FRZ Flughafenregion Zürich - Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung. In seinen einleitenden Worten unterstrich er die besondere Bedeutung Dübendorfs als traditionsreicher Luftfahrtstandort und dynamische Zukunftsgemeinde im Kanton Zürich. Mit Blick auf aktuelle Entwicklungsprojekte – von neuen Bildungsinfrastrukturen über das Grossprojekt Innovationspark bis hin zu Mobilitätslösungen – verwies er auf die Verantwortung, aber auch die Chancen für die gesamte Region. Ingold dankte der Stadt Dübendorf sowie den Partnern Innovationspark Zürich, Zürcher Kantonalbank, Tom’s Original und VBG für ihre Unterstützung.
Grusswort der Volkswirtschaftsdirektion Zürich
Fabian Streiff, Amtschef des Amts für Wirtschaft, überbrachte die Grüsse des Kantons Zürich und stellte zentrale Erkenntnisse aus der kantonalen Standortanalyse vor. Dabei sprach er über demografische Veränderungen, die steigende Regulierungsdichte und neue geopolitische Herausforderungen. Besonders betonte er die hohe Abhängigkeit der Zürcher Wirtschaft vom EU-Raum, sowohl im Export als auch bei der Fachkräftegewinnung. Trotz globaler Unsicherheiten zeige sich die Zürcher Wirtschaft robust. Als zentrale Handlungsfelder nannte Streiff die Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit, die Innovationsförderung und die nachhaltige Sicherung der bilateralen Beziehungen mit der EU. Mit dem Zitat „Es ist nicht unsere Aufgabe, die Zukunft vorauszusagen, sondern gut auf sie vorbereitet zu sein“ schloss er sein pointiertes Grusswort.
Visionärer Ausblick im Innovationspark Zürich
Peter E. Bodmer, Präsident des Stiftungsrats Innovationspark Zürich, gab in seiner Keynote einen inspirierenden Einblick in das entstehende Ökosystem für Forschung, Entwicklung und Innovation auf dem historischen Flugplatzareal in Dübendorf. Unter dem Leitsatz „Zukunft entsteht hier“ erläuterte er die Rolle des Parks als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Im Fokus stehen Technologien wie Robotik, Raumfahrt, künstliche Intelligenz und nachhaltige Mobilität. Der Innovationspark soll etappenweise wachsen und bis zu 10’000 neue Arbeitsplätze schaffen. Bodmer betonte die Bedeutung der Interdisziplinarität, den Nutzen für KMU und die zentrale Rolle von Start-ups. Die Ansiedlung von Starlab Space gelte als Meilenstein, insbesondere mit Blick auf Anwendungen der Raumfahrttechnologie in der Biotechnologie.
Rückblick auf ein erfolgreiches Vereinsjahr 2024
Im anschliessenden Bericht blickte Rahel Kindermann Leuthard auf ein stabiles, professionell geführtes und inhaltlich starkes Geschäftsjahr 2024 zurück. Der Verein führte über 50 Veranstaltungen mit insgesamt 5’570 Teilnehmenden durch, darunter der 10. Immobilien Summit sowie das 24. Wirtschaftsforum, das mit Besucherrekord abschloss. Die Mitgliederzufriedenheit lag bei 93 Prozent, 86 Prozent würden die FRZ aktiv weiterempfehlen. Die Mitgliederzahl stieg weiter auf über 850 Unternehmen und Institutionen.
Parallel wurde die Organisation auf ein neues operatives Niveau gehoben. Ein umfassender Fitnesscheck in Zusammenarbeit mit dem Swiss Safety Center führte zu optimierten Prozessen, gesenkten Risiken und gestärkter Resilienz. Der Relaunch des Corporate Designs, eine neue Website sowie die Erweiterung der Marketing-Partnerschaften unterstrichen den inhaltlichen und kommunikativen Fortschritt. Die Jahresrechnung 2024 weist bei einem Umsatz von CHF 2,72 Millionen einen Gewinn von CHF 4’678 aus. Mit dem FRZ Excellence Award ehrte der Verein 2024 erstmals besonderes gesellschaftliches Engagement. Der Preisträger war Hannes Schmid, Gründer der Stiftung Smiling Gecko.
Strategien und Schwerpunkte für 2025
Für das laufende Jahr kündigte Rahel Kindermann Leuthard das Jahresthema „High Performance“ an. Dieses werde sich in neuen Formaten, gezielter Führungsförderung und Impulsen aus dem Spitzensport widerspiegeln. Der neu geschaffene Fachbeirat Nachhaltigkeit werde Unternehmen und Gemeinden in der Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsprojekte begleiten. Mit dem digitalen Nachhaltigkeits-Navigator soll im Sommer 2025 eine neue Plattform starten, die nachhaltige Initiativen in der Region sichtbar macht. Weitere Highlights 2025 sind der 11. Immobilien Summit im Juni, das 25. Wirtschaftsforum im November sowie neue Formate wie ein Mentoring-Angebot und ein digitaler Marktplatz für Mitgliederleistungen.
Geschäfte einstimmig genehmigt
Die ordentlichen Traktanden der Generalversammlung verliefen reibungslos. Das Protokoll der letztjährigen Versammlung, der Jahresbericht sowie die Jahresrechnung wurden jeweils einstimmig genehmigt. Der Vorstand wurde entlastet und die OBT AG als Revisionsstelle bestätigt. Das Budget 2025 mit einem geplanten Gewinn von CHF 1’160 wurde zur Kenntnis genommen. Die Mitglieder stimmten einer Erhöhung der Mitgliederbeiträge ab 2026 mit grosser Mehrheit zu. Im Rahmen der Versammlung wurden zudem personelle Veränderungen im Team vorgestellt, darunter die neue Stellvertretung der Geschäftsführung durch Halime Memishi.
Fachkräftemangel und Vorsorge als strategisches Thema
Ein weiterer Programmpunkt war das Referat von Pascal Jacqmin, Teamleiter Berufliche Vorsorge bei der Zürcher Kantonalbank. Er zeigte auf, wie Unternehmen mit attraktiven Vorsorgelösungen im Wettbewerb um Fachkräfte punkten können. Die berufliche Vorsorge sei heute weit mehr als eine gesetzliche Pflicht – sie sei ein strategisches Instrument zur Positionierung als Arbeitgeber.
Ein unterhaltsamer Abschluss
Zum Abschluss brachte Comedian Fabian Unteregger mit seinem humorvollen Auftritt frischen Schwung in den Saal und sorgte für ein unterhaltsames Finale. Präsident André Ingold schloss die Generalversammlung mit einem herzlichen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an das Team, die Stadt Dübendorf, die Gastgeber des Innovationsparks sowie die Event- und Jahrespartner. Beim anschliessenden Stehlunch bot sich die Gelegenheit für informellen Austausch und vertiefte Gespräche unter Mitgliedern und Gästen.

News
Das Playbook von B Lab liefert einfache Methoden, um bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen die Dimension Nachhaltigkeit mitzudenken, ohne einen gänzlich neuen Innovationsprozess aufzusetzen.
Das Playbook für nachhaltige Innovation!
In der heutigen dynamischen Geschäftswelt ist der Gewinn entscheidend, aber wir bei B Lab sind der Meinung, dass Erfolg über das Endergebnis hinausgeht. Wir setzen uns dafür ein, dass nachhaltige Innovation zur Norm für aktuelle und zukünftige Geschäftsmodelle wird. Zu unseren Schwerpunkten gehören die Verbesserung bestehender Modelle, die Schaffung von SDG-orientierten Geschäftsmodellen, die Schaffung einer Innovationsinfrastruktur für SDG-orientierte Lösungen und die Förderung von Innovationen für einen systemischen Wandel.
Wir statten KMU, Mitgliederorganisationen, Förderinstitutionen und Innovationsdienste mit dem Wissen und den Instrumenten aus, die sie benötigen, um Nachhaltigkeit in ihre Geschäftsmodelle und Innovationsprozesse zu integrieren.
Das Sustainable Innovation Playbook bietet prägnante Beschreibungen von Methoden, Werkzeugen und Best Practices zur Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsdimension in jedem Innovationsprozess.

News
Schlieren ZH – rqmicro erhält im Rahmen des Swiss Accelerator-Programms eine Förderung von Innosuisse. Sie ist zur Finanzierung von Entwicklungen im Bereich der E.coli-Detektion bestimmt.
Das auf Wasseranalysen spezialisierte Schlieremer Unternehmen rqmicro hat laut einer Mitteilung im Rahmen des Swiss Accelerator-Programms von Innosuisse eine Förderung erhalten. Die Unterstützung werde die laufenden Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen im Bereich der E. coli-Detektion verstärken und beschleunigen, heisst es weiter.
Diese Finanzierung werde es rqmicro ermöglichen, die Entwicklung und Skalierung neuartiger Produkte und Dienstleistungen voranzutreiben, insbesondere im Bereich der E. coli-Schnelldetektion. Sie stelle auch die Mittel bereit, um die Markteinführung der fortschrittlichen E. coli-Detektionstechnologie zu beschleunigen, heisst es weiter.
Im Jahr 2023 lancierte die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse eine Ausschreibung für den Swiss Accelerator, um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups in der Schweiz mit hohem Innovationspotenzial direkt finanziell zu unterstützen. Nach einem dreistufigen Evaluationsverfahren wurde das Innovationsprojekt von rqmicro zusammen mit 32 weiteren Projekten ausgewählt.
rqmicro investiert signifikante Ressourcen in die Entwicklung einer proprietären Plattform für die rasche Detektion von Bakterien im Wasser. Verbraucher weltweit sollen vor mikrobiologisch kontaminiertem Wasser geschützt werden. Die erste kommerzielle Anwendung konzentrierte sich auf den Nachweis von Legionellenbakterien. Nun will rqmicro die E. coli-Bakterien ins Ziel nehmen.
rqmicro (Rapid Quantitative Microbiology) ist ein Life Sciences- und Tech-Start-up, das 2013 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) gegründet wurde. rqmicro hat seinen Sitz in Schlieren und betreibt eine Vertretung in Schanghai in China. rqmicro ist Mitglied von Start-Smart-Schlieren. ce/gba

rqmicro wird bei der Entwicklungen im Bereich der E.coli-Detektion von Innosuisse unterstützt. Symbolbild: geralt/Pixabay
News
Am 23. Juni 2025 fand der 4. Zürioberländer Innovationsapéro in der steiners bakery in Pfäffikon ZH statt. Rund 40 Teilnehmende aus Industrie, Forschung, Wirtschaftsförderung und Politik diskutierten über die Rolle von Kunststoffen in einer zukunftsfähigen Wirtschaft.
Der Anlass stand unter dem Titel «Gamechanger Kunststoff – Jede Idee zählt» und machte deutlich: Nachhaltige Kunststofftechnik ist kein Widerspruch sondern kann zum Innovationstreiber werden, wenn Materialien, Prozesse und Denkweisen neu gedacht werden.
Bereits zum Auftakt setzte Hans Hess, Vorstandsmitglied der Standortförderung Zürioberland, den Ton für einen praxisnahen Austausch. Innovation entstehe nicht nur durch grosse Umbrüche, sondern durch mutige kleine Schritte. Besonders dann, wenn Unternehmen ihre Kundschaft einbinden und Nachhaltigkeit als Haltung verstehen.
Ein starkes Zeichen in diesem Sinne setzte auch die Bank BSU, die den Anlass als Hauptsponsorin mittrug. Martin Tschirky, Mitglied der Geschäftsleitung, zeigte auf, wie seine Bank das Thema Kunststoffe im Alltag konkret angeht durch Plastik-Audits, interne Standards und klare Werte. Für ihn ist klar: «Prävention darf kein Einzelprojekt sein, sondern muss Teil der Unternehmenskultur werden – von der Geschäftsleitung bis zur Kaffeeküche.»
Impulse aus Forschung und Praxis
Wie unterschiedlich der Zugang zum Thema Kunststoff sein kann, zeigten Beiträge aus Wissenschaft, Industrie und regionalem Gewerbe. Prof. Daniel Schwendemann (FH OST) brachte es auf den Punkt: «Downcycling funktioniert nicht.» Für eine echte Kreislaufwirtschaft brauche es neue Denkweisen, politische Klarheit und transparente Ökobilanzen. Reto Grütter, Geschäftsleiter der Grütter Kunststoff + Formen AG zeigte, wie Kreislaufwirtschaft lokal umgesetzt werden kann: Mit der FH Ost entwickelte er ein neues Material aus regionalem Kunststoffabfall und setzte es direkt auf dem eigenen Hallendach in einer PV-Unterkonstruktion ein. Martin Meyer und Oscar Sarmiento-Penuela (ABB Schweiz AG) betonten die Bedeutung wissenschaftlich fundierter Nachhaltigkeit am Beispiel von EcoGuard™ PA6 – einem Produkt aus recycelten Fischernetzen. Marco Jaggi (INOS) unterstrich, dass KMU für die Umsetzung innovativer Ideen oft Zugang zu Netzwerken, Finanzierung und Fachwissen brauchen. Genau hier setze INOS an.
Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen
Zum Abschluss verlagerte sich der Austausch von der Bühne an die Tische, bei der auch Einblick in die gelebte Nachhaltigkeit der Bank BSU gewährt wurde. Ihr unternehmensweiter «Code of Sustainability Conduct» zeigt, wie konkret und praxisnah Nachhaltigkeit in einem Unternehmen verankert sein kann. Vom Umgang mit Kunststoff über Energieeffizienz bis hin zu Freiwilligenengagement. «Was wir intern konsequent umsetzen, wirkt nach aussen glaubwürdig – Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen, aber sie braucht Führung», so Martin Tschirky, Mitglied der Geschäftsleitung. Wer sich für die konkreten Umsetzungsschritte interessiert, ist herzlich eingeladen, jederzeit mit ihm direkt ins Gespräch zu kommen unter martin.tschirky@bsu.ch.

Studien
Eine Studie der Universität St.Gallen hat die Rahmenbedingungen für Startups in der Schweiz aus juristischer und wirtschaftlicher Sicht umfassend untersucht. Während die Hochschullandschaft und die Finanzierungsbedingungen für Jungunternehmen als befriedigend angesehen werden, zeigen sich deutliche Defizite hinsichtlich der administrativen Anforderungen. Insbesondere der Gründungsprozess in der Schweiz ist im internationalen Vergleich zu komplex, langwierig und kostspielig.
Die Schweiz bietet gute Voraussetzungen für Startups und hat beispielsweise mit On, Mindmaze oder Wefox einige sogenannte «Unicorns» hervorgebracht, also schnell gewachsene Unternehmen, die mit über einer Milliarde US-Dollar bewertet sind. Als Land, das regelmässig Rankings wie den «Global Innovation Index» anführt und über eine exzellente Hochschullandschaft und einen starken Finanzplatz verfügt, sind die Rahmenbedingungen hier sehr gut. Trotzdem ist zu fragen, wie noch mehr Erfolgsgeschichten geschrieben werden können.
Forschende der Universität St.Gallen (HSG), unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dietmar Grichnik und Prof. Dr. Markus Müller-Chen, sind dieser Frage nachgegangen und haben neben den positiven Aspekten auch einige Hemmnisse ausfindig gemacht: So empfinden die befragten Expert:innen im Schweizer Startup-Ökosystem den bürokratischen Prozess der Unternehmensgründung als sehr komplex. Von der Vorbereitung der nötigen Dokumente über die öffentliche Beurkundung sowie die Anmeldung beim Handelsregister sind zeitraubende physische Vorgänge nötig, statt online in einem One-Stop-Shop und mittels digitalen Notariats gründen zu können. Hier hinkt die Schweiz in puncto digitale Lösungen gegenüber anderen Ländern hinterher. Warnsignale gibt es auch bezüglich der Venture-Capital-Aktivitäten. Die Schweiz fällt zunehmend hinter andere europäische Länder zurück. Prof. Dietmar Grichnik hebt hervor: «Die Schweiz hat eine grosse Chance, sich als Unicorn-Schmiede für Startups zu etablieren. Jedoch nur, wenn wir bei den Standortfaktoren digitale Gründung, Attraktivität für Investoren, Steuern und Regulierung international nicht den Anschluss verlieren.»
Insbesondere in den Bereichen MedTech und FoodTech haben Startups eine hohe strukturelle Relevanz in der Schweiz. Allerdings: Gerade da sorgen eine hohe regulatorische Unsicherheit und Rigidität für Probleme. Prof. Markus Müller-Chen erklärt dazu: «Innovationen werden in diesen Schlüsselindustrien durch langsame, nicht genügend digitalisierte und zum Teil intransparente Zulassungs- bzw. Bewilligungsverfahren behindert.» MedTech-Startups leiden seit 2021 zudem unter der Aussetzung der gegenseitigen Anerkennung von Konformitätsbewertungen (Mutual Recognition Agreements, MRA) mit der EU aufgrund des fehlenden institutionellen Abkommens. Ein weiteres Problem, das Startups in allen Branchen gleichermassen betrifft, ist die mögliche Einstufung von Risikokapitalgebern (sogenannten «Business Angels») als gewerbsmässige Wertschriftenhändler:innen. Hier könnte eine gesetzliche Anpassung mehr Rechtssicherheit schaffen.
Die Studie wurde von der HSG im Auftrag der Swiss Entrepreneurs & Startup Association SWESA erstellt. Der Verband setzt sich für die Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für Startups und innovative KMU in der Schweiz ein und führt das Sekretariat der parlamentarischen Gruppe Startups und Unternehmertum. Zu dieser zählt etwa Andri Silberschmidt: «Die Ergebnisse dieser Studie werden uns helfen, politische Vorstösse abzuleiten und konkrete Massnahmen zu ergreifen, um den Startups in der Schweiz optimale Bedingungen zu bieten», so der FDP-Nationalrat. Die Schweizerische Mobiliar Genossenschaft hat die Studie als Gönnerin unterstützt.
Bild: Universität St.Gallen (HSG)
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Die Schweiz, Israel, Schweden und Singapur haben einen Aufruf für Projektideen zur Erforschung oder Entwicklung alternativer Proteine gestartet. Für Konsortien aus mindestens zwei der teilnehmenden Länder stellen Innosuisse und die anderen nationalen Förderorganisationen Mittel bereit.
Die Innovationsagenturen der Schweiz, Israels, Schwedens und Singapurs haben über Eureka, das weltweit grösste öffentliche Netzwerk für internationale Zusammenarbeit in Forschung, Entwicklung und Innovation, einen gemeinsamen Aufruf publiziert: Noch bis zum 26. Februar suchen sie innovative Entwicklungs- und Forschungsprojekte, die Alternativen zu Proteinen von lebenden Tieren fördern.
Der Schwerpunkt liegt laut der Ausschreibung auf pflanzlichem, fermentativ gewonnenem sowie kultiviertem Fleisch und Meeresfrüchten. Auch Hybridprodukte und Basistechnologien wie die molekulare pflanzliche Landwirtschaft fallen in den Geltungsbereich.
Die Höhe der zugesagten Fördermittel unterscheidet sich etwas von Land zu Land. Für die Schweiz sagt Innosuisse für Start-ups bis zu 70 Prozent der Projektkosten, für KMU bis zu 50 Prozent und für Grossunternehmen bis zu 25 Prozent Zuschuss zu. Universitäten und Forschungseinrichtungen können auf bis zu 100 Prozent zählen.
Der Aufruf setzt auf Kooperationen zwischen mindestens zwei der teilnehmenden Länder: Das werde „die nachhaltige Lebensmittelproduktion steigern, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken, neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen und das zukünftige Qualifikationsangebot entwickeln“. Zudem könne eine internationale Zusammenarbeit „grössere Exportmöglichkeiten sowie eine höhere Selbstversorgungs-, Widerstandsfähigkeits- und Bereitschaftsrate ermöglichen“. Das Projekt muss allen beteiligten Partnern zugutekommen. Seine maximale Laufzeit darf 36 Monate nicht überschreiten.

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Gümligen BE/Mettmenstetten ZH – Die Jury des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024 hat sich für die Hawa Sliding Solutions AG entschieden. Vier weitere Unternehmen aus der Region waren für das Finale ausgewählt. Der Mittelstandspreis richtet sich nach Innovationskraft und Qualität.
Die Hawa Sliding Solutions mit Sitz in Mettmenstetten ist Gewinnerin des vom Swiss Venture Club (SVC) aus Gümligen durchgeführten Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024. Eine unabhängige, regionale Expertenjury hat laut einer Medienmitteilung den weltweit tätigen Anbieter für Schiebelösungen aus fünf Finalisten ausgewählt.
Die Plätze zwei und drei gingen an Schneider Umweltservice aus Meilen und RepRisk aus Zürich. Auch LUZI aus Dietlikon (Platz 4) und die Hauenstein AG aus Rafz (Platz 5) schafften Finalplätze.
Jurypräsident Christopher Blaufelder, Partner bei McKinsey & Company Switzerland, würdigte die Qualität und Innovationskraft der Hawa Sliding Solutions. „Es zeigt, dass Schiebetüren weit mehr als nur praktische Bauelemente sind. Sie machen ganze Raumteile unsichtbar, verwandeln sie in Designelemente und verbinden Funktionalität mit Ästhetik auf höchstem Niveau“, wird er in der Mitteilung zitiert.
Wie das Familienunternehmen informiert, erschaffen 240 Mitarbeitende an zwei Standorten Schiebelösungen für Möbel, Türen, Trennwände und Fassaden. „Unsere Lösungen inspirieren Architekten, Designer und Verarbeiter zu Ideen, die sie gemeinsam mit uns erfolgreich umsetzen.“
Der Swiss Venture Club hat den regionalen Mittelstandspreis zum neunten Mal verliehen. Der unabhängige Verein zur Förderung und Unterstützung von Schweizer KMU knüpft die Vergabe eigenen Angaben zufolge an verschiedene Kriterien wie innovative Produkte, Dienstleistungen, Firmenkultur, Qualität der Mitarbeitenden und des Managements sowie einen nachhaltigen Erfolgsausweis. ce/heg

Der Gewinner des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024, Ezequiel Di Claudio, CEO der Hawa Sliding Solutions AG, freut sich über den Preis. Blld: SVC/Keystone/Manuel Lopez
News
Erfolgreiche Zukunftsgestaltung braucht Dialog und Kollaboration. Am «Fokus Standort» diskutierten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung praxisorientierte Lösungen, um den Wirtschaftsstandort Zürich gezielt weiterzuentwickeln.
Um für künftige Herausforderungen gerüstet zu sein, will die Volkswirtschaftsdirektion die Attraktivität des Standorts Zürich weiter stärken. Vor einem Jahr wurde mit dem ersten «Tag des Standorts» eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe rund um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Zürich lanciert. Am gestrigen «Fokus Standort» diskutierten rund 150 Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erneut über zukünftige Trends, welche die Volkswirtschaft und die Standortqualität des Kantons Zürich mittel- und langfristig massgeblich beeinflussen.
Basis der Diskussionsthemen waren unter anderem die Ergebnisse der «Trendanalyse Standort Kanton Zürich», welche das Forschungs- und Beratungsunternehmen Infras im Auftrag der Volkswirtschaftsdirektion auf der Grundlage einer Expertenbefragung erstellt hat. Ausgewählte Trends wurden – Stand August 2024 – als besonders relevant für den Kanton Zürich eingestuft: die fortschreitende Digitalisierung, vor allem mit KI-Anwendungen; das anhaltende Bevölkerungswachstum sowie die Alterung, welche auch den Arbeitsmarkt betrifft; die zunehmende Regulierungsdichte und damit verbunden ein steigender administrativer Aufwand; sowie das unsichere Verhältnis der Schweiz zur EU. Zu jedem Trend nahmen die befragten Expertinnen und Experten in der Studie eine Einschätzung der Bedeutung vor und skizzierten Folgen sowie Handlungsoptionen.
Starke Impulse für nachhaltige Standortentwicklung
Der «Fokus Standort» nutzte diese Auslegeordnung, um in vier Workshops die Themen Fachkräfte, Technologie, Regulierung und Mobilität vertieft zu beleuchten. Eine der Fragestellungen war etwa, mit welchen Prozessen die Unternehmen trotz steigender Regulierungsdichte und zunehmendem administrativen Aufwand entlastet und die Wettbewerbsfähigkeit gefördert werden kann. Diskutiert wurde, wie der Einsatz von KI im Arbeits- und Studienalltag verbessert werden kann und wie digitale Kompetenzen in Schule und Ausbildung gezielt gefördert werden können. Thema war zudem, was Unternehmen zur Befähigung ihrer Mitarbeitenden tun und wie KMU diesbezüglich mit Grossunternehmen mithalten können. Eine weitere Fragestellung war, wie Organisationen und Unternehmen die täglich zurückgelegten Wegdistanzen reduzieren oder die Umstellung auf eine nachhaltige Mobilität umsetzen können.
In den Workshops wurden mögliche Lösungsansätze entwickelt und Massnahmen formuliert und konkretisiert. Die Erkenntnisse werden nun in Arbeitsgruppen weiterverarbeitet.
Regierungsrätin Carmen Walker Späh leitete dann mit ihrem Referat den letzten Teil ein: Die Diskussion zur demografischen Entwicklung und deren Auswirkungen auf den Arbeitskräftemangel. Die Problematik: Immer mehr Menschen gehen in Pension, aber immer weniger Junge rücken nach. Die Zuwanderung allein kann dieses Ungleichgewicht nicht beheben. Walker Späh eröffnete deshalb den Dialog über die Lösungsansätze: «Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss dazu führen, dass mehr Menschen in höheren Pensen arbeiten», sagte sie. Zudem müsse die Produktivität über Innovation und technologischen Fortschritt erhöht werden. Schliesslich, so Walker Späh, «werden wir nicht darum herumkommen, länger zu arbeiten. Das will niemand hören. Aber es ist ein Fakt.»
Eine abschliessende Paneldiskussion mit Milan Prenosil, Verwaltungsratspräsident Confiserie Sprüngli AG, Veronica Weisser, Head UBS Vorsorge Innovation Hub, Amalia Zurkirchen, Geschäftsführerin Kaufmännischer Verband Zürich, und Manuel Buchmann, Projektmanager «Demografik» und Autor, griff den Appell der Regierungsrätin auf und widmete sich der Problematik Arbeitskräftemangel durch die demografische Entwicklung. Die Arbeitsmarktschere wird sich in den nächsten Jahren weiter öffnen und die Zürcher Wirtschaft vor Herausforderungen stellen. Die Panelteilnehmenden diskutierten die Lösungswege, die Regierungsrätin Walker Späh vorschlug, und erörterten weitere mögliche Massnahmen, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken und künftiges Wirtschaftswachstum zu sichern.
Links

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh will mit der Veranstaltung «Fokus Standort» Impulse für eine nachhaltige Standortentwicklung setzen. Quelle: Tim Love Weber

In der Paneldiskussion sprachen Manuel Buchmann, Projektmanager «Demografik», Milan Prenosil, Verwaltungsratspräsiden Confiserie Sprüngli AG, Amalia Zurkirchen, Geschäftsführerin Kaufmännischer Verband Zürich, und Veronica Weisser, Head UBS Vorsorge Innovation Hub, gemeinsam mit Moderator Michael Schönenberger über den Arbeitskräftemangel. Quelle: Tim Love Weber

.Insgesamt vier Workshops wurden am «Fokus Standort» durchgeführt. Quelle: Tim Love Weber

Lösungen gemeinsam entwickeln: Angeregte Diskussion in einem Workshop am «Fokus Standort». Quelle: Tim Love Weber

Jonas Schudel vom Mittelschul- und Berufsbildungsamt leitete einen der Workshops. Quelle: Tim Love Weber

Fabian Streiff, Leiter Amt für Wirtschaft, stellte die Ergebnisse der Trendanalyse Standort Kanton Zürich vor. Quelle: Tim Love Weber

Die Zuwanderung allein könne den Arbeitskräftemangel nicht beheben. Es brauche weitere Lösungsansätze, sagte Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Quelle: Tim Love Weber
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Zürich – Der Schweizer Technologiefonds wird bis zum Jahr 2030 weiter von Emerald verwaltet. Das Mandat des Bundesamtes für Umwelt an die Emerald Technology Ventures AG mit ihrem Subunternehmen South Pole AG ist entsprechend verlängert worden.
(CONNECT) Die Emerald Technology Ventures AG mit Sitz in Zürich hat die Ausschreibung für die Verwaltung des Technologiefonds bis 2030 für sich entscheiden können. Das Unternehmen handelt dabei im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), heisst es in einer Mitteilung.
Bereits seit 2014 agiert Emerald Technology Ventures im Auftrag des BAFU. Der Technologiefonds fördert Schweizer Unternehmen mit innovativen Produkten in den vier Bereichen Reduktion von Treibhausgasemissionen, Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Ressourcenschonung. Dabei werden Bürgschaften bis zu 3 Millionen Franken für eine Laufzeit von zehn Jahren gewährt.
Die jetzige Mandatsvergabe schafft vor allem für KMU eine Planungssicherheit bis zum Jahr 2030. Dabei wird auch eine wesentliche Finanzierungslücke für die in Frage kommenden Unternehmen geschlossen, heisst es in der Mitteilung. Eines der Hauptziele der Finanzierungen ist eine deutliche Einsparung an CO2-Emissionen in der Schweiz.
„Diese Verlängerung ist ein starkes Signal: Die Schweiz setzt weiterhin auf CO2-senkende Innovationen – und wir setzen alles daran, dieses Vertrauen mit Wirkung zu erfüllen“, wird Gina Domanig, CEO von Emerald, in der Mitteilung zitiert. Simone Riedel Riley, Leiterin der Geschäftsstelle Technologiefonds bei Emerald, sieht in dem vom BAFU vergebenen Mandat sowohl einen Vertrauensbeweis als auch einen Katalysator für nachhaltige Innovationen. Der Technologiefonds wird von Emerald gemeinsam mit ihrem Subunternehmen South Pole AG verwaltet. ce/ww

Das Emerald Technology Ventures-Team hat die Ausschreibung für die Verwaltung des Technologiefonds bis 2030 für sich entscheiden können. Bild: zVg/Emerald Technology Ventures AG
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Zürich/Lausanne – Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) richten gemeinsam das Schweizerische Nationale Institut für Künstliche Intelligenz (KI) ein. Am SNAI soll KI-Forschung in grossem Massstab vorangetrieben werden.
ETH und EPFL vertiefen ihre Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz. Die beiden Hochschulen haben das Schweizerische Nationale Institut für Künstliche Intelligenz (SNAI) gegründet, informiert die ETH in einer Mitteilung. Im SNAI soll eine nationale Perspektive für KI-basierte Bildung, Forschung und Innovation verfolgt werden. Das neue Institut wird zukünftig auch die von ETH und EPFL im Dezember 2023 lancierte Schweizer KI-Initiative betreiben.
„Mit der gemeinsamen Lancierung von SNAI engagieren sich die ETH Zürich und die EPFL langfristig für die Stärkung und Förderung der KI in der Schweiz“, wird Christian Wolfrum, ETH-Vizepräsident für Forschung, in der Mitteilung zitiert. „Wir wollen ein Forschungsumfeld schaffen, das die Schweiz als Standort für inklusive, zuverlässige, transparente und vertrauenswürdige KI etablieren kann.“ SNAI wird vom ETH-Rat, den beiden Hochschulen und über Drittmittel finanziert.
SNAI ist in das ETH AI Center und das EPFL AI Center integriert. Dadurch verfügt das neue Institut über die Fachkenntnisse von über 70 Professuren zu Künstlicher Intelligenz, heisst es in der Mitteilung. Die Forschenden am SNAI wollen ihre Modelle möglichst als Open Source anlegen, damit auch KMU und Start-ups davon profitieren können.
„SNAI wird sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen der KI von nationaler Bedeutung widmen, die die Zusammenarbeit vieler Forschenden in unserem Land erfordern“, erläutert Pierre Dillenbourg, EPFL-Vizepräsident für akademische Angelegenheiten. „Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz in der Forschung und Entwicklung von KI stärken.“ ce/hs

Zentrale Vertreter der beiden AI Centers und der Swiss AI Initiative bei einem Austausch in Zürich (von links nach rechts): Pascal Frossard, EPFL, Marcel Salathé, EPFL, Hanna Brahme, ETH, Alex Ilic, ETH, Andreas Krause, ETH, Scarlet Schwiderski-Grosche, EPFL, Martin Rajman, Schweizer KI-Initiative, Arnout Devos, ETH, Imanol Schlag, Schweizer KI-Initiative, und Manuel Kaufmann, ETH. Bild: ETH AI Center/EPFL AI Center
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Gümligen BE – Die Jury des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024 hat fünf Firmen für das Finale ausgewählt. Um die begehrte Auszeichnung des KMU-Netzwerks Swiss Venture Club (SVC) ringen Hauenstein, Hawa Sliding Solutions, Luzi, RepRisk und Schneider Umweltservices.
Die Finalisten des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024 stehen fest. Eine unabhängige, regional stark verankerte Expertenjury hat sich für Hauenstein AG, Hawa Sliding Solutions AG, Luzi AG, RepRisk AG und Schneider Umweltservices AG entschieden, informiert der SVC in einer Mitteilung.
„Ich freue mich sehr auf den Prix SVC und glaube die Entscheidung, wer den Preis gewinnt, war noch nie so anspruchsvoll wie dieses Jahr“, wird Jury-Präsident Christopher Blaufelder, Partner bei McKinsey & Company Schweiz, dort zitiert. „Wir haben durchwegs qualitativ hochwertige Firmen aus verschiedensten Industrien in der Endauswahl.“ Alle zeichnen sich laut Blaufelder durch einen Fokus auf Qualität und Innovation aus.
Die Hauenstein AG aus Rafz ZH setzt in ihrer Baumschule und ihren Gartencentern auf die nachhaltige Eigenproduktion einheimischer, winterharter Pflanzen. Die Hawa Sliding Solutions AG aus Mettmenstetten ZH ist auf Schiebelösungen für Räume, Möbel und Fassaden spezialisiert. Die global aktive Luzi AG aus Dietlikon ZH entwickelt und produziert Duftkreationen.
Die RepRisk AG aus Zürich ist auf die Identifizierung von Geschäfts- und ESG-Risiken spezialisiert. Die Schneider Umweltservice AG aus Meilen ZH hat sich innovativen und umweltfreundlichen Lösungen bei Wiederverwendung und Wiederverwertung verschrieben.
Der Swiss Venture Club gehört zu den grössten Unternehmernetzwerken in der Schweiz. In acht Regionen vergibt er alle zwei Jahre den Prix SVC. Der Preis zeichnet innovative Unternehmen in der Region für herausragende Leistungen aus, mit denen nachhaltige wirtschaftliche Erfolge realisiert werden können. ce/hs

Hauenstein AG, Hawa Sliding Solutions AG, Luzi AG, RepRisk AG und Schneider Umweltservices AG stehen im Finale um den ersten Platz des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024. Bild: zVg/SVC/Manuel Lopez
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Zürich – Der Schweizer Dachverband für Unternehmensnachfolge (CHDU) vergibt 2025 erneut den Phoenix Award für langfristiges Unternehmertum. Für die Durchführung und Weiterentwicklung des Preises hat der CHDU die Renaissance Anlagestiftung als Partnerin gewinnen können.
(CONNECT) Der Schweizer Dachverband für Unternehmensnachfolge zeichnet in diesem Jahr erneut seit mindestens 100 Jahren bestehende KMU aus. Bewerbungen für den diesjährigen Phoenix Award für langfristiges Schweizer Unternehmertum können noch bis zum 31. Mai online abgegeben werden, informiert der CHDU in einer Mitteilung. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass das Unternehmen 1925 gegründet oder in das Schweizer Handelsregister eingetragen wurde oder einen runden Geburtstag über dem 100sten feiert.
Aus den eingehenden Bewerbungen wird eine Jury in einem mehrstufigen Verfahren bis zu drei Preisträger ermitteln. Dabei wird vor allem auf die die Innovations- und Disruptionsfähigkeit, die Teamleistung sowie den gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Beitrag der Unternehmen Wert gelegt. Die Preisverleihung soll im Herbst erfolgen.
Bei der Durchführung des diesjährigen Wettbewerbs und der Weiterentwicklung des Phoenix Awards wird der CHDU neu die Renaissance Anlagestiftung als Partnerorganisation zur Seite stehen. „Traditionsreiche Unternehmen spielen für Renaissance und die Schweizer Wirtschaft eine sehr wichtige Rolle“, wird Andreas Camenzind, Investment Director bei Renaissance, in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge ist die Anlagestiftung aktuell an drei Firmen beteiligt, die älter als 100 Jahre sind. „Mit dem Phoenix Award für langfristiges Schweizer Unternehmertum identifizieren wir uns deshalb auf eine natürliche Art und Weise.“ ce/hs

Im vergangenen Jahr hatte die Fröhlich Info AG aus Zollikon ZH den Phoenix Preis erhalten. Bild: zVg/Schweizer Dachverband für Unternehmensnachfolge
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Rund 75 Prozent der weltweit produzierten Eier stammen aus ethisch und ökologisch fragwürdiger Haltung. Mit EggField bietet Co-Gründer und ZHAW-Absolvent David Ebneter eine pflanzliche Alternative an.
Käseküchlein, Schoggi-Mousse, Meringues – viele Leckereien gibt es heute auch vegan. Dies auch dank dem 2022 gegründeten Startup EggField, das der Lebensmittelindustrie eine Ei-Alternative auf Basis von Hülsenfrüchten bietet. Die Idee hatte einer der drei Co-Gründer, Silvan Leibacher, der für seine Biber-Manufaktur einen Ei-Ersatz suchte. Ende 2019 lernten sich Silvan Leibacher und David Ebneter über gemeinsame Freunde kennen. «Wir kamen ins Gespräch und Silvan erzählte mir, dass er auf der Suche nach einem pflanzlichen Ei-Ersatz für seine Backwaren war», sagt Ebneter, der zu diesem Zeitpunkt sein Studium beendet hatte und nach ersten Arbeitserfahrungen an der ZHAW im Industriebereich arbeitete.
«Mich interessierte diese Herausforderung, und kurzerhand entwickelte ich einen ersten flüssigen Prototyp», sagt Ebneter, der an der ZHAW einen Bachelor in Lebensmitteltechnologie und einen Master in Food and Beverage Innovation absolviert hat. Das praxisnahe Studium habe ihm für diesen Entwicklungsprozess viel gebracht. «Fast noch wichtiger aber war das Umfeld: An der ZHAW lernte ich Leute kennen, die eigene Ideen umgesetzt haben.»
EggField mit Sitz in Illnau und drei Mitarbeitenden setzt auf einen stark wachsenden Markt. «Unsere Hauptkonkurrentin ist die riesige, subventionierte Ei-Industrie.» Im Gegensatz dazu kann EggField die Produkte nicht einfach in ein Regal stellen, denn das Unternehmen produziert aktuell ausschliesslich für die professionelle Gastronomie sowie für die Lebensmittelindustrie. Grund dafür ist die Intention des Unternehmens: Sie wollen den auf dem Schweizer Markt relativ hohen Anteil an «guten» Label-Eiern nicht ersetzen, sondern diejenigen Eier, die aus ethisch und ökologisch fragwürdigen Quellen stammen – diese kommen zu einem höheren Anteil in verarbeiteten Produkten zum Einsatz. «Wir begleiten unsere Kunden bei ihren Produktinnovationen und geben unser Know-how weiter.» So könne es bis zu einem Jahr dauern, bis ein neues Produkt entstehe.
In Sachen Wachstum verfolgt EggField einen KMU- und keinen klassischen Startup-Ansatz. «Wir wollen uns Zeit nehmen und nachhaltig wachsen, wollen zufriedene Mitarbeitende und zufriedene Kundinnen und Kunden.» Diesen Anspruch ebenso wie eine grosse Leidenschaft erachtet Ebneter als wichtig für Entrepreneurinnen und Entrepreneure: «Es braucht Risikobereitschaft und Beharrlichkeit, um Gegenwind und Rückschläge auszuhalten und zu überwinden.»

News
Gemeinsam werden Swiss Future Institute und HWZ mit maximaler Innovationskraft das Beste aus verschiedenen Welten der Hochschule, Startups und Corporates kombinieren sowie innovative Lernansätze und praxisnahen Learning Experiences für die Studierende entwickeln. Neu sind auch inhouse CAS sowie inhouse Zertifizierungen auf Deutsch, Englisch, Französisch für Schweizer KMU bis internationale Firmen möglich.
Die ersten Studiengänge starten im Herbst und Winter 2025 mit 12 Teilnehmende für
Die besten Studierenden erhalten Zugang zur Swiss Future Award Preisverleihung am zweitägigen Future Symposium des Swiss Future Institutes.
Bewerbungen von Studierenden, Firmen und Institutionen unter ai@futureinstitute.ch
Swiss Future Institute und HWZ dankt allen Partnern in unserem Ökosystem, die einen Unterschied machen und sich für verantwortliche AI mit Fokus praktischer Anwendung gemeinsam mit ihnen einsetzen.

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